DE19721C - Verfahren zur Herstellung der Sulfosäuren von Rosanilinen, Antrachinon, Alizarin, Amidoazobenzol etc. unter Anwendung von Schwefelsäurehydrat und Metaphosphorsäure - Google Patents

Verfahren zur Herstellung der Sulfosäuren von Rosanilinen, Antrachinon, Alizarin, Amidoazobenzol etc. unter Anwendung von Schwefelsäurehydrat und Metaphosphorsäure

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DE19721C
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KALLE &. Co. in Biebrich a. Rh
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07BGENERAL METHODS OF ORGANIC CHEMISTRY; APPARATUS THEREFOR
    • C07B45/00Formation or introduction of functional groups containing sulfur
    • C07B45/02Formation or introduction of functional groups containing sulfur of sulfo or sulfonyldioxy groups

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT
Zur Herstellung der Sulfosäuren von Körpern, die sich mit überschüssiger englischer Schwefelsäure nicht sulfuriren lassen, diente bis jetzt meistens das Schwefelsäureanhydirt oder Verbindungen desselben.
Das neue Verfahren beruht auf der Beobachtung, dafs alle diese Sulfurirungen auch mit Schwefelsäuremonohydrat vorgenommen werden können, wenn man demselben einen Körper zusetzt, welcher das bei der Reaction frei werdende Wasser zu binden vermag. Eine solche Substanz haben die Erfinder in der glasigen Metaphosphorsäure gefunden.
Löst man Metaphosphorsäure, beispielsweise im Verhältnifs von 1 Theil zu 2 Theilen, in englischer Schwefelsäure (möglichst dem Hydrat H2 SO1 entsprechend), so erhält man eine dickliche Flüssigkeit, welche, obwohl sie kein Schwefelsäureanhydrit als solches enthält, ebenso stark, aber gleichmäfsiger sulfurirend wirkt, als eine rauchende Schwefelsäure von 25 bis 30 pCt. Anhydritgehalt. Dafs hier keine Bildung von Sch-wefelsäureanhydrit stattfindet, ist aus folgenden Thatsachen ersichtlich:
I. Das Gemisch raucht nicht an der Luft, mischt sich mit Wasser, ohne zu zischen, und wirkt auf Papier', Holz und andere organische Stoffe nicht verkohlend.
II. Während sich von rauchender Schwefelsäure das Anhydrit bei 1500 C. fast vollständig abdestilliren läfst, entweichen aus dem vorliegenden Gemische selbst bei 280 bis 300 ° nur Spuren von schon mit überdestillirendem Hydrat gemischten Anhydritdämpfen.
Das Verfahren bietet bedeutende technische und ökonomische Vortheile, denn einmal umgeht es das lästige Arbeiten mit stark rauchender Schwefelsäure, und ist eine Verkohlung der Substanz dabei weniger zu befürchten, andererseits läfst sich die Phosphorsäure dabei fast quantitativ wiedergewinnen und aufs neue in Metaphosphorsäure umwandeln. Es wird für die eigentliche Sulfurirung somit nur das Schwefelsäurehydrat verbraucht.
Wir stellen auf diesem Wege die Sulfosäuren des Rosanilins, seiner methylirten, äthylirten und phenylirten Derivate, sowie des Antrachinons, des Alizarins und Purpurins dar. Aufserdem lassen sich auch die Mono- und Disulfosäuren des Amidoazobenzols und dessen Homologen (s. Patent No. 4186) auf diesem Wege erhalten.
Beispiel:
3 Theile möglichst wasserfreier Metaphosphorsäure werden unter Erwärmen in 7 Theilen reinem Schwefelsäuremonohydrat gelöst. In das Gemisch trägt man nach und nach 2 Theile trockenes, schwefelsaures oder salzsaures Rosanilin ein. Die Sulfurirung verläuft bereits bei der Temperatur des Wasserbades, schneller und vollständiger jedoch bei 120 bis 1300 C. Sie ist als vollendet zu betrachten, wenn eine herausgenommene Probe sich vollständig in verdünnter Alkalilauge mit gelblicher Farbe löst. Statt der Rosanilinsalze können auch rosanilinhaltige Abfallfarben, wie solche unter dem Namen Cerise, Grenadin, Marron etc. bekannt sind, in Anwendung kommen.
Die erhaltene Schmelze wird in allen Fällen in Wasser gegossen und auf bekannte Weise das Kalksalz, aus diesem das Natronsalz der Sulfosäuren dargestellt. Man erhält daneben alle Phosphorsäure als Calciumphosphat mit Calciumsulfat gemengt. Durch Behandeln dieses Rückstandes mit der berechneten Schwefelsäuremenge läfst sich die Phosphorsäure in Lösung bringen und durch Abdampfen und Glühen in Metaphosphorsäure überführen.

Claims (1)

  1. Patent-An Sprüche:
    Bei dem in Patent No. 2096 geschützten Verfahren die Einführung von Metaphosphorsäure in das Sulfurirungsgemisch zum Zweck der Bildung concentrirter Schwefelsäure während des Sulfurirungsprocesses.
    Bei Herstellung von Sulfosäuren, welche nicht unter das in 1. genannte Patent fallen, die Anwendung von Schwefelsäurehydrat in Verbindung mit Metaphosphorsäure.
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