DE19643003A1 - Elektrolytisches Verfahren zur Herstellung von Zink - Google Patents
Elektrolytisches Verfahren zur Herstellung von ZinkInfo
- Publication number
- DE19643003A1 DE19643003A1 DE19643003A DE19643003A DE19643003A1 DE 19643003 A1 DE19643003 A1 DE 19643003A1 DE 19643003 A DE19643003 A DE 19643003A DE 19643003 A DE19643003 A DE 19643003A DE 19643003 A1 DE19643003 A1 DE 19643003A1
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- zinc
- current
- electrolyte
- hydrogen
- electrolysis
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Withdrawn
Links
Classifications
-
- H—ELECTRICITY
- H01—ELECTRIC ELEMENTS
- H01M—PROCESSES OR MEANS, e.g. BATTERIES, FOR THE DIRECT CONVERSION OF CHEMICAL ENERGY INTO ELECTRICAL ENERGY
- H01M4/00—Electrodes
- H01M4/02—Electrodes composed of, or comprising, active material
- H01M4/36—Selection of substances as active materials, active masses, active liquids
- H01M4/38—Selection of substances as active materials, active masses, active liquids of elements or alloys
- H01M4/42—Alloys based on zinc
-
- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C25—ELECTROLYTIC OR ELECTROPHORETIC PROCESSES; APPARATUS THEREFOR
- C25C—PROCESSES FOR THE ELECTROLYTIC PRODUCTION, RECOVERY OR REFINING OF METALS; APPARATUS THEREFOR
- C25C1/00—Electrolytic production, recovery or refining of metals by electrolysis of solutions
- C25C1/16—Electrolytic production, recovery or refining of metals by electrolysis of solutions of zinc, cadmium or mercury
-
- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C25—ELECTROLYTIC OR ELECTROPHORETIC PROCESSES; APPARATUS THEREFOR
- C25D—PROCESSES FOR THE ELECTROLYTIC OR ELECTROPHORETIC PRODUCTION OF COATINGS; ELECTROFORMING; APPARATUS THEREFOR
- C25D3/00—Electroplating: Baths therefor
- C25D3/02—Electroplating: Baths therefor from solutions
- C25D3/22—Electroplating: Baths therefor from solutions of zinc
-
- Y—GENERAL TAGGING OF NEW TECHNOLOGICAL DEVELOPMENTS; GENERAL TAGGING OF CROSS-SECTIONAL TECHNOLOGIES SPANNING OVER SEVERAL SECTIONS OF THE IPC; TECHNICAL SUBJECTS COVERED BY FORMER USPC CROSS-REFERENCE ART COLLECTIONS [XRACs] AND DIGESTS
- Y02—TECHNOLOGIES OR APPLICATIONS FOR MITIGATION OR ADAPTATION AGAINST CLIMATE CHANGE
- Y02E—REDUCTION OF GREENHOUSE GAS [GHG] EMISSIONS, RELATED TO ENERGY GENERATION, TRANSMISSION OR DISTRIBUTION
- Y02E60/00—Enabling technologies; Technologies with a potential or indirect contribution to GHG emissions mitigation
- Y02E60/10—Energy storage using batteries
Landscapes
- Chemical & Material Sciences (AREA)
- Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
- Electrochemistry (AREA)
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Materials Engineering (AREA)
- Metallurgy (AREA)
- Organic Chemistry (AREA)
- General Chemical & Material Sciences (AREA)
- Battery Electrode And Active Subsutance (AREA)
- Electrolytic Production Of Non-Metals, Compounds, Apparatuses Therefor (AREA)
Description
Die Erfindung betrifft ein elektrolytisches Verfahren zur
Herstellung von Zink aus einem Elektrolyten, der im
wesentlichen frei von Kupfer, Kobalt, Germanium und
Antimon ist.
Zink ist ein Massenmetall und wird in der Größenordnung
von etwa 7 000 000 Tonnen pro Jahr weltweit hergestellt.
Etwa 80% dieser Menge werden über den hydro-metallurgi
schen Weg produziert, d. h., daß die eigentliche Zinkher
stellung durch eine Elektrolyse erfolgt. Da Zink ein uned
les Metall ist, liegt es in der Natur der Elektrochemie,
daß bei einer derartigen Elektrolyse die Gefahr der
Wasserstoffabscheidung an Stelle der Zinkabscheidung gege
ben ist. Dies ist selbstverständlich unerwünscht, da die
Wasserstoffabscheidung elektrischen Strom verbraucht, der
dafür aufgewendet werden muß, ohne daß dafür das
erwünschte Metall erhalten wird.
Obwohl, wie bereits gesagt, das Normalpotential des Zn mit
- 0,76 V unedler als das des Wasserstoffs ist, ermöglicht
die hohe Wasserstoffüberspannung an Al-Kathoden sowie an
dem bereits abgeschiedenen Zn bei der Wahl der geeigneten
Elektrolysebedingungen eine störungsfreie Abscheidung des
Zn mit hoher Stromausbeute. Die wichtigsten Einflußgrößen
zur Erhöhung der Wasserstoffüberspannung sind steigende
Stromdichte, sinkende Temperatur, hohe Reinheit des
Elektrolyten, abnehmende Wasserstoffionenkonzentration,
glatte Kathodenflächen und Zusätze von Kolloiden.
Es ist bekannt, daß bestimmte Verunreinigungen bei der
Zinkelektrolyse die Wasserstoffabscheidung fördern oder,
was damit gleichbedeutend ist, die Stromausbeute bei der
Zinkerzeugung herabsetzen. Es wird dann mehr Strom ver
braucht, als an sich notwendig wäre, wodurch die Zinkelek
trolyse rasch an den Rand der Rentabilität gelangt. Es
werden daher auch gemäß dem Stand der Technik diese schäd
lichen Verunreigungen, die aus dem Zinkerz bzw. dem
Konzentrat mit in die Elektrolyse eingeschleppt werden,
soweit wie irgendmöglich aus dem Elektrolysebad entfernt.
Solche Verunreinigungen sind beispielsweise Kupfer,
Kobalt, Germanium, Antimon und andere.
Die Erfindung ging nun von der Überlegung aus, daß es
nicht nur Verunreinigungen geben könnte, die, wie oben
geschildert, die Elektrolyseausbeute verschlechtern,
sondern daß es auch Zuschlagstoffe geben könnte, durch die
der Wirkungsgrad der Elektrolyse verbessert werden kann.
Es wurde dabei besonderes Augenmerk auf Elemente gelegt,
die eine hohe Wasserstoffüberspannung besitzen. Dabei
wären, wie aus der Tafelgeraden, Fig. 1, ersichtlich,
Quecksilber, Blei und Kadmium hervorragende Kandidaten,
die jedoch aufgrund ihrer hohen Toxizität für eine wirt
schaftliche Nutzung nicht sinnvoll in Frage kommen.
Es ist dabei die letztendliche Nutzung des hergestellten
Zinks zu bedenken, das als Korrosionsschutz für Eisenge
genstände und bei der Batterieherstellung verwendet wird.
Bei beiden Anwendungsgebieten bemüht man sich seit Jahren,
den Gehalt an giftigen Stoffen zu reduzieren oder über
haupt zu eliminieren, so daß das Einbringen derartiger
Stoffe in den Herstellungsprozeß eines Grundmaterials für
diese Verwendungszwecke ausgeschlossen ist.
Es ist aus der EP 0 384 975 A1 bekannt, der Zinkanode
eines galvanischen Primärelementes statt der üblichen
giftigen Zusätze Quecksilber und Cadmium eine Kombination
von Magnesium und/oder Lithium gemeinsam mit Indium
und/oder Wismut zuzusetzen. Mit der elektrolytischen
Gewinnung des Zinks hat dies nichts zu tun.
Aus der EP 0 503 286 A1 ist es bekannt, die Zinkanode
einer Zink-Alkaline-Zelle mit einem Gehalt an Indium und
einer wismuthältigen Beschichtung zu Verwenden, ohne daß
dabei auf die Gewinnung des Zinks eingegangen wird.
Erfindungsgemäß ist entsprechend dem kennzeichnenden Teil
des Anspruches 1 bei einem Verfahren der eingangs
definierten Art vorgesehen, daß dem Elektrolyten Indium
und/oder Bismut zugesetzt werden. Vorteilhafte
Ausgestaltungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen
definiert.
Aufgrund obiger Überlegungen wurden die Elemente Zinn,
Indium und Bismut wegen ihrer Stellung im Periodensystem
und ihrer günstigen Lage in der Spannungsreihe, bzw.
soweit dort angegeben, in der Tafelgeraden (Fig. 1) ausge
wählt.
Ihre Eignung als Zusatzelemente bei Zinkbatterien
wurden - wie bereits zuvor kurz angesprochen - durch eine weitere
Versuchsreihe überprüft. Es läßt sich das Abscheideverhal
ten von Metallen und Wasserstoff durch Aufnahme von Strom
dichte-Potential-Kurven ermitteln: Je edler das Potential
des Metalles gegenüber dem von Wasserstoff ist, desto
weiter links liegt seine Linie von der Wasserstofflinie
und umso höher ist die Stromdichte sowohl bei der elektro
lytischen Abscheidung, als auch bei der gegenläufigen
Reaktion in Batterien, der Entladung, da sich kaum Wasser
stoff mitabscheidet. Je weiter sich die Kurve nach rechts
verschiebt, d. h. je unedler das Potential des Metalles
ist, desto mehr Wasserstoff entlädt sich. Dieser Vorgang
läßt sich nur durch Steigerung der Stromdichte mildern.
Verläuft die Kurve rechts der Wasserstofflinie, so schei
det sich bei üblichen Stromdichten nur Wasserstoff ab.
Als Reaktionsgefäß diente ein zylindrisches Gefäß mit
einem Volumen von 500 ml, das über einen Zu- und Ablauf
mit einem größeren Gefäß von 1 l Inhalt verbunden war. So
konnte eine möglichst gleichmäßige Elektrolytzusammenset
zung gewährleistet werden. Eine säurefeste Kreiselpumpe
sorgte für einen konstanten Umlauf von 23 ml/min. Durch
den Elektrolytkreislauf und die relativ große Elektrolyt
menge gegenüber der kleinen Kathodenfläche konnten die
Bedingungen als konstant angenommen werden.
Die Temperatur wurde durch eine Heizplatte konstant auf
35°C +/- 1°C gehalten. Als Kathode wurden die Zn-Bleche
aus den Elektrolyseversuchen, wie auch reines Zn und eine
Zn-Anode einer gängigen Rundbatterie eingeschmolzen und
auf eine Größe von 2 × 3 cm vergossen. Die Plättchen
wurden an der kürzeren Seite gebohrt und 1 cm tief in das
Bad eingetaucht. Auf diese Weise entstanden Kathoden mit
einer Abscheidefläche von 4 cm². Die unteren Kanten der
Kathoden wurden abgerundet, um das Festsetzen von Wasser
stoffbläschen zu verhindern. Die beiden Anoden bestanden
aus Pb-Ag-Legierungen (PbAg 0,5) und waren parallel im
Abstand von je 20 mm angeordnet.
Die Stromführung erfolgte wieder über 2 Stromschienen aus
Kupfer, an welchen mit Klemmkontakten die ebenfalls
kupfernen Elektrodenstangen befestigt waren. Ein Glasröhr
chen, welches vorne spitz zur Kapillare zusammenlief,
diente als Stromschlüssel, der die Kontamination der
Bezugselektrode durch schädliche Fremdionen verhindern
sollte. Das ionenleitende Gel war durch 2 Fritten einer
seits von der Bezugselektrode und andererseits vom Elek
trolyten getrennt. Dieses Gel wurde aus destilliertem
Wasser, Agar-Agar-Pulver und Zugabe von K₂SO₄ hergestellt.
Als Bezugselektrode wurde wegen der sulfathältigen Lösung
eine Hg/HgSO₄-Elektrode verwendet.
Zusätzlich zum Potentialabfall in der Doppelschicht einer
stromdurchflossenen Zelle kam es über den ohm′schen Wider
stand des Elektrolyten zwischen der Spitze der Lugginka
pillare und der Arbeitselektrode zu einem zusätzlichen
Potentialabfall. Dieser ohm′sche Potentialabfall war pro
portional dem fließenden Strom und wurde mit der Methode
der Abstandsvariation korrigiert. Dabei wurde das Poten
tial für verschiedene Abstände zwischen Kapillare und
Elektrode gemessen und graphisch auf den Abstand Null
extrapoliert.
Die von einem Potentio-Galvano-Scan ausgehenden Eingangs
ströme wurden für eine leichtere Darstellung und Weiter
verarbeitung der Daten mit Hilfe eines Logarithmic-Output-
Current-Sink in Spannungssignale umgewandelt. Dabei
entsprachen Eingangsströme zwischen 0,01 und 200 mA einem
Bereich von -2 bis +5 V. Dadurch war es möglich Strom
dichte-Potential-Kurven in Form von Tafelgeraden über
größere Potentialbereiche aufzunehmen, wenn die zu regi
strierenden Zellströme über mehr als 3 Zehnerpotenzen
gingen. Denn damit wurde eine logarithmisch komprimierte
Stromachse zur Auflösung notwendig. Der obere Grenzstrom
betrug dabei 1 A. Es konnten Spannungen zwischen 0 und
10 V, Ströme bis zu 40 mA und Thermospannungen direkt in
°C gemessen werden.
Noch bevor den einzelnen Versuchsreihen die Elemente Sn,
In und Bi zugegeben wurden, wurden auf der Anlage so lange
Reinversuche gefahren bis eine annähernd konstante
Stromausbeute von 97% und ein dabei auftretender spezifi
scher Energieverbrauch von 2,6 kWh/kg gewährleistet war.
Es wurden Elektrolyseversuche mit konstanter Stromdichte
i = 400 A/m² bei steigender Verunreinigungskonzentration
(conz), sowie Versuche mit konstanter Verunreinigungskon
zentration bei steigender Stromdichte durchgeführt.
Bei der Zugabe von Sn zum Elektrolyten kam es bis zu
Gehalten von 20 mg/l zu einem relativ raschen Abfall der
Stromausbeute auf 80% und analog dazu zu einem Anstieg
des spezifischen Energieverbrauches auf 3,1 kWh/kg Zn. Ab
Gehalten von 20 mg/l blieben sowohl Stromausbeute als auch
spezifischer Energieverbrauch annähernd konstant.
Der Grund für dieses Verhalten, gerade im Bereich von
0-20 mg Sn/l lag in der Änderung der bevorzugten
Kristallorientierung des Zn-Niederschlages, welche laut
Literatur bei einer Grenzkonzentration von 2 mg Sn/l
eintritt. Weiters bewirkte der Sn-Gehalt eine Senkung des
Potentials für den Zn-Niederschlag, resultierend aus einer
Depolarisation der Reaktion. Die Oberfläche des Zn-
Niederschlages wurde durch die Sn-Zugabe sehr eben, glatt
und hatte ein samtiges Aussehen. Da Sn von Anfang an
aufgrund seines sichtbar negativen Einflusses als
Zusatzelement in die Zn-Elektrolyse ausschied, wurden hier
keine Versuche mit variabler Stromdichte angeschlossen.
Die Beimengung von In erfolgte in einem Bereich bis
500 mg/l. Im Bereich bis 30 mg/l kam es zu einem Abfall
der Stromausbeute auf 96,3%. Danach erfolgte wieder eine
Zunahme der Stromausbeute auf das Maximum von 98,5% bei
Gehalten von 260 - 270 mg In/l. Danach fiel die Stromaus
beute wieder ab, bewegte sich aber immer bei Werten um
97%. Daraus kann man schließen, daß die In-Zugabe die Zn-
Elektrolyse positiv, jedoch in den größten Bereichen kaum
beeinflußt.
Durch Atomabsorptionsspektrographie konnte nachgewiesen
werden, daß sich In gemeinsam mit Zn abschied und der
Gehalt der Abscheidung mit steigender In-Zugabe anstieg.
Die durchschnittlichen Werte bewegten sich im Bereich von
50-60 ppm. Analog dazu verhielt sich der Einfluß auf den
spezifischen Energieverbrauch. Er verlief über den
gesamten Versuchsraum relativ konstant und hatte nur beim
Maximum der stromausbeute ein ausgeprägtes Minimum von
2,55 kWh/kg.
Die Beschaffenheit der Oberfläche änderte sich, wobei die
Oberfläche keine so grobe Porenausbildung wie beim Rein-Zn
aufwies, allerdings stieg mit steigendem In-Gehalt die
Anzahl der Poren an. Außerdem war an der unteren
Kathodenkante eine Tendenz zum Dendritenwachstum
feststellbar. Eine positive Begleiterscheinung, speziell
zur Erzeugung von Zn-Pulver für Batterien, war die zuneh
mende Sprödigkeit der abgeschiedenen Zn-Bleche. Ab einer
In-Zugabe von 100 mg/l brachen die Bleche sofort beim
ersten Biegeversuch. Für die Versuche mit steigender
Stromdichte wurde der In-Gehalt von 265 mg/l gewählt,
welcher in der 1. Versuchsreihe die besten Resultate
erzielte.
Die Stromdichten wurden zwischen 400 und 1000 A/m² vari
iert. Der leichte Abfall der Kurve zwischen 400 und 600
A/m² betrug weniger als 0,2% und lag somit im Bereich der
Ungenauigkeiten. In diesem Bereich kann die Stromausbeute
trotz steigendem spezifischem Energieverbrauch als kon
stant angesehen werden. Ab 400 A/m² stieg die Stromaus
beute stetig an und überschritt bei 1000 A/m² erstmals
99%. Da der spezifische Energieverbrauch gleichzeitig
linear von 2,55 auf 2,76 kWh/kg Zn anstieg, muß in der
Praxis jeder Betrieb einen Kompromiß für die Wahl der
geeigneten Prozeßparameter finden. Eine Veränderung der
Oberfläche war mit freiem Auge nicht feststellbar.
Die Zugabe von Bi brachte wohl die überraschendsten Ergeb
nisse. Bei Zugabe von Bi bis zu Gehalten von 100 mg/l
konnte eine stetige Verbesserung der Stromausbeute, als
auch des spezifischen Energieverbrauches festgestellt
werden. Bei 50 mg/Bi/l betrug die Stromausbeute 99% und
der spezifische Energieverbrauch 2,43 kWh/kg Zn. Ab 100 mg
Bi/l kam es zu einer deutlichen Verschlechterung beider
Ergebnisse und ab 150 mg/l zu einem Steilabfall bis auf
20% Stromausbeute und einer raschen Zunahme des spezifi
schen Energieverbrauches auf 12 kWh/kg bei 200 mg Bi/l.
Bei diesen Gehalten löste sich fast der gesamte Zn-Nieder
schlag wieder auf. Es kam zu einer starken Wasserstoffent
wicklung, was durch heftiges Aufschäumen des Bades im
Kathodenbereich bemerkbar war. Ab 100 mg Bi/l war ein
starkes Dendritenwachstum feststellbar, welches sich mit
steigender Bi-Zugabe von den Kanten her über die gesamte
Oberfläche ausweitete.
Auch bei der 2. Versuchsreihe mit Bi über veränderliche
Stromdichten zeigten sich hier die größten Auswirkungen.
Die Konzentration wurde auf 50 mg/Bi/l festgelegt. Mit
steigender Stromdichte stieg die Stromausbeute enorm an
und erreichte bei 1000 A/m² das absolute Maximum von
100%. Der spezifische Energieverbrauch betrug hier
2,7 kWh/kg. Hier waren anscheinend optimale Elektrolysebe
dingungen geschaffen worden. Die einzig auffallende
Erscheinung an der Oberfläche war eine Vergrößerung der
Poren. Ab 600 A/m² setzte ein leichtes Dendritenwachstum
an der unteren Kathodenkante ein. Die restliche Fläche
blieb jedoch dendritenfrei. Erst ab 1000 A/m² waren über
die gesamte Fläche einige wenige vereinzelte Dendriten
bemerkbar, jedoch nicht in kritischem Ausmaß.
Die Versuche betreffend die Eignung des erfindungsgemäßen
Verfahrens zur Herstellung von Zink, das in Batterien
verwendet wird, hat im Vergleich zu Reinzink und im
Vergleich zu "Batteriezink", das aus einer Batterie
erhalten wurde, zu folgenden Ergebnissen geführt:
Durch Zinngehalt war die Wasserstoffüberspannung um 0,7 V gegenüber dem Batteriezink herabgesetzt, die Brauchbarkeit daher detto.
Durch Zinngehalt war die Wasserstoffüberspannung um 0,7 V gegenüber dem Batteriezink herabgesetzt, die Brauchbarkeit daher detto.
Demgegenüber hatte die Indiumzugabe einen positiven
Einfluß mit deutlich gehemmter Wasserstoffbildung auch
gegenüber dem Batteriezink.
Erstaunlicherweise, im Hinblick auf die Elektrolyseversu
che, hatte die Zugabe von Bismut keinen derartigen positi
ven Effekt, die Werte lagen, je nachdem bei welcher Strom
dichte das Zink gewonnen wurde, unter oder knapp über
denen des Batteriezinks.
Es ist somit bei der erfindungsgemäßen Herstellung von
Zink, das in Batterien verwendet werden soll, darauf zu
achten, daß Indium als Zusatz gewählt wird. Bei anderen
Verwendungen kommt auch und besonders Bismut wegen der
Vorteile bei der Herstellung in Frage.
Claims (5)
1. Elektrolytisches Verfahren zur Herstellung von Zink aus
einem Elektrolyten, der im wesentlichen frei von Kupfer,
Kobalt, Germanium und Antimon ist, dadurch gekennzeichnet
daß dem Elektrolyten Indium und/oder Bismut zugesetzt
werden.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
im Elektrolyten zwischen 225 mg/l und 325 mg/l Indium ent
halten sind.
3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß
im Elektrolyten etwa 270 mg/l Indium enthalten sind.
4. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
im Elektrolyten unter 100 mg/l, bevorzugt etwa 50 mg/l,
Bismut enthalten sind.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch
gekennzeichnet, daß die Stromdichten zwischen 600 A/m² und
900 A/m² betragen.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| AT0173795A AT404259B (de) | 1995-10-18 | 1995-10-18 | Elektrolytisches verfahren zur herstellung von zink |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE19643003A1 true DE19643003A1 (de) | 1997-04-24 |
Family
ID=3519914
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19643003A Withdrawn DE19643003A1 (de) | 1995-10-18 | 1996-10-18 | Elektrolytisches Verfahren zur Herstellung von Zink |
Country Status (2)
| Country | Link |
|---|---|
| AT (1) | AT404259B (de) |
| DE (1) | DE19643003A1 (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE19747328A1 (de) * | 1997-10-27 | 1999-04-29 | Ruhr Zink Gmbh | Verfahren zur Gewinnung von Nichteisenmetallen mittels Elektrolyse |
Family Cites Families (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE3902650A1 (de) * | 1989-01-30 | 1990-08-02 | Varta Batterie | Galvanisches primaerelement |
| JP3215447B2 (ja) * | 1991-03-12 | 2001-10-09 | 三洋電機株式会社 | 亜鉛アルカリ電池 |
-
1995
- 1995-10-18 AT AT0173795A patent/AT404259B/de active IP Right Revival
-
1996
- 1996-10-18 DE DE19643003A patent/DE19643003A1/de not_active Withdrawn
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE19747328A1 (de) * | 1997-10-27 | 1999-04-29 | Ruhr Zink Gmbh | Verfahren zur Gewinnung von Nichteisenmetallen mittels Elektrolyse |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| ATA173795A (de) | 1998-02-15 |
| AT404259B (de) | 1998-10-27 |
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE2841895C2 (de) | ||
| DE2818971C2 (de) | Vorrichtung und Verfahren zur elektrochemischen Gewinnung von Alkalimetall aus einem elektrisch dissoziierbaren Salz desselben und dessen Verwendung | |
| DE3229703C2 (de) | ||
| DE1671455A1 (de) | Elektrochemische Elektrode | |
| DE1912382A1 (de) | Metall-Luft-Element | |
| DE2262660B2 (de) | Nichtwäßriges galvanisches Element | |
| DE69119590T2 (de) | Unlösliche Anode für die Elektrolyse in wässrigen Lösungen | |
| DE2337899C3 (de) | Verfahren zur Herstellung einer negativen Kadmiumelektrode für galvanische Elemente | |
| DE2213347B2 (de) | Verfahren zur Herstellung amalgamierter poröser Zinkelektroden für galvanische Elemente | |
| AT404259B (de) | Elektrolytisches verfahren zur herstellung von zink | |
| DE3821237C2 (de) | ||
| DE102014005755B4 (de) | Verfahren zur Kupferraffinationselektrolyse für die Herstellung von hochreinem Kupfer mit sehr niedrigen Schwefelgehalten | |
| DE1939794C3 (de) | Negative Magnesiumelektrode für galvanische Elemente | |
| DE3225470C2 (de) | ||
| DE2126142C3 (de) | Verfahren zur elektrolytischen Herstellung von Kathodenkupfer | |
| DE9421676U1 (de) | Elektrolysezelle | |
| DE2807980C2 (de) | Galvanisches Element mit negativer Zinkelektrode | |
| DE2728331A1 (de) | Aluminiumlegierung, verfahren zu deren verarbeitung und verwendung dieser legierung | |
| DE1558765B2 (de) | Gleichzeitige elektrolytische herstellung von zinn und mangandioxid | |
| DE4031806C2 (de) | Galvanisches Element mit negativer Zinkelektrode | |
| DE2440620A1 (de) | Nachladbare zinkchlorid-zelle oder -batterie | |
| DE1671755B2 (de) | Galvanisches metall-halogen-element | |
| DE2321465C3 (de) | Unlösliche Anode zum galvanischen Abscheiden von Metallen | |
| DE1558765C (de) | Gleichzeitige elektrolytische Her Stellung von Zinn und Mangandioxid | |
| DE1796305B1 (de) | Verfahren zur elektrolytischen abscheidung von mangandioxiddepolarisator fuer glavanische trockenzellen aus sauren mangan(ii)-salzloesungen |
Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| 8139 | Disposal/non-payment of the annual fee |