DE19801540C2 - Gefederte Fühlerbaugruppe - Google Patents
Gefederte FühlerbaugruppeInfo
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Description
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine gefederte Fühlerbaugruppe.
Aus der US 4,397,519, DE 30 38 937 A1, DE 37 15 171 A1 und der DE 36 04 717 A1
sind derartige Fühlerbaugruppen bekannt. Der gefederte Kontaktfühler weist eine äuße
re Aufnahme, einen beweglichen Kolben, ein den Kolben beinhaltenden Schaft und eine
Feder zum Vorspannen der hin- und hergehenden Bewegung des Kolbens im Schaft
auf. Der Kolben ist im allgemeinen nach außen hin mit einem ausgewählten Abstand
durch die Feder vorgespannt und kann mit einer gegen die Feder gerichteten Kraft in
den Schaft eingestellt oder eingedrückt werden. Der Kolben ist im allgemeinen massiv
und weist einen Kopf oder eine Spitze zur Berührung der sich im Test befindlichen elek
trischen Geräte auf. Derartige bekannte Kontaktfühler werden hierbei im allgemeinen als
Drei-Komponentenfühler bezeichnet, da sie eine Aufnahme, einen Schaft und einen
Kolben aufweisen.
Bei den bekannten Vorrichtungen ist der Schaft innerhalb der Aufnahme befestigt, wobei
sich der Kolben nach außen von der Aufnahme erstreckt. Vorzugsweise ist der Schaft
herausnehmbar in der Aufnahme befestigt, so daß ein Auswechseln möglich ist, wenn
ein Schaden am Schaft oder am Kolben auftreten sollte. Gewöhnlicherweise ist die Auf
nahme dauernd oder halbdauernd als eine Baugruppe innerhalb der Prüfvorrichtung
befestigt. Zur elektrischen Verbindung zwischen der Aufnahme und der Diagnoseprüf
vorrichtung können elektrische Leitungen an der Aufnahme befestigt sein. Vorzugswei
se sind das Fühlerteil, der Schaft und die Aufnahme aus elektrisch leitenden Materialien
gefertigt, so daß ein elektrischer Stromkreis zwischen dem zu prüfenden elektrischen
Gerät und der Prüfvorrichtung über den Kontaktfühler aufrechterhalten wird.
Wenn derartige elektrische Fühler verwendet werden, wird gewöhnlicherweise eine
Kontaktseite des zu prüfenden elektrischen Geräts in Druckkontakt mit der Spitze des
Kolbens gebracht, um einen Federdruck gegen das elektrische Gerät aufrechtzuerhal
ten. Nachdem das elektrische Gerät getestet wurde, wird der durch die gefederten Füh
ler ausgeübte Druck gelöst und das Gerät wird aus dem Kontakt mit der Spitze eines je
den Fühlers entfernt. Bei den bekannten Systemen wird der Druck durch voneinander
Wegbewegen des elektrischen Geräts und der Fühler entlastet, dabei können sich die
Kolben nach außen, weg vom Schaft, unter der Krafteinwirkung der Feder innerhalb des
Schafts nach außen bewegen, bis ein Abschnitt mit vergrößertem Durchmesser des
Kolbens in einen gequetschten Endabschnitt des Schafts eingreift.
Das Herstellverfahren eines bekannten gefederten Fühlers beinhaltet die getrennte Fer
tigung der Druckfeder, des Schafts und des Kolbens. Die Druckfeder wird gewickelt und
wärmebehandelt, um eine Feder von exakter Größe und einer regulierten Federkraft zu
erhalten. Der Kolben ist typischerweise wärmebehandelt, manchmal sind die Schäfte
wärmebehandelt. Alle Teile werden einem Galvanisierungsprozeß zur Verbesserung der
Leitfähigkeit unterzogen. Die Bauteile des gefederten Fühlers werden entweder von
Hand oder durch ein automatisches Verfahren zusammengesetzt. Während des Zu
sammensetzens wird zuerst die Druckfeder in den Schaft gesetzt, dann wird der Kolben
in den Schaft eingesetzt, um die Feder zusammenzudrücken und der Schaft wird rund
um gequetscht, um den Kolben zu halten. Im Gebrauch werden die fertiggestellten, ge
federten Fühler im allgemeinen in eine äußere Aufnahme eingesetzt, um den Fühler in
einer Haltevorrichtung o. dgl. aufzunehmen. Die wesentlichen Kostenfaktoren bei der
Herstellung dieser fehlteiligen Fühler sind die Kosten der getrennten Herstellung der
Bauteile, die Zeit zum Zusammenbauen und die Gerätschaften zur Herstellung des fer
tigen Teils.
Ein Problem der bekannten, gefederten Kontaktfühler besteht in der unerwünscht hohen
Spitzenabweichung von der gewünschten axialen Richtung. Die Spitzenabweichung
wird im Fachgebiet als Gesamtpegelausschlag (Total Indicator Reading; TIR) bezeich
net, wobei es erwünscht ist, einen so kleinen TIR als möglich zu erhalten. Bei bekannten
gefederten Fühlern wird ein hoher TIR durch das Schwimmen des Kolbens im Schaft
und des Schafts in der Aufnahme erzeugt. Das Spiel zwischen diesen Teilen läßt die
Fühlerspitze innerhalb der Aufnahme schwingen.
Ein weiteres Problem, das bei den bekannten gefederten Fühlern auftritt, ist, daß die
Größe und Stärke der Feder, die in den Fühler eingesetzt werden kann, aufgrund des
begrenzten Raums innerhalb des Schafts begrenzt ist. Ein weiterer Nachteil der bekann
ten gefederten Fühler besteht darin, daß sie aufgrund der Teileanzahl relativ teuer her
zustellen sind.
Ein Versuch, TIR mit einem zweiteiligen Fühler anzugehen, wurde mit einem hohlen
Kolben und einem Drahtstab, gemacht. Dieser Aufbau war nicht erfolgreich, da keine
Aufnahme im Aufbau vorgesehen war und folglich keine Tragfläche für das Kolbenäuße
re vorhanden war. Dieser Aufbau war außerdem unerwünscht, da der Drahtstab extrem
lang sein mußte, um die Kontrolle von TIR aus dem Inneren des Kolbens zu versuchen.
Mit diesem Aufbau wurde TIR nicht erfolgreich vermindert, weil die Tragfläche innerhalb
des Kolbens aufgrund des begrenzten Raums zu kurz war, als daß der Kolben relativ
zum Stab sich hin- und herbewegen konnte. Ein langer Stab verursachte außerdem ein
Problem mit der Federkraft. Da für die Feder wenig Platz war, konnte eine extrem kurze
Feder keine geeignete Federkraft aufbringen, mit der der Kolben die Prüfstelle berühren
konnte. Zusätzlich war dieser Aufbau teuer in der Fertigung.
Folglich besteht Bedarf an einer verbesserten, gefederten Fühlerbaugruppe, die einer
seits kostengünstig herzustellen und andererseits den TIR so klein wie möglich hält.
Die Aufgabe wird erfindungsgemäß durch eine gefederte Fühlerbaugruppe nach An
spruch 1 gelöst.
Der gefederte Fühler der vorliegenden Erfindung reduziert TIR, weil im Aufbau kein
Schaft vorgesehen ist und folglich kein Spiel zwischen dem Kolben und dem Schaft oder
zwischen einem Schaft und der Aufnahme auftritt. Zusätzlich wird eine vergrößerte
Traglänge zwischen dem Kolben und der Aufnahme vorgesehen, da der Kolben hohl ist
und sich die Feder innerhalb des Kolbens befindet. Diese erhöhte Lagerlänge minimiert
das Spiel zwischen dem Kolben und der Aufnahme. TIR wird außerdem reduziert, weil
der Schaft abgeschafft wurde, wodurch ein Kolben mit größerem Durchmesser möglich
wird, was die Festigkeit des Kolbens erhöht und das Schwingen der Kolbenspitze redu
ziert. Ein weiterer, durch die Erfindung realisierter Vorteil ist, daß eine größere Kraft von
dem Fühler erzeugt werden kann, da der Aufbau die Verwendung einer längeren und
schwereren Feder vorsieht. Dies erhöht außerdem die Verwendungsdauer des Fühlers.
Ein weiterer von der Erfindung realisierter Vorteil ist, daß durch das Eliminieren von
Bauteilen des gefederten Fühlers dieser leichter und billiger zu fertigen und zusammen
zubauen ist. Durch Verwenden billiger Tiefzieh- und Stanzverfahren anstelle der vorhe
rigen teueren Dreh- und Schneidverfahren wurden die Herstellkosten ebenfalls redu
ziert. Zusätzlich wurde der elektrische Pfad des gefederten Fühlers durch Vorsehen von
weniger Teilen, durch die das elektrische Signal wandern muß, verbessert. Der elektri
sche Pfad wird auch aufgrund der längeren Traglänge zwischen dem Kolben und der
Aufnahme verbessert.
Diese und andere Vorteile der Erfindung werden durch Verweis auf die Zeichnungen
und auf die folgende genaue Beschreibung besser verstanden.
Es zeigen:
Fig. 1 eine Querschnittsseitenansicht eines 100 mil gefederten Fühlers, der nach
den erfindungsgemäßen Prinzipien aufgebaut ist;
Fig. 2 eine Querschnittsseitenansicht eines 50 mil gefederten Fühlers;
Fig. 3 eine vergrößerte Detailansicht, die im Querschnitt eine erste alternative Ver
bindung zwischen dem Anschlußstab und dem Kolben in einer Einführstellung
darstellt;
Fig. 3A eine vergrößerte Detailansicht, die die Verbindung der Fig. 3 in einer Entnah
mestellung darstellt;
Fig. 4 eine vergrößerte Detailansicht, die im Querschnitt eine zweite alternative Ver
bindung zwischen dem Aufnahmestab und dem Kolben darstellt;
Fig. 5 eine vergrößerte Detailansicht, die im Querschnitt eine dritte alternative Ver
bindung zwischen dem Aufnahmestab und dem Kolben darstellt;
Fig. 6 eine vergrößerte Detailansicht, die im Querschnitt eine vierte alternative Ver
bindung zwischen dem Anschlußstab und dem Kolben darstellt;
Fig. 7 eine vergrößerte Detailansicht, die im Querschnitt eine fünfte alternative Ver
bindung zwischen dem Aufnahmestab und dem Kolben darstellt;
Fig. 8 eine vergrößerte Detailansicht, die im Querschnitt eine sechste alternative
Verbindung zwischen dem Aufnahmestab und dem Kolben darstellt;
Fig. 9 eine vergrößerte Detailansicht, die im Querschnitt eine siebte alternative Ver
bindung zwischen dem Anschlußstab und dem Kolben in einer Einführstellung
darstellt;
Fig. 9A eine vergrößerte Detailansicht, die die Verbindung der Fig. 9 in einer zweiten
Einführstellung darstellt;
Fig. 9B eine vergrößerte Detailansicht, die die Verbindung der Fig. 9 in einer Entnah
mestellung darstellt;
Fig. 10 eine vergrößerte Detailansicht, die im Querschnitt eine achte alternative Ver
bindung zwischen dem Anschlußstab und dem Kolben darstellt;
Fig. 10A eine Querschnittsansicht des Kolbens entlang einer Linie 10A-10A der Fig. 10;
Fig. 11 eine vergrößerte Detailansicht, die im Querschnitt eine neunte alternative Ver
bindung zwischen dem Anschlußstab und dem Kolben darstellt;
Fig. 11A eine Querschnittsansicht des Kolbens entlang einer Linie 11A-11A der Fig. 11;
Fig. 12 eine vergrößerte Detailansicht, die im Querschnitt eine zehnte alternative Ver
bindung zwischen dem Anschlußstab und dem Kolben darstellt;
Fig. 12A eine Querschnittsansicht des Kolbens entlang einer Linie 12A-12A der Fig. 12;
Fig. 13 eine vergrößerte Detailansicht, die im Querschnitt eine elfte alternative Ver
bindung zwischen dem Anschlußstab und dem Kolben darstellt;
Fig. 13A eine vergrößerte Detailansicht, die den Anschlußstab der Fig. 13 im Quer
schnitt darstellt;
Fig. 13B eine vergrößerte Detailansicht, die die Verbindung der Fig. 13 in einer zweiten
Haltestellung darstellt; und
Fig. 13C eine vergrößerte Detailansicht, die die Verbindung der Fig. 13 in einer Ent
nahmestellung darstellt.
Fig. 1 zeigt einen 100 mil gefederten Meßfühler 10, der zur Durchführung diagnostischer
elektrischer Prüfverfahren an einem elektrischen Gerät wie beispielsweise einer Platine
für gedruckte Schaltkreise durchzuführen. Der Meßfühler 10 weist einen Kopfabschnitt
oder eine Spitze 12 an einem Ende eines Hohlmeßkolbens 14 auf. Der Kolben 14 ist in
nerhalb einer Aufnahme 16 angebracht, so daß die Spitze 12 sich axial weg von der
Aufnahme erstreckt und einen Kontakt mit dem zu prüfenden elektrischen Gerät her
stellen kann. Die Fühlerspitze weist einen Endabschnitt auf, der ausgestaltet ist, den
elektrischen Kontakt mit der zu prüfenden Einheit zu erleichtern, und kann eine Anzahl
von verschiedenen geometrischen Konfigurationen wie beispielsweise eine einzige Spit
ze, viele Spitzen, eine konkave Spitze u. dgl. umfassen, je nachdem, wie die elektri
schen Kontakte am zu prüfenden Gerät im einzelnen ausgebildet sind.
Der Hohlkolben 14 ist rohrförmig und im Querschnitt kreisförmig mit einem im allgemei
nen einheitlichen Durchmesser von einem Ende zum anderen, wobei er einen langen
Durchlaß für eine Feder 18 bildet. Die Feder ist innerhalb des Hohlkolbens gegen die
Fühlerspitze 12 und einem Draht- oder Anschlußstab 20 eingestellt.
Die Fühlerspitze 12 weist eine verkleinerte Schulter 22 auf, die etwas größer als der In
nendurchmesser der Hohlkolbens ist, so daß die Fühlerspitze in das Ende des Hohlkol
bens eingepreßt werden kann. Die Fühlerspitze weist auch einen verlängerten Anschlag
24 auf, der sich in das Innere des Hohlkolbens mit einem etwas kleineren Durchmesser
als der Innendurchmesser des Kolbens erstreckt. Das Ende der Feder 18 grenzt am
verlängerten Anschlag der Fühlerspitze an. Das entgegengesetzte Ende der Feder 18
grenzt an einen vergrößerten Kopfabschnitt 26 des Drahtstabes 20 an. Der Kopfab
schnitt ist innerhalb des Kolbens durch in das Ende des Kolbens eingeformte Federteile
28 gehalten. Am Ende des Kolbens sind in gleichen Winkelabständen bezüglich eines
benachbarten Federteils mehrere einzelne Federteile eingeformt, die sich um den Au
ßendurchmesser des Drahtstabes erstrecken. Der Kopfabschnitt des Stabes rastet hin
ter einem Schulterabschnitt der Federteile 28 ein, wobei er die Federteile sowohl wäh
rend des Einsetzens als auch während der Entnahme des Kolbens auseinanderspreizt.
Der Drahtstab erstreckt sich axial in eine zur Fühlerspitze entgegengesetzten Richtung
durch eine Führungsquetschung 30 an der Aufnahme. Die Führungsquetschung legt die
axiale Stellung des Stabs bezüglich des Kolbens fest und verbindet die Aufnahme fest
mit dem Stab. Die Aufnahme weist auch einen Druckring 32 zum Einsetzen in ein Loch
einer Fühlerplatte einer Prüfaufnahme (nicht gezeigt) auf, um die Baugruppe in der
Fühlerplatte zu halten.
Fig. 2 zeigt einen 50 mil gefederten Fühler 34, der nach den erfindungsgemäßen Prinzi
pien aufgebaut ist. Die 50 mil gefederte Fühlerbaugruppe umfaßt in ähnlicher Weise ei
nen Hohlkolben 36 mit einer Fühlerspitze 38, die sich axial vom Ende des Kolbens nach
außen erstreckt. Die Spitze 38 weist einen verkleinerten Schulterabschnitt 40 mit einem
etwas größeren Durchmesser als der Innendurchmesser des Hohlkolbens auf, so daß
die Spitze in das Ende des Hohlkolbens eingepresst werden kann. Die Fühlerspitze
kann in ähnlicher Weise eine Vielzahl von unterschiedlichen geometrischen Konfigura
tionen, wie beispielsweise eine einzelne Spitze, Fehlerspitzen, eine konkave Spitze u.
dgl., je nach der besonderen Ausbildung der Prüfkontakte der zu prüfenden Einheit auf
weisen.
Der Hohlkolben ist innerhalb einer rohrförmigen Aufnahme 42 derart positioniert, daß
sich die Spitze axial weg von der Aufnahme erstreckt. Eine Feder 44 ist innerhalb des
Hohlkolbens angeordnet und erstreckt sich zwischen einem verlängerten Anschlag der
Spitze 46 und einem Kopfabschnitt 48 eines Anschlußstabes 50. Der Kopfabschnitt 48
ist über Walzen 52 in den rückwärtigen Abschnitt des Hohlkolbens eingeschnappt. Die
Baugruppe, die den Hohlkolben, die Fühlerspitze, die Feder und den Anschlußstab
umfaßt, ist an einer Endstelle 54 in die Aufnahme eingepresst. Der Anschlußstab weist
einen vergrößerten Anschlagabschnitt 56 auf, der die Baugruppe an der Endstelle in der
Aufnahme verankert. Der Fühler funktioniert durch Berühren des Prüfkontakts der zu
prüfenden Einheit mit der Fühlerspitze, wodurch die Feder zwischen dem verlängerten
Anschlag 46 und dem Kopfabschnitt 48 des Anschlußstabes zusammengedrückt wird.
Eine Axialbewegung des Kolbens innerhalb der Aufnahme ist möglich, da die Feder zu
sammengedrückt wird, bis das Ende des Kolbens den Anschlag des Anschlußstabes
berührt.
Der Hohlkolben und die Aufnahme sind aus einem elektrisch leitenden Material, bei
spielsweise Kupfer, oder aus einer Metall-Legierung, beispielsweise Beryllium-Kupfer,
gefertigt und durch ein aus dem Stand der Technik bekanntes Tiefziehverfahren ge
formt. Zusätzlich kann das zur Ausbildung des Kolbens und der Aufnahme ausgewählte
Metall mit einem Material mit erhöhter elektrischer Leitfähigkeit, wie beispielsweise Gold,
beschichtet sein, um die elektrische Leitfähigkeit des gefederten Fühlers zu verbessern.
Die Feder ist von der Art, wie sie bei bekannten gefederten Fühlern verwendet wird, mit
der Ausnahme, daß sie länger und schwerer ist und aus einem elektrisch leitendem
Material, wie beispielsweise einem Metall oder einer Metall-Legierung, gefertigt ist. Es
wird gewünscht, daß die Feder ein vorbestimmtes Maß an Druckkraft auf den Kolben
aufbringt, um die verschiebbare axiale Verstellung innerhalb der Aufnahme zu erleich
tern und eine ausreichende Druckkraft zwischen der Fühlerspitze und dem Prüfkontakt
aufzubringen. Obwohl die Feder elektrisch leitend ist, wird der elektrische Pfad des ge
federten Fühlers gemäß der vorliegenden Erfindung gegenüber vorherigen gefederten
Fühlern dadurch verbessert, daß das elektrische Signal direkt vom Kolben zur Aufnah
me oder vom Kolben zum Anschlußstab passieren kann.
Verschiedene alternative Ausführungen zur Verbindung des Kolbens mit dem An
schlußstab sind in Fig. 3-12 dargestellt. In Fig. 3 und 3A schnappt der Kopfabschnitt 58
des Anschlußstabes 60 während des Einsetzens des Kolbens hinter Federteile 62 im
Kolben 64. Die Federteile sind Finger, die durch einen Stanzprozeß im Ende des Kol
bens gebildet werden und nach innen in Richtung des Anschlußstabes gebogen werden
und sich in im Anschlußstab ausgebildete Ausnehmungen 66 erstrecken. Um den Kol
ben zu entfernen, wird der Kolben gedreht, wobei die Finger aus den Ausnehmungen
gezwungen werden und die Federteile zur Entnahme des Kolbens aus der Aufnahme
auseinandergespreizt werden.
Fig. 4 stellt eine Verbindungsart dar, bei der vier Federteile 68, die aus L-förmigen Ha
ken bestehen, am Ende des Kolbens 70 ausgebildet und nach innen in Richtung des
Anschlußstabes gebogen sind. Die Federteile schnappen sowohl während dem Einset
zen als auch während der Entnahme des Kolbens um den Kopfabschnitt 72. In Fig. 5
schnappt der Kopfabschnitt 74 des Anschlußstabes während der Entnahme des Kol
bens durch eine Öffnung im Kolben hinter eine einzige keilförmige Arretierung. Während
der Entnahme des Kolbens kann der Kolben durch eine Öffnung, die durch Entfernen
einer Kolbenhälfte auf der der Arretierung gegenüberliegenden Seite bereitgestellt ist,
bewegt werden. Fig. 6 zeigt einen Befestigungsaufbau, bei dem der Kopfabschnitt 80
des Anschlußstabes hinter keilförmige Arretierungen 82 am Ende des Kolbens auf bei
den Seiten des Kolbens einschnappt.
In Fig. 7 sind Nasen 84 am Ende des Kolbens 86 angeordnet, die um den Kopfabschnitt
90 vom Anschlag 86 des Anschlußstabes 88 am Ende des Hubes beim anfänglichen
Einsetzen des Kolbens zum Schließen umgebogen werden. Die Nasen werden dann
beim Herausnehmen des Kolbens aus der Aufnahme aufgebogen. In Fig. 8 wird ein mit
einem Gewindeabschnitt versehener Kopfabschnitt 92 des Anschlußstabes durch eine
Öffnung 96 am Kolbenende in den Innendurchmesser der Feder 94 eingeschraubt. Der
Anschlußstab oder der Drahtstab spannt die Feder innerhalb des Kolbens vor.
Eine weitere alternative Verbindung zwischen dem Anschlußstab und dem Kolben ist in
Fig. 9 bis 9B gezeigt. In Fig. 9 schnappt der Kopfabschnitt 98 des Anschlußstabes 102,
der sich in die Feder 100 erstreckt, während des Einsetzens des Kolbens in die Auf
nahme 108 hinter Federteile 104 des Kolbens 106. Die Federteile 104 sind Finger, die
durch ein Stanzverfahren am Kolbenende ausgeformt und nach innen in Richtung des
Anschlußstabes gebogen sind und an eine Nocke 110 angrenzen, die am Anschlußstab
im Anschluß an den Kopf 98 angeformt ist. Um den Kolben zu entfernen, wird der Kol
ben zuerst um 90° in die in Fig. 9A gezeigte Haltestellung gedreht. In dieser Stellung
wird der Kolben so nach unten gedrückt, daß die Federteile 104 entlang den Seiten der
Nocke 110 positioniert sind. Wenn sie sich einmal in dieser Stellung befinden, wird der
Kolben nochmals um 90°, wie in Fig. 9B gezeigt, gedreht, wobei die Nocke 110 die Fin
gerelemente 104 auseinanderspreizt und dadurch die Entnahme des Kolbens aus der
Aufnahme ermöglicht.
Fig. 10 bis 12 zeigen nochmals andere Methoden zur Ausbildung einer Verbindung zwi
schen dem Anschlußstab und dem Kolben. In Fig. 10 und 10A ist eine einzige, in Um
fangsrichtung verlaufend eingeschnittene Federhalterung 112 entlang eines Kolbenen
des 114 ausgestanzt, die gegen eine Nocke 116 am Anschlußstab 118 in der festge
haltenen Stellung positioniert ist. In Fig. 11 und 11A sind zwei in Umfangsrichtung lau
fende Federhalterungen 120 und 122 entlang des Kolbenendes 124 ausgestanzt und
legen sich in der festgehaltenen Stellung gegen die Nocke 126 an, die am Anschlußstab
128 ausgebildet ist. In Fig. 12 und 12A ist eine einzige, in Umfangsrichtung verlaufende
Federhalterung 130 am Kolbenende 132 angeformt, die sich in der festgehaltenen Stel
lung gegen eine im Anschlußstab 136 ausgeformte Nocke legt. Bei jeder der Ausfüh
rungsformen, die in Fig. 10 bis 12 dargestellt sind, kann der Kolben von der Aufnahme
durch Drehung des Kolbens entfernt werden, so daß die Nocke die Halterung ausein
anderspreizt und dadurch das Herausnehmen des Kolbens aus der Aufnahme ermög
licht.
Die am meisten bevorzugte Verbindung zwischen dem Anschlußstab und dem Kolben
ist in Fig. 13 bis 13C gezeigt. In Fig. 13 schnappt der Kopfabschnitt 138 des Anschluß
stabes 142, der sich in die Feder 140 erstreckt, hinter Federteile 144 des Kolbens 146
während des Einsetzens des Kolbens in die Aufnahme 148 in ähnlicher Weise wie bei
der Ausführung der Fig. 9. Die Federteile 144 bilden Finger oder Dorne, die durch ein
Stanzverfahren im Kolbenende geformt, nach innen in Richtung des Anschlußstabes
gebogen werden und sich gegen eine Nocke 150, die am Anschlußstab ausgebildet ist
und eine schräge, sich in Richtung des Anschlußstabes erstreckende Fläche 152 auf
weist, anlegen. Fig. 13A ist eine zu Fig. 13 identische Ansicht, außer daß der Anschluß
stab 142 und der Kopfabschnitt 138 im Querschnitt gezeigt sind, um deutlich die schrä
ge Fläche 152 darzustellen. Die schräge Fläche 152 stellt sicher, daß die Dorne 144 si
cher hinter dem Kopfabschnitt 138 gehalten sind, was verhindert, daß der Kolben aus
der Aufnahme wandern kann. Um den Kolben zu entfernen, wird der Kolben zuerst um
90° in die zweite Haltestellung, die in Fig. 13B gezeigt ist, gedreht. In dieser Stellung
sind die Federteile 144 entlang den Seiten der Nocke 150 positioniert. Einmal in dieser
Stellung angelangt, wird der Kolben um zusätzliche 90°, wie in Fig. 13C gezeigt, ge
dreht, wobei die Nocke 150 die Dorne 144 auseinanderspreizt und dadurch das Her
ausnehmen des Kolbens 146 von der Aufnahme 148 ermöglicht.
Die erfindungsgemäßen gefederten Fühler reduzieren das Total Indicator Reading (TIR)
und minimieren dadurch das Schwingen der Fühlerspitze innerhalb der Aufnahme auf
grund der erhöhten Traglänge zwischen dem Kolben und der Aufnahme. TIR wird auch
durch Bereitstellen eines steiferen Kolbens aufgrund seines größeren Durchmessers
und seiner größeren Länge im Vergleich zum bekannten Meßfühler reduziert. Die erfin
dungsgemäßen, gefederten Fühler sind auch billiger herzustellen und zusammenzu
bauen, da Schaftteile eliminiert sind.
Claims (15)
1. Gefederte Fühlerbaugruppe (10; 34) mit einer rohrförmigen Fühleraufnahme (16;
42) zum Durchführen von Untersuchungen an einem elektrischen Gerät;
einem länglichen Kolben (14; 36) mit einer sich axial durch den Kolben (14; 36) hindurch erstreckenden Öffnung, wobei der Kolben (14; 36) in der Fühleraufnah me (16; 42) axial verschiebbar ist und durch ein erstes Ende aus der Fühlerauf nahme hinausragt;
einer in der Öffnung an einem ersten Ende des Kolbens (14; 36) angeordneten Fühlerspitze (12; 38);
einem an einem zweiten Ende der Fühleraufnahme (16; 42) in der Fühlerauf nahme fest angeordneten Stab (20; 56), wobei der Stab einen Kopfabschnitt (26; 48) aufweist, der sich durch ein zweites Ende des Kolbens (14; 36) in die Öffnung des Kolbens (14; 36) hineinerstreckt;
einer in der Öffnung des Kolbens (14; 36) zwischen der Fühlerspitze (12; 38) und dem Kopfabschnitt (26; 48) des Stabes (20; 56) angeordneten Feder (18); und
einer Vorrichtung (28; 52) zum lösbaren Verbinden des Kopfabschnittes (26; 48) des Stabes (20; 56) mit dem zweiten Ende des Kolbens (14; 36), wobei die Vor richtung (28; 52) einstückig mit dem zweiten Ende des Kolbens (14; 36) ist, wobei der Kolben (14; 36) relativ zur Fühleraufnahme (16; 42) gegen die Kraft der vor gespannten Feder (18) hin- und herbewegbar ist.
einem länglichen Kolben (14; 36) mit einer sich axial durch den Kolben (14; 36) hindurch erstreckenden Öffnung, wobei der Kolben (14; 36) in der Fühleraufnah me (16; 42) axial verschiebbar ist und durch ein erstes Ende aus der Fühlerauf nahme hinausragt;
einer in der Öffnung an einem ersten Ende des Kolbens (14; 36) angeordneten Fühlerspitze (12; 38);
einem an einem zweiten Ende der Fühleraufnahme (16; 42) in der Fühlerauf nahme fest angeordneten Stab (20; 56), wobei der Stab einen Kopfabschnitt (26; 48) aufweist, der sich durch ein zweites Ende des Kolbens (14; 36) in die Öffnung des Kolbens (14; 36) hineinerstreckt;
einer in der Öffnung des Kolbens (14; 36) zwischen der Fühlerspitze (12; 38) und dem Kopfabschnitt (26; 48) des Stabes (20; 56) angeordneten Feder (18); und
einer Vorrichtung (28; 52) zum lösbaren Verbinden des Kopfabschnittes (26; 48) des Stabes (20; 56) mit dem zweiten Ende des Kolbens (14; 36), wobei die Vor richtung (28; 52) einstückig mit dem zweiten Ende des Kolbens (14; 36) ist, wobei der Kolben (14; 36) relativ zur Fühleraufnahme (16; 42) gegen die Kraft der vor gespannten Feder (18) hin- und herbewegbar ist.
2. Gefederte Fühlerbaugruppe nach Anspruch 1, wobei die Vorrichtung (28; 52) zur
lösbaren Verbindung des Stabes (20; 56) mit dem Kolben (14; 36) zumindest ein
sich vom zweiten Ende des Kolbens (14; 36) radial nach außen erstreckendes
Federteil (28; 68) aufweist, wobei das Federteil einen Schulterabschnitt umfaßt,
der mit dem Kopfabschnitt (26; 48) des Stabes (20; 56) zusammenwirkt.
3. Gefederte Fühlerbaugruppe nach Anspruch 2, wobei vier getrennte Federteile
(28; 68) am zweiten Ende des Kolbens in 90° Winkeln relativ zu einem benach
barten Federteil angeformt und um den Kopfabschnitt des Stabes angeordnet
sind.
4. Gefederte Fühlerbaugruppe nach Anspruch 1, wobei die Vorrichtung zur lösba
ren Verbindung des Stabes mit dem Kolben einen Walzenverschlußabschnitt
(52) am zweiten Ende des Kolbens um den Kopfabschnitt (48) des Stabes herum
und einen in die Aufnahme eingepressten Anschlagabschnitt (56) des Stabes
aufweist.
5. Gefederte Fühlerbaugruppe nach Anspruch 1, wobei die Vorrichtung zur lösba
ren Verbindung des Stabes mit dem Kolben zumindest ein Fingerelement (104)
aufweist, das am zweiten Ende des Kolbens angeformt und nach innen in Rich
tung des Stabes (102) gebogen ist, wobei zumindest eine Ausnehmung (108) im
Stab zur Aufnahme des Fingerelements (104) ausgebildet ist.
6. Gefederte Fühlerbaugruppe nach Anspruch 1, wobei die Vorrichtung zur lösba
ren Verbindung des Stabes mit dem Kolben zumindest eine keilförmige Arretie
rung (82) aufweist, die am zweiten Ende des Kolbens ausgebildet ist und mit dem
Kopfabschnitt (80) des Stabes zusammenwirkt.
7. Gefederte Fühlerbaugruppe nach Anspruch 6, wobei zwei keilförmige Arretierun
gen (82) am zweiten Ende des Kolbens ausgebildet sind und mit dem Kopfab
schnitt des Stabes zusammenwirken.
8. Gefederte Fühlerbaugruppe nach Anspruch 1, wobei die Vorrichtung zur lösba
ren Verbindung des Stabes (142) mit den Kolben (146) zumindest ein Fingerteil
(144) aufweist, das am zweiten Ende des Kolbens ausgebildet und nach innen in
Richtung des Stabes gebogen ist, wobei am Stab eine Nocke (150) ausgebildet
ist.
9. Gefederte Fühlerbaugruppe nach Anspruch 8, wobei die Nocke eine Sperrvor
richtung aufweist, die verhindert, daß der Kolben aus der Fühleraufnahme wan
dert.
10. Gefederte Fühlerbaugruppe nach Anspruch 9, wobei die Sperrvorrichtung, die
verhindert, daß der Kolben aus der Fühleraufnahme wandert, als eine schräge
Fläche (152) an der Nocke (150) ausgebildet ist, die das Fingerelement in Rich
tung des Aufnahmestabes drängt.
11. Gefederte Fühlerbaugruppe nach Anspruch 5, wobei die Nocke eine Sperrvor
richtung aufweist, die verhindert, daß der Kolben aus der Fühleraufnahme wan
dert.
12. Gefederte Fühlerbaugruppe nach Anspruch 1, wobei die Vorrichtung zum lösba
ren Verbinden des Stabes mit dem Kolben zumindest zwei Nasen (84) aufweist,
die am zweiten Ende des Kolbens ausgebildet sind, wobei die Nasen (84) am
Ende der Bewegung beim anfänglichen Einsetzen des Kolbens in die Aufnahme
zum Schließen gebogen werden und bei der Entnahme des Kolbens aus der
Aufnahme offen gebogen werden.
13. Gefederte Fühlerbaugruppe nach Anspruch 12, wobei die Sperrvorrichtung, die
verhindert, daß der Kolben aus der Fühleraufnahme wandert, als eine schräge
Fläche an der Nocke ausgebildet ist, die die Fingerteile in Richtung des Aufnah
mestabes drängt.
14. Gefederte Fühlerbaugruppe nach Anspruch 1, wobei die Vorrichtung zur lösba
ren Verbindung des Stabes mit dem Kolben einen Kopfabschnitt des Stabes mit
Gewinde (92) aufweist, der in einen Innendurchmesser der Feder durch eine Öff
nung (96) im zweiten Ende des Kolbens eingeschraubt wird.
15. Gefederte Fühlerbaugruppe nach Anspruch 1, wobei das dem Stab am nächsten
liegende Ende der Aufnahme gequetscht ist, um eine nach außen gerichtete
axiale Verschiebung des Kolbens aus der Aufnahme zu begrenzen.
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