DE199181C - - Google Patents

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DE199181C
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    • GPHYSICS
    • G01MEASURING; TESTING
    • G01CMEASURING DISTANCES, LEVELS OR BEARINGS; SURVEYING; NAVIGATION; GYROSCOPIC INSTRUMENTS; PHOTOGRAMMETRY OR VIDEOGRAMMETRY
    • G01C13/00Surveying specially adapted to open water, e.g. sea, lake, river or canal
    • G01C13/008Surveying specially adapted to open water, e.g. sea, lake, river or canal measuring depth of open water

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  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Hydrology & Water Resources (AREA)
  • Physics & Mathematics (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Radar, Positioning & Navigation (AREA)
  • Remote Sensing (AREA)
  • Wire Processing (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- M 199181 KLASSE 42 c. GRUPPE
des Lotkörpers an einem Draht.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 4. Juni 1907 ab.
Die Erfindung betrifft einen Lotapparat mit auf einer Trommel aufwindbarer Lotleine und besonderer Führung der Lotkörper an einem Draht. Die Erfindung selbst besteht darin, daß der Draht bleibend in geneigter Richtung gespannt ist, und daß Vorrichtungen zum Kuppeln und Entkuppeln des Lotkörpers mit dem Führungsdraht vorgesehen sind, so daß der Lotkörper durch sein ίο Eigengewicht an dem Draht hinuntergleiten kann.
Die Erfindung ist in den beiliegenden Zeichnungen dargestellt, und zwar zeigt:
Fig. ι eine Seitenansicht des Apparates zum Auswerfen des Lotes, ein Teil des Ge-. steiles ist der Übersichtlichkeit halber fortgelassen.
Fig. 2 ist ebenfalls eine Seitenansicht desselben Apparates, bei welchem das Lot oben Hegt und sich in der Stellung zum Auswerfen befindet.
Fig. 3 ist eine Vorderansicht, die einen Teil des Apparates darstellt, welcher dazu dient, eine sichere Führung des Lotes an seinem Leitdraht zu gewährleisten.
Fig. 4 ist ein Querschnitt nach der Linie 4-4 der Fig. 1, in der Richtung des angegebenen Pfeiles gesehen.
Fig. 5 ist eine Draufsicht des in Fig. 4 dargestellten Apparates.
Fig. 6 ist eine Vorderansicht des Gestelles zum Emporheben des Lotes.
Fig. 7 ist ein Querschnitt nach der Linie 7-7 der Fig. 6.
Fig. 8 und 9 sind eine Seiten- bzw. Rückansieht des Lotkörpers.
Fig. 10 und 11 stellen in Seitenansicht und Draufsicht eine Vorrichtung dar zum Abnehmen des Lotes von seinem Führungsdraht.
Fig. 12 ist eine Rückansicht derselben Vorrichtung.
Fig. 13 ist eine Vorderansicht des vorderen Teiles der Vorrichtung.
Fig. 14 ist eine Seitenansicht und
Fig. 15 eine Draufsicht auf die Trommel, welche zum Aufwinden des Drahtes oder des an dem Lot befestigten Seiles dient.
Fig. 16 zeigt in schematischer Darstellung eine Seitenansicht der Gesamtanordnung des vorliegenden Apparates.
Bei der dargestellten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung ist mit a (Fig. 2, 8, 9 und 16) das Lot bezeichnet. Dasselbe besitzt zwei seitlich vorspringende Flügel b und c, deren Enden Haken bilden. Das Lot α gleitet mit dem einen oder anderen dieser Haken an einem gespannten und zugleich geneigten Draht d entlang und erhält dadurch eine bestimmte Geschwindigkeit, durch welche es die geforderte Strecke nach dem Vorderteile des Schiffes bewegt wird. Die Flügel b und c sitzen an einem Ring/ (Fig. 8), welcher den Lotkörper umgibt. Der Ring/ muß um das
Lot herum leicht beweglich sein. Das Lot a wird mittels eines drehbaren Gestelles oder Rahmens g (Fig. i, 2, 4, 6 und 7) emporgehoben, bis einer der beiden Haken b oder c in den gespannten Draht d eingreift. Das Senkblei α sitzt mit seinem einen Ende an einem biegsamen Draht h, welch letzterer auf einer Trommel i aufgewunden ist (Fig. 14, 15 und 16). Diese Trommel besitzt eine
ίο Kurbel il und dient zum Einholen des Bleilotes. Außerdem ist an dieser Trommel eine Vorrichtung angebracht, die derart eingerichtet ist, daß, sobald das Lot den Meeresgrund berührt, sofort der schlaff hängende Teil des Drahtes h von einem geeignet rascher laufenden Getriebe aufgewunden wird. In Verbindung mit dieser Trommel i steht ein geeignetes Getriebe j (Fig. 14 und 15), welches dazu dient, mit Hilfe einer Skala k, die auf
ao einem der Zahnräder angebracht ist, und mit Hilfe eines Zeigers k1 die Länge des abgelaufenen Drahtes h zu messen. Das rascher laufende Getriebe besitzt genügend hohe Kraft und Geschwindigkeit, um den schlaff hängenden Teil des Drahtes aufzuwinden, jedoch vermag es nicht, das Bleilot vom Meeresgrunde aufzuheben.
Bei der in den Fig. 1, 2, 4 und 5 dargestellten Ausführung ist eine Führungsrolle / vorgesehen, über welche die Leine h von der Trommel aus läuft. Diese Leine h besitzt einen verstärkten Teil h1 (Fig. 2 und 5), der, wenn die Leine eingeholt wird, mit zwei Armen m m der rechtwinkligen Hebel η η in Berührung kommt. Diese letzteren Hebel sitzen auf der Welle ο (Fig. 5), welche die Rolle / trägt. Die rechtwinkligen Hebel η η sind zu beiden Seiten der Rolle / angeordnet, und ihre vorderen Arme m m sind derart angebracht, daß die Leine h beim Hinabgleiten des Lotes α an seinem Draht d den von den Armen m m gebildeten Zwischenraum frei passieren kann, während der verstärkte Teil h1 der Leine h mit den Armen m m in Berührung kommt. An weiteren Armen der rechtwinkligen Hebel η η sind Zapfen oder Rollen nl vorgesehen; diese Zapfen oder Rollen gleiten in zwei an einem Hebel ρ befindlichen geschlitzten Armen. Der Hebel ρ ist an seinem unteren Teilepl drehbar gelagert. Der obere Teil dieses Hebels besitzt seinerseits eine Rolle p'2, welche an einer Hebefläche q, die sich an dem das Bleilot α tragenden Gestell g befindet, gleitet.
Das Gestell g ist an dem vorderen Teile der Winkelhebel η bei n2 drehbar gelagert und über die an den rechtwinkligen Hebeln angelenkten Teile hinaus durch Arme g1 verlängert. Die Teile g1 sind so ausbalanciert, daß das eigentliche Gestell g stets das Bestreben hat, in der in Fig. 1 dargestellten Lage zu beharren, und zwar in etwas geneigter Stellung, derart, daß es dem Bleilot a, wenn es eingeholt wird, nicht hindernd in den Weg tritt. Wenn das Senkblei α eingeholt ist, so bewegt der verstärkte Teil h1 der Leine h die. rechtwinkligen Hebel n, welche ihrerseits den geschlitzten Hebel ρ in Bewegung setzen. Bei dieser Bewegung wird mit Hilfe der Rolle p'2 ein Druck auf die am Gestell g befindliche Hebefläche q ausgeübt und diese um einen bestimmten Winkel gedreht·, bis das Gestell mit dem Bleilot in eine nahezu horizontale Stellung gelangt ist (vgl. Fig. 2), so daß einer der beiden Haken b oder c mit dem Draht d in Eingriff kommt.
Um den Eingriff des einen der Haken b oder c des Senklotes mit dem Draht d zu sichern, werden zwei Führungsplatten r, r1 (Fig. 3) in einer solchen Lage angeordnet, daß der eine oder aber beide Hakenflügel in Kontakt mit den Führungsplatten r, r1 kommen, derart, daß ein Haken gezwungen wird, zwischen den beiden Federn s, s1 hindurchzugehen, wobei die offene Seite des Hakens nahe an dem gespannten Draht d zu liegen kommt. Die eine der Federn (s) ist stärker als die andere fs1) und wirkt vornehmlich gegen das Ende eines Hakens b oder c, um einen derselben über den Draht d zu drücken. Wenn die Trommel i freigegeben wird, fällt das Gestell g zurück, und das Lot α gleitet vermöge seiner Schwere an dem Draht d herab. In der Nähe des unteren Endes des Drahtes sind zwei Paar Stangen 11 (Fig. 10 bis 13 und 16), und zwar in kurzer Entfernung voneinander angeordnet, die eine Führung bilden, welche das Lot in bezug auf den Draht d hebt, bis der Haken des Lotes mit seinem offenen Teil in der Nähe oder gleich mit dem Draht d liegt. Eine geeignete Hebvorrichtung oder Führungsplate u ist angeordnet, um den Haken dann seitwärts außer Berührung mit dem gespannten Draht d zu bringen. Die Führung endigt an diesem Punkt, und infolgedessen fällt das Lot α von hier frei in die See. Die Trommel i kann an einer ihrer Seiten mit einer Rolle ν (Fig. 15) versehen sein, welche einen geringeren Durchmesser als die Trommel hat. An dieser Rolle ν ist ein biegsamer Draht vl befestigt, welcher über eine Rolle oder über Rollen w läuft und ein oder mehrere Gewichte χ trägt (Fig. 16), welch letztere derart schwer sind, daß sie eine schnelle Drehung der Trommel herbeizuführen vermögen, um bei schlaffem Hängen der Lotleine diese aufzuwinden. Die Rolle ν ist so konstruiert, daß sie durch Längsverschiebung auf der Achse z2 in oder außer Eingriff mit der Einholtrommel i ge-
bracht werden kann. Das Lot wird gewöhnlich an einer Leine von 20 Faden Länge befestigt und befindet sich für gewöhnlich in der Schwebe, wobei der Anzeigeapparat so lange 20 Faden Tiefe anzeigt, bis das Schiff in seichteres Wasser läuft. Alsdann wird der Anzeigeapparat zurückgehen und die genaue Tiefe, an welcher das Senkblei den Boden streift, anzeigen. Die Arme n3 n3 der rechtwinkligen Hebel η η wirken zum Ausbalancieren der Hebel selbst, wobei sie das Heben des Senkbleies unterstützen. Die an dem Rahmen befestigten Arme \ \ (Fig. 4), zwischen denen das Lot für gewöhnlich hängt, verhindern ein seitliches Schwingen des Senklotes. Die Wirkungsweise des Apparates ist folgende:
Die Trommel i wird in einer Richtung gedreht, wobei die Rolle / rotiert, die Hebel η η
ao ausschwingen und das Lot a in Richtung gegen den Draht d gebracht wird. Die Trommel i wird dann entgegengesetzt in Umdrehung gebracht, bis das Senkblei in die in Fig. 16 angegebene Stellung gelangt ist. Die Entfernung des Senklotes von der Rolle Z ist dann dieselbe wie diejenige, in welcher die letztere von dem Schiffskiel entfernt ist. In dieser Stellung hält das Senklot dem Gewicht χ das Gleichgewicht und bewegt sich daher nicht. Wenn der Befehl zum Auswerfen des Senklotes gegeben wird, wird die Rolle v, die lose auf der Achse z2 sitzt, längs dieser letzteren verschoben und hierbei mit der auf der Achse i2 festsitzenden Rolle i gekuppelt. Das Gewicht χ wird dann durch die Winde χ1 gehoben (Fig. 16). Das Senklot α gleitet nunmehr schnell an dem Rest des Drahtes d herab, verläßt denselben und zieht den ganzen Draht h von der Trommel i ab. Wenn das Senklot den Boden nicht berührt, zeigt der Zeiger k1 auf dem Zifferblatt k 20 Faden an. Das Lot hängt vertikal von der Rolle Z und wird durch Drehung der Trommel i aufgewunden, bis es wieder zwischen die Arme \ \ gelangt. Die Trommel i ist mit einem Sperrad ζ'3 und einer Sperrklinke ζ'4 versehen. Wenn das Lot freigegeben ist und den Draht h abgewunden hat, kommt die Klinke i4 mit dem Sperrad ζ3 in Eingriff. Streicht das Senkblei über den Boden, so dreht das Gewicht χ unmittelbar die Trommel i, wobei sie die ganze schlaff hängende Leine h aufwindet. Das Schiff geht vorwärts, bis die Trommel i vertikal über dem auf dem Grunde ruhenden Senkblei liegt. Sobald die ganze schlaff hängende Leine h auf die Trommel i aufgewunden ist, zeigt der Zeiger kl die Tiefe des Wassers an. Da das Schiff noch weiter fährt, hat das Lot nunmehr das Bestreben, hinter der Rolle Z zu schleifen, wobei es dann diese nach rückwärts drehen würde. Dieses wird jedoch durch die Klinke z'4 verhindert. Die Skala k ist dann zugleich in ihrer Bewegung festgelegt, ihre Stellung wird notiert und das Senklot wieder aufgewunden. Die Klinke z'4 wird freigegeben, um das Herabgleiten des Senklotes an dem Draht in die aus Fig. 16 ersichtliche Stellung zu ermöglichen.

Claims (6)

Patent-Ansprüche:
1. Lotapparat mit auf eine Trommel aufwindbarer Lotleine und besonderer Führung des Lotkörpers an einem Draht, dadurch gekennzeichnet, daß der Draht bleibend in geneigter Richtung gespannt ist und Vorrichtungen zum Kuppeln und Entkuppeln des Lotkörpers mit dem Führungsdraht vorgesehen sind, derart, daß der Lotkörper durch sein Eigengewicht an dem Draht heruntergleiten kann, wobei die schlaff hängende Leine selbsttätig aufgewunden und die Windetrommel nach Passieren der Berührungsstelle des Lotes mit dem Grunde gesperrt wird.
2. Lotapparat nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Lot mit einem frei beweglichen Ring versehen ist, der hakenartige Ansätze zur Führung sowie zum Ein- und Aushängen des Lotes an dem gespannten Draht besitzt.
3. Lotapparat nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß zum Kuppeln des Lotes mit dem oberen Teil des Drahtes die Lotleine über eine besondere Rolle geführt und ein Hebelpaar angeordnet ist, mit dessen vorderen Enden eine Verstärkung der Lotleine zum Eingriff kommt, und welches auf ein Gestell (g) o. dgl. zur Aufnahme des Lotes wirkt, wobei geeignete Führungen und Federn zwecks sicheren Eingriffs eines der Hakenteile des Lotes vorgesehen sind.
4. Lotapparat nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Hebel (n) als rechtwinklige Hebel ausgebildet sind, deren untere Arme mittels Zapfen (nl) o. dgl. in Schlitze eines an dem Rahmen des Apparates drehbar gelagerten Hebels (p) eingreifen, wobei dieser letztere Hebel mit einer Rolle o. dgl. versehen ist, die längs einer an dem Auflagergestell (g) sitzenden Hebfläche (q) gleiten kann.
5. Lotapparat nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß zwecks Führung des Lotes eine längere (r) und eine kürzere Platte (rl) sowie ein Paar Federn (s, s1) vorgesehen sind, zwischen denen der obere Haken des Lotes hindurchgehen
muß, wobei die eine Feder kräftiger als die andere ist, um den Haken seitlich über und in Richtung gegen den Führungsdraht (d) zu bringen.
6. Lotapparat nach Anspruch ι bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß zum Entkuppeln des Lotes von dem Draht (d) eine das Lot in bezug auf den Draht hebende Führung ft t) o. dgl. sowie eine Hebeanordnung (Daumenrad usw.) oder eine Führungsplatte (u) vorgesehen sind, mittels welch letzterer der Haken seitwärts bewegt und außer Eingriff mit dem Draht (d) gebracht wird.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
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