DE192531C - - Google Patents

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DE192531C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C01INORGANIC CHEMISTRY
    • C01GCOMPOUNDS CONTAINING METALS NOT COVERED BY SUBCLASSES C01D OR C01F
    • C01G9/00Compounds of zinc
    • C01G9/08Sulfides

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Inorganic Chemistry (AREA)
  • Separation Of Suspended Particles By Flocculating Agents (AREA)

Description

KAISERLICHES
y Kippe ^kv
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 22/. GRUPPE
Patentiert im Deutschen Reiche vom 24. August 1906 ab.
Bis heute kommt als Ersatzmittel für Bleiweiß neben Zinkoxyd (Zinkweiß) vor allem Lithopon in Betracht.
Lithopon wird gewöhnlich am Lichte dunkel und enthält sehr viel Bariumsulfat, dessen Deckfähigkeit selbst äußerst gering ist.
Es geht hieraus hervor, daß in dem Lithopon genannten Gemisch die gute Deckkraft fast ausschließlich dem Zinksulfid zukommt;
ίο übrigens ist es eine längst bekannte Tatsache, daß reines Zinksulfid sogar bedeutend besser deckt als Bleiweiß. Bis" heute standen aber seiner Verwendung als Malerfarbe der hohe Preis und die Schwierigkeit, es vollkommen weiß zu erhalten, hindernd im Wege.
Die Hauptschwierigkeit, ein vollkommen weißes Zinksulfid herzustellen, liegt in der vollständigen Entfernungaller gefärbten Metallsulfide (Blei, Cadmium, Zinn, Eisen, Mangan), welche in den Zinkmineralien vorkommen.
Es ist in der analytischen Chemie bekannt, daß Schwefelwasserstoff aus einer sauren Lösung von Zink und Eisen zuerst Zink und dann erst Eisen ausfällt. Erfinder hat nun die überraschende Beobachtung gemacht, daß aus einer essigsauren Lösung dieser Metalle bei Gegenwart von Bleiacetat der Vorgang beim Einwirken von Schwefelwasserstoff umgekehrt ist, daß also zunächst Eisen mit Bleisulfid niedergeschlagen und danach das Zinksulfid gefällt wird. Um die Reaktion vollständig in diese Bahn zu lenken, muß die Bleimenge größer sein als die Eisenmenge und mindestens 2 Prozent von derjenigen des Zinks betragen, oder es muß eine kleine Menge Schwefelsäure zugegen sein.
Wenn die verwendeten Zinkmineralien nicht selbst Blei enthalten, so müssen also bleihaltige Erze zugesetzt werden, vorteilhafterweise in genügender Menge, um einen Schwefelsäurezusatz überflüssig zu machen.
Das Verfahren wird folgendermaßen durchgeführt:
Das Zinkmineral (Carbonat oder Sulfid) wird geglüht und der Glührückstand mit genügend verdünnter Essigsäure behandelt, sodaß die gebildeten Acetate in Lösung gehalten werden. Die Lösung wird von dem Rückstande abfiltriert, welcher Kieselsäure und Schmermetalloxyde enthält, falls die Essigsäuremenge richtig bemessen wurde. Die erhaltene Lösung wird mit Schwefelwasserstoff behandelt, so daß Blei, Kupfer, Cadmium, Zinn und Eisen vollständig ausgefällt werden; Schwefelsäure wird eventuell wie oben erläutert hierbei zugesetzt. Nach mehreren Stunden wird abfiltriert, die Lösung enthält nunmehr nur noch Zink, Mangan, Calcium und Magnesium. Sie wird wieder mit Schwefelwasserstoff behandelt, wobei reines Zinksulfid ausfällt, welches auf einem Filter gesammelt wird. Die Lösung enthält Essigsäure, Mangan-, Calcium- und Magnesiumacetat und noch unzersetztes Zinkacetat, letzteres dank der Gegenwart freier Schwefelsäure. Mangan und Magnesium kommen in den Zinkmineralien nur in sehr
geringer Menge vor, das Calcium wird, wenn es nicht" vorher schon geschehen war,· als Calciumsulfat größtenteils ausgefällt.
Die nunmehr abfallende Lösung enthält als Hauptbestandteil Essigsäure neben etwas Zink und Schwefelsäure und dient zur Behandlung einer neuen Menge geglühten Zinkminerals. Wird nach einer Reihe von Behandlungen die essigsaure Lauge zu reich an. Mangan ίο und Magnesiumverbindungen, so wird durch einfache Destillation - ■ unter · Zusatz von Schwefelsäure die Essigsäure wieder rein gewonnen. ;
Das nach dem beanspruchten Verfahren gewonnene wasserhaltige Zinksulfid wird bei mäßiger Temperatur getrocknet und dient als Malerfarbe besonders zum Anstrich von Außenfassaden.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Verfahren zur Herstellung von Zinksulfid aus zinkhaltigen Mineralien, dadurch gekennzeichnet, daß in die essigsaure Lösung bei Gegenwart von Bleiacetat Schwefelwasserstoff eingeleitet wird, wobei zunächst. die Sulfide des Eisens und Bleis gefällt werden, während Zinksulfid nach dem Filtrieren aus der zinkhaltigen Lösung durch weiteres Einleiten von Schwefelwasserstoff abgeschieden wird.
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