DE197865C - - Google Patents

Info

Publication number
DE197865C
DE197865C DENDAT197865D DE197865DC DE197865C DE 197865 C DE197865 C DE 197865C DE NDAT197865 D DENDAT197865 D DE NDAT197865D DE 197865D C DE197865D C DE 197865DC DE 197865 C DE197865 C DE 197865C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
phosphorus
acids
matches
masses
percent
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Active
Application number
DENDAT197865D
Other languages
English (en)
Publication of DE197865C publication Critical patent/DE197865C/de
Active legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C06EXPLOSIVES; MATCHES
    • C06FMATCHES; MANUFACTURE OF MATCHES
    • C06F3/00Chemical features in the manufacture of matches

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Inorganic Compounds Of Heavy Metals (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 78 b. GRUPPE
J. D. RIEDEL, AKT-GES. in BERLIN.
Verfahren zur Herstellung von Tunkmassen für Zündhölzer.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 19. August 1905 ab.
Alle Tunkmassen, welche neben chlorsaurem Kali die verschiedenen Modifikationen des Phosphors, wie amorphen Phosphor, hellroten (Schenk sehen) Phosphor usw., sowie die verschiedenen Schwefelverbindungen des Phosphors, wie Phosphorsesquisulfid, -pentasulfid, -trisulfid usw., enthalten, sind explosiv, siehe auch Eingabe der deutschen Zündholzindustriellen an den Bundesrat (österreichisch-Ungarischer Zündwarenfabrikant, Juli 1905, Seite 102 und 103). Dieser zutreffende Satz ist von der chemischen Berufsgenossenschaft aufgestellt worden.
Es ist nun gelungen, die Explosivität dieser Tunken durch Zusatz von Salzen der Polythionsäuren oder Sulfopolythionsäuren zu beheben. Es sind zwar schon früher nicht explodierbare Tunkmassen aus diesen Salzen ohne Phosphor oder Phosphorverbindungen hergestellt worden (vgl. Patentschrift 157424). Allein die aus diesen Tunkmassen hergestellten Zündhölzer lassen sich nur unter Zugabe von höchstens 8 bis 13 Prozent Leim herstellen, da sie sonst unempfindlich werden.
Die Folge dieser geringen Zugabe von Leim ist, daß die Zündhölzer sich durch gegenseitiges Reiben entzünden lassen und einer nachträglichen Lackierung bedürfen.
Die aus allen Phosphormodifikationen und Phosphorverbindungen unter Zugabe von Salzen der Polythionsäuren1 oder Sulfopolythionsäuren hergestellten Zündhölzer erhalten einen Leimgehalt von 20 bis 25 Prozent und darüber, ohne an Empfindlichkeit einzubüßen, und sind nicht durch gegenseitiges Reiben aneinander entzündlich. Außerdem sind aber diese Tunkmassen nicht explosiv. Die neuen Tunkmassen haben demnach große technische Vorteile vor den bekannten Massen.
Die Herstellung derselben geschieht in folgender Weise: In den geschmolzenen Leim werden zuerst die Phosphorpräparate und sodann die Salze der Polythionsäuren oder Sulfopolythionsäuren (vgl. Patentschrift 157424) bei einer Temperatur von 40 bis 70 ° C. eingerührt und etwa 2 Stunden erwärmt. Sodann läßt man abkühlen, fügt bei etwa 30 bis 350C. das angefeuchtete gepulverte chlorsaure Kali hinzu und erwärmt noch einige Zeit bei derselben Temperatur. Die Tunke ist dann gebrauchsfertig; sie ist nicht explosiv und liefert Zündhölzer, die sich durch gegenseitiges Reiben nicht entzünden.
Im folgenden sind zwei von den vielen verschiedenen und möglichen Zusammen-Setzungen der Tunkmassen angeführt:
I.
9 Prozent amorpher Phosphor,
30 - Sulfocuprobariumpolythionat, 36 - chlorsaures Kali,
25 - Leim v
100 Prozent.
II.
8 Prozent Phosphorsesquisulfid,
31 - Sulfocuprobariumpolythionat, 36 - chlorsaures Kali, 25 - Leim
100 Prozent.

Claims (1)

  1. Pa tent-A ν spruc h:
    Verfahren zur Herstellung von Tunkmassen für Zündhölzer unter Anwendung der verschiedenen Modifikationen oder der Schwefelverbindungen oder der Suboxyde des Phosphors, dadurch gekennzeichnet, daß den Tunkmassen Salze der Polythionsäuren oder der Sulfopolythionsäuren beigemischt werden.
DENDAT197865D Active DE197865C (de)

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE197865C true DE197865C (de)

Family

ID=460715

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DENDAT197865D Active DE197865C (de)

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE197865C (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE1493579B1 (de) Verfahren zur Herstellung neuer pharmazeutisch wertvoller Verbindungen
DE197865C (de)
DE691921C (de) Zuendsaetze
AT149674B (de) Zündmasse zur Herstellung von Zündköpfen für elektrische Zünder.
AT164806B (de) Verfahren zur Darstellung eines im wesentlichen einbasischen Bleisalzes des 2,4-Dinitroresorzins
DE578474C (de) Verfahren zur Herstellung von Saatgutbeizen
DE817912C (de) Verfahren zur Herstellung schwerloeslicher Salze aus Benzylpenicillin mit organischen Basen, insbesondere Prokain
DE893338C (de) Verfahren zur Herstellung von bestaendigen aetherischen Loesungen des Aluminiumwasserstoffes
DE373426C (de) Initialzuendsaetze
DE518885C (de) Verfahren zur Herstellung von Zuendsaetzen
DE677532C (de) Pyrotechnische Leucht- oder Bengalsaetze
DE1017750B (de) Verfahren und Mittel zum Faerben von tierischen Fasern, insbesondere von menschlichem Haar
AT159431B (de) Verfahren zur Herstellung organischer Jodverbindungen.
DE638005C (de) Verfahren zur Gewinnung quaternaerer Stickstoffverbindungen
DE735912C (de) Trockenstoffe
DE500884C (de) Verfahren zur Herstellung giessbarer Sprengladungen
DE331745C (de) Verfahren zur Erhoehung der Haltbarkeit von Negativpauspapieren
AT149332B (de) Verfahren zur Herstellung von feinverteilten Metallverbindungen.
AT253133B (de) Verfahren zur Herstellung eines neuen schwefelhaltigen Derivats des Vitamins B6
DE1002366B (de) Farbstoffe fuer Hektographentinten und -farben
AT214328B (de) Verfahren zur Verzögerung der Gelatinierungsgeschwindigkeit bei der Herstellung gelatinöser oder halbgelatinöser Sprengstoffe
DE581846C (de) Verfahren zur Verfluessigung von Tribromaethylalkohol
DE744838C (de) Verfahren zur Herstellung von harten Kopierminen
DE612955C (de) Saatguttrockenbeize
DE323088C (de) Verfahren zur Beschleunigung der Vulkanisation von natuerlichem oder kuenstlichem Kautschuk oder kautschukartigen Substanzen