DE196450C - - Google Patents

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DE196450C
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DE
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oil
sprue
bearing housing
spindle
level
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DENDAT196450D
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English (en)
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Classifications

    • DTEXTILES; PAPER
    • D01NATURAL OR MAN-MADE THREADS OR FIBRES; SPINNING
    • D01HSPINNING OR TWISTING
    • D01H7/00Spinning or twisting arrangements
    • D01H7/02Spinning or twisting arrangements for imparting permanent twist
    • D01H7/04Spindles
    • D01H7/20Lubricating arrangements

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Sealing Of Jars (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- M 196450 KLASSE AJe. GRUPPE
PLATT BROTHERS AND COMPANY LIMITED und JOHN DODL) in OLDHAM (Lanc, Engl.).
Patentiert im Deutschen Reiche vom 28. März 1906 ab.
Man hat bereits die Lager von Ringspindeln
■ für die Zuführung von Schmieröl mit seitlich abgezweigten Eingußstutzen ausgestattet, die mit dem Hohlraum des Spindellagers in Verbindung standen. Der Ölstand im Spindellager entsprach dabei stets dem Stand im Einguß, da auf beiden atmosphärischer Druck lastete. Man mußte also dem Einguß eine Höhe geben, die mindestens dem höchsten Ölstand entsprach, der unter Umständen im Spindellager erwünscht sein könnte. Wenn ferner der Ölstand gesunken war, so konnte man ihn nur durch entsprechendes Nachfüllen von Öl in den Einguß wieder heben.
Gemäß der Erfindung wird die Erzielung eines über dem Rand des Eingusses liegenden Ölstandes, sowie ein wiederholtes Heben des Ölstandes im Spindellager auf die zur Schmierung erforderliche Höhe ohne Nachfüllen von Öl, durch Benutzung eines als Stopfen oder Kappe ausgebildeten Verschlußkörpers ermöglicht, der so in oder auf den Eingußstutzen paßt, daß er beim Ein- bzw. Aufschieben zunächst in oder auf dem Stutzen unter genügend dichtem Schluß gleitet, um ein Entweichen von Luft um den Stopfen herum fast völlig zu verhindern, während er am Ende der Bewegung durch Aufeinandertreffen kegeliger Flächen einen luft- und öldichten Abschluß schafft. Hierdurch wird die Luft über dem Öl verdichtet oder ein Druck unmittelbar auf das Öl ausgeübt und dieses auch dann noch mit pumpenartiger Wirkung auf einen über den Stand im Stutzen liegenden Stand im Lagergehäuse gedrückt und dann infolge des dichten Abschlusses dauernd auf dieser Höhe gehalten, wenn der Verschlußkörper mit dem Öl nicht mehr in dauernder Berührung steht.
Man kann somit den Eingußstutzen niedriger halten, als dem Ölstand im Spindellager entspricht, und wenn der Ölstand gesunken ist, diesen ohne Nachfüllen von Öl durch Verdichten von Luft zwischen dem Stopfen bzw. der Klappe und der Oberfläche des Öles im Einguß \vieder auf die gewünschte Höhe bringen.
Der Stopfen usw. wird zweckmäßig so gestaltet, daß er z. B. während drei Vierteln der Bewegung unter ziemlich dichtem Abschluß in oder auf dem Eingußstutzen gleiten kann, während am Ende der Bewegung die kegeligen Flächen einen luft- und öldichten Abschluß schaffen. Trotz des anfänglich undichten. Schlusses zwischen Stopfen und Einguß kann bei seinem Aufbringen das Öl wegen seiner Viskosität nicht durch den engen Spalt ausfließen, wenn die inneren Durchgänge, durch die es nach dem Spindellager aufsteigen muß, verhältnismäßig weit sind. Der Stopfen wirkt somit ganz wie ein dichtgehender KoI-ben und treibt das Öl entweder durch unmittelbaren Druck auf seine Oberfläche oder durch Verdichten der etwa über dieser stehenden Luft im Lagergehäuse auf einen höher als das Ende des Eingusses liegenden Stand, ohne daß Öl über den Rand des Stutzens austritt. Durch
den am Ende der Bewegung des Stopfens entstehenden luft- und öldichten Abschluß wird dieser hohe Stand des Öles im Lagergehäuse dauernd gewahrt.
Wenn das Öl im Lagergehäuse durch die Arbeit der Spindel zum Teil aufgebraucht ist, kann der Stopfen herausgezogen werden. Bei seiner Wiedereinführung wird dann die eingeschlossene Luft durch die Wirkung 'des
ίο Stopfens zusammengedrückt und drückt wieder öl in das Lagergehäuse. Man kann dies bei Bedarf wiederholen und auf diese Weise das im Einguß enthaltene öl als einen Vorrat verwerten, "um das teilweise entleerte Lagergehäuse neu zu füllen.
Die Fig. 1 und 2 der Zeichnung stellen eine Ausführungsform einer mit der Erfindung ausgestatteten Spindel im senkrechten Schnitt nach A-A (Fig. 2) bzw. in der Draufsicht dar.
Fig. 3 ist ein senkrechter Schnitt durch die Lagerbüchse ebenfalls nach der Linie A-A (Fig. 2). Bei Fig. 1 verschließt der Stopfen den Einguß, während bei Fig. 3 der Stopfen gerade mit seinem Ende in die Mündung des Eingusses eingeführt ist. Die Fig. 4 und 5 veranschaulichen den Stopfen für sich im Längsschnitt nach B-B (Fig. 5) und in der Oberansicht. Fig. 6 ist ein senkrechter Schnitt durch das Lager der Spindel nach der Linie C-C der Fig. 1 und Fig. 7 eine Draufsicht derselben.
Die Fig. 8 und 9 sind Schnitte, entsprechend den Fig. 1 und 3, durch eine Vorrichtung, bei welcher der Stopfen durch eine Kappe ersetzt ist, während die Fig. 10 und 11 die Kappe im senkrechten Schnitt und in der Draufsicht darstellen.
Die Spindel α dreht sich in einer Lagerbüchse b, die durch einen im Lagergehäuse c angeordneten federnden Keilw gegen Drehung gesichert ist. Das Lagergehäuse ist mit einem Ölbehälter versehen und an einer Spindelschiene d gelagert, in der es mittels einer Mutter e befestigt ist. Durch die Mutter e wird eine ringförmige Unterlegsscheibe / festgehalten, an der der Hakan g zum Halten der Spindel befestigt ist. Die Büchse b ist mit Schlitzen / versehen, um den Zutritt des Öles vom Ölbehälter im Lager c zu dem Fußlager und der Büchse der Spindel α zu erleichtern. Aus den Fig. 1 und 3 ist zu ersehen, daß das Ende des Eingußstutzens h des Lagers c leicht kegelig gestaltet ist, und daß der Stopfen i entsprechende Kegelform besitzt. Die Kegelform ist so gewählt, daß der Stopfen i bei seiner Einführung in den Stutzen h zuerst etwas frei in demselben gleiten kann, wobei er aber doch so dicht geht, daß er wie ein Pumpenkolben die zwischen ihm und dem Öl befindliehe Luft zusammendrückt bzw. das öl vor sich her schiebt, wodurch der Stand des Öles im Lagergehäuse gehoben wird, während am Ende der Bewegung die kegelige Außenfläche des Stopfens sich gegen die Wand des Stutzens h dicht anlegt und so hineingedrückt werden kann, daß ein luft- und öldichter Abschluß entsteht und das Öl im Lagergehäuse dauernd auf dem über dem Stand im Einguß liegenden erhöhten Stand gehalten wird.
Um das Einführen und Herausnehmen des Stopfens zu erleichtern, ist er am oberen Ende mit einer quadratischen öffnung zur Aufnahme eines entsprechenden Ansatzes eines Schlüssels oder Griffels versehen, so daß man ihn beim Einführen und Herausnehmen drehen oder in anderer Weise bewegen kann. Hierbei kann mittels des Schlüssels und des Zeigefingers der ihn haltenden Person der Stopfen bequem aus dem Einguß herausgenommen werden. Wenn in dem Einguß bis zu einer -geeigneten Höhe öl eingefüllt ist, so kann durch Einführung des Stopfens i der Stand des Öles in dem Lagergehäuse c durch den als Kolben wirkenden Stopfen zu einem noch höheren Stand im Lagergehäuse gehoben werden, und durch Herausnehmen und Wiedereinführen des Stopfens kann man den Ölstand im Lagergehäuse durch Verdichten der über dem Öl im Eingußstutzen stehenden Luft wiederum heben, wenn er sich durch die Arbeit der Spindel gesenkt hat.
Es ist selbstverständlich, daß man dem Einguß und dem Stopfen auch andere Formen geben kann. Beispielsweise kann man der Öffnung des Eingußrohres und dem Stopfen zum Teil zylindrische Gestalt geben und sie mit kegeligen Flächen zur Erzielung des luft- und öldichten Abschlusses versehen.
Bei der Einrichtung gemäß Fig. 8 und 9 ist die Außenfläche des Eingußstutzens gegenüber der in Verbindung- mit ihm verwendeten Kappe I so gestaltet, daß bei der ersten Bewegung beim Aufsetzen der Kappe L das öl im Lagergehäuse durch Verdichtung der Luft über dem Öl im Eingußstutzen hochgedrückt wird, während beim letzten Teil der Bewegung der Kappe ein luft- und öldichter Abschluß erzeugt wird. Zu diesem Zwecke ist die Außenfläche des Eingußstutzens so gestaltet, daß' z. B. während drei Vierteln der Gleitbewegung die Kappe auf dem Stutzen frei, aber unter ziemlich dichtem Schluß gleiten kann, so daß die Luft in dem Stutzen zusammengedrückt und Öl im Lagergehäuse hochgedrückt wird, während am Ende der Bewegung leicht kegelige Flächen aneinander zur Anlage kommen, die einen luft- und öldichten Abschluß ergeben, so daß der Spiegel des Öles in dem Einguß in der Lage gehalten wird, in die er durch Aufsetzen der Kappe I auf den Stutzen h niedergedrückt wurde. Die Kappe I und der Eingußstutzen wirken also ebenfalls wie eine Pumpe,
die, obgleich das Öl nicht mit der Kappe in Berührung steht, den Stand des Öles in dem Lagergehäuse über den Stand des Öles in dem Eingußstutzen hebt und auf diesem Stand hält.
Im übrigen stimmt die in den Fig. 8 und 9 dargestellte Anordnung mit derjenigen nach den Fig. 1, 2 und 3 überein.
Wenn der Stopfen aus dem Eingußstutzen herausgenommen wird, so kann man sich leicht davon überzeugen, ob der Ölbehälter neu gefüllt werden muß. Man kann dann während des Ganges der Maschine Öl nachfüllen oder das verunreinigte Öl und den Schmutz, der sich im unteren Teil des Ölbehälters angesammelt hat, entfernen.
Die Verwendung der Eingußstutzen und Stopfen oder Kappen in der oben angegebenen Weise ermöglicht es, einen Stand des Öles in dem Lagergehäuse einer Spindel derjenigen Art, auf die sich diese Erfindung bezieht, zu erhalten, der höher ist, als der äußere Eingußstutzen des Lagergehäuses, so daß die Erfindung die Möglichkeit gibt, entweder den Stand des Öles im Lagergehäuse gegenüber der Höhe des Eingußstutzens zu heben, oder einen kürzeren Eingußstutzen unter Beibehaltung des bisherigen Standes des Öles bei Spin-, dein dieser Art zu verwenden.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Hydrostatisch geschmierte Ringspindel, bei welcher das Lagergehäuse mit einem Einguß zum Füllen und Entleeren von Öl versehen ist, dadurch gekennzeichnet, daß ein als Stopfen (k) oder als Kappe (I) ausgebildetes Verschlußstück so in oder auf den Eingußstutzen paßt, daß wiederholt beim jedesmaligen Abschluß des Eingusses das ölniveau im Spindellagergehäuse auf die zur Schmierung der Spindel erforderliche Höhe auch dann noch gebracht wird, wenn das Verschlußstück mit dem Öl nicht mehr in dauernder Berührung steht.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
DENDAT196450D Active DE196450C (de)

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