DE1986807U - Befestigungs- und Justiervorrichtung für aufsteckbare Meßoder Zusatzgeräte von Ziellinienprüfern - Google Patents
Befestigungs- und Justiervorrichtung für aufsteckbare Meßoder Zusatzgeräte von ZiellinienprüfernInfo
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Description
Befestigungs- und Justiervorrichtung für aufsteokbare Meß- oder Zusatzgeräte von Ziellinienprüfern»
Die Neuerung bezieht sich auf eine Befestigungs- und Justiervorrichtung
für schwenkbar auf der Paßstange von Ziellinienprüfern gelagerte aufsteckbare Meß- oder Zusatzgeräte, z.B.
Libelle, Schwenkkopf, Fernrohr usw., die eine dem Verbindungszapfen
der Paßstange entsprechende Zapfenaufnahtne aufweisen.
Bisher hat man, um die auf dem Verbindungszapfen aufgesteckten
Zusatzgeräte in die gewünschte Lage bringen zu können, nach Lösen einer Klemmvorrichtung das Gerät unmittelbar durch
Anfassen am Gehäuse gedreht. Eine solche Methode der Einstellung ist zwar sehr einfach, hat jedoch den Nachteil, daß
man ein relativ großes Spiel zulassen muß, um eine zügige
Feinbewegung zu erreichen. Je größer das Spiel, um so geringer
wird aber die Meßgenauigkext. Außerdem läßt sich auch
dann nicht immer ein ruckartiges Verstellen vermeiden. Die
Folge davon ist ein äußerst langwieriger Ausrichtvorgang,
da jedesmal neu festgeklemmt werden muß, um eine ungewollte
..—Verstellung oder Verschiebung des Gerätes bei den notwendigen Kontroll- und Justiermaßnahmen zu vermeiden. Besonders
kritisch ist dies bei schräg liegender Meßanordnung und bei klimatisch ungünstigen Bedingungen.
Man hat ferner auch schon vorgeschlagen, zur Justierung des
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Gerätes ein Schneckengetriebe vorzusehen, wobei das Antriebsschneokenrad
in einer beeonderen Hülse gelagert ist, die auf
den Verbindungsbolzen aufgesetzt und festgeschraubt wird. Als Nachteil einer solohen Anordnung muß jedoch die VerschlechteruT1§(
der Führungsgenauigkeit angesehen werden, die sich daraus
ergibt, daß hierbei das Spiel zweier Lagerstellen, nämlich zwischen dem Zapfen und der Hülse einerseits und zwischen der
Hülse und dem Meßgerät andererseits, die Meßgenauigkeit beeinflußt.
Außerdem ist die Herstellung eines Schneokengetriebes relativ teuer.
Diese Nachteile zu beheben und eine Einrichtung zu schaffen,
mit der eine äußerst feine Einstellung bei Verwendung einfacher Mittel zu erreichen ist, ist Aufgabe der vorliegenden Neuerung.
Zu diesem Zweck wird vorgeschlagen, zur Festhaltung des Meß- oder Justiergerätes auf dem Verbindungszapfen der Paßstange
eine Klemmschraube zu benutzen, die in einer quer zur Achse
der Zapfenaufnahme kippbaren, in dieser gelagerten Halterung sitzt, welche ihrerseits durch Justiermittel, die sich an der
Zapfenaufnahme abstützen, verstellt werden kann.
Zweckmäßigerweise dient als Halterung ein koaxial in einem Ausbruch der Zapfenaufnähme eingesetzter Ring mit nach außen
ragendem, seitlich angefügtem Haltebock. Der Ring ist schwenkbar
gelagert und gegen Herausfallen gesichert. Der Haltebock nimmt sowohl die in die Bohrung der Zapfenaufnahme ragende
Klemmschraube als auch zwei diametral zu dieser angeordnete,
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mit der Zapfenaufnahme zusammenwirkende Justierschrauben auf.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Neuerung
dargestellt. Es zeigen:
FIgx. 1 eine Lotablauf prüf einrichtung mit Paßstange und
Schwenkkopf in auseinandergezogener, schematischer
Darstellung,
Fig. 2 den Schwenkkopf im Querschnitt, Fig. 3 den Schwenkkopf in Seitenansicht,
Fig. 4 den Schwenkkopf in Längsansicht, Fig. 5 die Befestigungs- und Justiervorrichtung des Schwenkkopfes
für sich in Seitenansicht,
In das zu messende Geschützrohr 1 ist eine Paßstange 2 eingesetzt,
auf deren Verbindungszapfen 3 das eigentliche Meßoder Prüfinstrument, im vorliegenden Beispiel ein Lotablauf-
■j.-ij prüfgerät 4, aufgeschoben ist. Letzteres besteht aus den
beiden flanschartigen Teilen 5 und 6 (Fig. 2-4), von denen
das Teil 6 um die am Teil 5 angebrachte Nabe 7 schwenkbar ist.
Das Teil 6 weist einen Ansatz 8 auf,in dem ein zur Aufnahme
... ··-weiterer Meßinstrumente dienender Bolzen 9 eingeschraubt ist.
Es enthält ferner zwei Libellen 10 und 11, Zur Regulierung
des Anpreßdruckes zwischen den beiden Teilen 5 und 6 dient
eine Feststellschraube 12 in Verbindung mit einer Feder 13.
In dem die Libelle 14 enthaltenden Teil 5 ist eine Bohrung
vorgesehen, die mit dem Verbindungszapfen 3 der Paßstange 2
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zusammenwirkt. Bohrung 15 und Zapfen 3 sind so dimensioniert,
daß sie praktisch spielfrei ineinander geführt sind. Das als Zapfenaufnahme dienende Teil 5 weist einen seitlichen, sich
mit der Bohrung 15 schneidenden Ausbruoh 16 auf, in den ein
etwa koaxial zur Bohrung 15 liegender Ring 17 eintaucht (Fig. 2 und 5)· An diesem sitzt ein nach außen ragender T-förmiger
Haltebock 18. Mittels eines im Innern der Zapfenaufnahme 5 gelagerten Vorschraubrxnges 19 wird der Ring 17»
gegen Herausfallen gesichert, locker gehalten. Sein innerer Durchmesser ist, um ein einwandfreies Einschieben des Verbindungszapfens
3 zugewährleisten, größer gewählt als der Durchmesser der Bohrung 15·
Am Haltebock 18 des Ringes 1? befindet sich eine Klemmschraube
20, deren Andruckfläche 21 bis in das Ringinnere
ragt. Zwei weitere, diametral zur Klemmschraube 20 in den
auskragenden Enden 22, 23 des Haltebocks 18 eingesetzte
Schrauben Zk und 25 stützen sich am Teil 5 ab und dienen
als Justiermittel zur Ausrichtung der Zapfenaufnahme (Teil 5)
gegenüber der Halterung (Ring 17 mit Haltebock 18). Zu diesem
Zweck ist ferner der Ausbruch 16 für die aus dem Ring und
dem Haltebock bestehende Halterung so dimensioniert, daß zwischen letzterer und der Zapfenaufnahme eine begrenzte Relativverstellung (Schwenkweg) von einigen Winkelgraden
möglich ist.
Mit 26 und 27 sind Anschläge zur Begrenzung des Verstell-
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weges der beiden Teile 5 und 6 zueinander bezeichnet.
Die Wirkungsweise der Einrichtung ist wie folgts
Bevor die zum eigentlichen Meßvorgang einsetzende Höhenausrichtung
unter Verwendung der Libellen 11 und 14 vorgenommen
wird, muß das Lotablaufprüfgerät k, nachdem es
auf den Verbindungszapfen 3 der Paßstange 2 aufgesteckt
ist, mittels der Libelle 10 waagrecht eingestellt werden. Zu diesem Zweck wird zunächst näherungsweise eine Groborientierung
durch einfaches Drehen vorgenommen und danach der Ring 17 mittels der Klemmschraube 20 fest an den Verbindungszapfen
3 angezogen. Damit ist die Festhaltung des gesamten Gerätes sichergestellt, und ein Abgleiten des
Meßgerätes vom Verbindungszapfen 3 wird bei der nun folgenden Feinjustierung vermieden.
Für die Feinjustierung wird durch wechselseitiges Lösen
und Anziehen der Justierschrauben Zk und 25 das mit diesen
zusammenwirkende Teil 5 und somit das gesamte Meßgerät derart geschwenkt, bis die gewünschte waagrechte Ausrichtung
erreicht ist. Um zu erreichen, daß nunmehr zugleich auch eine Festhaltung der justierten Teile gegenüber
der festgeklemmten Halterung 17» 18 bewirkt wird, sind
die letzten Phasen der Feineinstellung unter Vorspannung
vorzunehmen.
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Es ist aber auch möglich, wie in der Zeichnung strichpunktiert dargestellt, eine zusätzliche Klemmschraube 28 für
den Verbindungszapfen 3 vorzusehen, durch die zunächst das Teil· 5 fest an den Verbindungszapfen 3 angeklemmt wird. Die
Justierschrauben Zk und 25 müssen dann nicht zugleich auch
die Aufgabe der Festklemmung übernehmen, da hierfür nach erfolgter Feineinstellung die Klemmschraube 20 zur Verfügung
steht.
Reicht der Spielraum zwischen dem Haltebock 18 und dem Ausbruch i6 nicht aus, so ist durch erneute Grobeinstellung
(Lösen der Klemmschraube 20 und Verdrehen des Lo tablaufprüfgerätes
in entsprechender Richtung) eine günstigere Ausgangsposition für die Feineinstellung herbeizuführen.
Nach der Horizontalausrichtung kann nunmehr durch Verschwenken
der beiden Teile 5 und 6 zueinander unter Zuhilfenahme der Libellen 11 und 14 der eigentliche Meßvorgang der Lotablaufprüfung stattfinden und danach mittels der Feststellschraube 12 die Festklemmung der Teile 5 und 6 vorgenommen
•werden.
Claims (2)
1. Befestigungs- und Justiervorrichtung für schwenkbar auf der
Paßstange von Ziellinienprüfern gelagerte aufsteckbare
Meß- oder Zusatzgeräte (Libelle, Schwenkkopf, Fernrohr usw.), die eine dem Verbindungszapfen der Paßstange entsprechende
Zapfenaufnahme aufweisen, dadurch gekennzeichnet, daß zur Festhaltung des Meß- oder Zusatzgerätes (4)
auf dem Verbindungszapfen (3) der Paßstange (2) eine Klemmschraube
(20) dient, die in einer quer zur Achse der Zapfenaufnähme
(Teil 5) in dieser gelagerten kippbaren Halterung
(17f 18) sitzt, welche ihrerseits durch Justiermittel (24,
25), die sich an der Zapfenaufnahme abstützen, verstellbar ist.
2. Meß- oder Zusatzgerät naoh Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet j
daß als Halterung ein koaxial in einen Ausbruch der Zapfenaufnähme
eingesetzter Ring (17) mit nach außenragendem,
seitlich angefügtem Haltebock (18) dient, der drehbar und
gegen Herausfallen gesichert ist und dessen Haltebock so-
_ wohl die in die Bohrung (15) der Zapfenaufnahme ragende
Klemmschraube (20) als auch zwei diametral zu dieser angeordnete, mit der Zapfenaufnahme zusammenwirkende Justierschrauben
(24, 25) aufnimmt.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1986807U true DE1986807U (de) | 1968-06-06 |
Family
ID=1215905
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT1986807D Expired DE1986807U (de) | Befestigungs- und Justiervorrichtung für aufsteckbare Meßoder Zusatzgeräte von Ziellinienprüfern |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1986807U (de) |
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0
- DE DENDAT1986807D patent/DE1986807U/de not_active Expired
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