DE196603C - - Google Patents

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DE196603C
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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C10PETROLEUM, GAS OR COKE INDUSTRIES; TECHNICAL GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE; FUELS; LUBRICANTS; PEAT
    • C10BDESTRUCTIVE DISTILLATION OF CARBONACEOUS MATERIALS FOR PRODUCTION OF GAS, COKE, TAR, OR SIMILAR MATERIALS
    • C10B53/00Destructive distillation, specially adapted for particular solid raw materials or solid raw materials in special form
    • C10B53/02Destructive distillation, specially adapted for particular solid raw materials or solid raw materials in special form of cellulose-containing material
    • YGENERAL TAGGING OF NEW TECHNOLOGICAL DEVELOPMENTS; GENERAL TAGGING OF CROSS-SECTIONAL TECHNOLOGIES SPANNING OVER SEVERAL SECTIONS OF THE IPC; TECHNICAL SUBJECTS COVERED BY FORMER USPC CROSS-REFERENCE ART COLLECTIONS [XRACs] AND DIGESTS
    • Y02TECHNOLOGIES OR APPLICATIONS FOR MITIGATION OR ADAPTATION AGAINST CLIMATE CHANGE
    • Y02EREDUCTION OF GREENHOUSE GAS [GHG] EMISSIONS, RELATED TO ENERGY GENERATION, TRANSMISSION OR DISTRIBUTION
    • Y02E50/00Technologies for the production of fuel of non-fossil origin
    • Y02E50/10Biofuels, e.g. bio-diesel

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Oil, Petroleum & Natural Gas (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Coke Industry (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT
PATENTSCHRIFT
KLASSE 10«. GRUPPE
BERNHARD KITTLER in MEMEL
Patentiert im Deutschen Reiche vom 14. Dezember 1905 ab.
Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren nebst Einrichtung zur Erzeugung von Gas und Koks aus Torfbriketts unter Gewinnung der Nebenerzeugnisse in Retorten, die in bekannter Weise aus einem gemeinsamen Vorraum gespeist werden, vor welchem ein Füllraum mit wechselweise sich schließenden und öffnenden, luftdicht abschließenden Schiebern liegt.
ίο Die Erfindung besteht darin, daß Gas und Luft, die beim Öffnen der Schieber in den Füllraum eindringen, mittels einer Luftpumpe oder einer sonstigen Saugvorrichtung abgesaugt werden, bevor einer der beiden Schieber des Füllraumes geöffnet wird.
Zum Zwecke der Ausführung des Verfahrens können die den Füllraum abschließenden Schieber in ihrer Größe zu den durch sie zu verschließenden Öffnungen so bemessen sein, und durch eine geeignete Vorrichtung, z. B. ein gemeinsames Hebelwerk ο. dgl., so bewegt werden, daß stets der eine Schieber bereits vollständig geschlossen ist, bevor der andere sich öffnet.
Eine Vorrichtung dieser Art ist in beiliegender Zeichnung beispielsweise und schematisch dargestellt, und zwar in
Fig. ι in einem Längenschnitt durch die Mitte, in . .
Fig. 2 in einer Ansicht von hinten, teilweise im Schnitt und in
Fig. 3 in einer Vorderansicht, teilweise im Schnitt. .
Die Einrichtung und Wirkungsweise der' Vorrichtung ist im wesentlichen folgende:
Die Torfbriketts werden durch den Trichter α in den Füllraum b eingeführt, nachdem der obere Schieber c geöffnet worden ist. Dieser Schieber c steht durch eine Stange d mit dem unteren Schieber e des Füllraumes b zwangläufig so in Verbindung, daß jedesmal der untere Schieber e geschlossen ist, wenn der obere die Einfüllöffnung frei gibt und umgekehrt.
Die Bewegung der Schieber erfolgt vermittels eines doppelarmigen Hebels f von einer Kurvenscheibe g aus, die durch eine Seil- oder Riemenscheibe h von irgendeiner Kraftquelle aus angetrieben wird.
Ist der Füllraum b gefüllt, so erfolgt die Umstellung der Schieber, worauf die Briketts in den Vorraum i fallen und diesen ziemlich bis zum oberen Rand der obersten Retorte / anfüllen..
Von dem Raum i aus werden die Briketts absatzweise durch Kolben k in die Retorten / eingestoßen, von denen im dargestellten Ausführungsbeispiel sechs vorhanden sind. DieKolben k werden abwechselnd vermittels Kurbelgetriebe o. dgl. durch die Riemenscheibe h angetrieben. Die Retorten werden von den, von der Feuerung m ausgehenden Feuergasen in bekannter Weise, umspült und beheizt. Hierdurch findet in den Retorten eine trockene Destillation statt, die sich bei der Einhaitung einer bestimmten Temperaturhöhe in etwa 45 Minuten vollzieht.
Der Antrieb für die Kolben k und die Schieber c und e ist so geregelt, daß etwa in derselben Zeit, in der der Füllraum b ein-
mal geöffnet und wieder geschlossen wird, jeder Kolben einen Hub macht. Ist der Vorraum i entsprechend größer gehalten, so können auch mehrere Kolbenhübe auf je eine Füllung entfallen.
Die entwickelten Gase ziehen von der Vorderseite der Retorten durch den Vorderräum i nach oben und durch die Vorlage η ab, und zwar nach der Verwendungsstelle · oder zu
ίο einem Sammelbehälter; dabei kann eine weitere Reinigung stattfinden.
Beim Durchstreichen des Vorraumes i umspülen die Gase die frischen Briketts und nehmen von diesen Gase und Dämpfe mit, welche sonst in die Retorten gelangen, sich dort zersetzen und dadurch den Koks verschlechtern wurden.
Am Boden der Vorlage η sind Querwände 0 angeordnet, an welchen'sich die Nebenerzeug-
nisse, z. B. Teer, Öle u. dgl., ansammeln, um von hier auf bekannte Weise abgeführt und weiter verarbeitet zu werden. ■ Das erhaltene Gas ist gleich vorteilhaft zu Leuchtzwecken, wie auch zu Heiz- und Kraftzwecken zu verwenden.
Der in den Retorten I verbleibende Torfkoks wird absatzweise durch die frischen Beschickungen nach hinten gedrängt und fällt durch Räume ρ in mit einer Förderschnecke q ausgestattete und von einem Kühlwasserbehälter r umgebene Rinnen s. Aus diesen gelangt der Koks in einen durch einen Schieber t verschlossenen Raum u, von wo er nach Bedarf in einen untergestellten Wagen abgelassen und wegbefördert wird. Der Betrieb ist also ein durchaus fortlaufender und vollzieht sich unter Luftabschluß, wodurch verhindert wird, daß der Koks weich wird. Der gewonnene Torfkoks ist steinhart und kann mit Erfolg als Ersatz für Anthrazitkohle benutzt werden.
Um Gasverluste zu vermeiden, wird bei jedesmaliger Neufüllung des Füllraumes b das in diesem eingedrungene Gas abgesaugt.
Zu diesem Zwecke kann vorteilhaft den beiden Schiebern c und e ein Antrieb in der Weise gegeben werden, daß der untere Schieber e zuerst geschlossen wird, bevor der obere Schieber c geöffnet wird und umgekehrt, so daß der Füllraum b für eine gewisse Zeit gänzlich geschlossen ist, in welcher Zeit das Absaugen des Gases erfolgen kann.

Claims (2)

Patent-Ansprüche:
1. Verfahren zur Erzeugung von Gas und Koks aus Torfbriketts unter Gewinnung der Nebenerzeugnisse in Retorten, die aus einem gemeinsamen Vorraum, vor dem ein Füllraum mit wechselweise sich schließenden und öffnenden luftdicht abschließenden Schiebern liegt, gespeist werden, dadurch gekennzeichnet, daß Gas und Luft, die beim öffnen der Schieber in den Füllraum eindringen, mittels einer Luftpumpe oder sonstigen Saugvörrichtung abgesaugt werden, bevor einer der beiden Schieber des Füllraumes geöffnet wird.
2. Schieberanordnung zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die den Füllraum abschließenden Schieber in ihrer Größe zu den durch sie zu verschließenden Öffnungen so bemessen sind, und durch ein gemeinsames Hebelwerk o. dgl. so bewegt werden, daß stets der eine Schieber bereits vollständig geschlossen ist, bevor der andere sich öffnet.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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