DE19636713C2 - Fehlerdiagnosevorrichtung und Fehlerdiagnoseverfahren für eine Kraftstoffverdampfungs-Verhinderungsvorrichtung - Google Patents
Fehlerdiagnosevorrichtung und Fehlerdiagnoseverfahren für eine Kraftstoffverdampfungs-VerhinderungsvorrichtungInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine
Fehlerdiagnosevorrichtung und ein Fehlerdiagnoseverfahren, welche Fehler einer
Kraftstoffverdunstungs-Verhinderungsvorrichtung
diagnostizieren, wobei die Verhinderungsvorrichtung Kraftstoff
daran hindert, in die Atmosphäre zu verdunsten, indem in
einem Kraftstofftank erzeugter Kraftstoffdampf in einen
Einlaßpfad eingeführt wird, wie in ein Ansaugrohr.
Die US 5,460,143 beschreibt eine Fehlerdiagnosevorrichtung
für eine Kraftstoffverdampfungs-Verhinderungsvorrichtung, bei
der der Innnendruck eines Kraftstofftanks zunächst auf einen
vorgegebenen Wert gebracht wird, wobei hierfür ein
Atmosphärenloch geöffnet und ein Reinigungsventil geschlossen
wird. Ferner wird eine Absenkung des Tankinnendrucks von dem
ersten Wert auf einen zweiten Wert durchgeführt, wobei
hierfür das Atmosphärenloch geschlossen und das
Reinigungsventil offen ist. Nach dem Zeitpunkt, zu dem der
Tankinnendruck auf dem niedrigeren zweiten Wert ist, wird
eine Druckerhöhung auf einen weiteren Druckwert ausgeführt,
wobei das Reinigungsventil geschlossen ist und das
Atmosphärenloch ebenfalls geschlossen ist.
Die DE 195 05 663 A1 beschreibt ein Luft-Treibstoff-
Verhältnis-Steuerungssystem für eine Brennkraftmaschine,
wobei hier ein Betriebsverhältnis gegenüber einer
Entleerungsluftmenge berücksichtigt wird. Das Steuersystem
wird nicht für eine Fehlererfassungseinrichtung verwendet.
Die US 5,353,771 beschreibt eine Diagnosevorrichtung, bei der
der Abfallgradient eines Unterdrucks im Tank ausgewertet
wird. Es wird hierbei explizit der Unterdruckgradient
bestimmt. Der Gradient wird mit einem vorgegebenen Schwelwert
verglichen, um eine Ausfallerfassung zu ermöglichen.
Die US 5,339,788 erwähnt, daß ein Unterdruck in einem
Kraftstoffkanister nicht zu groß sein darf und, daß ein
Schutz vorgesehen werden muß, wenn der Unterdruck zu groß
wird.
Allgemein ist ein Verdunstungsreinigungssystem zur
Verhinderung der Abgabe von in einem Kraftstofftank
verdunstetem Kraftstoff (Dampf) in die Atmosphäre vorgesehen, welches
den Dampf in einem Adsorber adsorbiert, welcher in einem
Kanister angebracht ist, und den Dampf durch dessen
Einführung in einen Einlaß verbrennt, während ein Fahrzeug im
Betrieb ist.
Wenn in einem solchen System ein Reinigungsdurchgang, welcher
den Dampf hindurchfließen läßt, aus irgendeinem Grunde
zerstört wird, oder wenn Röhren sich auflösen, tritt Dampf
aus dem zerstörten Abschnitt oder dem Abschnitt, in welchem
die Röhren sich aufgelöst haben, in die Atmosphäre aus. Oder,
wenn der Reinigungsdurchgang, welcher den Kanister mit dem
Einlaßpfad verbindet, blockiert ist, fließt der Dampf in dem
Kanister über und tritt aus einem in dem Kanister
vorgesehenen Lüftungsloch aus.
Dementsprechend ist es in einem solchen Verdunstungs-
Reinigungssystem erforderlich, das Auftreten bzw.
Nichtauftreten von Fehlern zu diagnostizieren.
Um diesem Erfordernis genüge zu tun, ist in der ungeprüften
japanischen Patentanmeldung mit der Veröffentlichungs-Nr. JP 5-125997 A
eine Fehlererfassungsvorrichtung für eine
Kraftstoffverdampfungs-Verhinderungsvorrichtung offenbart
worden.
Gemäß dieser Veröffentlichung wird dann, wenn ein Teil
der Kraftstoffverdampfungs-Verhinderungsvorrichtung
hermetisch eingeschlossen ist, wenn es in dem hermetisch
eingeschlossenen Teil einen Leckabschnitt gibt, ein
Herausfließen aus dem hermetisch eingeflossenen Abschnitt zur
Atmosphäre in dem Fall verursacht, in welchem der hermetisch
eingeschlossene Abschnitt unter einem Überdruck steht, und
ein Hineinfließen aus der Atmosphäre in den hermetisch
eingeschlossenen Abschnitt wird in dem Fall bewirkt, in
welchem ein Unterdruck herrscht. Ferner wird ein
Druckveränderungswerts ΔP1 in dem hermetisch eingeschlossenen
Abschnitt bei Atmosphärendruck in einer vorbestimmten Zeit
und ein Druckveränderungswert ΔP2 in dem hermetisch
eingeschlossenen Abschnitt bei Unterdruck in der
vorbestimmten Zeit erfaßt, und ein Fehler der Vorrichtung
wird durch Vergleichen von ΔP1 mit ΔP2 erfaßt.
Gegenwärtig wird von der Umweltschutzbehörde EPA der
Vereinigten Staaten von Amerika (EPA = Environmental
Protection Agency) vorgeschrieben, daß sogar dann, wenn sich ein
Loch mit einem Durchmesser von 1,0 mm in einer
Kraftstoffverdunstungs-Verhinderungsvorrichtung befindet,
dieses Loch als Fehler erfaßt werden kann. Ferner wird
erwartet, daß die Vorschrift strenger wird, und es für die
Zukunft vorgesehen ist, daß vorgeschrieben wird, einen Fehler
zu erkennen, sogar wenn der Durchmesser des Lochs 0,5 mm
beträgt.
Gemäß der Vorrichtung der obenerwähnten Veröffentlichung gibt
es in dem Fall, daß der Durchmesser eines Loches 1,0 mm ist,
eine Differenz zwischen den Zuständen der Druckveränderung in
dem hermetisch eingeschlossenen Abschnitt, wenn die
Vorrichtung normal ist und wenn die Vorrichtung leckt, und
der Fehler kann erfaßt werden.
Man findet jedoch in dem Fall, in welchem der Durchmesser
eines Loches 0,5 mm beträgt, keine nennenswerte Differenz
zwischen Zuständen der Druckveränderung in dem hermetisch
eingeschlossen Abschnitt, wenn er normal ist und wenn er
leckt, da eine Leckmenge verringert ist, und die Erfassung
eines Fehlers ist schwierig.
Aufgabe der Erfindung ist es, eine Fehlerdiagnosevorrichtung
und ein Fehlerdiagnoseverfahren für eine
Kraftstoffverdampfungs-Verhinderungsvorrichtung bereitzu
stellen, die einen Fehler der Kraftstoffverdunstungs-
Verhinderungsvorrichtung mit hoher Genauigkeit
diagnostizieren können.
Dieser Aufgabe wird durch eine Fehlerdiagnosevorrichtung
gemäß Patentanspruch 1 gelöst. Ferner wird diese Aufgabe
durch ein Fehlerdiagnoseverfahren gemäß Anspruch 5 gelöst.
Die Fehlerdiagnosevorrichtung der Erfindung ist in der Lage,
einen Fehler der Kraftstoffverdunstungs-
Verhinderungsvorrichtung in vorteilhafter Weise mit hoher
Genauigkeit und mit einem einfachen Aufbau zu
diagnostizieren.
Gemäß einer Ausführungsform der Erfindung umfasst
die Fehlerdiagnosevorrichtung
weiterhin eine
Druckerfassungsvorrichtung, um einen Innendruck des
Einlaßrohrs zu erfassen, wobei die
Drucksteuereinrichtung eine Steuerung des
Reinigungssteuerventils auf der Grundlage des Innendrucks des
Einlaßrohrs vornimmt.
Gemäß einer weiteren Ausführungsform der Erfindung
diagnostiziert
die
Fehlerdiagnosevorrichtung einen Fehler dadurch,
daß der Innendruck des hermetisch
eingeschlossenen Abschnitts mit einem vorbestimmten
Vergleichs-Referenzwert verglichen wird, wenn eine
vorbestimmte Zeitspanne ab einem Zeitpunkt, an welchem der
Innendruck des Kraftstofftanks den Zieldruck erreicht,
abläuft.
Gemäß einer weiteren Ausführungsform der Erfindung
diagnostiziert
die
Fehlerdiagnosevorrichtung, daß die
Kraftstoffverdunstungs-Verhinderungsvorrichtung normal ist,
wenn der Innendruck des hermetisch eingeschlossenen
Abschnittes kleiner oder gleich einem vorbestimmten
Schutzdruck ist, und öffnet das Atmosphärenloch.
Weitere vorteilhaften Ausführungsformen der Erfindung sind
in den Unteransprüchen angegeben. Nachstehend wird die
Erfindung anhand ihrer Ausführungsformen unter
Bezugnahme auf die beiliegenden Zeichnungen näher erläutert.
In den Zeichnungen:
Fig. 1 ist ein Blockdiagramm, welches den Aufbau der
ersten Ausführung zeigt;
Fig. 2 veranschaulicht Zeitdiagramme, welche den Betrieb
der Ausführung 1 zeigen;
Fig. 3 ist ein Flußdiagramm, welches den Betrieb der
Ausführung 1 zeigt;
Fig. 4 ist eine erklärende Ansicht, welche den
Speicherinhalt einer EIN-Last Tabelle zeigt;
Fig. 5 ist ein Diagramm der Charakteristik, welches eine
Beziehung zwischen der EIN-Last und einer
Reinigungsflußrate zeigt;
Fig. 6 veranschaulicht Zeitdiagramme, welche einen Fall
zeigen, in welchem ein Innendruck eines Tanks
übermäßig in den Unterdruck geht; und
Fig. 7 ist ein Flußdiagramm, welches den Betrieb der
Ausführung 2 zeigt.
Fig. 1 ist ein Blockdiagramm, welches den Aufbau der
Ausführung 1 zeigt. Fig. 1 zeigt ein
Verdunstungsreinigungssystem als eine Kraftstoffverdunstungs-
Verhinderungsvorrichtung.
In Fig. 1 bezeichnet die Ziffer 1 einen Luftreiniger, welcher
Luft reinigt, Ziffer 2 bezeichnet einen Einlaßmengensensor,
welcher die Luftmenge erfaßt, welche über den Luftreiniger 1
fließt, Ziffer 3 bezeichnet ein Drosselventil, welches die in
den Motor eingesaugte Luftmenge steuert, Ziffer 4 bezeichnet
einen Drosselsensor, welcher den Öffnungsgrad des
Drosselventils 3 erfaßt, Ziffer 5 bezeichnet einen
Leerlaufschalter, welcher erfaßt, ob das Drosselventil 3 in
einem völlig geschlossenen Zustand ist, Ziffer 6 bezeichnet
einen Stoßtank, Ziffer 7 bezeichnet ein Einlaßrohr, Ziffer 8
bezeichnet den Motor, Ziffer 9 bezeichnet einen Einspritzer,
welcher durch Einspritzung dem Motor 8 Kraftstoff zuführt,
Ziffer 10 bezeichnet einen Anhebesensor (boost sensor),
welcher den Druck in dem Einlaßrohr 7 erfaßt, welches an dem
Stoßtank 6 stromabwärts vom Drosselventil 3 eingerichtet ist,
Ziffer 11 bezeichnet einen Luft/Kraftstoff-Verhältnissensor,
welcher ein Luft/Kraftstoffverhältnis in einem Abgasrohr 12
erfaßt, Ziffer 13 bezeichnet einen Kurbelwinkelsensor,
welcher einen Kurbelwinkel erfaßt, und Ziffer 14 bezeichnet
einen Wassertemperatur-Sensor, welcher die Wassertemperatur
des Kühlwassers im Motor 8 erfaßt. Ziffer 15 bezeichnet einen
Kraftstofftank, welcher Kraftstoff lagert, Ziffer 16
bezeichnet einen Kraftstoffpegelmesser, welcher den
Kraftstoffpegel erfaßt, Ziffer 17 bezeichnet einen
Tankinnendrucksensor, welcher den Druck in dem Kraftstofftank
15 erfaßt, die Ziffern 18 und 19 bezeichnen einen
Reinigungsdurchgang, welcher den Tank 15 mit dem Einlaßrohr 7
verbindet, Ziffer 20 bezeichnet einen Kanister, welcher in
der Mitte des Reinigungsdurchgangs eingerichtet ist, in
welchem Aktivkohlenstoff als ein Adsorber eingebaut ist,
Ziffer 21 bezeichnet ein Atmosphärenloch, welches in dem
Kanister 20 eingerichtet ist, um eine Verbindung zur
Außenluft zu schaffen, Ziffer 22 bezeichnet ein
Atmosphärenloch-Öffnungs-/Verschließventil zur Öffnung oder
Verschließung des Atmosphärenlochs 21, Ziffer 23 bezeichnet
ein Reinigungssteuerventil, welches zwischen dem Kanister 20
und dem Einlaßrohr 7 eingerichtet ist, zur Steuerung der
Flußrate in dem Reinigungsdurchgang, und Ziffer 24 bezeichnet
eine Motorsteuereinheit, welche eine
Fehlerdiagnosevorrichtung umfaßt, die Signale von
verschiedenen Sensoren empfängt, und in welcher verschiedene
Steuerungen, wie die Luft-/Kraftstoffverhältnis-Steuerung,
die Abgasrückführungsmenge-Steuerung, die
Leerlaufdrehzahlsteuerung und dergleichen neben der
Reinigungssteuerung auf der Grundlage der Signale
durchgeführt werden. Ebenso umfasst die Motorsteuereinheit 24
eine CPU 241, welche Berechnungen durchführt, einen ROM 242,
welcher verschiedene Steuerprogramme und verschiedene
Zuordnungen (maps) enthält, einen RAM 243, welcher
vorübergehend erfaßte Daten, berechnete Werte und dergleichen
speichert, einen Eingabe-/Ausgabeanschluß 244 zur Ein- und
Ausgabe von Daten, und eine Betriebsschaltung 245 zum
Betreiben verschiedener Abschnitte, und die CPU 241, der ROM
242, der RAM 243 und der Eingabe-/Ausgabeanschluß 244 sind
über einen Bus verbunden, welcher Daten sendet und empfängt.
In der obigen Vorrichtung tritt Dampf, welcher als
Kraftstoffdunst in dem Kraftstofftank 15 erzeugt wird, über
den Reinigungsdurchgang 18 in den Kanister 20 ein.
Aktivkohle, welche nicht abgebildet ist, ist in den Kanister
20 eingebaut, und der Dampf aus dem Kraftstofftank 15 wird in
der Aktivkohle adsorbiert.
Zwischenzeitlich wird das Reinigungssteuerventil 23 gesteuert, um
Dampf einer vorbestimmten Reinigungsmenge in das Einlaßrohr 7
einzubringen, in Übereinstimmung mit einem Betriebszustand
des Motors. Wenn das Reinigungssteuerventil 23 geöffnet wird,
fließt Luft aufgrund eines Unterdrucks in dem Stoßtank 6 über
das Atmosphärenloch 21 ein. Die Luft desorbiert den
adsorbierten Dampf, wenn sie durch die Aktivkohle in dem
Kanister 20 läuft. Die den Dampf enthaltende Luft wird in den
Stoßtank eingeführt und in dem Motor 8 zusammen mit dem von
dem Einspritzer 9 gelieferten Kraftstoff verbrannt.
Dieses Verdunstungs-Reinigungssystem ist allgemein bekannt
und eine ausführlichere Beschreibung wird weggelassen.
Als nächstes wird das gedankliche Konzept der Fehlerdiagnose
der Ausführung 1 beschrieben.
Fig. 2 veranschaulicht Zeitdiagramme, welche den Betrieb der
Ausführung 1 zeigen.
Als erstes wird der Innendruck des Kraftstofftanks 15 auf
einen vorbestimmten Initialdruck P INT gesteuert. Der
Initialdruck P INT wird auf einen Wert eingestellt, welcher
ein wenig kleiner ist als der Atmosphärendruck (0 mm Hg).
Daher wird das Reinigungssteuerventil 23 geschlossen, um
Unterdruck von dem Einlaßrohr 7 fernzuhalten und das
Atmosphährenloch 21 wird von dem Atmosphärenloch-Öffnungs-
/Verschlußventil 22 geöffnet, in Erwartung, daß der
Innendruck des Kraftstofftanks 15 auf den Initialdruck P INT
ansteigt. Ein veranschaulichter Abschnitt "a" bezeichnet
einen Zustand, in welchem eine normale Reinigungssteuerung
durchgeführt wird, und ein Abschnitt "b" bezeichnet einen
Zustand, in welchem der Innendruck des Kraftstofftanks 15 auf
den Initialdruck P INT gesteuert wird.
Wenn der Innendruck des Kraftstofftanks 15 den Initialdruck P
INT erreicht, wird das in dem Kanister 20 eingerichtete
Atmosphährenloch 21 geschlossen, und die Reinigung wird durch
Betätigen des Reinigungssteuerventils 23 gestartet. Die
Reinigungsmenge zu diesem Zeitpunkt wird auf eine konstante
Flußrate gesteuert, unabhängig von dem Betriebszustand des
Motors 8. Dadurch wird der Innendruck des Kraftstofftanks 15
allmählich vermindert und erreicht bald einen vorbestimmten
Zieldruck P TRG. In einem mit "c" bezeichneten Abschnitt wird
das Verhalten des Innendrucks des Kraftstofftanks 15 beim
Erreichen des Zieldrucks P TRG gezeigt. Wenn der Innendruck
den Zieldruck P TRG erreicht, wird das Reinigungssteuerventil
23 geschlossen, wodurch der Kraftstofftank 15, der
Reinigungsdurchgang 18 und der Kanister 20 einen hermetisch
eingeschlossenen Abschnitt bilden.
In Abschnitt "d" wird die Veränderung des Innendrucks des
Kraftstofftanks 15 nach dem Erreichen des Zieldrucks P TRG
durch eine dicke Linie und eine unterbrochene Linie gezeigt.
Die dicke Linie bezeichnet die Veränderung des Innendrucks in
dem hermetisch eingeschlossenen Abschnitt, wenn das
Verdunstungs-Reinigungssystem normal arbeitet, wohingegen die
gestrichelte Linie die Veränderung des Innendrucks in dem
hermetisch eingeschlossenen Abschnitt anzeigt, wenn sich ein
Loch mit einem Durchmesser von 0,5 mm in dem Verdunstungs-
Reinigungssystem befindet. Die Orte der Druckveränderung
schaffen eine Regelmäßigkeit, und es wurde experimentiell
verifiziert, daß sie reproduziert werden können, wenn das
Verdunstungs-Reinigungssystem durch die oben erwähnte
Prozedur betrieben wird.
Wenn dementsprechend das Verhalten des Innendrucks in dem
hermetisch eingeschlossenen Abschnitt nach Inbetriebnahme des
Verdunstungs-Reinigungssystems durch die oben erwähnte
Prozedur überwacht wird, kann ein Fehler des Verdunstungs-
Reinigungssystems diagnostiziert werden.
In der ersten Ausführungsform wird auf die Tatsache geachtet, daß der
Innendruck in dem hermetisch eingeschlossenen Abschnitt in
dem Fall, in welchem das System normal ist, niedriger wird
als in dem Fall, in welchem das System fehlerhaft ist, ein
Minimaldruck in dem hermetisch eingeschlossenen Abschnitt
wird mit einem vorbestimmten Vergleichs-Referenzwert
verglichen, und wenn der Minimaldruck größer ist als der
Vergleichs-Referenzwert, wird diagnostiziert, daß das System
fehlerhaft ist.
Als vorbestimmter Vergleichs-Referenzwert, wird ein
bestimmter Wert eingestellt, welcher sich zwischen dem
Minimaldruck in dem hermetisch eingeschlossenen Abschnitt,
wenn das System normal ist, und dem Minimaldruck in dem
hermetisch eingeschlossen Abschnitt, wenn das System
fehlerhaft ist, befindet. Speziell wird er auf einen Wert
eingestellt, welcher näher an dem Minimaldruck im Falle eines
Fehlers als einem mittleren Wert zwischen beiden ist, um eine
fehlerhafte Diagnose zu verhindern.
Fig. 3 ist in Flußdiagramm, welches den Betrieb der ersten
Ausführungsform zeigt.
In Schritt 101 werden Signale des Einlaßmengensensors 2, des
Drosselsensors 4, des Kurbelwinkelsensors 13, des
Wassertemperatursensors 14 usw. abgetastet und der
Betriebszustand des Motors 8 wird auf der Grundlage der
Sensorsignale erfaßt. In Schritt 102 wird bestimmt, ob der in
Schritt 101 erfaßte Betriebszustand ein Betriebszustand für
die Fehlerdiagnose ist, d. h. ob der Betriebszustand sich in
einer Verdunstungs-Reinigungssystem-Überwachungszone
befindet. Wenn er sich nicht in der Verdunstungs-
Reinigungssystem-Überwachungszone befindet, schließt der
Vorgang die Verarbeitung ab, ohne etwas zu tun.
Wenn bestimmt wird, daß der Betriebszustand sich in der
Verdunstungs-Reinigungssystem-Überwachungszone befindet,
schreitet der Vorgang zum Schritt 103 fort und schließt das
Reinigungssteuerventil 23, wie in Fig. 2 gezeigt. Das in
Ausführung 1 verwendete Reinigungssteuerventil wird von einem
Lastsignal (duty signal) geöffnet und geschlossen. Daher wird
die EIN-Last des Reinigungssteuerventils 23 auf 0%
eingestellt.
Zu dieser Zeit ist das Verdunstungs-Reinigungssystem in dem
in Fig. 2 gezeigten Zustand b.
Im nächsten Schritt 104 wird eine Uhr bzw. ein Zeitgeber T1
auf einen vorbestimmten Wert TP0 eingestellt. In Schritt 105
wird ein Tankinnendruck P TNK gelesen, welcher eine erfaßte
Ausgabe des Tankinnendrucksensors 17 als
Druckerfassungsvorrichtung ist, und in Schritt 106 wird
bestimmt, ob der Tankinnendruck P TNK größer wird als der
Initialdruck P INT. Wenn der Tankinnendruck P TNK nicht den
Initialdruck P INT erreicht, schreitet der Vorgang zum
Schritt 107 fort, bei welchem die Uhr T1 um 1 dekrementiert
wird. Wenn der Wert der Uhr T1 in Schritt 108 nicht 0
erreicht, kehrt der Vorgang zum Schritt 105 zurück, und die
oben erwähnte Verarbeitung wird wiederholt.
Für den Fall, daß bestimmt wird, daß die Uhr T1 bei
Schritt 108 Null wird, bedeutet dies, daß sogar, wenn das
Reinigungssteuerventil 23 geschlossen ist, und das
Atmosphärenloch 21 geöffnet ist, der Tankinnendruck P TNK
nicht den Initialdruck P INT in der von dem vorbestimmten
Wert TP0 bestimmten vorbestimmten Zeitperiode erreicht hat.
Wie oben erwähnt, ist es bei der Fehlerdiagnose eine
Bedingung, daß der Tankinnendruck P TNK gleich dem
Initialdruck P INT wird, und die in Fig. 2 veranschaulichte
Regelmäßigkeit kann nicht geschaffen werden, wenn der
Tankinnendruck P TNK nicht gleich dem Initialdruck P INT
wird.
Daher wird die Verarbeitung abgeschlossen wie sie ist, und
eine Fehlerdiagnose wird nicht durchgeführt, um in diesem
Fall eine fehlerhafte Diagnose zu verhindern.
Wenn in Schritt 106 bestimmt wird, daß der Tankinnendruck
P TNK den Initialdruck P INT erreicht, schreitet der Vorgang
zum Schritt 109 fort, bei welchem das Atmosphärenloch 21
durch Betätigen des Atmosphärenloch-Öffnungs-
/Verschlußventils 23 geschlossen wird.
Hierbei bilden die Schritte 103, 106 und 109 eine
Initialisierungseinrichtung zur Steuerung des Innendrucks des
Kraftstofftanks auf einen vorbestimmten Initialdruck.
Wenn der Tankinnendruck P TNK den Initialdruck P INT
erreicht, steuert der Vorgang den Tankinnendruck P TNK auf
einen Zieldruck P TRG, während die Reinigungsmenge auf einen
konstanten Wert gesteuert wird. Dieses Verhalten wird durch
den Abschnitt c in Fig. 2 veranschaulicht.
In Schritt 110 wird eine Uhr T2 auf einen vorbestimmten Wert
TP1 eingestellt. Im nächsten Schritt 111 wird ein Unterdruck
PN am Einlaßrohr 7 durch den Anhebesensor 10 gelesen. In
Schritt 112 wird die EIN-Last des Reinigungssteuerventils 23
in Übereinstimmung mit einem Wert des Unterdrucks PN am
Einlaßrohr bestimmt. Die EIN-Last PRG EUP wird unter Bezugnahme auf
eine Überwachungszeit-EIN-Last-Tabelle vorgesehen, wie in
Fig. 4 gezeigt. Je kleiner der numerische Wert des
Unterdrucks an dem Einlaßrohr, d. h. je kleiner die
Ansaugleistung des Reinigungsgases zum Einlaßrohr, desto
größer die EIN-Last, und je größer der numerische Wert, d. h.
je größer die Saugleistung des Reinigungsgases zum
Einlaßrohr, desto kleiner wird die EIN-Last eingestellt.
Die Beziehung zwischen der EIN-Last des Steuerventils 23 und
der Reinigungsmenge ist in der
Fig. 5 gezeigt, wobei je größer die EIN-Last ist, um so mehr
wird die Reinigungsmenge erhöht.
Daher kann die Reinigungsmenge unabhängig von dem
Betriebszustand des Motors 8 auf einen konstanten Wert
geregelt werden, wenn die EIN-Last des
Reinigungssteuerventils in Übereinstimmung mit der Tabelle
der Fig. 4 bestimmt wird.
Die Reinigungsmenge steht in Beziehung zu einer Rate für den
Tankinnendruck P TNK zur Erreichung des Zieldrucks P TRG.
Wenn die Reinigungsmenge verringert wird und eine
Veränderungsrate des Druckes vermindert wird, findet kein
nennenswertes Überschwingen im Abschnitt d der Fig. 2 statt,
und eine Differenz der Druckveränderungen zum normalen
Zeitpunkt und zum Fehlerzeitpunkt wird schwer zu
unterscheiden. Wenn die Reinigungsmenge erhöht wird und die
Veränderungsrate des Druckes vergrößert wird, wird das
Überschwingen erheblich und der Innendruck des hermetisch
eingeschlossenen Abschnittes erreicht einen großen
Unterdruck, was den Kraftstofftank 15 eindellen kann.
Daher wird eine passende Größe der Reinigungsmenge so
eingestellt, daß das oben erwähnte Problem in Ausführung 1
nicht verursacht wird. Speziell, wie in Fig. 2 gezeigt, wird
die Druckveränderung so eingestellt, daß sie von mehr oder
weniger Überschwingen begleitet wird.
In Schritt 113 wird das Signal des Tankinnendrucksensors 17
gelesen, und der Tankinnendruck B TNK wird erfaßt. In Schritt
114 wird bestimmt, ob der Tankinnendruck P TNK den Zieldruck
P TRG erreicht. Für den Fall, daß bestimmt wird, daß
der Tankinnendruck in Schritt 114 nicht den Zieldruck
erreicht, wird die Uhr T2 in Schritt 115 um eins
dekrementiert. Ferner wird in Schritt 116 bestimmt, ob die
Uhr T2 zu Null wird, und wenn sie nicht gleich Null ist,
kehrt der Vorgang zu Schritt 111 zurück und wiederholt die
oben erwähnte Verarbeitung.
Nun, in dem Fall, in welchem bestimmt wird, daß die Uhr T2
gleich 0 ist, liegt der Fall vor, bei welchem sogar, wenn
Luft von einer konstanten Reinigungsmenge gezogen wurde, der
Tankinnendruck P TNK nicht auf den Zieldruck P TRG in einer
durch PT2 bestimmten vorbestimmten Zeit geregelt werden
konnte. In diesem Fall wird bestimmt, daß sich ein Loch in
dem Verdunstungsreinigungssystem befindet, und daher der
Tankinnendruck P TNK nicht erniedrigt werden konnte, und in
Schritt 123 wird diagnostiziert, daß das System fehlerhaft
ist, was später beschrieben wird.
Ferner, in dem Fall, in welchem bestimmt wird, daß der
Tankinnendruck P TNK den Zieldruck P TRG in Schritt 114
erreicht, wird das Reinigungssteuerventil 23 in Schritt 117
geschlossen, um dadurch einen hermetisch eingeschlossenen
Abschnitt zu bilden.
Hierbei bilden die Schritte 109, 111, 112, 113 und 114 eine
Drucksteuereinrichtung. Ebenso bilden die Schritte 109, 117
eine Einrichtung zum hermetischen Einschließen.
Die nächsten Schritte sind eine Verarbeitung, bei welcher ein
Minimaldruck des Innendrucks in dem hermetisch
eingeschlossenen Abschnitt erfaßt wird und ein Fehler durch
Vergleichen des Minimaldrucks mit einem vorbestimmten
Vergleichs-Referenzwert P LEAK diagnostiziert wird.
In Schritt 118 wird der von dem Tankinnendrucksensor 17
erfaßte Tankinnendruck P TNK als der Minimaldruck P MIN
gespeichert. In diesem Fall wird der in Schritt 113 erfaßte P
TRG als Minimaldruck P MIN gespeichert.
Im nächsten Schritt 119 wird der Tankinnendruck P INK mit
einem vorbestimmten Schutzdruck P PRO verglichen. Der
Schutzdruck P PRO wird auf einen Wert eingestellt, welcher im
fehlerhaften System nicht erreicht werden kann und auf einen
Wert, bei welchem eine Verbiegung oder Zerstörung des
Kraftstofftanks 15 nicht bewirkt wird.
Fig. 6 zeigt einen Fall, bei welchem der Tankinnendruck P TNK
bei der Überwachung des Verdunstungs-Reinigungssystems einen
übermäßigen Unterdruck erreicht. In Fig. 6 entsprechen die
Abschnitte e, f und g jeweils den Abschnitten a, b und c in
Fig. 2. Ein Abschnitt h zeigt einen Zustand, bei welchem der
Tankinnendruck P TNK einen übermäßigen Unterdruck erreicht.
In dem Fall, in welchem der Tankinnendruck P TNK kleiner oder
gleich dem Schutzdruck P PRO wird, wird in Schritt 124
bestimmt, daß das System normal ist, wie später erklärt, und
das Atmosphärenloch 21 wird in Schritt 125 geöffnet, um eine
Beschädigung des Verdunstungsreinigungssystems zu verhindern
und der Tankinnendruck wird dazu gebracht, anzusteigen, wie
in Fig. 6 gezeigt.
Wenn der Tankinnendruck P TNK größer als der Schutzdruck
P PRO ist, schreitet der Vorgang zum Schritt 120 fort, bei
welchem das Signal des Tankinnendrucksensors 17 gelesen wird.
Wenn der Tankinnendruck P TNK zu diesem Zeitpunkt kleiner ist
als der in Schritt 118 gespeicherte Minimaldruck P MIN, kehrt
der Vorgang zum Schritt 118 zurück und aktualisiert den Wert
des Minimaldrucks P MIN.
Durch Wiederholen der Verarbeitung wird danach der
Minimaldruck P MIN aktualisiert und der in Fig. 2 gezeigte
Minimaldruck P MIN wird erzeugt.
Wenn der Minimaldruck P MIN erhalten wird, schreitet der
Vorgang zum Schritt 122 fort, bei welchem der Minimaldruck
mit dem Vergleichs-Referenzwert P LEAK verglichen wird. Wenn
der Minimaldruck P MIN größer oder gleich dem
Vergleichsreferenzwert P LEAK ist, wird bestimmt, daß der
Tankinnendruck dem Ort der in Fig. 2 gezeigten gestrichelten
Linie gefolgt ist, und es wird in Schritt 123 bestimmt, daß
das System fehlerhaft ist. Andererseits, wenn der
Minimaldruck P MIN kleiner als der Vergleichs-Referenzwert
P LEAK ist, wird bestimmt, daß der Tankinnendruck dem Ort der
in Fig. 2 gezeigten dicken Linie gefolgt ist, und es wird in
Schritt 125 bestimmt, daß das System normal ist.
Nachdem die Diagnose des Systems in Schritt 123 oder Schritt
124 durchgeführt worden ist, wird das Atmosphärenloch 21 in
Schritt 125 durch Betätigen des Atmosphärenloch-Öffnungs-
/Verschlußventils 22 geöffnet, und die
Überwachungsverarbeitung ist abgeschlossen.
Hierin bilden die Schritte 122, 123 und 124 eine
Fehlerdiagnoseeinrichtung.
Gemäß der ersten Ausführungsform kann, wie oben erwähnt, die Fehleranalyse
des Verdunstungs-Reinigungssystems auf der Grundlage der
Veränderung des Innendrucks in dem hermetisch
eingeschlossenen Abschnitt durchgeführt werden.
Ferner wurde ein Experiment durchgeführt, zum Vergleichen
eines Falles, in welchem sich in Ausführung 1 ein Loch mit
einem Durchmesser von 0,5 mm in dem Verdunstungs-
Reinigungssystem befindet, ein Fall, in welchem sich ein Loch
mit einem Durchmesser von 1,0 mm darin befindet und ein Fall,
in welchem das System normal ist, und ein Fall, in welchem in
einem Verfahren, welches dem konventionellen Beispiel
äquivalent ist ein Loch mit einem Durchmesser von 0,5 mm
vorliegt, ein Fall, in welchem ein Loch mit einem Durchmesser
von 1,0 mm vorliegt und ein Fall, in welchem das System
normal ist. Im Ergebnis ist eine Differenz zwischen einer
Abweichung (ΔP2-ΔP1) in dem Fall, in welchem ein Loch mit
einem Durchmesser von 1,0 mm vorliegt, und die Abweichung in
dem Fall, in welchem das System normal ist in dem
konventionellen Beispiel, im wesentlichen gleich wie die
Differenz zwischen P MIN in dem Fall, in welchem ein Loch mit
einem Durchmesser von 0,5 mm vorliegt und P MIN in dem Fall,
in welchem das System normal ist, in Ausführung 1.
Es zeigt sich in anderen Worten, daß gemäß Ausführung 1,
sogar in dem Fall, in welchem ein Loch mit einem Durchmesser
von 0,5 mm vorliegt, die Fehlerdiagnose mit einer Genauigkeit
durchgeführt werden kann, welche äquivalent ist zu jener, in
dem Fall, in welchem in dem konventionellen Beispiel ein Loch
mit dem Durchmesser von 1,0 mm vorliegt.
Darüber hinaus kann die Fehlerdiagnosevorrichtung
sogar in dem Fall, in welchem ein Loch mit einem kleineren
Durchmesser vorliegt, eine Fehlerdiagnose durch die Erfassung
des Loches ausführen.
Dementsprechend kann in der Vorrichtung der ersten Ausführungsform eine
genauere Fehlerdiagnose durchgeführt werden, als in der
konventionellen Vorrichtung. Ebenso wird in der ersten Ausführungsform der
Unterdruck PN an dem Einlaßrohr unter Verwendung des
Anhebesensors 10 erfaßt und die EIN-Last des
Reinigungssteuerventils 23 wird auf der Grundlage des
Unterdrucks PN des Einlaßrohrs bestimmt und dementsprechend
kann die Steuerung mit einem einfachen Aufbau und mit hoher
Genauigkeit durchgeführt werden.
Beispielsweise kann die EIN-Last des Reinigungssteuerventils
23 auch ohne direkte Erfassung des Unterdrucks PN des
Einlaßrohrs bestimmt werden, nämlich durch Verwenden eines
vorhergesagten Wertes des Unterdrucks des Einlaßrohrs,
welcher durch Prädiktion bereitgestellt wird. In diesem Fall
muß der vorausgesagte Wert des Unterdrucks des Einlaßrohres
jedoch durch Bereitstellung einer Drehzahl und einer
Ladungseffizienz von verschiedenen Sensoren und von einer
Verknüpfung (map) mit diesen zwei Faktoren als Parametern
erhalten werden. Der Unterdruck des Einlaßrohrs unterscheidet
sich auch je nach dem, ob sich das Fahrzeug im Hochgelände
oder in tiefem Gelände befindet, und daher müssen mindestens
zwei Blätter der Zuordnungen vorbereitet sein, und eine
Interpolationsberechnung muß in Abhängigkeit von der Höhe, in
welcher sich das Fahrzeug befindet, durchgeführt werden.
Daher ist der Aufbau in dem Fall einfacher, in welchem der
Unterdruck des Einlaßrohres direkt durch Sensoren erhalten
wird, wie in der ersten Ausführungsform, und darüber hinaus ist der erfaßte
Wert zuverlässiger.
Die Fehleranalyse der ersten Ausführungsform ist vereinfacht, da die
Fehleranalyse durch Vergleichen des Minimaldrucks P MIN in
dem hermetisch eingeschlossenen Abschnitt mit dem Vergleichs-
Referenzwert P LEAK durchgeführt wird.
Zusätzlich wird in der ersten Ausführungsform, wenn der Innendruck an dem
hermetisch eingeschlossenen Abschnitt kleiner oder gleich dem
Schutzdruck P PRO ist, das Atmosphärenloch 21 schnell
geöffnet und der Innendruck des Tanks erhöht, so daß das
Verdunstungsreinigungssystem nicht während der Überwachung
zerstört wird.
Die zweite Ausführungsform schafft eine Fehlerdiagnosevorrichtung für eine
Kraftstoffverdunstungs-Verhinderungsvorrichtung mit einer
hohen Diagnosezuverlässigkeit.
In der ersten Ausführungsform wird die Fehlerdiagnose durch Vergleichen des
Minimaldrucks P MIN mit dem in Fig. 2 gezeigten Vergleichs-
Referenzwert P LEAK durchgeführt. Die Analyse von Fig. 2
offenbart jedoch, daß der Druckunterschied zur Zeit des
normalen Betriebs und zur Zeit des fehlerhaften Betriebs zu
einem Zeitpunkt, welcher sich um eine Zeitspanne T3 von der
Zeit entfernt liegt, seit der Tankinnendruck P TNK den
Zieldruck P TRG erreicht hat, größer ist als die Differenz
zwischen den Minimaldrücken in dem normalen Tank und in dem
fehlerhaften Tank.
Daher wird die Möglichkeit einer fehlerhaften Diagnose
dadurch vermindert, daß der Tankinnendruck P TNK mit dem
Vergleichs-Referenzwert P LEAK nach dem Ablauf der
vorbestimmten Zeitspanne T3 verglichen wird, und die
Zuverlässigkeit der Diagnose wird verbessert.
Im übrigen wird der Vergleichs-Referenzwert P LEAK in der zweiten
Ausführungsform auf einen mittleren Wert zwischen den Drücken
zum Zeitpunkt des Normalbetriebs und zum Zeitpunkt des
fehlerhaften Betriebs gesetzt, zu dem Zeitpunkt, nachdem die
vorbestimmte Zeitspanne T3 seit dem Erreichen des Zieldrucks
P TRG durch den Tankinnendruck P TNK abgelaufen ist, oder auf
einen vorbestimmten Wert, welcher sich näher an dem Druck zur
Zeit des fehlerhaften Betriebs befindet als der mittlere
Wert.
Fig. 7 ist ein Flußdiagramm, welches den Betrieb der
Ausführung 2 zeigt. In Fig. 7 werden die Abschnitte, welche
gleich sind, wie jene in der ersten Ausführungsform bzw. jenen entsprechen,
gleich bezeichnet.
Der grundlegende Betrieb der zweiten Ausführungsform ist der gleiche wie
jener der ersten Ausführungsform, und eine Erklärung wird ausgelassen,
und es wird eine Erklärung des Betriebs der
charakteristischen Abschnitte angegeben.
In Schritt 114, wenn der Tankinnendruck P TNK den Zieldruck
P TRG erreicht, wird das Reinigungssteuerventil 23 in Schritt
117 geschlossen, und der Vorgang schreitet zu Schritt 201
fort.
In Schritt 201 wird ein vorbestimmter Wert TP2 in einer Uhr
T3 eingestellt. Der vorbestimmte Wert TP2 entspricht der
vorbestimmten Zeitspanne T3 in Fig. 2.
Im nächsten Schritt 202 wird der Tankinnendruck P TNK
gelesen, und in Schritt 203 wird bestimmt, ob der
Tankinnendruck P TNK kleiner oder gleich dem Schutzdruck
P PRO ist. Der Betrieb der Schritte 202 und 203 ist der
gleiche wie in der ersten Ausführungsform.
Wenn in Schritt 203 bestimmt wird, daß der Tankinnendruck
P TNK größer ist als der Schutzdruck P PRO, schreitet der
Vorgang zu Schritt 204 fort, und es wird bestimmt, ob die Uhr
T3 auf Null ist oder ob die vorbestimmte Zeitspanne T3
abgelaufen ist. Wenn die vorbestimmte Zeitspanne T3 nicht
abgelaufen ist, schreitet der Vorgang zu Schritt 205 fort, an
welchem die Uhr T3 um 1 dekrementiert wird und der Vorgang
kehrt zum Schritt 202 zurück, wobei die obige Verarbeitung
wiederholt wird.
Wenn in Schritt 204 bestimmt wird, daß die vorbestimmte
Zeitspanne T3 abgelaufen ist, schreitet der Vorgang zu
Schritt 206 fort, bei welchem der Tankinnendruck P TNK als
PT3 gespeichert wird, und PT3 wird in Schritt 207 mit dem
Vergleichs-Referenzwert P LEAK verglichen. Wenn der
Vergleichswert P LEAK größer ist als der Tankinnendruck
P TNK, diagnostiziert der Vorgang, daß das System normal ist,
und wenn der Vergleichsreferenzwert P LEAK kleiner ist,
diagnostiziert der Vorgang, daß das System fehlerhaft ist.
Daher kann die Zuverlässigkeit der Fehlerdiagnose verbessert
werden, da die Fehlerdiagnose zu einem Zeitpunkt durchgeführt
wird, an welchem die Druckdifferenz zum Zeitpunkt des
Normalbetriebs des Systems und zum Zeitpunkt des fehlerhaften
Betriebs des Systems gemäß der zweiten Ausführungsform größer ist.
Wie oben erwähnt, wird gemäß der Erfindung eine
Regelmäßigkeit des Verhaltens des Innendrucks in dem
hermetisch eingeschlossenen Abschnitt geschaffen, und daher
kann ein Fehler der Kraftstoffverdampfungs-
Verhinderungsvorrichtung genau diagnostiziert werden, auf der
Grundlage der Veränderung des Innendrucks in dem hermetisch
eingeschlossenen Abschnitt.
Ebenso ist gemäß der Erfindung die
Druckerfassungseinrichtung zur Erfassung des Innendrucks des
Einlaßrohrs eingerichtet, und die Steuerstärke für das
Reinigungssteuerventil wird auf der Grundlage des Drucks des
Einlaßrohrs, welcher von der Druckerfassungseinrichtung
erfaßt wird berechnet, und daher kann die Struktur
vereinfacht werden.
Ebenso wird gemäß der Erfindung die
Fehlerdiagnose durch Vergleichen des Minimaldrucks in dem
hermetisch eingeschlossenen Abschnitt mit dem Vergleichs-
Referenzwert durchgeführt, und daher kann die Fehleranalyse
auf einfache Weise durchgeführt werden.
Ferner wird gemäß der Erfindung die
Fehleranalyse durch Vergleichen des Innendrucks in dem
hermetisch eingeschlossenen Abschnitt mit dem
Vergleichsreferenzwert durchgeführt, wenn die vorbestimmte
Zeitperiode seit dem Zeitpunkt, an welchem der Innendruck des
Kraftstofftanks den Zieldruck erreichet hat, abgelaufen ist,
und daher kann die Zuverlässigkeit der Fehleranalyse
verbessert werden.
Zusätzlich wird gemäß der Erfindung das
Atmosphärenloch geöffnet, wenn der Innendruck des
Kraftstofftanks kleiner oder gleich dem Schutzdruck ist, und
daher kann die Zerstörung der Kraftstoffverdampfungs-
Verhinderungsvorrichtung vermieden werden.
Claims (6)
1. Fehlerdiagnosevorrichtung für eine
Kraftstoffverdampfungs-Verhinderungsvorrichtung mit
einem Kanister (20), welcher ein Atmosphärenloch (21)
hat, welches eine Verbindung mit der Außenluft schafft,
und welcher in der Mitte eines Reinigungsdurchgangs
(18), welcher einen Kraftstofftank (15) mit einem
Einlaßrohr (7) verbindet, eingerichtet ist, zur
Verhinderung einer Kraftstoffverdampfung durch
Adsorbieren von Kraftstoffdampf, welcher in dem
Kraftstofftank (15) erzeugt wird, durch einen in dem
Kanister (20) enthaltenen Adsorber, und zur Einführung
des adsorbierten Kraftstoffdampfes in das Einlaßrohr (7)
durch Steuerung eines Reinigungssteuerventils (23) in
Übereinstimmung mit einem Betriebszustand eines
Verbrennungsmotors (8), wobei die
Fehlerdiagnosevorrichtung umfasst:
- a) eine Initialisierungsvorrichtung (S102, S106, S109) zur Steuerung eines Innendrucks (PTNK) des Kraftstofftanks (15) auf einen vorbestimmten Initialdruck (P INT);
- b) eine Drucksteuereinrichtung (S109, S111-S114) zur Absenkung des Tankinnendrucks (PTNK) auf einen vorbestimmten Zieldruck (P TRG) wobei eine Reinigungsmenge während dieser Absenkung auf eine konstante Flußrate gesteuert wird, durch Schließen des Atmosphärenlochs (21) und Öffnen des Reinigungssteuerventils (23);
- c) eine hermetische Einschlußeinrichtung (S109, S117) zur Bildung eines hermetisch eingeschlossenen Abschnitts in der Kraftstoffverdampfungs- Verhinderungsvorrichtung, durch Schließen sowohl des Reinigungssteuerventils (23) und des Atmosphärenlochs (21), wenn der Innendruck (PTNK) des Kraftstofftanks (15) den Zieldruck (P TRG) erreicht;
- d) eine Druckerfassungsvorrichtung (17), welche in dem hermetisch eingeschlossenen Abschnitt eingebaut ist; und
- e) eine Fehlerdiagnoseeinrichtung (S122, S123, S124) die einen Fehler der Kraftstoffverdampfungs- Verhinderungsvorrichtung durch Vergleichen eines Minimaldrucks (P MIN) in dem hermetisch eingeschlossenen Abschnitt mit einem vorbestimmten Vergleichs-Referenzwert (P LEAK) diagnostiziert, wobei der Minimaldruck ein Wert ist, der bei einem Unterschwingen des Drucks nach Bilden des hermetisch eingeschlossenen Abschnitts bei Erreichung des Zieldrucks ist und wobei der Unterschwingungsvorgang bei geschlossenem Reinigungsventil (23) und geschlossenem Atmosphärenloch (21) stattfindet.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß
eine weitere Druckerfassungsvorrichtung (10) zur
Erfassung eines Innendrucks des Einlaßrohrs (7)
vorgesehen ist und die Drucksteuereinrichtung (109, 111-
114) eine Steuerung des Reinigungssteuerventils (23)
ferner auf der Grundlage des erfassten Innendrucks des
Einlaßrohres (7) vornimmt.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß
die Fehlerdiagnoseeinrichtung (S122, S123, S124) den
Fehler durch Vergleichen des Minimaldrucks (P MIN) in
dem hermetisch eingeschlossenen Abschnitt mit dem
vorbestimmten Vergleichs-Referenzwert (P LEAK) dann
diagnostiziert, wenn eine vorbestimmte Zeitspanne (T3)
ab einem Zeitpunkt, an welchem der Innendruck des
Kraftstofftanks (15) den Zieldruck (P TRG) erreicht,
abgelaufen ist.
4. Vorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß
die Fehlerdiagnoseeinrichtung diagnostiziert, daß die
Kraftstoffverdampfungs-Verhinderungsvorrichtung keinen
Fehler aufweist, wenn der Innendruck des hermetisch
eingeschlossenen Abschnittes kleiner oder gleich einem
vorbestimmten Schutzdruck (P PRO) ist, und das
Atmosphärenloch (21) öffnet.
5. Vorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß
der Vergleichs-Referenzwert (P LEAK) auf einen Wert
eingestellt ist, der zwischen dem Minimaldruck in dem
hermetisch eingeschlossenen Abschnitt, wenn die
Kraftstoffverdampfungs-Verhinderungsvorrichtung normal
ist, und dem Minimaldruck in dem hermetisch
eingeschlossenen Abschnitt, wenn die
Kraftstoffverdampfungs-Verhinderungsvorrichtung
fehlerhaft ist, liegt.
6. Fehlerdiagnoseverfahren für eine Kraftstoffverdampfungs-
Verhinderungsvorrichtung mit einem Kanister (20),
welcher ein Atmosphärenloch (21) hat, welches eine
Verbindung mit der Außenluft schafft, und welcher in der
Mitte eines Reinigungsdurchgangs (18), welcher einen
Kraftstofftank (15) mit einem Einlaßrohr (7) verbindet,
eingerichtet ist, zur Verhinderung einer
Kraftstoffverdampfung durch Adsorbieren von
Kraftstoffdampf, welcher in dem Kraftstofftank (15)
erzeugt wird, durch einen in dem Kanister (20)
enthaltenen Adsorber, und zur Einführung des
adsorbierten Kraftstoffdampfes in das Einlaßrohr (7)
durch Steuerung eines Reinigungssteuerventils (23) in
Übereinstimmung mit einem Betriebszustand eines
Verbrennungsmotors (8), umfassend die folgenden
Schritte:
- a) Steueren des Innendrucks (PTNK) des Kraftstofftanks (15) auf einen vorbestimmten Initialdruck (P INT);
- b) Absenken (S109, S111-S114) des Tankinnendrucks (PTNK) auf einen vorbestimmten Zieldruck (P TRG) wobei eine Reinigungsmenge während dieser Absenkung auf eine konstante Flußrate gesteuert wird, durch Schließen des Atmosphärenlochs (21) und Öffnen des Reinigungssteuerventils (23);
- c) Bilden (S109, S117) eines hermetisch eingeschlossenen Abschnitts in der Kraftstoffverdampfungs-Verhinderungsvorrichtung, durch Schließen sowohl des Reinigungssteuerventils (23) und des Atmosphärenlochs (21), wenn der Innendruck (PTNK) des Kraftstofftanks (15) den Zieldruck (P TRG) erreicht;
- d) Erfassen des Drucks in dem hermetisch eingeschlossenen Abschnitts; und
- e) Diagnostizieren eines Fehlers der Kraftstoffverdampfungs-Verhinderungsvorrichtung durch Vergleichen eines Minimaldrucks (P MIN) in dem hermetisch eingeschlossenen Abschnitt mit einem vorbestimmten Vergleichs-Referenzwert (P LEAK) diagnostiziert, wobei der Minimaldruck ein Wert ist, der bei einem Unterschwingen des Drucks nach Bilden des hermetisch eingeschlossenen Abschnitts bei Erreichung des Zieldrucks ist und wobei der Unterschwingungsvorgang bei geschlossenem Reinigungsventil (23) und geschlossenem Atmosphärenloch (21) stattfindet.
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