DE193442C - - Google Patents

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DE193442C
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gas
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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F42AMMUNITION; BLASTING
    • F42BEXPLOSIVE CHARGES, e.g. FOR BLASTING, FIREWORKS, AMMUNITION
    • F42B19/00Marine torpedoes, e.g. launched by surface vessels or submarines; Sea mines having self-propulsion means
    • F42B19/36Marine torpedoes, e.g. launched by surface vessels or submarines; Sea mines having self-propulsion means adapted to be used for exercise purposes, e.g. indicating position or course

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Physical Education & Sports Medicine (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Combustion & Propulsion (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Feeding, Discharge, Calcimining, Fusing, And Gas-Generation Devices (AREA)

Description

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KAISERLICHES
PATENTAMT.
^PATENTSCHRIFT
-■Jig 193442- KLASSE 65 d. GRUPPE
GEBR. LAMPMANN in KIEL
Es ist bekannt, den Weg von Geschossen, Torpedos oder anderen durch das Wasser hindurch fortgetriebenen Gegenständen durch austretendes und sich entzündendes Phosphorwasserstoffgas zu kennzeichnen. Es hat sich jedoch gezeigt, daß dieses Verfahren nicht genügend wirksam ist, und daß ein besseres Ergebnis erzielt wird durch Mitverwendung einer Azetylengasbeleuchtung, ähnlich wie sie
ίο bei Leuchtbojen bekannt ist.
Gemäß der vorliegenden Erfindung soll eine Azetylengasbeleuchtung bei Geschossen, Torpedos u. dgl. dadurch erreicht werden, daß die Bewegung des Geschosses mitbenutzt wird, um die beiden ausströmenden Gasstrahlen (Phosphorwasserstoff und Azetylen) miteinander zu mischen. Diese Mischung findet in der Weise statt, daß die Ausströmöffnung für das Phosphorwasserstoffgas in der Fahrtrichtung des Gegenstandes vor der oder den Ausströmöffnungen für das andere Gas (Azetylengas oder ein anderes geeignetes Gas) angeordnet ist. Zweckmäßig hat dabei die Ausströmöffnung für das Phosphorwasserstoffgas etwas niedrigere Lage als die Ausströmöffnung für das andere Gas. Bei Geschossen läßt sich dies am einfachsten in der Weise einrichten, daß die Geschoßspitze als Phosphorwasserstofferzeuger benutzt wird, so daß die Gasauströmöffnung sich auf dem Kegelmantel der Spitze kurz vor dem Übergang zu dem Hauptteile des Geschosses befindet/ ■
Durch die neue Einrichtung werden in mehrfacher Hinsicht wesentliche Vorteile erzielt. Es ist wichtig, daß die Phosphorwasserstoffflamme beständig brennt und die Bewegungsrichtung des Geschosses o. dgl. angibt, auch wenn dieses unter Wasser sich befindet, daß aber ein wirksameres Leuchten durch die Mitentzündung der zweiten Flamme gegeben ist, sobald das Geschoß o.'dgl. sich an der Oberfläche des Wassers bewegt, so daß das Wasser die zweite Flamme nicht auslöscht. ,
Auf der Zeichnung ist die Erfindung in einer beispielsweisen Ausführung im Längenschnitt dargestellt.
Der Innenraum des an der Spitze eines Torpedos o. dgl. zu befestigenden Leuchtkörpers ist durch eine Wand 1 in die Kammern 2 und 3 abgeteilt. In der Kammer 2 befindet sich Phosphorkalzium; in der Kammer 3 ist Kalziumkarbid enthalten.
Die Wandung der Kammer 2 ist mit einer Wassereintrittsöffnung 4 und mit einer Gasaustrittsöffnung 5 versehen. Die Kammer 3 hat eine durch ein Ventil 6 verschließbare öffnung 7 und eine Gasaustrittsöffnung 8, welche hinter der Gasaustrittsöffnung 5 der Kammer 2 liegt. Wie ersichtlich, liegt bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel die öffnung 5 etwas tiefer als die öffnung 8. Die öffnungen 5 und 8 bzw. 4 und 7 werden im Nichtgebrauchsfalle von Streifen 9 überdeckt, die an dem Mantel des Leucht-
körpers angelötet sind. Das freie Ende jener Streifen 9 ist mit Klappen IO verbunden, die bei 11 an den Leuchtkörpermantel angelenkt sind.
Im Gebrauchsfalle wird infolge der Bewegung des Torpedos durch das Wasser ein Wasserdruck erzeugt, der die Klappen 10 in Richtung der Pfeile 12 bewegt, wodurch die Streifen 9 von dem Leuchtkörpermantel
abgerissen und die öffnungen 4 und 7 bzw. 5 und 8 freigelegt werden. Durch die öffnungen 4 und 7 tritt dann Wasser in die Kammern 2 und 3 ein. In der Kammer 2 entwickelt sich infolgedessen Phosphorwasser-
stoff, der durch die öffnung 5 austritt. In der Kammer 3 wird durch den Zutritt von Wasser zum Kalziumkarbid Azetylen erzeugt, das durch die öffnung 8 nach außen tritt. Das aus der öffnung 5 ständig entweichende Phosphorwasserstoffgas wird durch die Bewegung des Geschosses ständig in solcher Weise nach rückwärts abgelenkt, daß es mit -Sicherheit auf den durch die öffnung 8 austretenden Azetylengasstrom trifft. Durch diese Art der Anordnung der beiden Gasaustrittsöffnungen wird eine Mischung der Gase erreicht, die ihr Entzünden an der Oberfläche infolge der Entzündurig des Phosphorwasserstoffs bei der Berührung mit der Luft sichert.
. Die beschriebene Ausführung der Erfindung kann in ihren Einzelheiten in mehrfacher Hinsicht abgeändert sein. Es gilt dies insbesondere von der Unterteilung des Leuchtkörpers für die Bildung der beiden Behälter; die Zahl der Behälter kann beliebig sein. Auch kann die Zahl der Ausströmöffnungen sowohl für das Phosphorwasserstoffgas als auch für das Azetylengas beliebig sein. Statt des Azetylengases kann natürlich auch irgendein anderes den gleichen Zweck erfüllendes Gas Verwendung finden. Auch die Einrichtungen zum selbsttätigen Öffnen der Einlasse für das Wasser und der Auslässe für die Gase können sehr verschiedenartig sein; anstatt durch den Einfluß des Wasserdruckes können sie von mechanisch wirkenden Vorrichtungen (Uhrwerken o. dgl.) betrieben werden.

Claims (2)

Patent-Ansprüche:
1. Vorrichtung zum Anzeigen des Weges von Torpedos, Wassergeschossen oder ähnlichen, auf dem Wasser Oder unter Wasser fortbewegten Gegenständen mittels Azetylengas o. dgl., das in dem Gegenstand entwickelt und durch auf die gleiche Weise entwickeltes Phosphorwasserstoffgas entzündet wird, dadurch gekennzeichnet, daß die Austrittsöffnungen für den Phosphorwasserstoff und das Azetylen o. dgl. hintereinander angeordnet sind, um zu bezwecken, daß das Phosphorwasserstoffgas durch die Bewegung des Gegenstandes beständig gegen den Azetylengasstrom trifft und mit ihm vermischt zur Wasseroberfläche emporsteigt, wo die Entzündung erfolgt.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Spitze des Geschosses die Kammer für das Phosphorkalzium, der dahinter liegende Teil des Geschosses die Kammer für das ' Kalziumkarbid bildet, wobei die Austrittsöffnung für das Phosphorwasserstoffgas auf dem Kegelmantel der Geschoßspitze etwas tiefer als die Austrittsöffnung für das andere Gas liegt.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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