DE199065C - - Google Patents

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DE199065C
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    • EFIXED CONSTRUCTIONS
    • E21EARTH OR ROCK DRILLING; MINING
    • E21CMINING OR QUARRYING
    • E21C47/00Machines for obtaining or the removal of materials in open-pit mines
    • E21C47/02Machines for obtaining or the removal of materials in open-pit mines for coal, brown coal, or the like

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mining & Mineral Resources (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • General Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Geochemistry & Mineralogy (AREA)
  • Geology (AREA)
  • Excavating Of Shafts Or Tunnels (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- Ju 199065 KLASSE 5*. GRUPPE
in LÜBECK.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 26. September 1906 ab.
Von den bekannten Abbauvorrichtungen für Tagebaue, bei welchen der Rohstoff durch ein mit Scbneidewerkzeugen versehenes Zugorgan losgelöst wird, sind einige so ausgebildet, daß das endlose Zugorgan auf seiner ganzen Arbeitslänge mit Schneidewerkzeugen . besetzt ist. Hierbei wird das Zugorgan beim Arbeiten nach Art eines Baggers, also stets in gleichem Drehungssinne, bewegt, wobei es
ίο nur auf einem Teil seiner Länge Arbeit verrichtet und ausgenutzt wird.
Bei der den Gegenstand der Erfindung bildenden Abbauvorrichtung für Tagebaue ist das in zwei Arbeitssträngen ausgebildete Zugorgan, gleichfalls auf seiner ganzen Arbeitslänge mit Schneidewerkzeugen versehen, die,, wie die bekannten Schrämvorrichtungen, in kurzem, sägeartigem Hub über die ganze Höhe des Abbaustoßes auf und ab bewegt werden, so daß gleichzeitig und streifenförmig und auf der ganzen Höhe des Stoßes im Bereich dieser Arbeitsstränge Rohstoff abgelöst wird. ■
Dabei werden die beiden Arbeitsstränge .
des Zugorgans gemäß der Erfindung über Rollenpaare geführt, deren Rollen einen solchen Abstand besitzen, daß die Arbeitsstränge beiderseits über die Stirnseiten des Fahrgerüstes hinausgreifen, also das Fahrgerüst zwischen sich nehmen, zu dem Zwecke, die stufenförmigen Absätze, die sich sonst bei der Verwendung eines nur einseitig oder in der Mitte des Fahrgerüstes wirkenden Schneidewerkzeuges an jedem Ende des Abbaustoßes in den Ecken des Tagebaues . bilden, durch die neue Abbauvorrichtung hereingewinnen zu können.
Vorteilhaft werden dabei diese Führungsrollen der Arbeitsstränge auf einer Gleitbahn des oberen Fahrgerüstes senkrecht zur Fahrrichtung verschiebbar gelagert, wobei die nach dem Tagebau zu gelegenen Führungsrollen von einer Laufkatze und die nach hinten zu gelegenen Führungsrollen (Umlenkscheiben) auf der anderen Seite des Fahrgerüstes von einem auf der Gleitbahn laufenden Führungswagen (Spannwagen) getragen werden, so daß durch Verschieben der Führungsrollen der Laufkatze die Lage der Arbeitsstränge der Neigung und dem Vorrücken des Abbaustoßes angepaßt wird, während die Führungsrollen (Umlenkscheiben) auf dem Führungswagen (Spannwagen) durch ihre Verschiebung es ermöglichen, die mit der
wechselnden Höhe des Abbaustoßes wechselnde Länge der Arbeitsstränge auszugleichen.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes in Fig. ι im Aufriß und in Fig. 2 im Grundriß zur Darstellung gebracht.
Die Abbauvorrichtung besteht im wesentlichen aus dem Fahrgerüst α auf der unteren Abbausohle, dem Fahrgerüst b auf der oberen Abbausohle und dem die Schneidewerkzeuge tragenden Zugorgan c, das im vorliegenden Falle auf dem größten Teil seiner Länge als Schrämkette ausgebildet ist.
Dieses Zugorgan wird von einem Fahrgerüst, und zwar bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel von dem oberen Fahrgerüst b getragen und geführt und bildet eine Schleife, die aus den zwei gleichgerichteten Arbeitssträngen c1 und c2 besteht, und deren beide freie Enden von dem unteren Fahrgerüst aus
' angetrieben werden. Der Antrieb erfolgt dabei mit Hilfe der gekröpften Welle d, so daß sich der eine Arbeitsstrang des Zugorgans auf der einen Seite des unteren Fahrgerüstes in kurzem Hub aufwärts bewegt, während der andere Strang auf der anderen Seite um dieselbe Hublänge gleichzeitig nach abwärts gezogen wird. Der um / drehbare Gelenkhebel e dient dazu, das Zugorgan mit den Schneidewerkzeugen am unteren Fahrgerüst a, dem fortschreitenden Abbau entsprechend , gegen den Arbeitsstoß vorzudrücken. Zu diesem Zwecke wird die obere Führungsrolle g des Gelenkhebels e von der Gleitschiene h getragen, die in dem um den Zapfen i drehbaren Lager χ verschiebbar gleitet, so daß der Hebel e mit der Führungsrolle g aus der ausgezogen gezeichneten Stellung der Fig. ι in die punktierte Stellung umgelegt werden kann.
Auf der Gleitbahn ρ des oberen Fahrgerüstes b sind Führungsrollen k, k und /, / senkrecht zur Fahrrichtung verschiebbar gelagert. Dabei werden die Führungsrollen Ic, k auf der dem Tagebau zugekehrten Seite des Fahrgerüstes von einer Laufkatze k1 und die Führungs- oder Umlenkrollen /, / auf der entgegengesetzten Seite des Fahrgerüstes b von einem auf der Gleitbahn ρ laufenden Führungs- oder Spannwagen m getragen.
Die Entfernung der Führungsrollen k, k auf der Laufkatze k1 und /, / auf dem Führungswagen in und die Entfernung der Angriffspunkte des Zugorgans an der gekröpften Welle d des unteren Fahrgerüstes α ist so gewählt, daß die Arbeitsstränge des Zugorgans an den beiden Seiten des Fahrgerüstes vorbeilaufen können. Infolgedessen können ihre Schneidewerkzeuge jeweils an den beiden Enden des Arbeitsstoßes die Ecken des Tagebaus gewinnen und verhindern so ein Festfahren der Abbauvorrichtung, da die ursprüngliche Länge des Stoßes erhalten bleibt.
Durch Verschiebung der von der Laufkatze k1 getragenen Führungsrollen k, k senkrecht zur Fahrrichtung wird die Lage der Arbeitsstränge der Neigung und dem Vorrücken des Abbaustoßes am oberen Fahrgerüst b angepaßt, während am unteren Fahrgerüst α dem gleichen Zweck, wie bereits erwähnt, der Gelenkhebel e dient. Durch Verschiebung der vom Führungswagen m getragenen Führungsrollen /, Z dagegen wird die Länge der Arbeitsstränge ausgeglichen, wie dies durch Unebenheiten in der Gleislage des oberen Fahrgerüstes oder durch die veränderliche Höhe des Abbaustoßes bedingt wird.
Die Zugseile η mit den Streben und RoI-len bezwecken, bei Hindernissen am Arbeitsstoße das die Schneidewerkzeuge tragende Zugorgan abzuheben.

Claims (2)

Patent-Ansprüche: 8S
1. Abbauvorrichtung für Tagebaue, bei welcher zur LoslÖsung des Abbauguts ein auf seiner ganzen Arbeitslänge mit Schneidewerkzeugen versehenes, in zwei Arbeitsstränge ausgebildetes Zugorgan dient, das in der ganzen Höhe des Abbaustoßes in kurzem Hub gleichzeitig und abwechselnd auf- und abwärts bewegt wird, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Arbeitsstränge (c1, C2J in einem solchen Abstand voneinander über Rollenpaare (k, k und /, I) geführt werden, daß sie zu beiden Seiten des Fahrgerüstes vorbeilaufen.
2. Ausführungsform der Abbauvorrichtung für Tagebaue nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Führungs-. rollen auf einer Gleitbahn (p) des oberen Fahrgerüstes senkrecht zur Fahrrichtung verschiebbar gelagert sind, wobei die Führungsrolle!! (k, k) auf der dem Tagebau zugekehrten Seite des Fahrgerüstes von einer Laufkatze (k1) .und die Fiilirungsrollen (I, I) auf der entgegengesetzten Seite des Fahrgerüstes von einem auf der Gleitbahn laufenden Führungswagen (m) getragen werden.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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