DE192518C - - Google Patents

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DE192518C
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roasting
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C01INORGANIC CHEMISTRY
    • C01BNON-METALLIC ELEMENTS; COMPOUNDS THEREOF; METALLOIDS OR COMPOUNDS THEREOF NOT COVERED BY SUBCLASS C01C
    • C01B17/00Sulfur; Compounds thereof
    • C01B17/02Preparation of sulfur; Purification
    • C01B17/06Preparation of sulfur; Purification from non-gaseous sulfides or materials containing such sulfides, e.g. ores

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • General Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Geology (AREA)
  • Inorganic Chemistry (AREA)
  • Vertical, Hearth, Or Arc Furnaces (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
■- Ja 192518 KLASSE 12/. GRUPPE
Dr. ARTHUR WALTER in NEAPEL.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 24. Februar 1907 ab.
Bei den bisher bekannten Röstverfahren und -öfen wird der im Schwefelmineral enthaltene Schwefel vollkommen verbrannt, so daß er nur in seinen Verbrennungsprodukten gewonnen und weiter verwertet werden kann. Durch das vorliegende Verfahren und eine entsprechende Einrichtung wird es dagegen ermöglicht, einen beträchtlichen Teil des in dem Erz enthaltenen Schwefels als solchen ίο zu gewinnen, während der Rest als schweflige Säure abgeleitet wird.
Auf beiliegender Zeichnung ist der zur Ausführung des Verfahrens dienende Röstofen mit übereinanderliegenden Herden in einer Ausführungsform beispielsweise dargestellt, bei deren Beschreibung das Verfahren selbst eingehend erläutert wird.
Fig. ι ist ein senkrechter Schnitt durch die Achsenmitte des Ofens und Fig. 2 ein Querschnitt hierzu.
Die Einrichtung des Röstofens ist im wesentlichen die übliche. Das auf den übereinanderliegenden Herden α befindliche Röstgut wird wie üblich mittels eines Rührwerkes b abwechselnd von dem Umfange des einen Herdes zur Mitte und von der Mitte des nächsten Herdes nach dessen Umfang befördert, wo Durchfallöffnungen zur Überführung des Gutes auf · den nächstunteren Herd vorgesehen sind.
Der aufsteigende Gasstrom findet einen Weg durch diese Durchfallöffnungen, wird aber nicht wie üblich durch den ganzen Ofen, sondern beispielsweise etwa in der Mitte durch einen seitlichen Stutzen c abgeleitet. Die zur Röstung erforderliche Luft wird unten durch Stutzen d eingeleitet, und die Abbrände werden bei e unten abgezogen.
Der Ofen ist noch einmal so hoch als die bisher gebräuchlichen Röstöfen. Die Verbrennungsgase wärmen das Schwefelrnineral auf den Herden, welche über dem Austrittsstutzen c für die Röstgase liegen, bis zum Schmelzpunkt des Schwefels vor.
Der in den oberen Herden schmelzende Schwefel sickert bis zu dem tiefer liegenden Umfange der einzelnen Herde hinab, wobei radiale Vertiefungen oder Rinnen f dies Niederrinnen erleichtern. Die Rinnen enden in einen ringförmigen Sammelkanal g an dem Herdumfange. Aus dem Sammelkanal g leiten ein oder mehrere Rohre h den geschmolzenen Schwefel nach außen bis auf den Boden des Sammelgefäßes i, das bis zur Mündung des Ableitungsrohres h mit flüssigern Schwefel gefüllt bleibt. Bei der weiteren Vorwärtsbewegung des durch die Ausschmelzung des Schwefels ärmer gewordenen Röstgutes kommt dasselbe in die Verbrennungszone, in welcher der Rest des Schwefels zu schwefliger Säure verbrennt und zum Glowerturm geleitet wird.
Ein mit einer Abschließ vorrichtung versehenes Rohr k, welches zum Saugrohre des
Glowers geführt sein kann, erlaubt das Abziehen etwa auftretender Wasserdämpfe und die Regelung der Temperatur in dem Schmelz-
• raum des Röstofens.

Claims (3)

  1. Patent-Ansprüche:
    I. Verfahren zur gleichzeitigen Gewinnung von Schwefel beim Rösten von
    ίο Schwefelmineral in Röstöfen mit mehreren übereinanderliegenden Herden, dadurch gekennzeichnet, daß die Röstgase unterhalb der oberen Herde seitlich abgeleitet werden und dadurch im oberen Teile des Ofens ein Schmelzraum geschaffen wird, aus dem man den ausgeschmolzenen Schwefel nach außen abführt.
  2. 2. Röstofen zur· Ausführung des Verfahrens gemäß Anspruch 1, gekennzeichnet durch die Anordnung von Sammelkanälen (g) am Umfange der im Schmelzraum des Ofens liegenden Herde und von diesen Sammelkanälen nach außen führenden Rohren (h) welche in Sammelgefäß (i) münden.
  3. 3. Röstofen gemäß Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Bodenflächen der im Schmelzraum liegenden Herde mit radialen, in die Sammelkanäle (g) mündenden Rinnen (f) versehen sind.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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