DE192512C - - Google Patents

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DE192512C
DE192512C DENDAT192512D DE192512DA DE192512C DE 192512 C DE192512 C DE 192512C DE NDAT192512 D DENDAT192512 D DE NDAT192512D DE 192512D A DE192512D A DE 192512DA DE 192512 C DE192512 C DE 192512C
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    • GPHYSICS
    • G04HOROLOGY
    • G04CELECTROMECHANICAL CLOCKS OR WATCHES
    • G04C1/00Winding mechanical clocks electrically
    • G04C1/04Winding mechanical clocks electrically by electric motors with rotating or with reciprocating movement
    • G04C1/08Winding mechanical clocks electrically by electric motors with rotating or with reciprocating movement raising weights
    • G04C1/085Winding mechanical clocks electrically by electric motors with rotating or with reciprocating movement raising weights by continuously rotating movement

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  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Breakers (AREA)

Description

Stqtmttt-wi des
KAISERLICHES
k PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
Vr 192512 KLASSE 83 b. GRUPPE
z. B. von Uhren.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 8. März 1906 ab.
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum plötzlichen Schließen des zum Aufziehen von Gewichtstriebwerken dienenden Stromes, so daß ein Verzögern oder Versagen des Stromschlusses durch angesammelten Staub oder Oxydation infolge Funkenbildung vermieden wird.
Dieser Vorteil wird im wesentlichen dadurch erreicht, daß auf einem unter der
ίο Einwirkung irgend eines Kippspannwerks stehenden Hebels ein zweiter zweiarmiger, beiderseitig durch Anschläge im Hub begrenzter Hebel drehbar gelagert ist, dessen einer Arm mit dem steigenden bzw. fallenden Treibgewicht durch Zwischenglieder in Verbindung steht und dessen anderer Arm durch Auftreffen auf den Kontaktstift den Strom schließt bzw. durch Abgleiten von ihm den Strom unterbricht. Der Kontakthebel wird trotz des langsamen Herabsinkens des Treibgewichts im Augenblick des Umschlagens des Kipphebels außerordentlich schnell gegen den Kontaktstift geschleudert, während er vor Wiederlösung des Kontaktes erst am Kontaktstift entlangschleift, so daß der Stromöffnungspunkt örtlich vom Stromschlußpunkt getrennt ist, also etwa sich an der Stromschlußstelle ansammelnder Staub selbsttätig entfernt wird und auch die allmähliche Oxydation der Stromöffnungsstelle, z. B. durch den Öffnungsfunken, den Kontakt an der räumlich davon getrennten Stromschlußstelle nicht verzögert.
Die Zeichnung stellt eine beispielsweise Ausführungsform der Erfindung dar.
Das Gewicht 1 (Fig. 1) der (nicht gezeichneten) Uhr ist in üblicher Weise mittels Darmsaite 2 an der Schnurtrommel 3 des Uhrwerkes befestigt. Beim Ablaufen der Trommel sinkt das Gewicht allmählich herab, stößt auf den Teller 4 und dreht durch dessen Fuß 5 den Winkelhebel 6, 7, bis der Kontaktarm 7 desselben gegen den Anschlag 8 stößt. Nunmehr wird durch das weiter herabsinkende Gewicht der Doppelhebel 9, 10, auf dessen rechtem Arm 9 der Winkelhebel sitzt, gleichfalls um seinen Drehpunkt 11 bewegt. Der gegabelte Arm des Doppelhebels dreht dabei die mit Einschnitten 16, 17 versehene Scheibe 12, die zu diesem Zweck mit dem Stift 13 in die Gabelung des Hebelarms 10 eingreift. Dadurch wird die Rolle 14 der federnd gelagerten Klinke 15 aus der Zahnlücke 16 gehoben, bis sie auf der Spitze des nächsten Zahnes angelangt ist (Fig- 3)· Alsdann schnappt sie unter der Einwirkung ihrer Feder plötzlich in die nächste Zahnlücke 17 ein (Fig. 4) und dreht dabei den Doppelhebel 9, IO weiter, bis sich der Kontaktarm 7 des auf seinem Ende gelagerten Winkelhebels gegen den auf dem Isolierstück 18 sitzenden Platindraht 19 an-
legt, wodurch ein plötzlicher Stromschluß erzielt wird.
Der Strom der Batterie 20 (Fig. 1) fließt nun zunächst durch Kontaktstift 19, Kontaktarm 7, Hebel 9, Drehachse 11 und Platine 21. Ein Teil des Stromes geht sodann durch die untere Schleiffeder 22 des Kommutators 23, durch den in 24 und 25 gelagerten Elektromotor 26, versetzt denselben in Umdrehung und kehrt durch die obere Schleiffeder 27 zur Batterie 20 zurück. Ein anderer Teil des Stromes fließt durch die in der Platine 21 gelagerte Welle 28 (Fig. I und 2), die mit ihr leitend verbundene Wicklung des fest auf der Welle28 sitzenden Elektromagneten 29, den mit der Wicklung leitend verbundenen, auf dem Isolierring 30 sitzenden Schleifring 31, die auf dem Isolierstück 32 befestigte Schleiffeder 33 und Leitung 34 zur Batterie 20 zurück.
Durch Erregung des Elektromagneten 29 wird der lose auf der Welle sitzende scheibenförmige Anker 35 fest angezogen. Sobald daher der Elektromotor 26 durch Vermittlung der Schnecke 36 und des auf der Welle 28 sitzenden Schneckenrades 37 diese Welle in Umdrehung versetzt, wird deren Bewegung durch die elektromagnetische Kupplung 29, 35 auf die an dem Scheibenanker 35 befestigte Aufzugswalze 38 übertragen, so daß durch die auf der Schnurtrommel 3 des Uhrwerkes befestigte Darmsaite 39 ein Aufziehen des Gewichtes 1 erfolgt. Das sich wieder hebende Gewicht 1 (Fig. 4) zieht nun mittels der Schnur 40 den Teller 4 hoch, dreht den Winkelhebel 6, 7, bis er gegen den zweiten Anschlag 41 stößt, hebt den rechten Arm 9 des zweiarmigen Hebels 9, 10 und dreht die Scheibe 12, so daß die Rolle 14 der Klinke 15 aus der zweiten Zahnlücke 17 gehoben und nach Überwindung des zwischenliegenden Zahnes unter Einwirkung der Klinkenfeder plötzlich wieder in die erste Zahnlücke 16 einschnappt, wodurch gleichzeitig der bis dahin am Kontaktstift 19 schleifende Kontaktarm 7 frei wird und eine plötzliche öffnung des Stromkreises erfolgt.
Der dadurch stromlos werdende Elektromagnet 29 (Fig. 2) der Kupplung 29, 35 läßt daher nunmehr den Anker 35 los, so daß die Bewegung des allmählich auslaufenden Motors sich nicht mehr der Aufzugswalze 38 mitteilen kann, also das Gewicht 1 nicht weiter gehoben wird.
Die beschriebene Bauart kann in der verschiedensten Weise abgeändert werden. Beispielsweise kann die Verbindung zwischen Gewicht 1 und Teller 4 statt durch eine Schnur 40 auch durch eine Führungsstange geschehen, die durch eine Lochung im Teller hindurchgeht und denselben mittels eines Anschlagstückes hebt.
Zum Betriebe der Aufziehvorrichtungen reichen einige gewöhnliche Hanstelegraphenelemente aus, jedoch kann die \ orrichtung auch, unter Einschaltung eines entsprechenden Widerstandes, an Starkstromleitungen angeschlossen werden. Da der Aufzug bei den gewöhnlichen Uhren in Zwischenräumen von zwei und mehr Tagen erfolgt, so treten für die Batterie große Ruhepausen ein.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Stromschlußvorrichtung für elektrische Aufzüge an Gewichtstriebwerken, z.B. von Uhren, dadurch gekennzeichnet, daß auf einem unter der Einwirkung irgend eines Kippspannwerkes (14, 15, 16, 17) stehenden Hebel (9, 10) ein zweiter zweiarmiger, beiderseits durch Anschläge im Hub begrenzter Hebel (6, 7) drehbar gelagert ist, dessen einer Arm (6) mit dem steigenden bzw. fallenden Treibgewicht (1) durch Zwischenglieder (4, 5) in Verbindung steht und dessen anderer Arm (7) durch Auftreffen auf den Kontaktstift (19) den Strom schließt bzw. durch Abgleiten von ihm den Strom unterbricht.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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