DE195331C - - Google Patents

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DE195331C
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    • AHUMAN NECESSITIES
    • A01AGRICULTURE; FORESTRY; ANIMAL HUSBANDRY; HUNTING; TRAPPING; FISHING
    • A01LSHOEING OF ANIMALS
    • A01L7/00Accessories for shoeing animals
    • A01L7/10Horseshoe nails

Landscapes

  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Wood Science & Technology (AREA)
  • Zoology (AREA)
  • Environmental Sciences (AREA)
  • Stringed Musical Instruments (AREA)
  • Adornments (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- M 195331 KLASSE 45/. GRUPPE
FRANZ KLAROWICZ in DUISBURG.
Unterlagscheibe für Hufnägel. Patentiert im Deutschen Reiche vom 16. Dezember 1906 ab.
Die Hufe der mit Hufeisen zu beschlagenden Tiere leiden außerordentlich durch die starke Beanspruchung, welche die die Nägel umgebenden Teile des Hufes erfahren. Am meisten in Anspruch genommen sind naturgemäß die oberen Teile des Hufes, da, wo die Nägel am schwächsten sind, also der spezifische Flächendruck ein Maximum ist. Hier kommt es bei spröden Hufen sogar vor,
ίο daß die Nägel die ganze sie umgebende Hornmasse zerbröckeln und wegdrücken oder auch die Hufe in tiefgehender Spaltung einreißen. Man hat versucht, diese Übelstände dadurch zu vermeiden-, daß man mit Zähnen u. dgl.
versehene Scheiben um die aus dem Huf heraustretenden Nagelspitzen legte und über diesen die Nägel umbog oder vernietete. Solche Scheiben können jedoch nicht nach der Seite greifen und infolgedessen Hufspaltungen weder zusammenfassen noch verhindern. Letzteres soll gemäß der Erfindung dadurch ermöglicht werden, daß die Unterlagscheiben mit drei oder mehr weit ausladenden Armen versehen werden, die an ihren Enden die Zähne o. dgl. tragen, welche in den Huf eindringen und den Zug des Hufnagels auf weit auseinanderliegende Stellen des Hufes verteilen.
Auf der Zeichnung ist in den Fig. 1 bis 3 eine Ausführungsform der Unterlagscheibe gemäß der Erfindung veranschaulicht, und zwar zeigt Fig. 1 die Scheibe an einem fertig beschlagenen Huf, die Fig. 2 und 3 stellen die Scheiben in Vorderansicht bzw. in einem senkrechten Mittelschnitt dar. Fig. 4 zeigt eine andere Ausführungsform der Scheibe im Grundriß.
Zur Befestigung des Hufeisens α werden die gewöhnlichen Nägel b verwendet, über deren aus dem Huf herausdringende Spitze die Scheibe c gesteckt wird, deren Arme an ihren äußeren Enden Haken d tragen. Diese Haken sind beim' Aufstecken der Scheibe auf den Nagel gegen den Huf gerichtet, so daß sie beim Umschlagen des Hufnagels in den Huf eindringen und das Plättchen festlegen. Auf diese Weise wird der obere Teil des Nagels vollständig sicher befestigt, ohne die Nagellochwände in Anspruch zu nehmen. Die seitlichen Stöße, welche auf das Hufeisen erfolgen, werden daher unmittelbar von den starken Enden der Nägel auf den Huf übertragen, wobei der spezifische Flächendruck auf den Huf gering ist.
Auch die in die Nägel kommenden Zugbeanspruehungen werden vollkommen durch die unverschiebbaren Plättchen aufgenommen und auf eine große Fläche verteilt, so daß Beschädigung der Hufmasse und Lockerung der Eisen vermieden sind.
Durch Vermehrung der Zahl der Arme der Scheiben hat man es in der Hand, den Halt für die Scheiben auf beliebig viele Punkte des Hufes und auf einen sehr großen Umkreis zu verteilen, so daß die Schonung des Hufes je nach der Sorgfalt, welche man den
Tieren widmen will, oder je nach dem Zustand des Hufes in weiten Grenzen veränderbar ist.
Die Form der Plättchen kann natürlich eine beliebig vieleckige, runde, ovale oder andere sein. Die Zacken können wie üblich aus dem Plättchen selbst abgebogen sein, es können aber auch besonders eingesetzte Stifte verwendet werden, und zwar beide sowohl
ίο am Umfang als auch an der Scheibenfläche selbst. Am sichersten wird der Zweck durch Scheiben erreicht werden, welche aus einem elastischen Stoff, z. B. aus Stahlblech, bestehen, weil dann die in den Scheiben beim Umbiegen des Nagels hervorgehobenen elastischen Verbiegungen einen dauernden Zug auf die Nägel ausüben und einen guten Sitz der Eisen verbürgen. Die Schonung der Hufe nach den verschiedenen Richtungen wird ferner bewirken, daß kein Hufeisen aus dem Grunde abgenommen zu werden braucht, well es sich gelockert hat. Die selten vorgenommene Neunagelung bedingt aber außer der Geldersparnis für den Besitzer des Tieres eine weitere Schonung des Hufes.
Wenn Hufe gerissen sind, können die Scheiben auch dazu benutzt werden, die Risse heilen zu helfen, indem sie, in entsprechender Weise über den Riß gesetzt, denselben schließen.
Wo es nützlich erscheint, können die Scheiben, statt mit Zacken versehen zu sein, auch so hergestellt werden, daß ganze Ränder umgebogen oder aufgesetzt sind.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Unterlagscheibe für Hufnägel, dadurch gekennzeichnet, daß an drei oder mehr weit ausladenden Armen der Scheibe Zacken oder Stifte angeordnet sind, welche in den Huf eindringen und den Zug des Hufnagels auf weit auseinanderliegende Stellen des Hufes verteilen.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen,
    Berlin gedruckt in der REiCHSDRUCKEREt.
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