DE197167C - - Google Patents

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DE197167C
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Classifications

    • DTEXTILES; PAPER
    • D01NATURAL OR MAN-MADE THREADS OR FIBRES; SPINNING
    • D01DMECHANICAL METHODS OR APPARATUS IN THE MANUFACTURE OF ARTIFICIAL FILAMENTS, THREADS, FIBRES, BRISTLES OR RIBBONS
    • D01D1/00Treatment of filament-forming or like material
    • D01D1/06Feeding liquid to the spinning head
    • D01D1/09Control of pressure, temperature or feeding rate

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Treatment Of Fiber Materials (AREA)

Description

ί '
KAISERXrCHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 29«. GRUPPE
Patentiert im Deutschen Reiche vom 29. März 1905 ab.
Für diese Anmeldung ist bei der Prüfung gemäß dem Unionsvertrage vom
20. März ι S
14. Dezember 1900 auf Grund der Anmeldung in Frankreich vom 26. April 1904 anerkannt.
— die Priorität
Die Erfindung bezieht sich auf Vorrichtungen zum Regeln des Druckes (Kompression) von Kollodium- und Celluloselösungen vor dem Filtrieren und dem Verspinnen zu künstlicher Seide.
Die den bekannten Verfahren anhaftenden Mängel und Unzuträglichkeiten sollen gemäß vorliegender Erfindung dadurch vermieden werden., daß man an Stelle der bisher gebrauchliehen in die Zuführleitung eingeschalteten Regelvorrichtungen oder einfachen Pumpen jetzt mit gesteuerten Ventilen versehene Pumpen verwendet.
Mittels der bekannten Einrichtungen war man wohl imstande, wie Wasser flüssiges Kollodium anzusaugen und fortzudrücken; sobald es sich aber um die Verarbeitung nitrierter Cellulose handelt, die in einem später wieder auszuscheidenden Träger aufgelöst ist, also etwa um 15 bis 20 prozentige Lösungen, so versagen die bisher gebräuchlichen Einrichtungen. Erfolgt nämlich die Zuführung des Kollodiums und der Celluloselösungen nicht unter Druck, so bleibt das Material infolge seiner Reibung an den Rohrwandungen einfach stehen. Aber selbst wenn mit Druck gearbeitet wird, schließt die Natur des angesaugten Produkts einen Nutzeffekt aus, und zwar infolge des außerordentlich niedrigen
Siedepunktes des zur Verwendung kommenden Äthers. Der Kolben der Pumpe, welcher während seiner Ansaugperiode eine Depression erzeugt, die niemals mehr als die Höhe der Barometersäule erreichen kann, wird demzufolge eine Verdampfung des Äthers herbeiführen, welche jeden Nutzeffekt nichtig macht.
Indem nun aber gemäß der Erfindung unter Druck gespeist wird, die Ansaugeventile zwangläufig gehoben und gesenkt und die Auslaßventile zwangläufig gesenkt werden, macht man die Vorrichtung für alle Konzentrationsgrade der Celluloselösungen geeignet und erzielt eine beträchtliche Erhöhung des Nutzeffektes.
Beiliegende Zeichnung stellt eine gemäß der Erfindung gebaute Vorrichtung beispielsweise dar, und zwar zeigt Fig. 1 dieselbe in schematischer Ansicht, Fig. 2 und 3 zeigen eine der zur Anwendung kommenden Pumpen in verschiedenen Ansichten. Fig. 4 veranschaulicht schematisch die Anordnung der Pumpen.
Die Gesamtvorrichtung, welche an und für sich nicht den Gegenstand der Erfindung bildet, umfaßt zwei Behälter 1, 2 aus verzinntem Eisenoder Kupferblech, eine Einfülleitung 3, welche die Behälter von oben her unter Vermittlung von Hähnen 4, 5 beschickt, und eine untere Leitung 6, welche mit Hähnen 7, 8 versehen ist, die den Austritt der Flüssigkeit ermöglichen und sie zu Pumpen 9 hinführen.
Die Behälter ι, 2 speisen die Pumpen 9 niemals gleichzeitig; einer von ihnen wird beschickt, während der andere entleert wird. Angenommen, der Behälter 1 werde beschickt und der Behälter 2 werde entleert und speise die Pumpen 9, so sieht man, daß die Hähne 5 und 8 offen und die Hähne 4 und 7 geschlossen sein müssen. Unter diesen Bedingungen steht der Behälter 1 nicht unter Druck, während der Behälter 2, wie unten beschrieben, unter gleichbleibendem Druck gehalten wird, der für die regelmäßige Speisung der Pumpen 9 erforderlich ist. .
Jeder der beiden Behälter 1 und 2 ist an seinem oberen und unteren Teil mit einem Höhenstandrohr oder einem Schauglas versehen, so daß man die Höhe der Flüssigkeit überwachen und hauptsächlich am Schluß der Entleerung Luftstöße vermeiden kann, die für einen guten Gang der Vorrichtung stets sehr schädlich sind.
Ein gleichbleibender atmosphärischer Druck wird im Entleerungsbehälter 2 selbsttätig durch folgende Einrichtung erhalten: Der obere Teil der Behälter 1,2 trägt Hähne 54,55, die mit dem Rohr 53 einer Luftpumpe 10 verbunden sind. Diese Luftpumpe wird durch eine Dynamomaschine betrieben. .
In Hinblick auf die Natur der zu komprimierenden Flüssigkeit werden die Ansaugeventile der Pumpe 9 mechanisch gesteuert.
Jedes der in Stopfbüchsen geführten Ansaugeventile 46 der Pumpen 9 ist mit einer einstellbaren Feder 47 (Fig. 2 und 3) versehen, die das Ventil auf seinem Sitz festhält. Die Ventilstange ist mit einem Rahmen 48 verbunden, der durch einen Daumen 49 in geradlinige Hin- und Herbewegung versetzt wird. Die Form dieses Daumens entspricht dem Arbeitsgange des Ventils. Sobald der.Kolben 52 seinen Ansaugehub beginnt, wird das entsprechende ■ Ansaugeventil 46 durch den Daumen 49 gehoben. Indem dann die unter Druck durch ein Zuleitungsrohr zugeführte Flüssigkeit das Ventil geöffnet vorfindet, kann es leicht den Räum des Saugkolbens 52 anfüllen. Im Augenblick der Kompression gibt der Daumen 49 plötzlich den Rahmen 48 frei, und die Feder 47 führt sofort das Ventil 46 auf seinen Sitz zurück. Die Federkraft ist in diesem Augenblick, und bis die Kompressionsperiode begonnen hat, stärker als der Druck, unter welchem die Flüssigkeit durch das Zuleitungsrohr zugeführt wird.
Das Auslaßventil 50 (Fig. 3) besitzt ebenfalls eine Stange, die durch eine Stopfbüchse geführt und mit einer Feder 51 versehen ist; es wird aber nicht durch den Daumen gesteuert. Der Druck, des Kolbens genügt stets, um den Widerstand zu überwinden, der durch den Gegendruck und die Feder 51 entgegengesetzt wird, welche nur dazu dient, das Ventil sofort wieder auf seinen Sitz zu führen, sobald die Kompressionsperiode beendet ist.
In Fig. 4 sind beispielsweise zwölf Kolben 52 veranschaulicht, die in zwei parallelen Reihen angeordnet sind und durch eine Arbeitswelle 53 angetrieben werden, deren Kurbeln der Reihe nach um 30 ° gegeneinander aufgekeilt sind. Die große Anzahl dieser Kolben verhindert das Auftreten von Stößen beim Austritt der Flüssigkeit.'
Wie aus Fig. 4 ersichtlich, tritt die Flüssigkeit durch das Rohr 6 zu, welches sich in zwei Zweigrohre teilt, die die beiden Kolbenreihen 521 bis 5212 speisen. Die Kolben 521 bis 52s befördern die Flüssigkeit in die Leitungen 54, 55 und die Kolben 527 bis 5212 die Flüssigkeit in die Leitungen 56, 57. Die Leitungen 54, 55, 56, 57 sind mit dem Ableitungsrohr 34 verbunden.
Die Kolben bilden also zwei Gruppen 521 bis 52e und 52' bis 5212. Die Kolben der ersten Gruppe und ihre Ansaugeventile werden durch die Riemscheiben 58 angetrieben, während die Kolben der zweiten Gruppe und ihre An- 85, saugeventile durch die Riemscheiben 59 angetrieben werden. Man kann also nach Belieben 12 oder 6 Kolben in Tätigkeit treten lassen. \
Die in regelmäßiger Folge in das Rohr 34 eingeführte Flüssigkeit wird dann durch geeignete Vorrichtungen verteilt. Diese Vorrichtungen bilden keinen Teil der vorliegenden Erfindung. Schließlich wird die Flüssigkeit zwecks Filterung in Reinigungsvorrichtungen bekannter Art und zwecks Verspinnung in Verspinnmaschinen bekannter Art geführt.

Claims (2)

Patent-Ansprüche:
1. Vorrichtung zum Regeln des Druckes von Kollodium- und Celluloselösungen vor dem Filtrieren und dem Verspinnen zu künstlicher Seide, bei welcher in die Zuführleitung mehrere Pumpen eingeschaltet sind, dadurch gekennzeichnet, daß diese Pumpen mit gesteuerten Ansaugventilen arbeiten.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Ventile (46,50) mit einstellbaren Federn (47, 51) versehen sind, durch welche sie sowohl bei Beginn als auch am Ende der Kompressionsperiode selbsttätig auf ihre Sitze gepreßt werden.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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FR342655A (fr) 1904-09-14

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