DE19642C - Neuerungen in der Verwendung und in der Herstellung von Anstrichfarben zum Schutz gegen Rost - Google Patents

Neuerungen in der Verwendung und in der Herstellung von Anstrichfarben zum Schutz gegen Rost

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DE19642C
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A. RIEGELMANN in Hanau
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    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09DCOATING COMPOSITIONS, e.g. PAINTS, VARNISHES OR LACQUERS; FILLING PASTES; CHEMICAL PAINT OR INK REMOVERS; INKS; CORRECTING FLUIDS; WOODSTAINS; PASTES OR SOLIDS FOR COLOURING OR PRINTING; USE OF MATERIALS THEREFOR
    • C09D5/00Coating compositions, e.g. paints, varnishes or lacquers, characterised by their physical nature or the effects produced; Filling pastes
    • C09D5/08Anti-corrosive paints
    • C09D5/082Anti-corrosive paints characterised by the anti-corrosive pigment
    • C09D5/084Inorganic compounds

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Description

KAISERLICHES
Es ist bekannt, dafs die gewöhnlichen OeI-anstriche dem Eisen und anderen leicht oxydirbaren Metallen nur einen verhältnifsmäfsig geringen Schutz gewähren, weil die Einflüsse der Atmosphäre einerseits· nicht genügend durch sie abgehalten werden, andererseits aber weil die Anstrichmassen selbst meist freie Säuren enthalten oder solche allmälig bilden, w.elche das Eisen veranlassen, unter dem Anstrich zu rosten, so dafs sich trotz Wiederholung des Anstriches eine immer weiter greifende Corrosion unter demselben einzustellen vermag.
Meine Erfindung bezweckt nun die Herstellung von alkalisch wirkenden und auch alkalisch verbleibenden Anstrichen verschiedener Art, indem denselben ein Zusatz von Magnesia (Dolomit), Baryt und Strontian in kaustischem und wasserfreiem Zustande gemacht wird. Diese Körper werden z. B. der gewöhnlichen Leinölfarbe kalt zugemischt, so dafs eine Verseifung nur in geringem Mafse stattfinden kann und so stets eine alkalische Wirkung der Anstrichdecke verbleibt, um die Kohlensäure und andere sauren Gase, sowie die Feuchtigkeit der Atmosphäre vom Metall abzuhalten und so das Rosten zu verhüten. Durch die alkalischen Zusätze soll in der Anstrichmasse sowohl jede vorhandene freie Säure neutralisirt werden als auch freies Alkali im Ueberschufs verbleiben, um rostschützend functioniren zu können. Die Erhaltung der alkalischen Wirkung wird nun noch dadurch befördert, dafs die alkalischen . Erden stets eingehüllt in Kohlenwasserstoffe (Mineralöle oder Paraffin) dem Anstrich einverleibt werden.
Der Rostschutz wird also, je nach dem Zweck seiner Verwendung, zusammengesetzt wie folgt:
I.
Fester Anstrich für Eisen und andere Metalle, der im Freien Schutz gegen Oxydation gewährt.
Ich nehme zu diesem Zweck die gewöhnliche Anstrichfarbe, welche aus gekochtem Leinöl unter Zusatz von schweren Metalloxyden etc. hergestellt ist, und mische kalt ungefähr 10 pCt. gebrannter Magnesia, Baryt oder Strontian zu, welcher Zusatz mit dem gleichen Gewichtsquantum leichten Mineralöles vorher angerieben worden ist.
II.
Anstrich, um Eisen und andere Metalle rostfrei in der Erde und in Berührung mit Feuchtigkeit zu erhalten, z. B. für Röhrenleitungen, eisernen Oberbau bei Eisenbahnen, Wasserbehälter, Schiffsböden u. s. w.
Zu diesem Zwecke schmelze ich 100 Theile Fichtenharz und 25 Theile Guttapercha in 50 Theilen Paraffin. Der so erhaltene Harzkörper wird alsdann in Mineralöl zur Consistenz einer Anstrichmasse aufgelöst; in dieser werden endlich 20 Theile gebrannte Magnesia in der Kälte zugemischt. Statt Magnesia werden auch, je nach den Verhältnissen, gleiche Mengen Aetzbaryt zugeführt. Nach dem Zusatz der Magnesia u. s. w. wird die dadurch zu dick gewordene Masse mit Mineralöl wieder so weit verdünnt, dafs sie sich mit dem Pinsel streichen läfst.
III.
Um blanke eiserne Maschinenteile oder sonstige Eisen- oder Stahlkörper aufzubewahren und, gegen Rost geschützt, versenden zu können, wird der Rostschutz in solcher Beschaffenheit dargestellt, dafs derselbe von den Metallflächen wieder leicht abgewischt werden kann, er darf also hier nicht eintrocknen. Zu diesem Zweck wird die Anstrichmasse aus Vaselin (Petroleumgallerte) oder schweren Mineralölen dargestellt, unter Zusatz von 20 bis 30 Theilen gebrannter Magnesia auf 100 Theile der genannten Substanzen. Hat der bezügliche Anstrich nun kurze Zeit zu dienen, so werden statt Magnesia dieselben Mengen von gebranntem Dolomit genommen.
IV.
Zur Verpackung bezw. Einhüllung von blanken Eisenkörpern benutze ich da, wo ein directer Anstrich mit der unter III. bezeichneten Masse nicht thunlich ist (wie z. B. bei feinem Draht, Kettchen, Feilen u. s. w.), Papier, Leinwand, oder Baumwollenzeug, auf welche der unter III. angegebene Rostschutz auf eine Seite aufgetragen ist, während die untere Seite durch Anstreichen mit Chromleimlösung wasserdicht gemacht wird.

Claims (2)

Patent-An Sprüche:
1. Das Verfahren der Herstellung von Anstrichmassen in der unter I., IL und III. bezeichneten Weise, insbesondere der Zusatz kaustischer und wässerfreier Magnesia, Strontian, Baryt in Verbindung (Einhüllung) mit Kohlenwasserstoffen (Mineralöle, Paraffin) zu den bekannten Anstrichmassen, und zwar derart, dafs die kaustischen Erden möglichst in freiem Zustande verbleiben bezw. nicht wesentlich verseift werden können.
2. Die Herstellung von Emballagepapier oder Zeugen durch Bestreichen von Papier oder Zeug mit der unter III. bezeichneten Anstrichmasse auf einer und mit Chromleim auf der anderen Seite.
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