DE19831869A1 - Farbgebung mit Perlglanzpigmenten im Lebensmittel- und Pharmabereich - Google Patents

Farbgebung mit Perlglanzpigmenten im Lebensmittel- und Pharmabereich

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Abstract

Die vorliegende Erfindung betrifft die Verwendung von Titandioxid- und/oder Eisenoxid-Pigmenten auf Basis plättchenförmiger zur Einfärbung von Lebensmittel- und Pharmaerzeugnissen.

Description

Die vorliegende Erfindung betrifft die Verwendung von Titandi­ oxid- und/oder Eisenoxidpigmenten auf Basis plättchenförmiger Substrate zur Einfärbung von Lebensmittel- und Pharmaerzeugnissen.
Neben den funktionellen Anwendungen werden Perlglanz- und Interferenz­ pigmente auch immer mehr zur optischen Aufwertung von Produkten, z. B. in der Kosmetik, eingesetzt, da schöne Farben und Effekte beim Betrachter und Konsumenten angenehme subjektive Empfindungen hervorrufen. Da bei der Herstellung von Perlglanzpigmenten, z. B. für die dekorative Kosmetik, strengste Anforderungen an die Reinheit und die Qualität der Pigmente gestellt werden, sollten Perlglanzpigmente auch im Nahrungsmittelbereich zur Verbesserung des Farbeffektes bzw. zur Farbgebung einsetzbar sein.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es daher die Palette der bereits bekannten Farbtöne bei der Einfärbung von Lebensmittel- und Pharma­ erzeugnissen mit Hilfe von Perlglanz- bzw. Interferenzpigmenten zu erweitern, wodurch die Produkte eine zusätzliche sinnlich wahrnehmbare Aufwertung erfahren. Die optische Aufwertung ist insbesondere für Pharmaprodukt wertvoll, da eine deutlichere Differenzierung verschieden gefärbter Tabletten, Dragees, etc., ermöglicht wird.
Überraschenderweise wurde nun gefunden, daß zur optischen Aufwertung von Lebensmittel- und Pharmaerzeugnissen plättchenförmige Substrate beschichtet mit Titandioxid und/oder Eisenoxid hervorragend geeignet sind. Unter Eisenoxidpigment sind sowohl mit Fe2O3 als auch mit Fe3O4 beschichtete plättchenförmige Substrate zu verstehen. Insbesondere die Kombination von TiO2- und/oder Fe3O4-Pigmenten mit natürlichen bzw. naturidentischen oder färbenden Frucht- und Pflanzenextrakten, verleihen dem Lebensmittelerzeugnis einen interessanten neuen Farbton. Mit der Farbgebung von Lebensmittelerzeugnissen können gleichzeitig Wünsche nach neuen Varianten und Nuancen der Farbtöne aufgrund der neuen Trends in der Mode berücksichtigt werden.
Gegenstand der Erfindung ist somit die Verwendung von Titandi­ oxid- und/oder Eisenoxid-Pigmenten auf Basis plättchenförmiger Substrate zur Einfärbung von Lebensmittel- und Pharmaerzeugnissen.
Die eingefärbten Lebensmittel und pharmazeutischen Erzeugnisse zeich­ nen sich durch einen neuartigen Farbeffekt aus, der auf der Lichtbrechung der Perlglanzpigmente beruht und beim Betrachter und Konsumenten angenehme subjektive Empfindungen hervorruft. Dieser optische Effekt ist mit den zur Zeit im Lebensmittelbereich zugelassenen Färbemitteln nicht möglich. Im Gegensatz zu Farbpigmenten, die im Lebensmittelbereich zugelassen sind, z. B. Pflanzenkohle E153, lassen sich die Titandi­ oxid- und Eisenoxidpigmente auf Basis plättchenförmiger Substrate sehr leicht in das zu pigmentierende Medium dispergieren.
Es zeigt sich, daß den Lebensmitteln bzw. Pharmaerzeugnissen bereits mit sehr geringen Mengen an Titandioxid- und/oder Eisenoxid-Pigmenten neue interessante Farbtöne verliehen werden können. Hervorragende Ergebnisse erzielt man schon bei der Einfärbung des Produkts mit 0,005 bis 12,0 Gew.-%, vorzugsweise 0,01 bis 6,0 Gew.-%, insbesondere 0,1 bis 2,0 Gew.-%, an Perlglanzpigment bezogen auf das Produkt.
In dem Fall, daß dem Lebensmittel- oder Pharmaerzeugnis das Pigment bei der Herstellung direkt beigemischt wird, beträgt die Einsatzmenge an Pigment vorzugsweise 0,005 bis 4 Gew.-%. Bei der Oberflächen­ behandlung von Lebensmitteln oder Tabletten liegt der Einsatzbereich bei 0,02 bis 3 Gew.-%, vorzugsweise 0,5 bis 2,0 Gew.-% bezogen auf die Farb- bzw. Überzugslösung.
Bei den verwendeten schwarzen Eisenoxidpigmenten handelt es sich um mit Magnetit beschichtete natürliche oder synthetische Glimmerplättchen, Talkum, Kaolin, SiO2- oder TiO2-Plättchen. Besonders bevorzugt werden feinteilige Eisenoxidpigmente zur Einfärbung der Erzeugnisse eingesetzt, vorzugsweise mit einer Teilchengröße im Bereich von 0,01 bis 200 µm, insbesondere von 0,1 bis 100 µm. Derartige schwarze Perlglanzpigmente sind z. B. aus den Patenten und Patentanmeldungen P 23 13 331, P 36 17 430 und JP 90-246314 bekannt sind. Diese Pigmente sind beispielsweise kommerziell erhältlich unter der Marke Candurin® Black und Candurin® Black Fine von der Fa. Merck KGaA, Darmstadt.
TiO2- und Fe2O3-Pigmente basierend auf plättchenförmigen Substraten, wie z. B. natürlicher und synthetischer Glimmer, Glas- TiO2-, SiO2-Plättchen sind beispielsweise bekannt aus den deutschen Patenten und Patentanmeldungen DE 14 67 468, DE 19 59 998, DE 20 09 566, DE 22 14 545, DE 22 15 191, DE 22 44 298, DE 23 13 331, DE 25 22 572, DE 31 37 808, DE 31 37 809, DE 31 51 343, DE 31 51 354, DE 31 51 355, DE 32 11 602, DE 32 53 017, WO 93/08237 und DE 196 18 564.
Durch die Zumischung von für den Lebensmittelbereich zugelassenen Perlglanz- und Interferenzpigmenten, und/oder natürlichen/- naturidentischen Farbstoffen oder färbenden Frucht- und Pflan­ zenextrakten kann der Farbeffekt der Titandioxid- und/oder Eisenoxid-Pig­ mente im Erzeugnis verstärkt und gleichzeitig können neuartige Farb­ effekte erzielt werden.
Insbesondere die Einfärbung von Lebensmittelerzeugnissen mit einem Pigmentgemisch bestehend aus Fe3O4-Pigmenten mit Perlglanz- und/oder Interferenzpigmenten auf Basis von Glimmer-, SiO2- oder TiO2-Plättchen, die mit TiO2 und/oder Fe2O3 beschichtet sind, verleiht den Erzeugnissen interessante Farbeffekte. Ganz besonders bevorzugt sind Pigment­ gemische enthaltend ein Fe3O4-Pigment auf Basis von Glimmer.
Durch die Kombination von Fe3O4-Pigmenten mit anderen Perlglanz­ pigmenten wie Gold-, Silber- oder Interferenzpigmenten wird der jeweilige Farbeffekt der Pigmente verstärkt. Dieser Synergismus erweitert die Farbmöglichkeiten der zu pigmentierenden Erzeugnisse erheblich, ohne daß andere natürliche oder naturidentische Farbstoffe zusätzlich eingesetzt werden müssen.
Die für den Lebensmittelbereich zugelassenen Perlglanz- und Interferenz­ pigmente sind im Handel erhältlich beispielsweise unter der Marke Candurin® von der Fa. Merck KGaA.
Die Gesamtkonzentration aller Pigmente im zu pigmentierenden Erzeugnis sollte ebenfalls 12 Gew.-% bezogen auf das Erzeugnis nicht übersteigen. Sie ist in der Regel abhängig vom konkreten Anwendungsfall. Das Mischungsverhältnis der TiO2- oder Fe3O4-Pigmente mit einer weiteren Pigmentkomponente hängt vom gewünschten Effekt ab und beträgt in der Regel 20 : 1 bis 1 : 20, vorzugsweise 5 : 1, insbesondere 1 : 1. Bei der Pigmentkomponente kann es sich um ein oder mehrere Perlglanz- bzw. Interferenzpigmente handeln. Insbesondere bevorzugt sind TiO2-Glim­ merpigmente, Fe2O3-Glimmerpigmente und mit TiO2 und Fe2O3 beschichtete Glimmerpigmente. Weiterhin bevorzugt sind mit TiO2 und/oder Fe2O3 beschichtete oder unbeschichtete SiO2- oder TiO2-Plättchen.
Der Farbeffekt in Lebensmittelerzeugnissen und Pharmaprodukten wird insbesondere bei der Kombination von schwarzen Eisenoxidpigmenten mit Gold-, Silberpigmenten sowie Interferenzpigmenten auf Basis von mit TiO2 bzw. TiO2/Fe2O3 beschichteten Glimmerpigmenten verbessert. Der Anteil von Fe3O4-Pigmenten im Produkt sollte bei dieser bevorzugten Aus­ führungsform vorzugsweise bei 0,005-2 Gew.-% liegen.
Neben den Perlglanzpigmenten und/oder Interferenzpigmenten können als weitere farbgebende Komponente den Titandioxid- und/oder Eisenoxid-Pigmenten natürliche oder naturidentische Farbstoffe beigemischt werden. Insbesondere sind hier zu erwähnen E 101, E 104, E 110, E 124, E 131, E 132, E 140, E 141, E 151, E 160a.
Der Anteil an Farbstoffen bezogen auf das Erzeugnis liegt im Bereich von 0,5 bis 25 Gew.-%. Als Farbstoff können ebenfalls Frucht- und Pflanzen­ extrakte eingesetzt werden, wie z. B. Möhrensaft, Rote Beete-Saft, Holundersaft, Hibiscussaft, Paprikaextrakt, Aroniaextrakt.
Die Einfärbung der Pharma- und Lebensmittelerzeugnisse erfolgt, indem das Titandioxid- und/oder Eisenoxid-Pigment allein oder in Kombination mit weiteren Pigmenten oder Färbemitteln in den gewünschten Mengen­ verhältnissen, gleichzeitig oder nacheinander, während oder nach ihrer Herstellung dem einzufärbenden Erzeugnis zugegeben wird. Ein auf­ wendiges Mahlen und Dispergieren der Pigmente ist nicht erforderlich.
Als zur Einfärbung geeignete Produkte sind insbesondere zu nennen Überzüge auf allen Arten von Lebensmitteln, insbesondere pigmentierte Zucker- und Schellacküberzüge, die Einarbeitung in Zuckerwaren, Kuchendekorationen, Komprimate, Dragees, Kaugummis, Gummiwaren, Gelee- und Gelatinewaren, Bonbons, Lakritze, Zuckerguß, Zuckerwatte, Fett-, Zucker- und Crememassen, Puddings, Desserts, Tortenguß, Kaltschalen, Getränke mit stabilisierenden Additiven wie z. B. Carboxymethylcellulose, gesäuerte und ungesäuerte Milchprodukte wie z. B. Quark, Joghurt, Käse, Käserinden, Wursthüllen, etc.
Ein weiteres großes Einsatzgebiet liegt im Pharma- und OTC-Bereich zur Einfärbung von Tabletten, Gelatinekapseln, Dragees, Salben, Hustensaft, etc. In Kombination mit üblichen Coatings wie Polymethacrylestern und Cellulosearten können die Pigmente vielfältig zur Einfärbung eingesetzt werden.
Bei dragierten bzw. gecoateten Lebensmittel- und Pharmaerzeugnissen ist die Kombination der Titandioxid- und Eisenoxidpigmente mit Aromastoffen (Pulver- bzw. Flüssigaromen) und/oder mit Süßstoffen, wie z. B. Aspartam, möglich um den optischen Effekt auch geschmacklich zu betonen.
Gegenstand der Erfindung sind somit alle Formulierungen aus dem Nah­ rungsmittel- und Pharmabereich enthaltend das Titandioxid- und/oder Eisenoxid-Pigment allein oder in Kombination mit weiteren Pigmenten/- Pigmentgemischen oder Farbstoffen als Färbemittel.
Die nachfolgenden Beispiele sollen die Erfindung erläutern ohne sie jedoch zu begrenzen.
Beispiele Beispiel 1 Herstellungsanleitungen von Hartkaramellen
1. Rezepturbeispiel mit Isomalt
Wasser wird mit Isomalt M auf 165°C erhitzt und danach läßt man die Lösung auf 145°C abkühlen. Nach Zugabe von Zitronensäure, Aspartam, Acesulfam K werden die Pigmente Candurin® Black Fine und Candurin® Honeygold und das Aroma untergerührt. Zuletzt wird die heiße Masse mit einem Gießtrichter in gefettete Formen gegossen. Die Hartkaramellen läßt man 1 Stunde abkühlen.
Weitere Ausführungsformen
  • - Häufig empfiehlt es sich die Inhaltsstoffe mit einem Teil des Wassers vorzulösen, um Klumpenbildung zu vermeiden.
  • - Die Pigmente Candurin® Honeygold und Candurin® Black Fine können auch direkt mit dem Wasser und Isomalt erhitzt werden. Ein Farbverlust tritt nicht ein.
2. Rezepturbeispiel mit Isomalt
Wasser wird mit Isomalt M auf 1 65°C erhitzt und danach läßt man die Lösung auf 145°C abkühlen. Nach Zugabe von Zitronensäure, Aspartam, Acesulfam K werden Candurin® Honeygold und das Aroma untergerührt. Zuletzt wird die heiße Masse mit einem Gießtrichter in gefettete Formen gegossen. Die Hartkaramellen läßt man 1 Stunde abkühlen.
Weitere Ausführungsformen
  • - Häufig empfiehlt es sich die Inhaltsstoffe mit einem Teil des Wassers vorzulösen, um Klumpenbildung zu vermeiden.
  • - Das Pigment Candurin® Honeygold kann auch direkt mit dem Wasser und Isomalt erhitzt werden.
3. Rezepturbeispiel mit Zucker
Der Zucker wird mit dem Wasser auf 100°C erhitzt und danach mit Gluco­ sesirup versetzt. Die Lösung wird anschließend auf 145°C erhitzt. Nach Zugabe von Candurin® Banana Sugar, Candurin® Black Fine, Farblösung und dem Aroma wird die Karamellösung mit einem Gießtrichter in gefettete Formen gegossen. Zuletzt läßt man zwei Stunden abkühlen. Die Candurin®-Pigmente können sowohl mit dem Zucker vermischt werden, als auch mit dem Glukosesirup vermischt zugegeben werden. Diese Variante enthält keine Säure, da hierdurch die Karamelisation zu stark würde.
4. Rezepturbeispiel mit Zucker
Der Zucker wird mit dem Wasser auf 100°C erhitzt und danach mit Gluco­ sesirup versetzt. Die Lösung wird anschließend auf 145°C erhitzt. Nach Zugabe von Candurin® Banana Sugar, Farblösung und dem Aroma wird die Karamellösung mit einem Gießtrichter in gefettete Formen gegossen. Zuletzt läßt man zwei Stunden abkühlen. Das Candurin®-Pigment kann sowohl mit dem Zucker vermischt werden, als auch mit dem Glukosesirup vermischt zugegeben werden. Diese Variante enthält keine Säure, da hierdurch die Karamelisation zu stark würde.
Beispiel 2 Herstellung von Gelatineartikeln
1. Rezepturbeispiel
Zunächst wird die Gelatine mit der doppelten Menge an Wasser bei 60°C eingeweicht. Zucker und Wasser werden auf 100°C erhitzt, dann wird der Glucosesirup zugegeben. Man erhitzt weiter auf 120°C und läßt dann auf ca. 85°C abkühlen. Die Candurin®-Pigmente, die Zitronensäure, das Aroma und die Gelatinelösung werden untergerührt, und das entlüftete Gelatinegemisch wird mit dem Gießtrichter in gefettete Formen abgefüllt. Das Produkt läßt man ca. 16 Stunden abkühlen.
Weitere Ausführungsformen
  • - Die Candurin®-Pigmente können hierbei wieder direkt schon mit dem Zucker vermischt werden oder mit dem Glukosesirup eingebracht werden.
  • - Anstelle des Gießens in Formen kann auch die traditionelle Technik mit Negativformen in Formpuder zur Herstellung von Gelatineartikeln hierbei verwendet werden.
2. Rezepturbeispiel
Zunächst wird die Gelatine mit der gleichen Menge an Wasser bei 60°C eingeweicht. Zucker und Wasser werden auf 100°C erhitzt, dann wird der Glucosesirup zugegeben. Man erhitzt weiter auf 120°C und läßt dann auf ca. 85°C abkühlen. Das Candurin®-Pigment, die Zitronensäure, das Aroma und die Gelatinelösung werden untergerührt und das entlüftete Gelatine­ gemisch wird mit dem Gießtrichter in gefettete Formen abgefüllt. Das Produkt läßt man ca. 16 Stunden abkühlen.
Weitere Ausführungsformen
  • - Das Candurin®-Pigment kann hierbei wieder direkt schon mit dem Zucker vermischt werden oder mit dem Glukosesirup eingebracht werden.
  • - Anstelle des Gießens in Formen kann auch die traditionelle Technik mit Negativformen in Formpuder zur Herstellung von Gelatineartikeln hierbei verwendet werden.
Beispiel 3 Dragees a) Zu färbende Kerne: weiße Dragee-Einlagen (hartzuckerdragierte Lackritzstäbchen)
Lösung zum Coaten der Dragees
Die Candurin®-Pigmente werden im Schellack gleichmäßig verteilt und auf die im Drageekessel langsam rotierenden Dragees schrittweise gesprüht. Zwischen jedem Sprühvorgang werden die Dragees getrocknet. Das Sprühen wird solange fortgesetzt bis die gewünschte Farbdeckung erzielt ist. Zuletzt werden die Kerne aus dem Kessel entnommen und ca. 12 Stunden auf Horden getrocknet.
b) Zu färbende Kerne: schwarze Dragee-Einlagen (Kaugummikugeln)
Lösung zum Coaten der Dragees
Das Candurin®-Pigment wird im Schellack gleichmäßig verteilt und auf die im Drageekessel langsam rotierenden Dragees gesprüht. Das Sprühen in mehreren Schritten wird solange fortgesetzt bis die gewünschte Farbdeckung erzielt ist. Zwischen jedem Auftrag wird mit Warmluft getrocknet um ein Aneinanderkleben der Kerne zu verhindern. Zuletzt werden die Kerne aus dem Kessel entnommen und ca. 12 Stunden auf Horden getrocknet.
Beispiel 4 Coating von Lakritzstiften mit weißer Hartzuckerdecke Zu färbende Kerne: Lakritzstifte mit weißer Hartzuckerdecke
Lösung zum Coaten der Dragees
Das Coating der Kerne erfolgt analog Beispiel 3.
Beispiel 5
Wackelpudding
Unter Rühren werden alle Komponenten auf 95°C erhitzt und 3-5 Minuten bei dieser Temperatur gehalten. Anschließend läßt man unter leichtem Rühren auf 40-45°C abkühlen. Danach füllt man den Wackelpudding in Formen und stellt ihn gegebenenfalls kühl.
Beispiel 6 Dragierung von Wiener Nüssen (weiß, Hartzuckerdecke mit Haselnußkern)
Lösung zum Coaten der Dragees
Die Candurin®-Pigmente werden gleichmäßig in der Schellacklösung verteilt. Der Auftrag erfolgt analog Beispiel 3.

Claims (11)

1. Verwendung von Titandioxid- und/oder Eisenoxid-Pigmenten auf Basis plättchenförmiger Substrate zur Einfärbung von Lebensmit­ tel- oder Pharmaerzeugnissen.
2. Verwendung von Titandioxid- und/oder Eisenoxid-Pigmenten nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das plättchenförmige Substrat ein Glimmer-, TiO2- oder SiO2-Plättchen ist.
3. Verwendung von Titandioxid- und/oder Eisenoxid-Pigmenten nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Eisenoxid­ pigment ein mit Fe2O3 oder Fe3O4 beschichtetes plättchenförmiges Substrat ist.
4. Verwendung von Titandioxid- und/oder Eisenoxid-Pigmenten nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Anteil an Titandioxid und/oder Eisenoxid-Pigment im Lebensmit­ tel- oder Pharmaerzeugnis 0,005 bis 12 Gew.-% beträgt.
5. Verwendung von Titandioxid- und/oder Eisenoxid-Pigmenten nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß das Titandioxid-Pigment und das Eisenoxid-Pigment im Verhältnis 1 : 20 bis 20 : 1 gemischt werden können.
6. Verwendung von Titandioxid- und/oder Eisenoxid-Pigmenten nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß Titandioxid- und/oder Eisenoxid-Pigmente in Kombination mit ein oder mehreren Perlglanzpigmenten, beschichteten oder unbeschichteten TiO2-Plättchen, SiO2-Plättchen, natürlichen bzw. naturidentischen Färbemitteln oder natürlichen Pflanzen- oder Fruchtextrakten eingesetzt werden.
7. Verwendung von Titandioxid- und/oder Eisenoxid-Pigmenten nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Titandioxid- und/oder Eisenoxid-Pigmente in Kombination mit ein oder mehreren Perlglanzpigmenten basierend auf Glimmer beschichtet mit TiO2, Fe2O3 oder einem TiO2/Fe2O3-Gemisch eingesetzt werden.
8. Verwendung von Titandioxid- und/oder Eisenoxid-Pigmenten nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, daß das Eisenoxid­ pigment ein mit Fe3O4 beschichtetes Glimmer-, SiO2- oder TiO2- Plättchen ist.
9. Verwendung von Titandioxid- und/oder Eisenoxid-Pigmenten nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß das Lebensmittel- oder Pharmaerzeugnis mit einem Überzug aus Schellack oder Zuckerguß enthaltend Titandioxid- und/oder Eisenoxid-Pigmente und gegebenenfalls weiteren Pigmenten und/oder Färbemitteln versehen ist.
10. Verfahren zur Herstellung von mit Titandioxid- und/oder Eisen­ oxid-Pigmenten eingefärbten Lebensmittel- und Pharmaerzeugnissen, dadurch gekennzeichnet, daß das Titandioxid- und/oder Eisen­ oxid-Pigment allein oder in Kombination mit weiteren Pigmenten oder Färbemitteln in den gewünschten Mengenverhältnissen, gleichzeitig oder nacheinander, während oder nach ihrer Herstellung dem einzufärbenden Erzeugnis zugegeben wird.
11. Lebensmittel- und Pharmaerzeugnisse enthaltend Titandi­ oxid- und/oder Eisenoxid-Pigmente auf Basis plättchenförmiger Substrate als Färbemittel.
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