DE196992C - - Google Patents

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DE196992C
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pastes
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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C03GLASS; MINERAL OR SLAG WOOL
    • C03CCHEMICAL COMPOSITION OF GLASSES, GLAZES OR VITREOUS ENAMELS; SURFACE TREATMENT OF GLASS; SURFACE TREATMENT OF FIBRES OR FILAMENTS MADE FROM GLASS, MINERALS OR SLAGS; JOINING GLASS TO GLASS OR OTHER MATERIALS
    • C03C17/00Surface treatment of glass, not in the form of fibres or filaments, by coating
    • C03C17/06Surface treatment of glass, not in the form of fibres or filaments, by coating with metals
    • C03C17/10Surface treatment of glass, not in the form of fibres or filaments, by coating with metals by deposition from the liquid phase

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
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  • General Chemical & Material Sciences (AREA)
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  • Materials Engineering (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Adhesives Or Adhesive Processes (AREA)
  • Paints Or Removers (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
e 196992 KLASSE 326. GRUPPE
CHEMISCHE FABRIK von HEYDEN, AKT-GES. in RADEBEUL b. DRESDEN.
Zusatz zum Patente 178520 vom 26. Juli 1905.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 19. Juli 1907 ab. Längste Dauer: 25.JuIi 1920.
Nach dem Verfahren des Hauptpatentes und der Zusatzpatente 186061 und 186830 verspiegelt man durchsichtige Gegenstände, indem man sie mit Pasten von fein verteiltem Quecksilber oder fein verteilten Amalgamen überzieht, erhalten durch Reduktion auf nassem Wege von Quecksilberverbindungen für sich oder unter Zugabe von anderen Metallen oder Metallsalzen. Beim Trocknen des Anstrichs entsteht der. Spiegel, welcher nur noch durch Überziehen mit einem Lack fixiert wird.
In der Praxis zeigten diese Verspiegelungsverfahren noch einige Mangel. Es kam vor, daß beim Trocknen des Anstrichs Teile des fein verteilten Quecksilbers oder der fein verteilten Amalgame unter Tröpfchenbildung zusammenliefen. Diese Tröpfchen erschwerten die Fixierung des Belags durch die Lackschicht. Auch kam es vor, daß bei unvorsichtigem Auftragen der Pasten streifige Spiegel erhalten wurden.
Wir haben neuerdings diese Übelstände zu vermeiden gelernt, indem wir neue Pasten herstellten, die dadurch charakterisiert sind, daß sie außer dem fein verteilten Quecksilber noch Zusätze von löslichen Kolloidstoffen enthalten. Besonders eignen sich kolloidale Klebstoffe, wie Gummi arabicum, Dextrin, Albumin usw., welche bewirken, daß· beim Eintrocknen des Anstrichs der Belag seine feine 40
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Verteilung behält. Allerdings bildet sich beim Eintrocknen des Anstrichs zunächst der Spiegel noch nicht; es ist vielmehr nötig, nach dem Trocknen des Belags diesen einem Wässerungsprozeß zu unterwerfen. Beim zweitmaligen Trocknen, d. h. nach erfolgter Auswässerung, entsteht dann ein völlig streifenfreier, gleichmäßiger Spiegel von besserem Glanz, als er nach den früheren Verfahren erhalten wird. Gleichzeitig behält der Belag seine homogene, fein verteilte Beschaffenheit bei, und die Bildung von Quecksilbertröpfchen ist vollständig vermieden.
Diese verbesserten Pasten werden erhalten, indem man Quecksilber bei Gegenwart von Kolloidsubstanzen, ohne daß letztere, wie im Patent 186061, zur Reduktion verbraucht oder wieder entfernt werden, in feinste Verteilung bringt, oder indem man feinst verteiltem Quecksilber diese Stoffe nachträglich zusetzt. Je nachdem man die Verteilung auf chemischem Wege (Reduktion) oder auf mechanischem Wege (Zerreiben, elektrisches Zerstäuben) ausgeführt hat, erhält man folgende Ausführungsformen des Verfahrens:
I. Die den Verfahren des Hauptpatentes und seiner Zusätze entsprechenden Pasten von fein verteiltem Quecksilber und fein verteilten Amalgamen werden mit Klebstoffen oder wässerigen Lösungen derselben, z. B. Gummi arabicum, Pflanzenschleim, Dextrin oder Ei-
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weißkörpern, versetzt. Man könnte natürlich auch von vornherein bei Ausführung der Vorschrift des Patentes 186061 mehr Kolloid zusetzen und hinterher nur teilweise herauswaschen. Doch ist diese Variation nicht sehr zweckmäßig.
2. Quecksilber oder Amalgame werden auf mechanischem Wege (durch Verreiben, Zerschütteln o. dgl., durch elektrische Zerstäubung) in Gegenwart von oben genannten Kolloidstoffen in feine Verteilung gebracht. Bekanntlich läßt sich Quecksilber beim Verreiben mit gewissen Stoffen, z. B. Fett, in so fein verteilten Zustand bringen, daß die Teilchen sich nicht wieder zu größeren Tröpfchen vereinigen lassen. Auch durch elektrische Zerstäubung erhält man leicht Pasten fein verteilten Quecksilbers, während es andererseits sehr schwer ist, auf diesem Wege zu kolloidalen Lösungen von Quecksilber zu gelangen.
Der Zusatz von anderen Metallen zwecks Bildung von Amalgampasten kann natürlich vor, während oder nach der mechanischen Verteilung des Quecksilbers erfolgen, ebenso der Zusatz des Kolloids.
Beispiel I.
100 Gewichtsteile der dem Verfahren des Hauptpatentes 178520 und seiner Zusätze entsprechenden Pasten verrührt man mit ι bis 2 Gewichtsteilen Gummi arabicum. Mit dieser Mischung streicht man die zu verspiegelnde Glasplatte an. Man läßt den Anstrich trocknen und stellt die Platte hierauf Y2 bis ι Stunde lang in ein Gefäß mit Wasser. Hierauf wird die Glasplatte herausgenommen und zum Trocknen hingestellt. Dabei entsteht der Spiegel. Man hat nun nur noch nötig, den Belag mit einem schützenden Lack zu versehen.
Beispiel 2.
In eine Quecksilberreibemaschine bringt man eine Lösung von 1 kg Gummi arabicum in 2 1 ioprozentiger Natronlauge. Man trägt dann unter Rühren nach und nach 7 kg metallisches Quecksilber ein und verrührt dasselbe, eventuell unter Zusatz von anderen Metallen, z. B. Wismut, Zinn usw., bis eine ganz gleichmäßige weißgraue Masse entstan-1 den ist. Wenn dies erreicht ist, verdünnt1 man die Paste mit dem etwa zehnfachen. Volumen Wasser und . läßt absetzen. Man; wäscht, wenn nötig, nochmals mit Wasser,! aber ohne zu viel des Klebstoffes zu entfernen, und erhält die zum Gebrauch fertige Paste. Diese wird, wie in Beispiel 1 gezeigt zum Verspiegeln verwendet.
Beispiel 3.
Man läßt zwischen den Spitzen eines eisernen Kammes, welcher als positiver,Pol, unc Quecksilber, welches als negativer Pol dient unter Wasser oder unter Lösungen vor kolloidalen Substanzen Funken überschlagen Dabei erhält man das Quecksilber vorüber gehend in kolloidaler Form. Es setzt siel nach einiger Zeit als fein verteilte Paste ab Diese wird, falls nicht von Anfang an Kollok zugesetzt war, mit Kolloid, z. B. Gumm arabicum, nach dem im Beispiel 1 angegebe nen Mengenverhältnis versetzt.

Claims (2)

Pate NT-A N Sprüche:
1. Verfahren zum Verspiegeln durch sichtiger Gegenstände nach den Patentei 178520, 186061 und 186830, dadurch ge kennzeichnet, daß man der Paste durclj Zusatz zur quecksilberhaltigen Mischung vor, während oder nach der Abscheidung des Quecksilbers oder Amalgams einer] Gehalt an Klebstoff, wie Gummi arabicum! Dextrin, Pflanzenschleim, auch Eiweiße lösung gibt, diese Paste aufträgt und dann erst die Klebstoffe usw. durch Ausj wässern entfernt.
2. Die Ausführung des Verfahrens zum Verspiegeln durchsichtiger Gegenstände nach Anspruch 1 mit Pasten, bei denen man das Quecksilber oder Amalgam in anderer Weise als gemäß Anspruch 1, z. B. auf mechanischem Wege durch Verreiben, Zerschütteln, elektrisches Zerstäuben, in feine Verteilung bringt und vor, während oder nach der Verteilung die in Anspruch 1 genannten Klebstoffe hinzusetzt.
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