DE19913173A1 - Verfahren zum Einbringen von Schwellen in Feste Fahrbahnen - Google Patents
Verfahren zum Einbringen von Schwellen in Feste FahrbahnenInfo
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Abstract
Bei Verfahren, die auf einem Einrütteln von Schwellen in den noch frischen Beton einer Festen Fahrbahn beruhen, sind die aufzubringenden Kräfte groß, vor allem bei steifen Beton. Es verbleiben elastische Spannungen, die dann zu einer nachträglichen Verschiebung der Schwellen führen können. Erfindungsgemäß wird daher vorgeschlagen, mittels eines Gleitfertigers eine Tragplatte herzustellen, die einen Trog oder bei Zweiblockschwellen zwei Tröge aufweist. Der noch weiche Trog wird dann mit einer Vergußmasse von geringer Viskosität als üblicher frischer Tragplattenbeton gefüllt, und in diese Masse einzelne Schwellen oder ein ganzer Gleisschwellenrost eingerüttelt. Das Einrütteln kann bei hohen Anforderungen an die Lagegenauigkeit durch Auflagen auf justierten Stützpunkten begrenzt sein. Da die Vergußmasse von deutlich niedriger Viskosität als der Tragplattenbeton ist, wird der noch weiche Tragplattenbeton bei geringem Rütteln nicht beeinflußt, der Trog bleibt somit erhalten. Da aber frisch in frisch betoniert wird, ist der Verbund zwischen Tragplattenbeton und Vergußmasse wesentlich besser als beim Einfüllen der Vergußmasse in einen bereits ausgehärteten Trog. Zudem verliert durch die Rüttelenergie der Übergang Trogwand/Vergußmasse an Schärfe, was durch Verzahnung zu einer weiteren Erhöhung der Verbundkraft führt.
Description
Die Erfindung betrifft die Herstellung von Festen Fahrbahnen mittels
Schwellen, die in eine Vergußmasse eingebettet werden.
Gemäß der DE 38 40 795 C2 und der DE 38 40 795 C2 werden Schwellen,
die an einem Rahmen befestigt sind, in die im wesentlichen glatte Oberfläche
einer im Voraus gebauten, noch weichen Tragplatte eingerüttelt. Dabei treten
aufgrund der hohen Materialverdrängung und der Steifheit des Betons starke
Verwerfungen der Oberfläche auf, so daß diese nachgearbeitet werden muß.
Der noch weiche Beton der Tragplatte wird dabei durch eine Schalung
(bevorzugt Schalungsschienen) gehalten und am auseinanderfließen gehin
dert. Es sind hierfür große Mengen an Schalungsmaterial nötig. Weiterhin
verbleiben im Beton elastische Rückstellkräfte, die nachträglich zu einer un
erwünschten Verschiebung der Schwelle führen können, wenn diese vor der
Aushärtung des Betons von ihrer Haltevorrichtung gelöst wird.
Bei einer anderen Methode zum Bau Fester Fahrbahnen (Typ Rheda) wer
den Gleisroste in einem endlosen ausgehärteten Betontrog mit Beton um
gossen. Es bilden sich dabei ungewünschte Fugen zwischen Schwellen,
Beton und Betontrog aus, da sich der beim Härten schwindende Beton von
der harten Trogwand abhebt. Die Fugen machen die Fahrbahn frostempfind
licher und führen zu ungewünschtem Spiel der Schwellen. Dies verkürzt die
Lebensdauer der solchermaßen hergestellten Festen Fahrbahn.
Aufgabe der Erfindung ist es, ein Verfahren anzugeben, welches es ohne
aufwendige Nachbearbeitung der Betonoberfläche und unerwünschte nach
trägliche Verschiebungen von Schwellen, sowie ohne oder mit nur geringfü
gigem Schalungsmaterial erlaubt, die Schwellen weiterhin einfach einzurüt
teln.
Die Erfindung wird durch die im Kennzeichen des Anspruchs 1 angegebenen
Merkmale gelöst.
Erster aus dem Stand der Technik bereits bekannter Schritt der Erfindung ist
dabei die Herstellung mittels Gleitfertiger einer Tragplatte, die einen endlosen
Trog darstellt, oder auch zwei endlose Tröge, falls Zweiblockschwellen oder
zwei unverbundene Einzelblöcke pro Schwelle eingerüttelt werden sollen.
Diese "Trogplatte" besteht aus einem bevorzugt sehr steifen Beton (niedriger
Wasser/Zement-Wert). Diese steife aber noch nicht erhärtete (1) Trogplatte
wird nun an der Stelle, an der die Schwellen eingerüttelt werden sollen, mit
einem sehr weichen Beton (weniger als etwa ein Fünftel der Viskosität des
Trogplattenbetons) gefüllt, also frisch auf frisch. Der sehr weiche Beton der
Füllmasse erlaubt ein kräftearmes Einrütteln durch Eigengewicht. Bevorzugt
wird auf Stützpunkte abgelagert, oder so lange gehaltert, bis hinreichende
Erhärtung des Füllbetons eingetreten ist. Schnellbinderbetone ermöglichen
dabei raschen Baufortschritt.
Bevorzugt wird der Füllbeton so weich gewählt, daß beim Rütteln allein schon
durch die Schwerkraft wieder eine vollkommen glatte Fläche ohne Abziehen
erzeugt wird. Bei geneigter Trogplatte wird mittels einer Gegenschalung auf
der Oberfläche ein Wegfließen verhindert.
Der Füllbeton wird aber auch schon deshalb sehr weich gewählt, damit nur
noch wenig Rüttelenergie aufgewendet werden muß um ihn für das Eintau
chen der Schwellen und die Selbstglättung der Oberfläche zu fluidisieren,
denn zu viel Rüttelenergie würde den noch weichen Trog zerstören. Die
Rüttelenergie wird bevorzugt über die Schwelle als Quelle in den Füllbeton
eingeleitet, dann ist sie maximal von der Trogwand entfemt. Sie kann auch
über Flächenrüttler über die gesamte Oberfläche der Vergußmasse oder den
größten Teil von ihr eingeführt werden.
Bei Verwendung sehr niedrigviskoser Betonsorten kann sogar auf Rütteln
gänzlich verzichtet werden, da solche Betons bereits ohne Rütteln dicht ge
nug sind und gut benetzend wirken.
Der weiche Beton läßt auch kaum Scherspannungen aufkommen, die bis zur
Aushärtung des Betons noch zu nachträglichen Verschiebungen der
Schwellen führen können, wenn sie nicht bis zur Aushärtung desselben ge
haltert werden.
Durch das Betonieren frisch auf frisch besteht ein guter Verbund zwischen
Füllbeton und Trogplattenbeton. Durch die besseren Benetzungseigenschaf
ten weichen Betons ist auch der Verbund zwischen Schwelle und Füllbeton
besser äls üblich. Er läßt sich noch verbessern, wenn die Oberfläche der
Schwelle mit einem Haftvermittler, z. B. Hexamethyldisilazan (HMDS), behan
delt wird.
Der Verbund zwischen Trogplattenbeton und Füllbeton ist am besten, wenn
beide ungefähr vergleichbare Aushärtezeiten aufweisen, sowie, wenn durch
das Rütteln die Trogwand leicht angegriffen wird, so daß eine intensive Ver
zahnung zwischen Trog und Füllung erfolgt.
Die Verwendung schnellhärtender Vergußmassen ermöglicht es, das Justier-
und Positioniergerät eines Schwellenrostes sehr schnell mit einem neuen
Schwellenrost zu bestücken, nachdem der alte Schwellenrost hinreichend
fest eingebettet ist. Ansonsten ist es von Vorteil, einen Schwellenrost bis zur
Aushärtung auf Fixpunkten der Tragplatte abzustützen, während das Justier-
und Positioniergerät bereits neue Schwellenroste verlegt.
Das verfahrbare Justier- und Positioniergerät kann an ihm angebrachte
Schalungsteile aufweisen, die während des Einrüttelns der Schwellen an die
Außenwand der Trogplatte angelegt werden und diese stabilisieren. Sobald
das Rütteln aufhört, können die Schalungsteile wieder abgeklappt oder
hochgezogen werden und fahren dann mit dem Justier- und Positioniergerät
an den nächsten Verlegeort. Die Schalungsteile bewegen sich somit ähnlich
einer Kletterschalung, allerdings in der Horizontalen und nicht in der Vertika
len.
Die Schalungsteile können natürlich auch vom Justier- und Positioniergerät
getrennt sein, dies ist jedoch eine weniger bevorzugte Ausführung.
Unter Schwelle wird erfindungsgemäß sowohl die herkömmliche Beton
schwelle verstanden, als auch die Zweiblockschwelle oder zwei einzelne
Blöcke, die dazu noch in ihrer räumlichen Ausdehnung stark verringert sein
können und auch aus einem anderen Material als Beton bestehen können.
Im Extremfall stellt eine "Schwelle" dann nur noch eine Schienenbefestigung
dar. Von Vorteil sind allerdings größere Abmessungen als bei Schienenbe
festigungen üblich, um über eine größere Oberfläche eine stabilere Verbin
dung zwischen Schwelle und Vergußmasse zu erzielen. Bevorzugt weist da
her ein Block mindestens die Grundfläche einer Rippenplatte auf. Eine erfin
dungsgemäße Schwelle läßt sich daher auch allgemeiner als Gleisträger be
zeichnen.
Die Fig. 1 zeigt schematisch den Vorgang des Einrüttelns einer Schwelle (4)
in eine Vergußmasse (3), die sich in einem noch weichen Trog (2) befindet.
Der noch weiche Trog (2) befindet sich auf der hydraulisch gebundenen
Tragschicht (HGT,1). In diesem Ausführungsbeispiel wird die Außenwand
des Troges (2) während des Einrüttelns der Schwelle (4) seitlich durch eine
Schalung (5) temporär gestützt.
1
HGT
2
Trog, Trogplatte (noch weich)
3
Vergußmasse (weicher als der Beton des Troges
2
)
4
Schwelle
5
temporäre seitliche Schalung
Claims (8)
1. Verfahren zur Herstellung von Festen Fahrbahnen durch Einrüt
teln/Eintauchen von Schwellen in eine Vergußmasse, die sich in einem in
Längsrichtung der Tragplatte endlosen Trog oder zwei parallelvedaufen
den endlosen Trögen befindet, wobei diese Tragplatte mittels eines Gleit
fertigers hergestellt wurde,
dadurch gekennzeichnet, daß die Vergußmasse bereits frisch auf frisch in
den endlosen Trog/die Tröge gefüllt wird, wenn die Tragplatte noch nicht
ausgehärtet ist und die Schwellen anschließend eingerüttelt oder einge
taucht werden.
2. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß eine Vergußmasse verwendet wird, die um
mindestens den Faktor 5, bevorzugt um mindestens den Faktor 10 weni
ger viskos ist als der noch weiche Beton der Tragplatte.
3. Verfahren nach mindestens einem der Ansprüche 1 und 2,
dadurch gekennzeichnet, daß als Vergußmasse ein Beton verwendet wird.
4. Verfahren nach mindestens einem der Ansprüche 1 und 2,
dadurch gekennzeichnet, daß als Vergußmasse ein organisches Polymer
oder Polymerbeton verwendet wird.
5. Verfahren nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet, daß beim Eintauchen der Schwellen in die Ver
gußmasse nur so stark gerüttelt wird, daß die Trogwandung vollkommen
intakt bleibt.
6. Verfahren nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet, daß beim Eintauchen der Schwellen in die Ver
gußmasse nur so stark gerüttelt wird, daß die Trogwandung im wesentli
chen intakt bleibt, aber ihre Oberfläche eine Aufrauhung erfährt.
7. Verfahren nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 6,
dadurch gekennzeichnet, daß die Rüttelenergie über die Schwellen als
Schwingungsquelle in die Vergußmasse übertragen wird.
8. Verfahren nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 7,
dadurch gekennzeichnet, daß vor Beginn des Einrüttelns der Schwellen
an die Außenwandung der Trogplatte Schalungen angelegt werden, die
nach Beendigung des Einrüttelns wieder entfernt werden.
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| CN105926382A (zh) * | 2016-04-20 | 2016-09-07 | 中铁上海工程局集团华海工程有限公司 | 一种地铁车辆段一般整体道床预留凹槽轨道施工方法 |
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-
1999
- 1999-03-24 DE DE1999113173 patent/DE19913173B4/de not_active Expired - Fee Related
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