DE1934883U - Vorrichtung zum einsacken bzw. zusammenpressen von komprimierbarem material in ballenform. - Google Patents
Vorrichtung zum einsacken bzw. zusammenpressen von komprimierbarem material in ballenform.Info
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Description
651642*11.1265
Louis DELATTRE ROUBAIX/Nord-Frankreich
Vorrichtung zum Einsacken bzw. Zusammenpressen von komprimierbarem
Material in Ballenform
Die Neuerung bezieht sich auf eine Vorrichtung zum Einsacken bzw. Zusammenpressen von komprimierbarem Material in Ballenform
mit Hilfe einer Presse.
Derartige Ballen aus komprimierbarem Material werden häufig entweder für bestimmte Bearbeitungsprozesse, denen das Material
unterworfen werden soll, oder aber zur bequemen und raumsparenden Speicherung und Handhabung oder zum vereinfachten Transport des
Materials hergestellt. Insbesondere werden Textilprodukte auch häufig in Form derartiger Ballen eingefärbt.
/Iζ
D865.42D.1 Bll/JO/sch.
Bisher bekannte Vorrichtungen zur Herstellung derartiger Ballen haben jedoch den Nachteil, dass die Verschnürung bzw», Umwicklung
der fertig komprimierten Ballen mit Schwierigkeiten verbunden und umständlich ist. Meistens geht man bisher so vor, dass man,
solange sich das komprimierte Material noch in der Presse befindet, zwischen dem gepressten Material und den Druckstempeln
Schnüre bzw. Drähte einfädelt, mit welchen der gepresste Ballen umschlungen und dann zusammengeschnürt wird. Zu diesem Zwecke
müssen die das gepresste Material beaufschlagenden Stempel der Presse mit Nuten versehen sein, in welche die Schnüre bzw.
der Draht einfädelbar ist. Durch diese Schnüre bzw. Drähte wird dann der Materialballen nach Entlastung der Presse etwa in
seiner komprimierten Form zusammengehalten.
Das Einfädeln und Umwickeln der Ballen ist jedoch eine umständliche
Arbeit, und ausserdem schneiden die Schnüre bzw. Drähte nach der
Entlastung des Ballens mehr oder weniger tief in dessen Material ein, das sich Kraft der Eigenelastizität wieder zu entspannen sucht.
Ausserdem. besteht beim späteren Lösen des Ballens die Gefahr, dass nicht alle Schnüre oder Drähte entfernt werden und Reste davon
im weiterzubehandelnden Material verbleiben.
Ferner ist diese Art der Ballenverschnürung auf Materialien begrenzt,
die nur verhältnismässig unhomogen, sind, wie beispielsweise
lang^-fiasigere Textilmaterialien, da feiner verteilte Stoffe durch
Schnüre oder Drähte nicht zusammengehalten würden.
Um diese Nachteile der Verpackung von Ballen mittels ,Schnüren
oder Drähten zu vermeiden, hat man bereits versucht, eine aus zwei Teilen bestehende Verpackungsumhüllung zu verwenden;
die beiden Umhüllung steile werden dabei unter die beiden Pressstempel
gelegt und nach Beendigung des Komprimierungsprozesses miteinander verbunden. Auch Vorrichtungen dieser Art sind
jedoch nachteilig,, da die nachträgliche, zuverlässige Verbindung beider Verpackungshälften mit grossen Schwierigkeiten verbunden
ist.
Der Neuerung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung des eingangs beschriebenen Typs zu schaffen, welche die Nachteile
der bisher bekannten Einrichtungen zur Herstellung komprimierter Materialballen nicht aufweist, einfach aufgebaut und zu bedienen ist
und ausserdem eine zuverlässige Umhüllung der komprimierten
Materialballen mit beliebigem Verpackungsmaterial, vorzugsweise in Sackform, zu erzielen erlaubt.
Ausgehend von einer Vorrichtung der eingangs beschriebenen Art ist die Neuerung zur Lösung dieser Aufgabe gekennzeichnet durch
einen, das zu komprimierende Material aufnehmenden Behälter, über dessen eine offene Stirnseite ein als spätere Ballenumhüllung
dienender Sack stülpbar ist und welcher einen bewegbaren Boden aufweist, durch ein zwischen dem Boden und dem diesen Boden
beaufschlagenden Pressstempel angeordnetes, unterhalb des erwähnten Bodens einen freien Raum bildendes Distanz stück
sowie eine nach Beendigung des Pressvorganges in diesen freien
Raum einführbare Extraktionseinrichtung zur Entfernung des beweglichen Bodens aus dem Inneren des den fertig komprimierten
Ballen umhüllenden und auf seiner Unterseite zu diesem Zwecke mit einer schlitzförmigen Oeffnung versehenen Sackes.
Die Neuerung wird anhand der Zeichnungen an einem Ausführungsbeispiel
näher erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 einen das einzusackende Material aufnehmenden Behälter
mit bewegbarem Boden sowie über seine offene Oberseite gestülptem Sack oder Beutel, in der Arbeitsstellung unter
einer Presse,
Fig. 2 eine der Fig. 1 entsprechende Ansicht der, Vorrichtung während
des Füllens des Sackes,
Fig. 3 den Sack am Ende des Pressvorgangs im gefüllten Zustand,
Fig. 4 den fertig gefüllten Sack während der Entfernung des beweglichen
Behälterbodens mit Hilfe einer Extraktionsplatte, und
Fig. 5 eine schematische Draufsicht auf die Extraktionsplatte nach
Fig. 4.
Nach Fig. 1 besteht der das einzusackende bzw. zu komprimierende Material aufnehmende Behälter aus einem Zylinder 1, dessen bewegbarer
Boden von einer spiralförmig ausgebildeten, geschlitzten Scheibe gebildet wird. Diese Scheibe 2 kann beispielsweise aus Metall oder
auch aus einem geeigneten Kunststoff bestehen und hat eine hinreichende Dicke, damit eine Verbiegung der Scheibe während des
Pressvorganges vermieden wird. Die Scheibe 2 weist eine zentrale
Oeffnung 3 für den Durchtritt einer axial zum Behälter orientierten
Spindel 8 sowie den bereits erwähnten Radialspalt 4 auf, dessen Kanten abgeschrägt sind. Eine axiale Spindel 8 kann immer dann
verwendet werden, wenn das verarbeitete Material die Form eines mit einer Hohlnabe versehenen komprimierten Ballens erhalten
soll.
Die Scheibe 2 ist derart bleibend verformt, dass im Ruhezustand der Scheibe, also ohne Belastung, die beiden, den Radialspalt 4
bildenden Schrägkanten etwas versetzt gegenejiaader in verschiedenen
Ebenen liegen, so dass also infolge des auseinanderklaffenden Spaltes 4 die Scheibe 2 eine leichte Spiralform erhält. "Wenn
dagegen die Scheibe 2 unter der Wirkung der Presse belastet wird, dann werden, wie auf Fig. 2 dargestellt, die beiden Schrägkanten
unter Bildung einer ebenen Scheibe aufeinandergepresst.
Sobald jedoch die Scheibe erneut entlastet wird, nimmt sie wieder unter Auseinanderklaffen des Spaltes 4 ihre ursprüngliche Spiralgestalt
ein, indem derjenige Abschnitt der Scheibe 2, der die nach den Figuren rechts liegende Schrägfläche aufweist, nach unten
nachgeben kann. Diese Schrägfläche ist nach unten durch einen oder mehrere abwärts gerichtete Vorsprünge 5 verlängert.
Die untere Platte 6 der nicht dargestellten Presse stützt sich
unter Zwischenschaltung eines zylindrischen Druckstücks 7 auf
der Unterseite der Scheibe 2 ab. Im betrachteten Ausführungsbeispiel, bei welchem eine zentrale Spindel 8 verwendet wird,
weist dieses Druckstück 7 ebenfalls eine zentrale Oeffnung zur Durchführung dieser Spindel auf.
Die offene Oberseite des Behälters 1 ist mit einem Beutel oder·Sack 9 abgedeckt, der, wie auf Fig. 1 gezeigt, über den
Behälter 1 gestülpt ist und sich über eine vorgebbare Länge des Behälters erstreckt. Am unteren Rand des Sackes 9 ist eine
Führung oder Schlaufe 10 zur Durchführung einer Schnur 11 vorgesehen, deren beide Enden an einer Umfangsstelle zum
Zwecke der späteren Zuschnürung des Sackes herausgeführt sind. Wie auf Fig. 1 ferner gezeigt, ist der Sack 9 an einer Umfangsstelle
senkrecht zur Führung der Schnur 11, also in Achsenrichtung des Behälters 1, unter Bildung eines Schlitzes 12 um eine bestimmte Länge eingeschnitten.
Oberhalb des Behälters 1 befindet sich der Gegenstempel 13 der Presse, welcher mit einer zentralen Oeffnung 14 zum Durchtritt
der zentralen Spindel 8 versehen ist,. Zur besseren Führung der zentralen Spindel 8 während des Pressvorgangs ist die
Oeffnung 14 des oberen Pressstempels 13 durch eine vertikale Führungshülse 15 verlängert.
Während des Pressvorganges, also während der-Aufwärtsbewegung
des unteren Pressstempels 6, wird das im Behälter 1 befindliche Material 16 unter Eindrücken in den Sack 9, also unter Aufwärts bewegung,
zwischen den beiden Pressstempeln 6 und 13 komprimiert. Ein Zwischenzustand ist auf Fig. 2 dargestellt. Wenn der Press Vorgang
beendet ist, dann befindet sich der Sack 9 über dem oberen Rand des Behälters 1 und enthält die gesamte Menge des
nunmehr komprimierten Materials 16, das sich ursprünglich im Behälter 1 befunden hat ♦ Dieser Zustand ist auf Fig. 3 dargestellt.
In dieser Endlage erfährt die durch den unteren Pressstempel 6 beaufschlagte, den beweglichen Boden des Behälters bildende
Scheibe 2 ihre grösste Beanspruchung und ist daher unter Aufeinander
drückung der beiden, den ursprünglichen Spalt begrenzenden Schrägflächen 4 zu einer ebenen Scheibe 2 verformt. In dieser.
Stellung nach Fig. 3 wird nunmehr der'Sack 9 nait Hilfe der Schnur
zugesehnürtli damit auch die Unterseite des durch das komprimierte
Material 16 gebildeten Ballens durch den Sack 9 verschlossen werden kann, ist die Länge des Sackes 9 grosser gewählt, als
es der Dicke des fertig komprimierten Ballens entspricht, so dass im fertig komprimierten Zustand3g359S3i herunterhängendes Sackte.il
entsteht, das über die Unterseite des Ballens gelegt und verschnürt wird. Zu diesem Zwecke ist der durch das Druckstück 7 gebildete
Zwischenraum zwischen dem unteren Druckstempel 6 der Presse und der Scheibe 2 vorgesehen, durch den die Unterseite
des komprimierten Ballens 16 zugänglich ist. Diese Zuschnürung
bzw. Einwicklung des komprimierten Ballens 16 schliesst natürlich zunächst auch die geschlitzte Scheibe 2 ein, die sich
innerhalb des zugebundenen Sackes nach wie vor auf der Unterseite des Ballenmaterials 16 befindet; jedoch geht man beim
Zuschnüren des Sackes 9 derart vor, dass man dafür sorgt,
dass der nach unten ragende Vorsprung 5 am einen Endabschnitt der Schlitz scheibe 2 durch den Sackspalt 12 nach unten he rausragt,
wie es auf Fig. 3 angedeutet ist.
Zur Entfernung der noch innerhalb des Sackes befindlichen
Scheibe 2 benutzt man nun eine Extraktionseinrichtung ,welche nach
den Fig. 4 und 5 aus einer zangenförmig geschlitzten Platte 18 besteht, die an einem gelenkig am Gestell der Presse gelagerten
Arm. 19 befestigt ist. Die Breite des radialen Schlitzes 20 in der
Extraktionsplatte L 8 ist derart bemessen, dass die Platte 18 bei Einführung in.den Zwischenraum 17 das zylindrische Druckstück
beidseitig umfasst. Der breite Schlitz 20 der Platte 18 ist in Richtung auf den Arm 19 durch einen Spalt 21 kleinerer BrejLte
verlängfert; in diesen Spalt 21 greift der erwähnte ^ aus dem
Sackloch 12 herausragende Vorsprung 5 der Schlitz scheibe 2 ein.
Wenn man nun die Presse und damit den komprimierten Ballen entlastet, dann nimmt die Schlitz scheibe 2, da sie keinem Druck
von unten mehr unterliegt, wieder ihre auf Fig. 1 dargestellte spiralförmige Gestalt an, d.h. , der Spalt 4 in der Scheibe 2 klafft
wieder auseinander. Jetzt genügt es, den komprimierten Ballen 16 [
in Relation zu versetzen, so dass die durch die Extraktionsplatte
festgehaltene Schlitzscheibe 2 durch den Sackspalt 12 nach einer Umdrehung des Ballens 16 aus dem Sack 9 herausgedreht wird.
Auf diese Weise lässt sich die Scheibe 2 leicht aus dem bereits zugeschnürten Ballen 16 entfernen, ohne dass dieser Ballen die
Gelegenheit hat, sich in unerwünschter Weise wieder zu entspannen.
Ohne weitere Handgriffe ist der vollständig im Sack 9 eingewickelte komprimierte Ballen dann weiterverarbeitbar bzw.
für die Speicherung oder für den Transport geeignet. Der Sack 9 kann, je nach der beabsichtigten Weiterverarbeitung bzw. Weiterbehandlung
des Ballens.aus Kunststoff, aus Papier oder auch aus Textilmaterial, gegebenenfalls in Netzform, bestehen.
Die Neuerung ist nicht auf das beschriebene Ausführungsbeispiel beschränkt, sondern lässt hinsichtlich der Ausbildung der einzelnen
Vorrichtungsteile mannigfache Varianten zu.
Claims (5)
1. Vorrichtung zum Einsacken bzw. Zusammenpressen von
komprimierbarem Material in Ballenform mit Hilfe einer Presse, gekennzeichnet durch einen, das zu komprimierende Material (16)
aufnehmenden Behälter (l), über dessen eine offene Stirnseite
ein als spätere Ballenumhüllung dienender Sack (9) stülpbar ist
und welcher einen bewegbaren Boden (2) aufweist, durch ein zwischen dem Boden (2) und dem diesen Boden beaufschlagenden
Pressstempel (6) angeordnetes, unterhalb des erwähnten Bodens (2) einen freien Raum (17) bildendes Distanzstüek (7) sowie
eine nach Beendigung des Pressvorganges in diesen freien Raum
(17) einführbare Extraktionseinrichtung (18,19) zur Entfernung des beweglichen Bodens (2) aus dem inneren des den fertig komprimierten
Ballen umhüllenden und auf seiner Unterseite zu diesem Zwecke mit einer schlitzförmigen Oeffnung (12) versehenen Sackes
(9).
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass
der bewegliche Boden des Behälters (l) aus einer mit einem radialen
Schlitz (4) versehenen Scheibe (2) besteht, die im unbelasteten Zustand unter Auseinanderklaffen des Schlitzes (4) eine leicht spiralförmige
Gestalt einnimmt.
3. Vorrichtung nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet,
dass die erwähnte schlitzförmige Oeffnung (12) des Sackes (9) an seinem Umfangsrand eingeschnitten und senkrecht
zu einer längs des Sackrandes verl aufenden Schlaufe (10) orientiert
ist, in welcher eine der Zuschnürung des Sackes dienende Schnur (11) geführt wird.
4. Vorrichtung nach den Aib prüchen 1-3, dadurch gekennzeichnet,
dass das Distanzstück zwischen dem einen Pressstempel (6) und
der den beweglichen Boden bildenden Schlitz scheibe (2) aus einem zylindrischen Druckstück (7) besteht, dessen Durchmesser
wesentlich kleiner als der Durchmesser der Schlitz scheibe (2) ist.
5. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die erwähnte Extraktionseinrichtung eine gabelförmig geschlitzte
Platte (18) aufweist, welche unter Umgreifung des Distanz Stückes (7)
unter den fertig komprimierten _ Ballen schiebbar und welche ausserdem mit Mitteln (21) zur Blockierung der den beweglichen
Boden bildenden Schlitz scheibe (2) während der Rotation des
fertig komprimierten Ballens zum Zwecke des Herausdrehens der Schlitzscheibe (2) aus dem Inneren der Umhüllung versehen ist.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| FR998416A FR1425555A (fr) | 1964-12-12 | 1964-12-12 | Procédé pour l'ensachage de masses en matières compressibles et installation pour la mise en oeuvre de ce procédé |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1934883U true DE1934883U (de) | 1966-03-17 |
Family
ID=8844661
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DED32448U Expired DE1934883U (de) | 1964-12-12 | 1965-12-11 | Vorrichtung zum einsacken bzw. zusammenpressen von komprimierbarem material in ballenform. |
Country Status (3)
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|---|---|
| BE (1) | BE673634A (de) |
| DE (1) | DE1934883U (de) |
| FR (1) | FR1425555A (de) |
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1964
- 1964-12-12 FR FR998416A patent/FR1425555A/fr not_active Expired
-
1965
- 1965-12-11 DE DED32448U patent/DE1934883U/de not_active Expired
- 1965-12-13 BE BE673634D patent/BE673634A/xx unknown
Also Published As
| Publication number | Publication date |
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| FR1425555A (fr) | 1966-01-24 |
| BE673634A (de) | 1966-04-01 |
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