DE1925264B2 - Sicherheitsventil für Dampfdruckkochtöpfe - Google Patents

Sicherheitsventil für Dampfdruckkochtöpfe

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DE1925264B2 DE19691925264 DE1925264A DE1925264B2 DE 1925264 B2 DE1925264 B2 DE 1925264B2 DE 19691925264 DE19691925264 DE 19691925264 DE 1925264 A DE1925264 A DE 1925264A DE 1925264 B2 DE1925264 B2 DE 1925264B2
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Walter Dipl.-Ing. 6580 Idar-Oberstein Horn
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Fissler GmbH
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Fissler GmbH
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    • A47FURNITURE; DOMESTIC ARTICLES OR APPLIANCES; COFFEE MILLS; SPICE MILLS; SUCTION CLEANERS IN GENERAL
    • A47JKITCHEN EQUIPMENT; COFFEE MILLS; SPICE MILLS; APPARATUS FOR MAKING BEVERAGES
    • A47J27/00Cooking-vessels
    • A47J27/08Pressure-cookers; Lids or locking devices specially adapted therefor
    • A47J27/09Safety devices

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Food Science & Technology (AREA)
  • Cookers (AREA)

Description

Die Erfindung betrifft ein Sicherheitsventil für Dampfdruckkochtöpfe mit einem Ventilkörper aus Kunststoff, Gummi od. dgl., welcher am Außenumfang mit einem oberen Endanschlag und einer im Abstand der Blechdicke der Wand des Kochtopfes oder des Topfdeckels gegenüberliegenden Lippe in einer Öffnung der Wand gehalten ist und welcher einen Entlüftungskanal aufweist, der von einer dem Topfinnenraum zugewandten Stirnfläche ausgeht und in einem Mantelteil des Ventilkörpers mündet.
Ein solches Sicherheitsventil ist aus der DE-AS 12 47 581 bekannt. Es ist zweiteilig und besteht aus einem fest in der Öffnung der Wand des Kochtopfes oder des Topfdeckels gehaltenen, mit einer die ganze Höhe des Ventilkörpers durchsetzenden Axialdurchbrechung, in welcher ein Verschlußstück axial verschieblich angeordnet ist. Das Verschlußstück hebt sich unter Wirkung des Dampfdruckes zum Verschließen des Axialdurchbruches an, indem es sich mit einer unteren Verstärkung an einen inneren Ringwulst nach Art einer inneren Lippe anlegt. Der innere Ringwuist weicht bei Überschreiten eines vorbestimmten Druckes elastisch aus, wodurch das Verschlußstück in eine obere, den Durchgang zur Atmosphäre öffnende Stellung gehoben wird. Das Verschlußstück kann nach dem Abbau des Überdruckes durch Druck ir.it der Hand auf sein oberes Ende wieder in die Bereitschaftsstellung zurückgeschoben werden. Außer der zweiteiligen Ausführung ist das vorbekannte Sicherheitsventil deswegen verbesserungsfähig, weil eine relativ genaue dimensioneile Anpassung der unteren Verstärkung des Verschlußstükkes an den inneren Ringwulst erforderlich ist und die Ausbildung eines inneren Ringwulstes ganz bestimmter Elastizität an einem einstückigen Ventilkörper relativ hohen fertigungstechnischen Aufwand erfordert.
Aus der FR-PS 9 71 715 ist ein Sicherheitsventil mit einem Ventilverschlußkörper aus Gummi oder ähnlichem Material bekannt, der von einer Klammer von innen an einer Durchbrechung des Topfdeckels gehalten wird und der sich bei Überschreiten eines vorbestimmten Dampfdruckes durchbiegt und ausweicht und dadurch einen Entlüftungskanal in seiner Mitte freigibt. Dieses Sicherheitsventil ist also ebenfalls
ίο mehrteilig. Außerdem ist es schwierig, einen Gummi oder ein ähnliches Material zu finden, welches einerseits so nachgiebig ist, daß der Ventilverschlußkörper sich unter dem Höchstdruck durchbiegt und den Entlüftungskanal freigibt, andererseits wieder so unnachgiebig, daß nicht der gesamte Ventilverschlußkörper durch die Durchbrechung hindurch nach außen geschleudert wird. Diese Schwierigkeiten zeigen sich insbesondere nach längerer Benutzung dieses vorbekannten Sicherheitsventils, wenn das Gummi- oder Kunststoffmaterial des Ventilverschlußkörpers altert.
Die AT-PS 1 88 048 zeigt ein Sicherheitsventil für Dampfdruckkochtöpfe mit relativ kompliziertem Aufbau, bei welchem unter anderem in einer inneren Umfangsnut des Ventilkörpers ein Gummiplättchen vom Dampfdruck an eine obere Innenschulter gehoben und sich bei Überschreiten eines vorbestimmten Dampfdruckes durchbiegt und von einer auf den Ventilkörper aufgeschraubten Kappe abgefangen wird. Um das Gummiplättchen wieder in seine Bereitschaftsstellung zu bringen, muß die Kappe abgeschraubt und das Gummiplättchen mit einem entsprechend dünnen Gegenstand von der Öffnung des Ventilkörpers aus zur Ausgangslage in der Innenumfangsnut gestoßen werden. Der Fertigungsaufwand dieses Sicherheitsventils ist
« somit relativ groß und die Handhabbarkeit umständlich. Aus der GB-PS 5 28 891 ist schließlich ein Ventilkörper aus synthetischem Gummi bekannt, welcher am Außenumfang mit einem oberen Anschlag und einer im Abstand der Blechdicke der Wand des Topfdeckels
■fo gegenüberliegenden äußeren Lippe in einer Öffnung der Topfdeckelwand gehalten ist, wobei bei Überschreiten eines vorbestimmten Dampfdruckes die Lippe elastisch ausweicht. Dieser bekannte Ventilkörper wird dabei aber davongeschieudert, wodurch aufgrund des plötzli-
chen Druckabbaues durch die Öffnung im Topfdeckel der gegebenenfalls flüssige Topfinhalt herausgeschleudert wird. Dieses Ventil sichert daher allenfalls gegen einen übermäßigen Druckaufbau im Topf, nicht jedoch gegen mögliche Verschmutzungen der Umgebung bzw. Verschmutzungen und gar Verbrennungen der Benutzer. Selbst wenn nichts aus dem Topf mitherausgerissen wird, ist es lästig, den Ventilkörper, der irgendwohin weggeschleudert worden sein kann, wieder zu suchen.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, ein einfach herstellbares und einfach handhabbares zuverlässiges Sicherheitsventil der eingangs genannten Art zu schaffen, welches vorzugsweise einstückig ausgebildet ist und auch beim öffnen an der Wand des Topfes oder Topfdeckels zurückgehalten wird.
Diese Aufgabe wird ausgehend von einem Sicherheitsventil der eingangs genannten Art dadurch gelöst, daß die äußere Lippe als bei Überschreiten eines vorbestimmbaren Dampfdruckes elastisch ausweichende Lippe ausgebildet ist, daß der Ventilkörper am Außenumfang einen unteren Endanschlag aufweist und daß der Entlüftungskanal in dem Mantelteil zwischen dem unteren Endanschlag und der elastischen Lippe mündet.
Auf diese Weise werden die vorteilhaften Funktionen des aus der DE-AS 12 47 581 bekannten Sicherheitsventils erreicht, obwohl das erfindungsgemäße Sicherheitsventil einstückig und damit sehr einfach ausgebildet ist. Die Elastizität der Lippe stellt zudem sicher, daß immer ein guter aber auch leicht von Hand lösbarer Sitz des Ventilkörpers an der Wand des Topfes oder des Topfdeckels gewährleistet ist. Aufgrund des Vorhandenseins auch eines umeren Endanschlages ist sichergestellt, daß der Ventilkörper bei Überschreiten des Höchstdruckes jedenfalls in eine Stellung gelangt, in welcher der Überdruck abgebaut werden kann; andererseits wird die vollständige Lösung des Ventilkörpers von der Wand des Topfes oder des Topfdeckels verhindert. Durch einfaches Drücken auf die Oberseite des Ventilkörpers mit einem Finger kann der Ventilkörper wieder in seine Bereitschaftsstellung gedrückt werden.
Das Sicherheitsventil nach der Erfindung wird ergänzt und in seiner Wirkungsweise daduich verbessert, daß der Ventilkörper in an sich bekannter Weise ein Entlüftungsventil enthält, in dem ein axial bewegliches Verschlußstück, das einen Kopf, einen Schaft und einen Fuß hat, mit seinem Schaft unter Bildung eines Spaltes in einem Durchbruch in der Kuppe eines den Entlüftungskanal bildenden domförmigen Innenraumes gehalten ist. Ein solchermaßen ausgebildetes Entlüftungsventil ist aus der FR-PS 13 24 454 an sich bekannt. Hierdurch wird ein selbsttätiges Entlüften des Kochtopfes, d. h. ein Entweichen der· im Topfinnenraum befindlichen Luft vor Beginn des eigentlichen Kochprozesses erreicht. Das Austreiben der Luft vor dem Ausfüllen des Topfinnenraumes mit dem beim Kochen entstehenden Wasserdampf ist beim Kochprozeß für die Erhaltung bestimmter Vitamine und der frischen Farbe des Kochgutes nützlich.
In der Zeichnung sind Ausführungsbeispiele der Erfindung dargestellt. Es zeigt
F i g. 1 ein erstes Ausführungsbeispiel des Sicherheitsventils, geschnitten dargestellt, in Bereitschaftsstellung,
F i g. 2 das gleiche Ausführungsbeispiel in Arbeitsstellung,
F i g. 3 ein zweites Ausführungsbeispiel des Sicherheitsventils, geschnitten dargestellt, in Bereitschaftsstellung,
Fig.4 eine Oberansicht des Sicherheitsventils nach F i g. 3 und
F i g. 5 das Sicherheitsventil nach F i g. 3 in der Stellung, die es bei der ersten Phase des Kochvorganges einnimmt.
In der Wand 2 eines Deckels eines Dampfdruckkochtopfes nimmt eine öffnung 14 einen Ventilkörper 1 eines Sicherheitsventils auf und hält ihn in Bereitschaftsstellung (F i g. 1) zwischen einem oberen Endanschlag 16 und einer elastischen Lippe 3 nach dem Einknöpfen in die öffnung 14 fest. In den Topfinnenraum 6 ragt ein zylindrischer Mantelteil 17 mit einer Stirnfläche 18 hinein und trägt an seinem Ende einen unteren Endanschlag 4. Der zylindrische Mantelteil 17 ist hohl und bildet einen domförmigen Innenraum 19. In der Wand des domförmigen Innenraumes 19 befinden sich öffnungen 5, durch die in der Betriebsstellung der Kochdampf austreten kann, um einen in dem Topfinnenraum 6 herrschenden Überdruck abzubauen. Der ganze Ventilkörper 1, insbesondere die Lippe 3, sind aus weichgestelltem Kunststoff oder Gummi hergestellt. Übersteigt der Dampfdruck in dem Topfinnenraum 6 beim Kochen ein durch die Elastizität der Lippe 3 oder durch ihre Dimensionierung vorbestimmtes Maß, dann treibt der Dampfdruck die Lippe 3 durch die öffnung 14 hindurch, wobei der zylindrische Mantelteil 17 in den domförmigen Innenraum 19 ausweicht. Der Ventilkörper 1 wird aus dem Deckel 2 herausgetrieben, bis sich
der untere Endanschlag 4 an einen Rand 20 der öffnung 14 anlegt, und die Verbindung zwischen dem Topfinnenraum 6 und der Atmosphäre wird über den domförmigen Innenraum 19 und die öffnungen 5 hergestellt. Der Überdruck im Kochtopf wird schlagartig abgebaut (Fig. 2).
Durch einen Druck auf seine Oberseite kann der Ventilkörper 1 wieder in die Bereitschaftsstellung (Fig. 1) zurückgebracht werden. Hierbei zwängt sich die Lippe 3 durch die öffnung 14 hindurch und legt sich
3d inseitig an deren Rand 20 an.
In den F i g. 3 bis 5 wird ein gleichartiger Ventilkörper dargestellt. Er ist mit dem Verschlußstück 7 eines Entlüftungsventils versehen, dessen Schaft 8 durch einen Durchbruch 21 von außen in den domförmigen
j5 Innenraum 19 hineinreicht und mit dem Rand des Durchbruches einen Spalt 11 bildet. Das Verschlußstück 7 hat einen Fuß 9 und einen Kopf 12. Es ist von sehr geringem Gewicht. Zu Beginn des Kochvorganges steht es in der Stellung, die in F i g. 3 dargestellt ist. Über der Speise im Topfinnenraum 6 befindet sich ein Luftvolumen, das durch die Erwärmung ausgedehnt wird und durch den Spalt 11 entweicht. Solange die Ausdehnung durch Erwärmung anhält, bleibt das Verschlußstück 7 in einer Zwischenstellung stehen. Beginnt die Dampfentwicklung, dann wird die Strömung durch den Spalt 11 so schnell, daß der Unterschied der Drücke, die an der Unterseite und an der Oberseite des Fußes 9 herrschen, dazu führt, daß das Verschlußstück 7 bis zum Anliegen an den Rand des Durchbruches 21 angehoben und dann sofort von dem sich aufbauenden Dampfdruck angepreßt wird und bleibt. Außer dem hydrostatischen Paradoxon können bernoullische Kräfte an dem Verschlußstück 7 angreifen, wenn es entsprechend ausgebildet ist.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen

Claims (2)

Patentansprüche:
1. Sicherheitsventil für Dampfdruckkochtöpfe mit einem Ventilkörper aus Kunststoff, Gummi od. dgl., welcher am Außenumfang mit einem oberen Endanschlag und einer im Abstand der Blechdicke der Wand des Kochtopfes oder des Topfdeckels gegenüberliegenden äußeren Lippe in einer Öffnung der Wand gehalten ist und welcher einen Entlüftungskanal aufweist, der von einer dem Topfinnenraum zugewandten Stirnfläche ausgeht und in einem Mantelteil des Ventilkörpers mündet, dadurch gekennzeichnet, daß die äußere Lippe als bei Überschreiten eines vorbestimmten Dampfdruckes elastisch ausweichende Lippe (3) ausgebildet ist, daß der Ventilkörper (1) am Außenumfang einen unteren Endanschlag (4) aufweist und daß der Entlüftungskanal (19, 5) in dem Mantelteil (27) zwischen dem unteren Endanschlag (4) und der elastischen Lippe (3) mündet.
2. Sicherheitsventil für Dampfdruckkochtöpfe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Ventilkörper (1) in an sich bekannter Weise ein Entlüftungsventil enthält, in dem ein axial bewegliches Verschlußstück (7), das einen Kopf (12), einen Schaft (8) und einen Fuß (9) hat, mit seinem Schaft (8) unter Bildung eines Spaltes (11) in einem Durchbruch (21) in der Kuppe (10) eines den Entlüftungskanal (19, 5) bildenden domförmigen Innenraumes (19) gehalten ist.
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