DE19748C - Mechanischer Stuhl - Google Patents
Mechanischer StuhlInfo
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- DE19748C DE19748C DENDAT19748D DE19748DA DE19748C DE 19748 C DE19748 C DE 19748C DE NDAT19748 D DENDAT19748 D DE NDAT19748D DE 19748D A DE19748D A DE 19748DA DE 19748 C DE19748 C DE 19748C
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Classifications
-
- A—HUMAN NECESSITIES
- A47—FURNITURE; DOMESTIC ARTICLES OR APPLIANCES; COFFEE MILLS; SPICE MILLS; SUCTION CLEANERS IN GENERAL
- A47C—CHAIRS; SOFAS; BEDS
- A47C3/00—Chairs characterised by structural features; Chairs or stools with rotatable or vertically-adjustable seats
- A47C3/02—Rocking chairs
- A47C3/029—Rocking chairs with curved rocking members resting on the floor
Landscapes
- Chairs Characterized By Structure (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
Mechanischer Stuhl.
Der mechanische Stuhl ist auf beiliegender Zeichnung veranschaulicht.
Fig. ι zeigt die Ansicht desselben mit theilweisem
Schnitt,
Fig. 2 den Querschnitt A-B nach Fig. 1, und zwar den hinteren Theil mit der Lehne,
Fig. 3 den Grundrifs mit theilweisem Schnitt, und
Fig. 4 die Seitenansicht des Stuhlsitzes mit einem Theil des Vorderfufses.
In dem ein Viereck bildenden Rahmen bezw. der Zarge, bestehend aus den Theilen abc de/
und Boden g, befinden sich zwei vierkantige AVellen h und k', an beiden Enden mit Zapfen i
und i' versehen, und zwar einem kurzen i und einem langen i'. Der kurze Zapfen i der vorderen
Welle h hat seinen Unterstützungspunkt im Querstück d, während der lange Zapfen i'
seinen Unterstützungspunkt in dem an das Querstück e angeschraubten, gufseisernen Lagerbock
k hat. Bei der hinteren, vierkantigen Welle ist es umgekehrt, denn bei dieser liegt
der lange Zapfen i' der Welle h' in dem Lagerbock, der an das Querstück d angeschraubt ist,
während der kurze Zapfen i der Welle h' in dem Querstück e ruht. An das Vorderstück a
Rahmens ist der Schemel A mit Scharieren angeschraubt, welcher zur Unterstützung
der Füfse dient, während in dem Hinterstück b des Rahmens die Lehne B ebenfalls durch
Scharniere befestigt ist.
Damit nun von der auf diesem Stuhl sitzenden Person der Fufsschemel A sowie auch die
Lehne B in jede beliebige Stellung gebracht werden können, ohne dafs die betreffende
Person nöthig hätte, sich zu erheben, ist folgende Vorrichtung getroffen:
Auf der Mitte der vorderen vierkantigen Welle h ist ein Hebel / befestigt, der, von
unten wirkend, gegen den Fufsschemel A stöfst; ferner ist auf dem langen Zapfen dieser Welle
ein Schraubenrad m befestigt, welches in Umdrehung versetzt wird durch eine im Lagerbock
k sich befindende Schraube ohne Ende n, Fig. 4. Der Bolzen, worauf diese obengenannte
Schraube ohne Ende η befestigt ist, geht durch das Vorderstück α und ist aufserhalb von a
mit einem Vierkant versehen, auf welches eine Rosette 1 gesteckt wird; durch Drehung
dieser Rosette dreht sich die Schraube ohne Ende n, diese wiederum das auf dem langen
Zapfen V der vierkantigen Welle h befestigte Schraubenrad m treibend, bewirkt, dafs der
Hebel / den Schemel A hebt oder senkt, je nachdem gedreht wird. In jeder ihm gegebenen
Lage bleibt der Schemel stehen. Bei der Lehne B ist es insofern anders, als die Hebel
/' und /" mit der Lehne verschraubt sind und dafs die Welle, worauf die zweite Schraube
ohne Ende n' befestigt, länger ist als die Welle der Schraube ohne Ende »; die Welle dieser
zweiten Schraube ohne Ende n' geht ebenfalls durch das Vorderstück a, ist ebenfalls aufserhalb
α mit einem Vierkant versehen, auf welchem die zweite Rosette 2 ihre Stelle findet;
je nach Drehung dieser Rosette neigt oder hebt sich die Lehne, wobei dies Heben durch eine
am Hinterstück b des ein Viereck bildenden Rahmens angeschraubten Feder ο unterstützt wird.
Diese beschriebenen Mechanismen ermöglichen die Umwandlung des Stuhles in ein Bett,
Sopha etc.; um denselben auch noch als Schaukelstuhl benutzen zu können, besitzt derselbe
folgende Construction:
In dem Zwischenraum der Querstücke c und d sowie e und / ist je ein würfelförmiger (Körper)
Klotz p und p' befestigt. ' Durch die Mitte dieser Klötze p und p' gehen die Spindeln q
und q' mit flachem Gewinde, die unterhalb der Klötze durch einen Bund, oberhalb derselben
durch einen Stift in dieser Lage verbleiben; der obere Theil der Spindeln q und q'
geht durch die Armlehnen r und r', endigt oben in ein Vierkant, auf welches die Rosetten 3
und 4 gesteckt werden. Auf dem mit Gewinde versehenen Theil der Spindel q und q'
bewegt sich der mit Gewinde versehene Lagerbock ί und s', Fig. 1, der zur Aufnahme der
Schaukel dient; dieselbe besteht aus den bogenförmigen Stücken t und i', den Ständern a' b'
c' d', den Steifen u und v!, dem Verbindungsstück
der Ständer υ und v', sowie aus den Streben w und w'. Durch Drehung der Rosetten
3 und 4 von der auf dem Stuhl sitzenden Person bewegt sich, da die Spindeln q und q'
in ihrer Lage verbleiben, die Schaukel hoch oder tief. Ist man willens, einen Schaukelstuhl
zu bilden, so dreht man so lange, bis die Füfse des Stuhles genügend hoch vom Boden entfernt
sind, um bequem schaukeln zu können. Auch bei dieser Vorrichtung ist es nicht nöthig,
sich vom Stuhlsitz zu erheben, da man sich durch Drehung der Spindeln q und q' selbst
und ohne Anstrengung mit in die Höhe bezw. niederschraubt.
Zum Selbstfahren sowie auch zum Lenken des Stuhles ist folgende Anordnung getroffen:
Unter dem Boden g des Stuhles ruht in einem aus Flacheisen bestehenden Lagerbock
das Zahnrad x, Fig. 1 und 2. Dieses treibt ein zweites Zahnrad y, welches, gleichfalls in
einen aus Flacheisen hergestellten Lägerbock am Boden g geschraubt, dort seine Stelle findet.
Dieses obengenannte Rad y treibt ein drittes Zahnrad z\ letzteres ist zugleich mit einer
Scheibe oder Rolle D auf einem Bolzen befestigt, der in zwei Büchsen läuft, welche in
die Streben 8 und 9 eingeschraubt sind, welche an den Hinterfüfsen des Stuhles festsitzen. Wird
nun vermittelst der Kurbel g' das Zahnrad χ in Umdrehung versetzt, so. treibt dieses das
Rad y, dieses das Rad ζ und mit diesem auch die Rolle D, und da die Füfse des Stuhles auf
Rollen laufen, so bewegt sich der Stuhl vorwärts bezw. rückwärts. Mittelst dieser Vorrichtung
ist der Stuhl als Zimmerfahrstuhl zu benutzen; zum Fahren im Freien wird derselbe mit
grofsen Rädern versehen.
Um den Fahrstuhl zu lenken, sind die beiden vorderen Füfse des Stuhles oben mit Zapfen ο ο
versehen, die ihre Führung haben in den Büchsen y' und y" und vor dem Herausfallen
geschützt werden durch eine Stellschraube 8, Fig. 4, die in eine in den Umfang des Zapfens ο
gedrehte Nuth fafst; demnach können sich die Füfse drehen und werden durch die den Stuhl
einnehmende Person gelenkt mittelst der Rosette 5, Fig. 3, die auf das Vierkant der Welle z'
gesteckt wird; auf dieser Welle sind befestigt zwei Schrauben ohne Ende E und E', deren
Gänge in die Zahnbogen /' und /", welche an die Vorderfüfse geschraubt sind, greifen und
diese je nach Drehung der Rosette links oder rechts verstellen.
Aus obigem geht somit hervor, dafs man den mechanischen Stuhl mit Leichtigkeit und
ohne dafs man nöthig hätte, sich vom Sitze zu erheben, in ein Sopha, eine Schaukel und einen
Fahrstuhl nebst Steuerung verwandeln kann.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Der in der Zeichnung dargestellte und durch die Beschreibung erläuterte mechanische, Stuhl, insbesondere die Construction:a) des Stuhles, denselben herzustellen als Bett, Sopha etc. mittelst Drehung der Rosetten 1 und 2 in Verbindung mit den Schrauben ohne Enden η und n' sowie der dazu gehörigen Schraubenräder m und m!\b) der Verbindung der Schaukel mit dem Stuhl, und zwar vermittelst Drehung der Spindeln q und q'\c) des Selbstfahrer und Lenkens, letzteres bestehend aus den. Zahnbogen f und /', sowie der Anordnung der beiden lenkbaren Vorderfüfse mittelst der Schrauben ohne Enden E und E'.Hierzu I Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE19748C true DE19748C (de) |
Family
ID=296542
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT19748D Active DE19748C (de) | Mechanischer Stuhl |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE19748C (de) |
-
0
- DE DENDAT19748D patent/DE19748C/de active Active
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