DE19631844C2 - Vorrichtung zum Einsetzen eines geschlitzten elastischen Sicherungsringes in eine Ringnut eines Werkstückes - Google Patents
Vorrichtung zum Einsetzen eines geschlitzten elastischen Sicherungsringes in eine Ringnut eines WerkstückesInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung der im Oberbegriff des ersten
Patentanspruches angegebenen Art.
Aus der DD 154 807 B1 ist eine gattungsbildende Vorrichtung bekannt. Diese
Vorrichtung besteht im wesentlichen aus zwei Büchsen mit jeweils einem Flansch
am Außenumfang. Die zwei Büchsen werden an den Flanschen miteinander
verschraubt. Die Büchse, in die der Bohrungssicherungsring bei der Montage
eingeführt wird, ist am Innendurchmesser konisch ausgeführt, während, die
darauffolgende, untere Büchse am Innendurchmesser zylindrisch ausgeführt ist. Die
Bohrungssicherungsringe werden von einem Stempel in die konische Büchse
gedrückt, wobei sich deren Durchmesser aufgrund der Konizität verringert bis der
Bohrungssicherungsring den zylindrischen Teil der Vorrichtung, die untere Büchse
erreicht hat. In diese zweite Büchse wird der Bohrungssicherungsring bis zur
Bohrung, in der die Ringnut ist, weitergefördert.
Um Bohrungssicherungsringe in mehrere Ringnuten, die in die Bohrung axial
zueinander versetzt angeordnet sind, zu montieren, sind zwischen den zwei
Buchsen Federbleche als Führungsbleche eingespannt. Diese decken bei der
Montage der Bohrungssicherungsringe diejenigen Nuten, in denen kein
Bohrungssicherungsring verbaut wird. Die Länge der Führungsbleche ist
entsprechend dem zu überbrückenden Abstand von der unteren Büchse der
Montagevorrichtung bis zu der Ringnut, in die ein Bohrungssicherungsring verbaut
wird, dimensioniert.
Bei dieser Lösung ist von Nachteil, dass bei einem Wechsel der Führungsbleche
auf eine andere Länge die zwei Führungsbuchsen komplett demontiert werden
müssen, um neue Führungsbleche einer anderen Länge einzuspannen.
Aufgabe der Erfindung ist es, eine Vorrichtung aufzuzeigen, bei der der
Führungsblechwechsel gegenüber der bekannten Lösung deutlich vereinfacht ist.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die Merkmale des ersten
Patentanspruches gelöst. Durch die beschriebene Art der Lagerung am
Außenumfang der Führungsbuchse in Längsnuten wird ein einfacher Austausch der
Führungsbleche ermöglicht, da sie nunmehr von außen zugänglich sind. Gesichert
werden können die Führungsbleche durch O-Ringe und/oder einen Klemmring, der
verschiebbar auf der Führungsbüchse gelagert ist. Eine komplette Demontage der
Führungsbüchse zum Wechseln der Führungsbleche ist somit nicht notwendig.
Die Unteransprüche 2 bis 5 beschreiben vorteilhafte Ausgestaltungen.
Im folgenden wird die Erfindung an Hand eines bevorzugten Ausführungsbeispiels
näher erläutert. Es stellen dar:
Fig. 1 einen Prinzipschnitt durch eine erfindungsgemäße, an der Bohrung
eines Werkstückes angesetzten Vorrichtung;
Fig. 2 die Ansicht x aus Fig. 1 auf die sog. Führungsbüchse der
Vorrichtung.
Mit der Bezugsziffer 1 ist die Bohrung eines Werkstückes 2 bezeichnet, in
welcher sich eine Ringnut 3 befindet, in die ein üblicher, nicht dargestellter
geschlitzter elastischer Sicherungsring von außen eingesetzt werden soll.
Hierzu wird die erfindungsgemäße Einsetz-Vorrichtung an die Bohrung 1 des
Werkstückes 2 angesetzt, wobei sich eine Führungsbüchse 4 der Vorrich
tung mit ihrem sogenannten Büchsenteil 4a im Bereich des Bohrungsumfan
ges am Werkstück 2 abstützt.
Diese Führungsbüchse 4 der Einsetz-Vorrichtung weist neben dem innenzy
lindrischen Büchsenteil 4a auf deren dem Werkstück 2 abgewandten Seite
noch eine Büchse 4b mit Innenkonus auf. Ein Sicherungsring 5 kann nun
über einen Einlegeschlitz 6, der im dem Werkstück 2 abgewandten Endbe
reich der Führungsbüchse 4 vorgesehen ist, gemäß Pfeilrichtung 7 im we
sentlichen senkrecht zur Längsachse 8 derart in die Einsetz-Vorrichtung ein
gelegt werden, daß die Mittelachse dieses Sicherungsringes 5 im wesentli
chen mit der Längsachse 8 zusammenfällt. Daraufhin wird der Sicherungs
ring 5 mittels eines Einpreßkolbens 9 gemäß Pfeilrichtung 10 zur Ringnut 3
hingeschoben. Im Innenkonus-Abschnitt der Büchse 4b bzw. der Führungs
büchse 4 wird der Sicherungsring 5 dabei in seinem Durchmesser verkleinert
und vorgespannt, so daß er nach Passieren des Büchsenteiles 4a der Füh
rungsbüchse 4 in die Bohrung 1 eingeschoben werden kann.
Das Büchsenteil 4a ist somit Bestandteil einer sogenannten zylindrischen
Hülse, mit Hilfe derer der Sicherungsring 5 nach Passieren der Büchse 4b
mit Innenkonus zur Ringnut 3 hingeführt wird. Diese sogenannte zylindrische
Hülse erstreckt sich dabei nahezu bis zur Ringnut 3 hin, bzw. das Büchsen
teil 4a geht in die Bohrung 1 im Werkstück 2 über. Bei geringfügigem Weiter
schieben des Sicherungsringes 5 gemäß Pfeilrichtung 10 verläßt dann der
Sicherungsring 5 diese sogenannte zylindrische Hülse und gelangt - sich
dabei entspannend - in die Ringnut 3.
Aus der Schilderung dieses Einsetz-Vorganges ergibt sich, daß der Siche
rungsring 5 durch die sogenannte zylindrische Hülse möglichst nahe bis zur
Ringnut 3 geführt werden sollte, daß andererseits jedoch derjenige Abschnitt
dieser sogenannten zylindrischen Hülse, der sich innerhalb der Bohrung 1
befindet, eine möglichst geringe Wandstärke haben sollte, um die erforderli
che Durchmesserverringerung des Sicherungsringes 5 so gering als möglich
zu halten. Aus diesem Grunde besteht bei der hier beschriebenen Einsetz-
Vorrichtung diese sogenannte zylindrische Hülse aus zwei Abschnitten,
nämlich dem bereits erläuterten innenzylindrischen Büchsenteil 4a der Füh
rungsbüchse 4, sowie aus sich daran anschließenden Führungsblechen 11,
die in die Bohrung 1 bis zur Ringnut 3 hineinragen. Die mehreren Führungs
bleche 11 sind dabei nicht nur dünn in Relation zum Durchmesser der Boh
rung 1, sondern jeweils für sich auch relativ schmal gegenüber dem Umfang
der Bohrung 1. Dadurch, daß mehrere derartige Führungsbleche 11 nun
über dem Umfang des Büchsenteiles 4a verteilt angeordnet sind, wird der
Sicherungsring 5 auch nach Verlassen dieser Büchsenteiles 4a, welches
sich wie bereits erläutert am Werkstück 2 abstützt und demzufolge am Be
ginn dieser Bohrung 1 endet, sicher weitergeführt. Dabei ist es keinesweg
erforderlich, diese Führungsbleche steif auszubilden, da sie sich - wie er
sichtlich - bei angesetzter Einsetz-Vorrichtung an der Innenwand der Boh
rung 1 abstützen. Die Führungsbleche 11 stellen somit sicher, daß jeder Si
cherungsring 5 problemlos aus dem Büchsenteil 4a in die Bohrung 1 zur
Ringnut 3 hin gelangen kann.
Die beim hier gezeigten Ausführungsbeispiel sechs Führungsbleche 11 sind
in auf der Außenseite des Büchsenteiles 4a vorgesehenen Längsnuten 12
gelagert, wobei diese Längsnuten 12 zur Bohrung 1 hin konisch auf den an
sonsten auch außen zylindrischen Büchsenteil verlaufen. Diese Anordnung
ist einerseits funktional besonders vorteilhaft und erlaubt es weiterhin, die
Führungsbleche 11 einfach an der Führungsbüchse 4 zu befestigen. Hierzu
ist nämlich ein Klemmring 13 vorgesehen, der die Führungsbleche 11 zwi
schen sich und der Führungsbüchse 4 einklemmt. Da dieser Klemmring 13
im rechtsseitigen, d. h. dem Werkstück 2 abgewandten Randbereich der
Führungsbüchse 4 vorgesehen ist, sind die einzelnen Führungsbleche 11 im
linksseitigen Randbereich der Führungsbüchse 4 zusätzlich noch mit einem
in einer Nut 22 des Büchsenteiles 4a geführten O-Ring 14 zusammengehal
ten, d. h. die Führungsbleche 11 werden durch diesen O-Ring 14 in den
Längsnuten 12 gegen die Oberfläche der Führungsbüchse 4 gedrückt. Auf
grund dessen und da die Längsnuten 12 zur Bohrung 1 hin konisch verlau
fen, ist sichergestellt, daß diese Einsetz-Vorrichtung mit den Führungsble
chen 11 auf einfache Weise in die Bohrung 1 eingesteckt werden kann,
wenn nur der Innendurchmesser des Büchsenteiles 4a im wesentlichen auf
den Bohrungsdurchmesser 1 abgestimmt ist. Wie ersichtlich laufen nämlich
im dem Werkstück 2 zugewandten Endbereich der Führungsbüchse 4 die
Längsnuten 12 im wesentlichen auf dem Innendurchmesser dieses
Büchsenteiles aus, so daß jeder im Büchsenteil 4a geführte Sicherungsring
5 problemlos durch die Führungsbleche 11 weitergeführt wird. Unterstützend
beim Ansetzen bzw. Zentrieren der Einsetz-Vorrichtung bezüglich der Boh
rung 1 wirkt dabei die in der Stirnseite der Führungsbuchse 4 vorgesehene
und an eine Fase 23 des Werkstückes 2 im Umfangsbereich der Bohrung 1
angepaßte Aussparung 24.
Am Klemmring 13 der Einsetz-Vorrichtung ist mittels mehrerer Inbusschrau
ben 15 auf der dem Werkstück 2 abgewandten Seite der Führungsbüchse 4
ein Distanzstück 16 befestigt, an dem wiederum rechtsseitig ein Anschluß
flansch 17 ebenfalls über Inbusschrauben 15 angebunden ist. Dieser An
schlußflansch 17 ist zum Anschluß eines Hydraulikzylinders 18 vorgesehen,
dessen Kolbenstange 19 durch eine koaxial zur Längsachse 8 verlaufende
Bohrung 20 im Anschlußflansch 17 geführt ist, wobei diese Kolbenstange 19
den Einpreßkolben 9 betätigt. Mittels des Hydraulikzylinders 18 kann somit
der Einpreßkolben 9, der den Sicherungsring 5 in der beschriebenen Weise
bewegt, in bzw. gegen Pfeilrichtung 10 verschoben werden. Vorgesehen ist
ferner eine Verdrehsicherungsstange 21, die im Anschlußflansch 17 befe
stigt ist und die ein Verdrehen des Einpreßkolbens 9, der im übrigen in sei
ner rückgezogenen Position, in welcher ein Sicherungsring 5 über den Ein
legeschlitz 6 in die beschriebene Einsetz-Vorrichtung eingeführt werden
kann, gestrichelt nochmals dargestellt ist. Jedoch kann dies sowie eine Viel
zahl weiterer Details insbesondere konstruktiver Art durchaus abweichend
vom gezeigten Ausführungsbeispiel gestaltet sein, ohne den Inhalt der Pa
tentansprüche zu verlassen.
Claims (5)
1. Vorrichtung zum Einsetzen eines geschlitzten elastischen Sicherungsringes
in eine Ringnut eines Werkstückes, die sich versenkt in einer
Werkstücksbohrung befindet, mit einer Führungsbüchse, bestehend aus
einer Büchse mit Innenkonus und einem sich daran anschließenden
zylindrischen Büchsenteil, das sich im Bereich des Bohrungsumfanges an
dem Werkstück abstützt und mit an der Führungsbüchse angeordneten
Führungsblechen, die in die Bohrung bis zur Ringnut hineinragen,
dadurch gekennzeichnet, dass die Führungsbleche (11) in auf der
Außenseite des Büchsenteiles (4a) vorgesehenen Längsnuten (12) gelagert
sind.
2. Einsetz-Vorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß mehrere jeweils für sich gegenüber
dem Bohrungsumfang schmale und in Relation zum Bohrungsdurch
messer dünne Führungsbleche (11) über dem Umfang des Büchsen
teiles (4a) verteilt angeordnet sind.
3. Einsetz-Vorrichtung nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet, daß die Längsnuten (12) zur Bohrung (1) hin
konisch auf dem ansonsten auch außen zylindrischen Büchsenteil
(4a) verlaufen.
4. Einsetz-Vorrichtung nach einem der vorangegangenen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß das Büchsenteil (4a) und die Büchse
(4b) mit Innenkonus zu einer Führungsbüchse (4) zusammengefaßt
sind, auf der außenseitig ein Klemmring (13) die Führungsbleche (11)
fixiert.
5. Einsetz-Vorrichtung nach Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet, daß am Klemmring (13) auf der der Bohrung
(1) abgewandten Seite der Führungsbuchse (4) ein Distanzstück (16)
mit einem Anschlußflansch (17) für einen Hydraulikzylinder (18) zur
Bewegung eines den Sicherungsring (5) verschiebenden Einpreßkol
bens (9), der längsverschiebbar in der Führungsbüchse (4) geführt ist,
befestigt ist, wobei zwischen dem Distanzstück (16) und der Füh
rungsbüchse (4) ein Einlegeschlitz (6) für die Zufuhr eines Siche
rungsringes (5) vorgesehen ist.
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