DE196603C - - Google Patents
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- DE196603C DE196603C DENDAT196603D DE196603DA DE196603C DE 196603 C DE196603 C DE 196603C DE NDAT196603 D DENDAT196603 D DE NDAT196603D DE 196603D A DE196603D A DE 196603DA DE 196603 C DE196603 C DE 196603C
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Classifications
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- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C10—PETROLEUM, GAS OR COKE INDUSTRIES; TECHNICAL GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE; FUELS; LUBRICANTS; PEAT
- C10B—DESTRUCTIVE DISTILLATION OF CARBONACEOUS MATERIALS FOR PRODUCTION OF GAS, COKE, TAR, OR SIMILAR MATERIALS
- C10B53/00—Destructive distillation, specially adapted for particular solid raw materials or solid raw materials in special form
- C10B53/02—Destructive distillation, specially adapted for particular solid raw materials or solid raw materials in special form of cellulose-containing material
-
- Y—GENERAL TAGGING OF NEW TECHNOLOGICAL DEVELOPMENTS; GENERAL TAGGING OF CROSS-SECTIONAL TECHNOLOGIES SPANNING OVER SEVERAL SECTIONS OF THE IPC; TECHNICAL SUBJECTS COVERED BY FORMER USPC CROSS-REFERENCE ART COLLECTIONS [XRACs] AND DIGESTS
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT
PATENTSCHRIFT
KLASSE 10«. GRUPPE
BERNHARD KITTLER in MEMEL
Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren nebst Einrichtung zur Erzeugung von
Gas und Koks aus Torfbriketts unter Gewinnung der Nebenerzeugnisse in Retorten, die in bekannter Weise aus einem gemeinsamen
Vorraum gespeist werden, vor welchem ein Füllraum mit wechselweise sich schließenden und öffnenden, luftdicht abschließenden
Schiebern liegt.
ίο Die Erfindung besteht darin, daß Gas und
Luft, die beim Öffnen der Schieber in den Füllraum eindringen, mittels einer Luftpumpe
oder einer sonstigen Saugvorrichtung abgesaugt werden, bevor einer der beiden Schieber
des Füllraumes geöffnet wird.
Zum Zwecke der Ausführung des Verfahrens können die den Füllraum abschließenden
Schieber in ihrer Größe zu den durch sie zu verschließenden Öffnungen so bemessen sein,
und durch eine geeignete Vorrichtung, z. B. ein gemeinsames Hebelwerk ο. dgl., so bewegt
werden, daß stets der eine Schieber bereits vollständig geschlossen ist, bevor der
andere sich öffnet.
Eine Vorrichtung dieser Art ist in beiliegender Zeichnung beispielsweise und schematisch
dargestellt, und zwar in
Fig. ι in einem Längenschnitt durch die Mitte, in . .
Fig. 2 in einer Ansicht von hinten, teilweise im Schnitt und in
Fig. 3 in einer Vorderansicht, teilweise im Schnitt. .
Die Einrichtung und Wirkungsweise der'
Vorrichtung ist im wesentlichen folgende:
Die Torfbriketts werden durch den Trichter α in den Füllraum b eingeführt, nachdem
der obere Schieber c geöffnet worden ist. Dieser Schieber c steht durch eine Stange d
mit dem unteren Schieber e des Füllraumes b zwangläufig so in Verbindung, daß jedesmal
der untere Schieber e geschlossen ist, wenn der obere die Einfüllöffnung frei gibt und
umgekehrt.
Die Bewegung der Schieber erfolgt vermittels eines doppelarmigen Hebels f von
einer Kurvenscheibe g aus, die durch eine Seil- oder Riemenscheibe h von irgendeiner
Kraftquelle aus angetrieben wird.
Ist der Füllraum b gefüllt, so erfolgt die Umstellung der Schieber, worauf die Briketts
in den Vorraum i fallen und diesen ziemlich bis zum oberen Rand der obersten Retorte /
anfüllen..
Von dem Raum i aus werden die Briketts absatzweise durch Kolben k in die Retorten /
eingestoßen, von denen im dargestellten Ausführungsbeispiel sechs vorhanden sind. DieKolben
k werden abwechselnd vermittels Kurbelgetriebe o. dgl. durch die Riemenscheibe h
angetrieben. Die Retorten werden von den, von der Feuerung m ausgehenden Feuergasen
in bekannter Weise, umspült und beheizt. Hierdurch findet in den Retorten eine trockene
Destillation statt, die sich bei der Einhaitung einer bestimmten Temperaturhöhe in
etwa 45 Minuten vollzieht.
Der Antrieb für die Kolben k und die Schieber c und e ist so geregelt, daß etwa
in derselben Zeit, in der der Füllraum b ein-
mal geöffnet und wieder geschlossen wird, jeder Kolben einen Hub macht. Ist der Vorraum
i entsprechend größer gehalten, so können auch mehrere Kolbenhübe auf je eine
Füllung entfallen.
Die entwickelten Gase ziehen von der Vorderseite der Retorten durch den Vorderräum i
nach oben und durch die Vorlage η ab, und zwar nach der Verwendungsstelle · oder zu
ίο einem Sammelbehälter; dabei kann eine weitere
Reinigung stattfinden.
Beim Durchstreichen des Vorraumes i umspülen die Gase die frischen Briketts und
nehmen von diesen Gase und Dämpfe mit, welche sonst in die Retorten gelangen, sich
dort zersetzen und dadurch den Koks verschlechtern wurden.
Am Boden der Vorlage η sind Querwände 0 angeordnet, an welchen'sich die Nebenerzeug-
nisse, z. B. Teer, Öle u. dgl., ansammeln, um von hier auf bekannte Weise abgeführt und
weiter verarbeitet zu werden. ■ Das erhaltene Gas ist gleich vorteilhaft zu
Leuchtzwecken, wie auch zu Heiz- und Kraftzwecken zu verwenden.
Der in den Retorten I verbleibende Torfkoks wird absatzweise durch die frischen Beschickungen
nach hinten gedrängt und fällt durch Räume ρ in mit einer Förderschnecke q
ausgestattete und von einem Kühlwasserbehälter r umgebene Rinnen s. Aus diesen
gelangt der Koks in einen durch einen Schieber t verschlossenen Raum u, von wo er
nach Bedarf in einen untergestellten Wagen abgelassen und wegbefördert wird. Der Betrieb
ist also ein durchaus fortlaufender und vollzieht sich unter Luftabschluß, wodurch
verhindert wird, daß der Koks weich wird. Der gewonnene Torfkoks ist steinhart und
kann mit Erfolg als Ersatz für Anthrazitkohle benutzt werden.
Um Gasverluste zu vermeiden, wird bei jedesmaliger Neufüllung des Füllraumes b
das in diesem eingedrungene Gas abgesaugt.
Zu diesem Zwecke kann vorteilhaft den beiden Schiebern c und e ein Antrieb in der
Weise gegeben werden, daß der untere Schieber e zuerst geschlossen wird, bevor der
obere Schieber c geöffnet wird und umgekehrt, so daß der Füllraum b für eine gewisse
Zeit gänzlich geschlossen ist, in welcher Zeit das Absaugen des Gases erfolgen kann.
Claims (2)
1. Verfahren zur Erzeugung von Gas und Koks aus Torfbriketts unter Gewinnung
der Nebenerzeugnisse in Retorten, die aus einem gemeinsamen Vorraum, vor dem ein Füllraum mit wechselweise sich
schließenden und öffnenden luftdicht abschließenden Schiebern liegt, gespeist werden,
dadurch gekennzeichnet, daß Gas und Luft, die beim öffnen der Schieber in
den Füllraum eindringen, mittels einer Luftpumpe oder sonstigen Saugvörrichtung
abgesaugt werden, bevor einer der beiden Schieber des Füllraumes geöffnet
wird.
2. Schieberanordnung zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß die den Füllraum abschließenden Schieber in ihrer Größe zu
den durch sie zu verschließenden Öffnungen so bemessen sind, und durch ein gemeinsames
Hebelwerk o. dgl. so bewegt werden, daß stets der eine Schieber bereits vollständig geschlossen ist, bevor
der andere sich öffnet.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE196603C true DE196603C (de) |
Family
ID=459563
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT196603D Active DE196603C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE196603C (de) |
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