DE197280C - - Google Patents

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DE197280C
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D02YARNS; MECHANICAL FINISHING OF YARNS OR ROPES; WARPING OR BEAMING
    • D02HWARPING, BEAMING OR LEASING
    • D02H13/00Details of machines of the preceding groups

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Filamentary Materials, Packages, And Safety Devices Therefor (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 86 a. GRUPPE
Elektrischer Fadenwächter für Webketten-Schermaschinen.
. Patentiert im Deutschen Reiche vom 19. Januar 1907 ab.
Den Gegenstand der Erfindung bildet eine Einrichtung zum Anzeigen des Fadenbruches an Laufspulen für Kettenschermaschinen vermittels des elektrischen Stromes und besteht darin, daß jede einzelne Laufspule auf einer auf der den elektrischen Strom leitenden Spulenspindel frei drehbaren, ebenfalls leitenden Muffenrolle sitzt, die einen Kontaktstift trägt und durch die Spannung des
ίο ablaufenden Fadens so verdreht wird, daß der Kontakt den Stromkreis unterbricht, bei Fadenbruch oder Spulenablauf aber schließt. Die Muffenrolle ist mit der Spulenspindel durch eine Feder verbunden, die durch den Zug des ablaufenden Fadens unter Drehung der Muffenrolle gespannt wird und letztere mit dem Kontakt in der Stellung hält, in welcher der Stromkreis unterbrochen ist, beim Aufhören der Fadenspannung jedoch in die Stromschlußstellung zurückführt. Damit die einzelnen Spulen, deren Faden gebrochen ist, aus dem Stromkreis ausgeschaltet werden können, ist in den Scherrahmenständern für jede Spule ein von Hand verschiebbarer Isolierstift angeordnet, gegen welchen sich die Kontaktstifte der Muffenrolle anlegen.
Die Anordnung der drehbaren Muffe gestattet außerdem die Benutzung ihrer Drehbewegung, um gleichzeitig mit dem hörbaren Zeichen ein sichtbares zu geben, wie dies für das Anzeigen von Kettenfadenbrüchen in ähnlicher Weise bereits bekannt ist.
Die Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt, und zwar zeigen: Fig. 1 einen Scherrahmen in schematischer Darstellung, Fig. 2 einen Längsschnitt einer Spulenspindel nach der Linie 1-1 der Fig. 3 in vergrößertem Maßstabe, Fig. 3 den Teil eines Ständers des Scherrahmens mit einigen Spulen und Spindeln im Schnitt nach der Linie 2-2 der, Fig. 6, um zu zeigen, wie der Kontakt der Spindel mit dem Isolierknopf erfolgt, Fig. 4 einen Teil des Rahmens im Aufriß, Fig. 5 einen Teil des Rahmens in Seitenansicht, Fig. 6 einen Schnitt nach der Linie 3-3 der Fig. 3.
Der Scherrahmen besteht aus den Ständern α, welche von dem Fuß b getragen und oben durch die Querstange c gehalten werden. Die Anzahl der Ständer α ist verschieden und richtet sich nach der größeren oder kleineren Spulenzahl. Auf dem Rahmen sind Spulenspindeln d befestigt, welche die Spulen tragen. Jede Spindel d (Fig. 2) trägt an einem Ende eine Hülse e mit konischer Bohrung, um die Drehung der Spule zu erleichtern und jedes Gleiten zu verhindern. Die Hülse wird durch den Kopf/ der Spindel d und einen Ring g gehalten, welcher in die Spindel eingelassen ist. Die Spindel d trägt außerdem eine Muffenrolle h, die sich frei auf zwei Ringen i, V drehen kann; die Muffenrolle h besitzt eine Aussparung k, welche entsprechend den Stirnflächen der Spule gestaltet ist und eine reibende Kupp-, lungsfläche für die Spule bildet. Eine zweite Aussparung / dient zur Aufnahme der Feder m. Die Feder ist an der Spindel d durch den Kupferring η befestigt, mit dem anderen Ende durch die Kontaktschraube 0 auf der Rolle h. Die Spindeln d werden an den Ständern a in entsprechenden Aushöhlungen untergebracht. Ein Kupferdraht p,
der mit einer elektrischen Batterie in Verbindung steht, ist längs der Ständer geführt und steht mit jeder. Spindel an dem einen Ende der letzteren in leitender Verbindung. Ein zweiter Kupferdraht p', der mit derselben Batterie in Verbindung ist, vereinigt die einzelnen Kontakte q, die sich vor jeder Spulenspindel befinden.
Wenn der Rahmen sich in normalem Betriebe befindet, dann üben die ablaufenden Fäden der Spulen beständig einen Zug aus und nehmen bei ihrer Bewegung durch Reibung die Muffenrolle h mit, deren kleine, gleichzeitig als Kontaktstift ausgebildete Schraube 0 ihre Bewegung begrenzt, indem sie gegen den Ständer stößt, wie bei r (Fig. 3 und 4) angedeutet ist. Sobald ein Faden bricht oder eine Spule abgelaufen ist, dreht die Feder m die Muffenrolle h zurück, bis die Kontaktschraube 0 in Berührung mit dem Kontakt q kommt und den elektrischen Stromkreis schließt, wie die Stellung ν (Fig. 3 und 4) andeutet. Hierdurch wird in für ähnliche Zwecke bekannter Weise ein hörbares Zeichen gegeben. Wenn die Muffenrolle h ihre Zurückdrehung nach Bruch eines Fadens ausgeführt hat, so bringt sie vor eine öffnung s, welche in den Ständern α angeordnet ist, ein an der drehbaren Muffe an bestimmter Stelle angebrachtes sichtbares Zeichen, wie es in ähnlicher Weise für das Anzeigen von Kettenfadenbrüchen schon Verwendung gefunden hat.
Derselbe Vorgang tritt ein, wenn der Faden der Spule vollständig abgewickelt ist, denn dadurch hört die Drehbewegung der Muffenrolle ebenso auf, als wenn der Faden gebrochen wäre.
Vor jeder Spindel befindet sich in den Ständern verschiebbar ein kleiner Isolierstift t mit Knopf, welcher in einer Bohrung im Ständer geführt wird. Wenn ein Faden gebrochen ist, dann führt die Feder m die Kontaktschraube 0 nach rückwärts zur Anlage an dem Kontaktstift g; soll nun die Spule vom Stromkreis isoliert werden, so wird der Isolierstift t von Hand vor die Kontaktschraube 0 geschoben, die sich unter dem Druck der Feder Jm gegen den Isolierstift anlegt. Man kann auf diese Weise eine beliebige Anzahl von Spulen isolieren.

Claims (3)

  1. Patent-An Sprüche:
    ι. Elektrischer Fadenwächter für Webketten-Schermaschinen, dadurch gekennzeichnet, daß jede einzelne Laufspule auf einer auf der stromleitenden Spulenspindel (d) frei drehbaren, ebenfalls leitenden Muffenrolle (h) sitzt, die einen Kontaktstift (0) trägt und durch die Spannung des abgezogenen Fadens so verdreht wird, daß der Kontaktstift (0) den Stromkreis unterbricht, ihn bei Fadenbruch oder Spulenablauf aber schließt. ■
  2. 2. Fadenwächter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Muffenrolle
    . (h) mit der Spulenspindel (d) durch eine Feder fm) verbunden ist, die durch 'den Zug des ablaufenden Fadens unter Drehung der Muffenrolle (h) gespannt wird und letztere mit dem Kontaktstift (0) in ■ der Stellung hält, in welcher der Stromkreis unterbrochen ist, die jedoch beim Aufhören der Fadenspannung die Muffenrolle (h) in die Stromschlußstellung zurückführt.
  3. 3. Fadenwächter nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß in den Scherrahmenständern (a) für jede Spule ein Isolierstift ft) verschiebbar angeordnet ist, durch dessen Verschiebung von Hand jede einzelne Spule aus dem Stromkreis ausgeschaltet werden kann.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen,
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