DE19508C - Eisenbahnzugs-Kontroluhr - Google Patents
Eisenbahnzugs-KontroluhrInfo
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Classifications
-
- G—PHYSICS
- G07—CHECKING-DEVICES
- G07C—TIME OR ATTENDANCE REGISTERS; REGISTERING OR INDICATING THE WORKING OF MACHINES; GENERATING RANDOM NUMBERS; VOTING OR LOTTERY APPARATUS; ARRANGEMENTS, SYSTEMS OR APPARATUS FOR CHECKING NOT PROVIDED FOR ELSEWHERE
- G07C1/00—Registering, indicating or recording the time of events or elapsed time, e.g. time-recorders for work people
- G07C1/02—Registering, indicating or recording the time of events or elapsed time, e.g. time-recorders for work people not involving the registering, indicating or recording of other data
- G07C1/08—Registering, indicating or recording the time of events or elapsed time, e.g. time-recorders for work people not involving the registering, indicating or recording of other data wherein the time is indicated by marking an element, e.g. a card or tape, in position determined by the time
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Description
Su\k,:iMmM^L·^.
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 42: Instrumente.
GUSTAV BINTER in MÜHLDORF a. Inn. Eisenbahnzugs- Controluhr.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 14. August 1880 ab.
Ein nach Stunden und Minuten eingetheilter Papierstreifen b, Fig. 8, welcher auf die Spule a,
FJg. ι, als Rolle aufgesteckt ist, wird von den zwei
dvirch Verzahnung in einander greifenden Trommeln a3«3. und a3'a3', Fig. 6, in Bewegung
gesetzt, und nimmt derselbe seinen Weg zwischen den Walzen a1 ay hindurch, über a2 a2'
zwischen die beiden Trommeln a3 hindurch und von da in den unteren Raum des Apparatkästchens
rs. Die untere Walze a" mit dem
gezahnten Rade asl erhält ihre Bewegung durch
die Welle i" des Uhrwerkes / und theilt diese Bewegung der oberen Walze az, welche ebenfalls
gezahnt ist, mit.
Die Walze a1 sitzt auf dem beweglichen
Arm q, Fig. 9, welcher mittelst der Feder q' den Papierstreifen b stets in Spannung erhält
und zwischen den Walzen al durchgleiten läfst.
Ebenso sitzt die obere Trommel a3 auf einem beweglichen Arm s. Die Feder s' prefst den
Papierstreifen fest, um so ein sicheres Fortbewegen desselben zu bewerkstelligen. Aufserdem
sind zu diesem Zweck die beiden Walzen a3 fein geriffelt.
Ueber der Walze a2 ist an dem horizontal
schwebenden Pendel e, Fig. 6, der sogenannte Registrir- oder Schreibstift b' mittelst Schraube e'
befestigt. Das Pendel ist mit dem Kloben h h' durch ein feines Stahlblättcheny' verbunden und
wird durch die Feder /, Fig. 6, in horizontaler Lage erhalten. Durch die leiseste Erschütterung
beim Fahren wird dieses Pendel in Vibration versetzt, und giebt der Stift so lange auf den
unter ihm durchgehenden Papierstreifen Punkte ab, welche an einander reihend einen Strich
bilden, als die Fahrt währt. Die Dauer des Stillstandes ergiebt eine Unterbrechung des
Striches. Die Schraube g dient zur höheren oder tieferen Einstellung des Stiftes, die
Schraube g' zur Begrenzung der Bewegung des Pendels nach oben.
Fig. 3 stellt die . Construction des Färbestiftes dar. Fig. 4 und 5 zeigen denselben im
Durchschnitt, α ist der Farbebehälter, a' ein
aufzuschraubender Deckel; bei b ist der sogenannte Schreibstift cl eingeschraubt, welcher
aus einem Stahlcylinder e und der aus zwei Theilen zusammengesetzten Spitze c1 besteht;
zwischen diesen beiden befindet sich ein feines Tuchzüngelchen d, über welches der
Messingcylinder e geschoben und über dieses wiederum die Kapsel/ geschraubt wird, welche
sich hermetisch um die Spitze anschliefst und dieselbe zusammenprefst Ist der Behälter a
mit Farbe gefüllt, so wird durch den in den Stift eingezogenen Faden d, Yig. 4, das Tuchzüngelchen
gesättigt, und hinterläfst die Spitze des Stiftes stets ganz kleine scharfe Punkte.
Da der Behälter der Farbe oben hermetisch geschlossen, folglich der Luftdruck ein einseitiger
ist, so wird sich niemals an der Spitze Farbe sammeln und der Stift stets gleichmäfsig
punktiren.
Fig. 8 stellt eine Combination des Controlstreifens mit einer Art Zifferblatt für die Uhr
dar. Die Ziffern links sind die Zeitangabe für die Controle und die Ziffern rechts geben dem
Führer stets die Zeit an, indem der Streifen, von der Walze a2 zu <z2' sich bewegend, an
einer im Kästchen rechts mit starkem Glase verdeckten Oeffnung dx, Fig. 7, vorüber passirt,
hinter welcher an der inneren Wand des Käst-
chens sich ein Zeiger befindet, welcher stets genau mit der vom Registrirstift zu beschreibenden
Minute harmonirt. Deutet z. B. der Zeiger hinter der Oeffnung auf die rechts angebrachte
Zeit ι Uhr 6 Minuten, so wird der Schreibstift ebenso auf die links angegebene
Zeit ι Uhr 6 Minuten punktiren. Um Zeiger und Stift in genaue Harmonie zu bringen, ist
der Zeiger an einem Support d, Fig. i, angebracht, wodurch ein Zusammenstellen beider
ermöglicht ist. Zum Stellen der Uhr nach der richtigen Zeit dient eine auf der unteren Walze as
angebrachte randirte Walze a3", an welcher
man mit der blofsen Hand beliebig vor- oder rückwärts dreht.
Fig. 9 zeigt die Rückseite des Apparates mit der Selbstaufziehvorrichtung. Ein horizontal
bewegliches Pendel ο wird durch die Feder p in schwebender Lage erhalten. Durch die Erschütterung
im Fahren vibrirt dasselbe auf und nieder und setzt mittelst des Sperrhakens x"
das Stahlrädchen IV in Bewegung, wodurch die Uhr aufgezogen wird.
Ist die Uhr abgelaufen, so kann dieselbe auch mittelst eines Schlüssels bei k, Fig. 6, aufgezogen
werden.
Fig. io zeigt die Construction des Aufziehpendels. Auf dem Rohr o' des Pendels ο sitzt
ein beweglicher Arm o" mit dem Sperrhaken λ;". Derselbe legt sich infolge des Druckes der Feder
χ stets an einen Stift an, ebenso wird durch dieselbe Feder bei x' der Sperrhaken in
die Zähne des Rades IV gedrückt. Die Feder χ wird durch die Verschiebung der
Klemme o'" so regulirt, dafs, sobald die Zugfeder der Uhr genügend aufgezogen und die
normale Spannung überschritten wird, der Arm o" mit dem Sperrhaken ausweicht und ein Aufziehen
nicht mehr stattfindet, somit ein Ueberspannen unmöglich ist.
Behufs Füllung des Färbestiftes wird die Schraube e', Fig. i, losgeschraubt und der Stift
herausgenommen.
Um eine Papierrolle einzulegen, hebt man den Arm e, welcher von der Feder vv' in
seiner Stellung festgehalten wird, in die Höhe, nimmt den vorderen Theil der Spule ab und
steckt die Papierrolle auf etc.
y veranschaulicht die Vorrichtung zur Regulirung des Ganges der Uhr.
Fig. 11 zeigt die äufsere Ansicht des Apparates
in kleinerem Mafsstabe. z' ist die Thür, welche behufs Einlegens eines Papierstreifens,
Füllens des Färbestiftes etc. geöffnet wird. Das Thürchen r2 ist zu öffnen, wenn ein Abtrennen
des abgelaufenen Controlstreifens vorgenommen werden soll.
An Stelle der in Fig. 3 und 4 ersichtlichen Markirvorrichtung kann auch die in Fig. 12
und-13 dargestellte treten.
Hierbei wird eine mit Tuch überzogene Walze d, auf welcher bei c ein gezahntes Rädchen
und bei c' eine fein randirte Scheibe sitzt, von α b und b' gehalten, indem sie um die
Achse d1 drehbar ist. Auf der verlängerten Welle d' sitzt ebenfalls drehbar der Arm e e",
welcher die Welle /' mit einem Stahlrädchen und einem Trieb g trägt. Wird die Walze d in
Drehung versetzt, so läuft das Stahlrädchen mit, weil das Zahnrad c in den Trieb g eingreift,
und es überzieht die mit Farbe getränkte Tuchwalze d das leise anliegende Stahlrädchen /
fortwährend mit Farbe.
Fig. 13 zeigt diesen Apparat an der Controluhr
angebracht. Durch die den Apparat haltende Feder b wird derselbe mit dem Rande
des Rades c und der randirten Scheibe cx auf
den über die Walze a? sich fortbewegenden Papierstreifen geprefst und hierdurch die Walze d
in drehende Bewegung versetzt, und durch diese das Stahlrädchen f, welches fortwährend von
dem Papierstreifen entfernt gehalten wird, weil die Arme e e" bei e" beschwert sind. Schlägt
infolge der im Fahren entstehenden Erschütterung ein als Pfeil bezeichnetes Hämmerchen h
bei e auf die Welle /', so neigt sich e mit dem stets mit frischer Farbe überzogenen Stahlrädchen
/' auf den Papierstreifen nieder und hinterläfst dort gleichmäfsige kleine Punkte,
welche, an einander gereiht, einen entsprechend der Fahrtdauer langen Strich bilden.
Claims (2)
1. Eine Eisenbahnzug-Controluhr, weiche sich
kennzeichnet durch einen über Rollen geführten, mit zwei neben einander liegenden
Stundenscalen versehenen Papierstreifen b, dessen eine Scala zur Registrirung der
Fahrt durch einen mit Farbe gefüllten Stift bl oder durch die in Fig. 13 dargestellte
Röllchenvorrichtung infolge der Erschütterung beim Fahren mit auf einander folgenden
Punkten versehen wird, während die andere Scala, hinter dem Schauloch weglaufend,
dem Führer zur Wahrnehmung der Zeit dient.
2. Die Selbstaufziehvorrichtung der Uhr, bestehend aus dem horizontalen Arm o, welcher
bei stattfindender Fahrerschütterung mittelst der Klinke x" ein Sperrrad schaltet,
dabei jedoch ein Ueberaufziehen vermeidet durch Anbringung dieser Klinke ah dem
mittelst Feder χ mit dem Arm 0 bewegbar verbundenen Theile o".
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19508T | 1880-08-14 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE19508C true DE19508C (de) | 1882-12-15 |
Family
ID=34484180
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE188019508D Expired DE19508C (de) | 1880-08-14 | 1880-08-14 | Eisenbahnzugs-Kontroluhr |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE19508C (de) |
-
1880
- 1880-08-14 DE DE188019508D patent/DE19508C/de not_active Expired
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