DE1925264C3 - Sicherheitsventil für Dampfdruckkochtöpfe - Google Patents
Sicherheitsventil für DampfdruckkochtöpfeInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein Sicherheitsventil für
Dampfdruckkochtöpfe mit einem Ventilkörper aus Kunststoff, Gummi od. dgl, welcher am Außenumfang
mit einem oberen Endanschlag und einer im Abstand der Blechdicke der Wand des Kochtopfes oder des
Topfdeckels gegenüberliegenden Lippe in einer Öffnung der Wand gehalten ist und welcher einen
Entlüftungskanal aufweist, der von einer dem Topfinnenraum zugewandten Stirnfläche ausgeht und in einen
Mantelteil des Ventilkörpers mündet
Ein solches Sicherheitsventil ist aus der DE-AS 12 47581 bekannt Es ist zweiteilig und besteht aus
einem fest in der öffnung der Wand des Kochtopfes oder des Topfdeckels gehaltenen Ventilkörper, mit einer
die ganze Höhe des Ventilkörpers durchsetzenden Axialdurchbrechung, in welcher ein Verschlußstück axial
verschieblich angeordnet ist Das Verschlußstück hebt sich unter Wirkung des Dampfdruckes zum Verschließen
des Axialdurchbruches an, indem es sich mit einer unteren Verstärkung an einen inneren Ringwulst
nach Art einer inneren Lippe anlegt. Der innere Ringwulst weicht bei Überschreiten eines vorbestimmten
Druckes elastisch aus, wodurch das Verschlußstück in eine obere, den Durchgang zur Atmosphäre öffnende
Stellung gehoben wird. Das Verschlußstück kann nach dem Abbau des Überdruckes durch Druck mit der Hand
auf sein oberes Ende wieder in die Bereitschaftsstellung zurückgeschoben werden. Außer der zweiteiligen Ausführung
ist das vorbekannte Sicherheitsventil deswegen verbesserungsfähig, weil eine relativ genaue dimensionelle
Anpassung der unteren Verstärkung des Verschlußstückes an den inneren Ringwulst erforderlich ist
und die Ausbildung eines inneren Ringwulstes ganz bestimmter Elastizität an einem einstückigen Ventilkörper
relativ hohen fertigungstechnischen Aufwand erfordert Aus der FR-PS 9 7t 7Ϊ5 ist ein Sicherheitsventil mit
einem Ventilverschlußkörper aus Gummi oder ähnlichem Material bekannt, der von einer Klammer von
innen aa einer Durchbrechung des Topfdeckels gehalten wird und der sich bei Oberschreiten eines
vorbestimmten Dampfdruckes durchbiegt und ausweicht und dadurch einen Entlüftungskanal in seiner
Mitte freigibt Dieses Sicherheitsventil ist also, ebenfalls mehrteilig. Außerdem ist es schwierige einen Gummi
oder ein ähnliches Material zu finden, welches einerseits so nachgiebig ist, daß der Ventilverschlußkörper sich
unter dem Höchstdruck durchbiegt und den Entlüftungskanal freigibt, andererseits wieder so unnachgiebig,
daß nicht der gesamte Ventilverschlußkörper durch -Jie Durchbrechung hindurch nach außen geschleudert
wird. Diese Schwierigkeiten zeigen sich insbesondere
nach längerer Benutzung dieses vorbekannten Sicherheitsventils, wenn das Gummi- oder Kunststorfmaterial
des Ventilverschlußkörpers altert
Die AT-PS 1 88 048 zeigt ein Sicherheitsventil für Danipfdruckkechtöpie mit relativ kompliziertein Aufbau,,
bei welchem unter anderem in einer inneren UmJEangsnut des Ventilkörpers ein Gummiplättchen
vom Dampfdruck an eine obere Innenschulter gehoben und sich bei Oberschreiten eines vorbestimmten
Dampfdruckes durchbiegt und von einer auf den Ventilkörper aufgeschraubten Kappe abgefangen wird.
Um das Gummiplättchen wieder in seine Bereitschaftsstellung zu bringen, muß die Kappe abgeschraubt und
das Gummiplättchen mit einem entsprechend dünnen Gegenstand von der Öffnung des Ventilkörpers aus zur
Ausgangslage in der Innenumfangsnut gestoßen werden.
Der Fertigungsaufwand dieses Sicherheitsventils ist somit relativ groß und die Handhabbarkeit umständlich.
Aus der GB-PS 5 28 891 ist schließlich ein Ventilkörper
aus synthetischem Gummi bekannt welcher am Außenumfang mit einem oberen Anschlag und einer im
Abstand der Blechdicke der Wand des Topfdeckels
gegenüberliegenden äußerer; Lippe. Ji einer öffnung der
Topfdeckelwand gehalten ist, wobei bei Überschreiten eines vorbestimmten Dampfdruckes die Lippe elastisch
ausweicht Dieser bekannte Ventilkörper wird dabei aber davongeschleudert, wodurch aufgrund des plötzlichen
Druckabbaues durch die öffnung im Topfdeckel der gegebenenfalls flüssige Topfinhalt herausgeschleudert
wird. Dieses Ventil sichert daher allenfalls gegen einen übermäßigen Druckaufbau im Topf, nicht jedoch
gegen mögliche Verschmutzungen der Umgebung bzw. Verschmutzungen und gar Verbrennungen der Benutzer.
Selbst wenn nichts aus dem Topf mitherausgerissen wird, ist es lästig, den Ventilkörper, der irgendwohin
W3ggeschleudert worden sein kann, wieder zu suchen.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, ein einfach herstellbares und einfach handhabbares zuverlässiges Sicherheitsventil der eingangs genannten Art zu schaffen, welches vorzugsweise einstückig ausgebifdet ist und auch beim öffnen an der Wand des Topfes oder Topfdeckels zurückgehalten wird.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, ein einfach herstellbares und einfach handhabbares zuverlässiges Sicherheitsventil der eingangs genannten Art zu schaffen, welches vorzugsweise einstückig ausgebifdet ist und auch beim öffnen an der Wand des Topfes oder Topfdeckels zurückgehalten wird.
Diese Aufgabe wird ausgehend von einem Sicherheitsventil der eingangs genannten Art dadurch gelöst,
daß die äußere Lippe als bei Überschreiten eines vorbestimmbaren Dampfdruckes elastisch ausweichende
Lippe ausgebildet ist, daß der Ventilkörper am Außenumfang einen unteren Endanschlag aufweist und
daß der Entlüftungskanal in dem Mantelteil zwischen dem unteren Endanschlag und der elastischen Lippe
mündet.
Auf diese Weise werden die vorteilhaften Funktionen des aus der DE-AS 12 47 581 bekannten Sicherheitsventils
erreicht, obwohl das erfindungsgemäße Sicherheitsventil einstückig und damit sehr einfach ausgebildet ist
Die Elastizität der lippe stellt zudem sicher, daß immer ein guter aber auch leicht von Hand lösbarer Sitz des
Ventilkörpers an der Wand des Topfes oder des Topfdeckels gewährleistet fet Aufgrund des Vorhandenseins
auch eines unteren Enaanschlages ist sichergestellt,
daß der Ventilkörper bei Überschreiten des Höchstdruckes jedenfalls in eine Stellung gelangt, in
welcher der Oberdruck abgebaut werden kann; andererseits wird die vollständige Lösung des Ventilkörpers
von der Wand des Topfes oder des Topfdeckels verhindert. Durch einfaches Drücken auf die Oberseite
des Ventilkörpers, mit einem Finger kann der Ventilkörper wieder in seine Bereitschaftsstellung gedruckt
werden.
Das Sicherheitsventil nach der Erfindung wird ergänzt und in seiner Wirkungsweise dadurch verbessert,
daß der Ventilkörper in an sich bekannter Weise ein Entlüftungsventil enthält, in dem ein axial bewegliches
VerschluBstück, das einen Kopf, einen Sciiaft und
einen Fuß hat, mit seinem Schaft unter Bildung eines Spaltes in einem Durchbruch in der Kuppe eines den
Entlüftungskanal bildenden domförmigen Innenraumes gehalten ist Ein solchermaßen ausgebildetes Entlüftungsventil
ist aus der FR-PS 13 24 454 an sich bekannt Hierdurch wird ein selbsttätiges Entlüften des Kochtopfes,
d.h. ein Entweichen der im Topfinnenraum befindlichen Luft vor Beginn des eigentlichen Kochprozesses
erreicht Das Austreiben der Luft vor dem Ausfüllen des Topfinnenraumes mit dem beim Kochen
entstehenden Wasserdampf ist beim Kochprozeß für die Erhaltung bestimmter Vitamine und der frischen
Farbe des Kochgutes nützlich.
In der Zeichnung sind Ausführungsbeispiele der Erfindung dargestellt Es zeigt
F i g. 1 ein erstes Ausführungsbeispiel des Sicherheitsventils, geschnitten dargestellt in Bereitschaftssteltung,
F i g. 2 das gleiche Ausführungsbeispiel in Arbeitsstellung,
F i g. 3 ein zweites Ausführungsbeispiel det Sicherheitsventils,
geschnitten dargestellt, in Bereitschaftsstellung,
F i g. 4 eine Oberansicht des Sicherheitsventils nach F i g. 3 und
Fig.5 das Sicherheitsventil nach Fig.3 in der
Stellung, die es bei der ersten Phase des Kochvorganges einnimmt
In der Wand 2 eines Deckels eines Dampfdruckkochtopfes
nimmt eine öffnung 14 einen Ventilkörper 1 eines Sicherheitsventils auf und hält ihn in Bereitschaftsstellung (F ι g. 1) zwischen einem oberen Endanschlag 16
und einer elastischen Lippe 3 nach dem Einknöpfen in die öffnung 14 fest In den Topfinnenraum 6 ragt ein
zylindrischer Mantelteil 17 mit einer Stirnfläche 18 hinein und trägt an seinem Ende einen unteren
Endanschlag 4. Der zylindrische Mantelteil 17 ist hohl und bildet einen domförmigen Innenraum 19. In der
Wand des domförmigen Innenraumes 19 befinden sich öffnungen 5, durch die in der Betriebsstellung der
Kochdampf austreten kann, um einen in dem Topfinnen-
raum 6 herrschenden Überdruck abzubauen. Der ganze Ventilkörper 1, insbesondere die Lippe 3, sind aus
weichgestelltem Kunststoff oder Gummi hergestellt Übersteigt der Dampfdruck in dem Topfinnenraum 6
beim Kochen ein durch die Elastizität der lippe 3 oder durch ihre Dimensionierung vorbestimmtes Maß, dann
treibt der Dampfdruck die lippe 3 durch die Öffnung 14 hindurch, wobei der zylindrische Mantelteil 17 in den
domförmigen Innenraum 19 ausweicht; Der Ventilkörper 1 wird aus dem Deckel 2 herausgetrieben, bis sich
der untere Endanschlag 4 an einen Rand 20 der öffnung
14 anlegt, und die Verbindung zwischen i)em Topfinnenraurn
S und der Atmosphäre wird über den domförmigen
Innenraum 19 und die öffnungen 5 hergestellt Der Überdruck im Kochtopf wird schlagartig abgebaut
(Fig.2).
Durch sinen Druck auf seine Oberseite kann der Ventilkörper 1 wieder in die Bereitschaftsstellung
(Fig. 1) zurückgebracht werden. Hierbei zwängt sich
die lippe 3 durch die öffnung 14 hindurch und legt sich
inseitig an deren Rand 20 an.
In den F i g. 3 bis 5 wird ein gleichartiger Ventilkörper dargestellt Er ist mit dem Verschlußstück 7 eines
Entlüftungsventils versehen, dessen Schaft 8 durch einen Durchbruch 21 von außen in den domförmigen
Innenraum 19 hineinreicht und mit dem Rand des Durchbruches einen Spalt 11 bildet Das Verschlußstück
7 hat einen Fuß 9 und einen Kopf IZ Es ist von sehr geringem Gewicht Zu Beginn des. Kochvorganges steht
es in der Stellung, die in F i g. 3 dargestellt ist Über der Speise im Topfinnenraum 6 befindet sich ein Luftvoiumen,
das durch die Erwärmung ausgedehnt wird und durch Jen Spalt 11 entweicht Solange die Ausdehnung
durch Erwärmung anhält, bleibt das Verschlußstück 7 in einer Zwischenstellung stehen. Beginnt die Dampfentwicklung,
dann wird die Strömung durch den Spaft 11 so schnell, daß der Unterschied der Drücke, die an der
Unterseite und an der Oberseite des Fußes 9 herrschen, dazu führt, daß das Verschlußstück 7 bis zum Anliegen
an den Rand des Durchbruches 21 angehoben und dann sofort von dem sich aufbauenden Dampfdruck angepreßt
wird und bleibt Außer dem hydrostatischen Paradoxon können bcrnoullische Kräfte an dem
Verschlußstück 7 angreifen, wenn es entsprechend ausgebiMnt ist.
Claims (2)
1. Sicherheitsventil für Dampfdruckkochtopfe mit
einem Yentilkörper aus Kunststoff, Gummi od. dgl, welcher am Außenumfang mit einem oberen
Endanschlag und einer im Abstand der Blechdicke der Wand des Kochtopfes oder des Topfdeckels
gegenüberliegenden äußeren Lippe in einer öffnung der Wand gehalten ist und welcher einen Entlüftungskanal
aufweist, der von einer dem Topfinnenraum zugewandten Stirnfläche ausgeht und in einem
Mantelteil des Ventilkörpers mündet, dadurch
gekennzeichnet, daß die äußere Lippe als bei Oberschreiten eines vorbestimmten Dampfdruckes
elastisch ausweichende lippe (3) ausgebildet ist, daß
der Ventilkörper (1) am Außenumfang einen unteren Endanschlag (4) aufweist und daß der Entlüftungskanal
(19, 5) in dem Mantelteil (17) zwischen dem unteren Endanschlag (4) und der elastischen Lippe
(3) mündet
2. Sicherheitsventil für Dampfdruckkochtöpfe nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der
Ventilkörper (1) in an sich bekannter Weise ein Entlüftungsventil enthält, in dem ein axial bewegliches
Verschlußstück (7), das einen Kopf (12), einen Schaft (8) und einen Fuß (9) hat, mit seinem Schaft (8)
unter Bildung eines Spaltes til) in einem Durchbruch (21) in der Kuppe (10) eines den Entlüftungskanal (19, 5) bildenden domförmigen Innenraumes
(19) gehalten ist
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Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
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| DE19691925264 DE1925264C3 (de) | 1969-05-17 | 1969-05-17 | Sicherheitsventil für Dampfdruckkochtöpfe |
Publications (3)
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Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
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Country Status (1)
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1969
- 1969-05-17 DE DE19691925264 patent/DE1925264C3/de not_active Expired
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