DE192472C - - Google Patents
Info
- Publication number
- DE192472C DE192472C DENDAT192472D DE192472DA DE192472C DE 192472 C DE192472 C DE 192472C DE NDAT192472 D DENDAT192472 D DE NDAT192472D DE 192472D A DE192472D A DE 192472DA DE 192472 C DE192472 C DE 192472C
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- sulfur
- cylinder
- gases
- minerals
- bloom
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Active
Links
- NINIDFKCEFEMDL-UHFFFAOYSA-N Sulfur Chemical compound [S] NINIDFKCEFEMDL-UHFFFAOYSA-N 0.000 claims description 86
- 229910052717 sulfur Inorganic materials 0.000 claims description 82
- 239000011593 sulfur Substances 0.000 claims description 81
- 239000007789 gas Substances 0.000 claims description 25
- 229910052500 inorganic mineral Inorganic materials 0.000 claims description 20
- 239000011707 mineral Substances 0.000 claims description 20
- 239000011261 inert gas Substances 0.000 claims description 16
- 238000000034 method Methods 0.000 claims description 12
- 238000000605 extraction Methods 0.000 claims 1
- 238000011084 recovery Methods 0.000 claims 1
- 239000007788 liquid Substances 0.000 description 6
- 239000000155 melt Substances 0.000 description 5
- QAOWNCQODCNURD-UHFFFAOYSA-N Sulfuric acid Chemical compound OS(O)(=O)=O QAOWNCQODCNURD-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 4
- 239000000463 material Substances 0.000 description 4
- 238000001816 cooling Methods 0.000 description 3
- 239000002184 metal Substances 0.000 description 3
- 229910052751 metal Inorganic materials 0.000 description 3
- XEEYBQQBJWHFJM-UHFFFAOYSA-N Iron Chemical compound [Fe] XEEYBQQBJWHFJM-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 2
- LSNNMFCWUKXFEE-UHFFFAOYSA-N Sulfurous acid Chemical compound OS(O)=O LSNNMFCWUKXFEE-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 2
- 238000000859 sublimation Methods 0.000 description 2
- 230000008022 sublimation Effects 0.000 description 2
- XLYOFNOQVPJJNP-UHFFFAOYSA-N water Substances O XLYOFNOQVPJJNP-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 2
- QVGXLLKOCUKJST-UHFFFAOYSA-N atomic oxygen Chemical compound [O] QVGXLLKOCUKJST-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 1
- 239000011449 brick Substances 0.000 description 1
- BVKZGUZCCUSVTD-UHFFFAOYSA-N carbonic acid Chemical compound OC(O)=O BVKZGUZCCUSVTD-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 1
- 239000003245 coal Substances 0.000 description 1
- 238000002485 combustion reaction Methods 0.000 description 1
- 238000010304 firing Methods 0.000 description 1
- 238000009434 installation Methods 0.000 description 1
- 239000011810 insulating material Substances 0.000 description 1
- 229910052742 iron Inorganic materials 0.000 description 1
- 238000004519 manufacturing process Methods 0.000 description 1
- 238000002844 melting Methods 0.000 description 1
- 230000008018 melting Effects 0.000 description 1
- 229910052760 oxygen Inorganic materials 0.000 description 1
- 239000001301 oxygen Substances 0.000 description 1
- 238000005192 partition Methods 0.000 description 1
- 238000002203 pretreatment Methods 0.000 description 1
- 239000002994 raw material Substances 0.000 description 1
- 230000001105 regulatory effect Effects 0.000 description 1
- 230000000717 retained effect Effects 0.000 description 1
- 230000000630 rising effect Effects 0.000 description 1
- 230000017260 vegetative to reproductive phase transition of meristem Effects 0.000 description 1
- 239000002699 waste material Substances 0.000 description 1
Classifications
-
- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C01—INORGANIC CHEMISTRY
- C01B—NON-METALLIC ELEMENTS; COMPOUNDS THEREOF; METALLOIDS OR COMPOUNDS THEREOF NOT COVERED BY SUBCLASS C01C
- C01B17/00—Sulfur; Compounds thereof
- C01B17/02—Preparation of sulfur; Purification
- C01B17/027—Recovery of sulfur from material containing elemental sulfur, e.g. luxmasses or sulfur containing ores; Purification of the recovered sulfur
Landscapes
- Chemical & Material Sciences (AREA)
- Organic Chemistry (AREA)
- Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
- General Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
- Geology (AREA)
- Inorganic Chemistry (AREA)
- Manufacture And Refinement Of Metals (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- M 192472 KLASSE 12«. GRUPPE
Dr. ARTHUR WALTER in NEAPEL.
Der Herstellung von sublimiertem Schwefel gehen heutzutage Vorbehandlungen des
Schwefelminerals voraus, indem dieses zuerst in meilerartigen Haufen (Calcaroni) oder
in gemauerten öfen (System Gill) ausgeschmolzen
wird, oder aber in dampfkesselartigen Behältern durch Dampf von etwa 200° extrahiert wird. Der so erhaltene Rohschwefel
wird in Retorten erhitzt und einer Sublimation
ίο unterworfen. Er kommt als raffinierter Schwefel oder als Schwefelblüte in den
Handel.
Bei der Behandlung des Schwefelminerals (dieses enthält 20 bis 40 Prozent Schwefel,
meistens aber wenig mehr als 20 Prozent) in Schwefelmeilern und im Gillofen verbrennt
ein Teil des Schwefels (30 bis 50 Prozent des Schwefelgehaltes) und die Verbrennungswärme
schmilzt den Rest des Schwefels ziemlieh vollkommen aus. Bei der Behandlung
des Minerals mit Dampf wird auch ungefähr die Hälfte des Schwefels durch Ausschmelzen
ge\vonnen, die andere Hälfte bleibt im Mineral, kann erst bei über 5500 C. ausgetrieben werden
und wird daher vernachlässigt.
In beiden Fällen wird nur die Hälfte oder wenig mehr als die Hälfte des Schwefels im
Mineral als solcher gewonnen.
Vorliegende Erfindung bezweckt, diesen Verlust an Schwefel zu vermeiden, und raffinierten
Blockschwefel sowie Schwefelblüte direkt aus dem Rohmaterial, dem Schwefelerz, zu erhalten, und zwar in einer kontinuierlichen
Arbeit ohne Feuersgefahr mit quantitativer Ausbeute.
Das Verfahren zur Verarbeitung des Schwefelminerals auf Schwefelblüte (oder auf
Blockschwefel) zur Erreichung einer quantitativen Ausbeute ist folgendes:
Billiges inertes Gas (Luft, deren Sauerstoff in Kohlensäure verwandelt ist, während
sie durch einen besonders für diesen Zweck konstruierten Ofen gesaugt wird), dessen
Temperatur zwischen 150 bis 5500 gehalten wird, wird durch eine bewegte, sich kontinuierlich
erneuernde Masse von Schwefelerz (Schwefelmineral) geleitet und der dabei
schmelzende Schwefel automatisch .abgeführt,' während der bei höherer Temperatur sublimierende
Schwefel als Schwefeldampf von dem Gasstrome mitgerissen und in einem '
Kühlapparat als Schwefelblüte gewonnen wird.
Auf beiliegenden Zeichnungen ist der zur Ausübung des vorliegenden Verfahrens dienende
Apparat in vier Ausführungsformen schematisch dargestellt.
Das Schwefelmaterial wird dem Speisetrichter C (Fig. 1) zugeführt und von der
mit regelbarer Geschwindigkeit arbeitenden Schnecke c durch das Abfallrohr α in den eiserneu
geneigten Cylinder A befördert, der bei ganz schwacher Neigung auch so angeordnet
werden kann, daß er zu rotieren vermag, und zur Vermeidung von Wärmeverlusten mit
Isoliermaterial umgeben sein kann.
Der geneigte Zylinder A ist durch ein Verbindungsstück V mit einem zweiten Zylinder
B verbunden, der dem Zylinder A entgegengesetzt geneigt ist, und durch einen Verbindungsstutzen
b mit einem Rohre D verbun-
den ist, das ebenfalls schräg", und zwar dem
Zylinder B entgegengesetzt geneigt ist. Das Fußende des Rohres D wird zwecks Ausbreitung
der Rückstände durch Handarbeit durch eine breite Platte d gebildet.
Das Schwefelmaterial gleitet also von dem Speisetrichter C bis zur Ausbreitungsplatte d.
selbsttätig in einem zickzackförmigen Wege hinab, wobei diese Bewegung durch Anord-
ίο nung von Rippen oder Gleitschienen r im Zylinder
A erleichtert werden kann.
Während dieser Abwärtsbewegung des Schwefelmaterials werden durch dasselbe zwei
inerte Gasströme von verschieden hoher Temperatur geleitet.
Durch Rohr g wird am oberen Ende des Zylinders
A inertes Gas von 150 bis 1700 C, und
durch Rohr g' solches von 450 bis 5500 in das untere Ende des Zylinders B geleitet. Beide
Gasströme werden durch das Saugrohr T abgesogen, das dem Zylinder .9 angefügt ist, der
durch Rohr j mit dem Verbindungsstücke V der beiden Zylinder A und B verbunden ist.
Der Absaugezylinder ^S" steht in einer Überlaufschale
P, in der der geschmolzene Schwefel einen Luftabschluß bildet, während er
selbst ablaufen kann, sobald er über den Rand der Ablaufschale steigt. Dem oberen Ende
des Fußrohres D ist ein Rohr f angeschlossen, welches die an dem Fußende über die Rückstände
strömende frische Luft in die Gasofen leitet, so daß die Wärme der 400 bis 5000
heißen Rückstände ausgenutzt wird.
Der Apparat arbeitet in folgender Weise:
Aus · der Speise- und Ladevorrichtung gelangt das Schwefelmineral in kontinuierlicher,
regulierbarer Weise in das geneigte Rohr A (oder in den rotierenden· Zylinder A), langsam
sich abwärts' bewegend, während gleichzeitig ein Strom 150 bis 2000 C. heißen inerten
Gases aus dem Rohre g in den Zylinder A eintritt, welches durch den hinter dem Kühlraum
liegenden Ventilator angesaugt wird. Gleichzeitig saugt derselbe Ventilator durch
g' einen Strom 450 bis 5500 heißen inerten Gases in den Zylinder B ein, .welch letzteres
Gas sich mit dem ersteren aus A in V vereinigt und zusammen mit den Schwefeldämpfen
und der Schwefelblüte durch S nach T und nach dem Kühlraum gesaugt wird.
Die beiden nicht dargestellten gaserzeugenden öfen werden mit warmer Luft gespeist, welche
durch die Abbrände über d durch f zum Feuerherd geführt werden (zur Ersparnis von
Kohlen).
Das warme (1500) inerte Gas begleitet das
Erz und den flüssigen Schwefel auf seinem Wege durch den Zylinder A und erhält den
Schwefel dünnflüssig bis zum Eintritt in den Zylinder B durch das Vertikalrohr V, wo die
Höhentemperatur des zweiten heißeren (450 bis 550°) Gasstromes die Sublimation nicht
mir des flüssigen, schon ausgeschmolzenen Schwefels verursacht, sondern auch die des
im Mineral noch zurückgehaltenen Schwefels, der erfahrungsgemäß erst bei so hoher Temperatur
(5000) abgetrieben werden kann. Das Mineral begegnet auf seinem Wege ■ abwärts
im Zylinder B einer steigenden Temperatur, so daß es, bei der Eintrittsstelle des heißen
Gases angekommen, seinen ganzen Schwefel-S gehalt abgegeben haben muß.
Die Vereinigung des Gasstromes mit 1500 aus g und desjenigen von 5000 aus g' in V ergibt einen einzigen Gasstrom von etwa 3000, in welchem der Schwefel in Form von Dampf mitgerissen wird. In dem Vertikalrohr S kühlt sich der Schwefeldampf so weit ab, daß ein Teil des Schwefels sich als Blüte abscheidet.
Die Vereinigung des Gasstromes mit 1500 aus g und desjenigen von 5000 aus g' in V ergibt einen einzigen Gasstrom von etwa 3000, in welchem der Schwefel in Form von Dampf mitgerissen wird. In dem Vertikalrohr S kühlt sich der Schwefeldampf so weit ab, daß ein Teil des Schwefels sich als Blüte abscheidet.
Ein Teil dieser Blüte schmilzt an den heißen Wänden des Vertikalrohres 6" und gelangt
in die Eisenschale P, aus der er durch einen Überlauf austritt. Ein anderer Teil
wird durch Saugrohr T zum Kühler geführt, und zum Schluß wird der größere Teil der
Schwefelblüte in den Sammelraum geblasen. Der Gasstrom, der aus dem Sammelraum entweicht,
kann noch Schwefelblüte enthalten und wird daher entweder in Wasser geleitet oder in ein auf etwa 1200 erwärmtes Metallgefäß,
in dem der Rest von Schwefelblüte an den Wandungen schmilzt und gewonnen wird.
In dem in Fig. 1 beschriebenen Apparat geschieht das Ausschmelzen des Schwefels in
einem Zylinder, das Abtreiben des Restes von Schwefel in einem anderen Zylinder, so daß
man bei diesem Verfahren sowohl geschmolzenen Blockschwefel, als auch Schwefelblüte gewinnen
kann.
Fig. 2 stellt dagegen eine Ausführungsform dar, bei welcher nur Schwefelblüte gewonnen
wird, wenn man von dem im vertikalen Rohr 5" sich bildenden flüssigen Schwefel
absieht.
Fig. 3 zeigt eine Ausführungsform, in welcher der Gasstrom mit den Resten von Schwefelblüte
wieder (durch das Rohr n) zurückgeführt wird, um jeden Schwefelverlust zu
vermeiden, während die Sublimation des Schwefels aus dem in Zylinder B sich bewegenden
Schwefelmineral durch Außenfeuerung erfolgt.
Fig. 4 zeigt einen senkrechten Schachtofen, dem durch den Speisetrichter C mit Hilfe der
Transportschnecke c, das Schwefelmineral kontinuierlich zugeführt wird.
Die Gaserzeügungsöfen h, h, in welchen inertes Gas von 150° erzeugt wird, sind um
den oberen Teil des Schachtes, die zum Erzeugen des inerten Gases bis zu 5500 dienenden
Öfen h', h' um den mittleren Teil des
IQ
Schachtes herumgebaut, so daß hierdurch der Schacht wiederum in zwei Zylinder A und B
geteilt wird, die aber nicht wie in den Ausführungsformen nach Fig. ι und 2 geneigt
sind, sondern senkrecht übereinander stehen. Die in den öfen erzeugten Gase treten durch
Öffnungen der Schachtwandung in den Füllschacht ein, und zwar in den oberen Schachtteil
A in einen gelochten, an seinen beiden Enden mit Außenflanschen versehenen Metallzylinder
X, der dem Füllschachte so eingefügt ist, daß zwischen der Wandung des letzteren
und dem Zylinder X eine oben und unten geschlossene Ringkammer entsteht.
Der von den Gasen der öfen h, h aus dem Schwefelmaterial im Zylinder X ausgeschmolzene
Schwefel tritt seitlich durch die Durchbrechungen (Gangschlitze) der Zylinderwand
hindurch, in den letztere, umgebenden Ringraum und wird durch die Röhrchen k, k in die
Sammelbehälter K, K geleitet. Da die Röhrchen
k, k bis nahe an die Böden der Behälter
K, K hinabgehen, so bildet der in letzterem befindliche, flüssige Schwefel einen Luftab-Schluß.
Die Gase von etwa 550° der Öfen h, h treten .ebenfalls durch Öffnungen der Scheidewand
in den Schacht, und zwar in den Teil B und werden gleich den Gasen aus den Öfen h, h
nach unten geführt. Dies geschieht wieder durch Absaugen, so daß die Schwefeldämpfe
und die inerten Gase, wie es die eingezeichneten Pfeile andeuten, in den senkrechten, eine
Vorlage bildenden Zylinder S1 gelangen, in der
sich die Schwefelblüte bildet. Diese schmilzt zum Teil auch und sammelt sich als geschmolzener
Schwefel in dem Teller P an, der das untere, offene Ende der Vorlage 6" umgibt.
Der flüssige Schwefel im Teller P bildet einen Luftabschluß. Der nicht geschmolzene Teil
der Schwefelblüte wird aus der Vorlage S durch das Saugrohr T nach einem (nicht gezeichneten)
Kühlapparat geleitet, hinter dem z. B. ein Ventilator angeordnet ist, wodurch das-Absaugen der Gase sowie des Schwefeldampfes
und der Blüte bewirkt wird.
Auf der anderen Seite des Ventilators steht ein Sammler, z. B. der aus der Patentschrift
177281 bekannten Art, in dem sich die Schwefelblüte
sammelt, und aus dem sie durch Entleerungsöffnungen leicht entnommen werden kann, da in dem Sammler Überdruck vorhanden
ist.
Das von der Schwefelblüte befreite inerte Gas wird an der obersten Stelle des Sammlers
ausgeblasen und ev. in Wasser geleitet, um die letzten Spuren von Schwefelblüte zurückzuhalten,
oder sie werden auch in einem auf 1300 erhitzten Metallzylinder geleitet, an
dessen heißen Wänden der Rest von Schwefelblüte schmilzt.
Anstatt die Schwefeldämpfe in einen Kühlapparat zu leiten, kann man sie auch' einem
Apparate zuführen, in dem sie mit Luft vermischt, zu schwefliger Säure verbrannt und
zu Schwefelsäure verarbeitet werden können.
Man kann also mit Hilfe des vorliegenden Verfahrens Schwefelminerale direkt auf
schweflige Säure oder Schwefelsäure verarbeiten, was bisher für die Praxis unzulässig
war, weil die Abbrände noch etwa 10 Prozent Schwefel enthielten.
Die Abbrände werden bei Verwendung der Vorrichtung nach Fig. 4 aus dem wagerechten
Teile D des Schachtes cr abgeführt und ihre
Wärme zum Vorwärmen der Luft verwendet, die in die Gasofen h,h' geleitet wird, um die
inerten Gase zu gewinnen.
Die Zufuhr der Schwefelminerale, die Stärke des Absaugens der Gase aus dem
Schachtofen sowie die . Menge des inerten ■■■ Gases kann nach Bedarf geregelt werden.
Das Absaugen der Gase aus dem Schachtofen erfolgt vorteilhaft unter Einschaltung
einer Kammer Y, die den Füllschacht umgibt und mit ihm durch Öffnungen in Verbindung
steht. Die Kammer Y wirkt dann als Druckregler.
Claims (6)
1. Verfahren zur unmittelbaren Gewinnung von geschmolzenem Schwefel und
von Schwefelblüte aus Schwefelmineralien, dadurch gekennzeichnet, daß die Mineralien
ununterbrochen durch einen Zylinder unter gleichzeitigem Einwirkenlassen
heißer inerter Gase hindurchgeführt und die sich hierbei bildenden Schwefeldämpfe
und die Schwefelblüte abgesaugt werden..
2. Ausführungsform des Verfahrens gemaß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß den ununterbrochen durch den Zylinder bewegten Schwefelmineralien verschieden
heiße inerte Gase an verschiedenen Stellen der Bewegungsbahn zugeführt werden, und zwar Gase von geringerer Temperatur
(etwa 1500) im oberen Teil und Gase von höherer Temperatur (etwa 55°°)
im unteren Teil des Zylinders.
3. Ausführungsform des Verfahrens ge- no maß Anspruch 1, gekennzeichnet durch die
Benutzung eines die Schwefelmineralien aufnehmenden Zylinders (B, Fig. 3), der
von einer Feuerung umgeben und an seinem unteren, oder nahe seinem unteren
Ende mit einem Einlaßrohr (g) für das inerte Gas, an seinem oberen Ende dagegen
mit einem Absaugerohr (s) für die. die Schwefeldämpfe enthaltenden Gase versehen
ist.
4. Vorrichtung zur Ausführung des Verfahrens gemäß Anspruch 2, dadurch
gekennzeichnet, daß der Führungszylindcr für die Schwefelmineralien durch Verbindung·
zweier oder mehrerer zueinander entgegengesetzt geneigter Einzelzylinder (A, B, Fig. 1) zu einer zickzackförmigen
Gleitbahn ausgebildet ist, und von diesen Zylindern der oberste am oberen Ende, der
tiefer liegende oder einer der tiefer liegenden dagegen am unteren Ende je mit einem
Zuleitungsrohr (g, g') für inerte Gase von verschiedener Temperatur versehen ist,
während zwischen den Zylindern eine Absaugevorrichtung (s, S, T) zwecks Abführung
der mit den Schwefeldämpfen beladenen Gase angeordnet ist.
5. ■ Vorrichtung zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch 2, dadurch ge-'
kennzeichnet, daß der Führungszylinder für die Schwefelmineralien als senkrechter
Füllschacht (A, B, Fig. 4) ausgebildet und in seinem oberen und unteren Teile von
Gasgeneratoren (h, h') umgeben ist, so daß er hierdurch in zwei Abschnitte für
verschiedene Gastemperaturen zerlegt wird, von denen der obere, für die niedrigere
Temperatur bestimmte, einen Siebzylinder (X) enthält, der mit seinen Endflanschen
einen oben und unten geschlossenen Ringraum zu dem Schachtmantel herstellt, aus dem der ausgeschmolzene Schwefel unter
Luftabschluß durch Abflußrohre (k) abgelassen werden kann.
6. Absaugevorrichtung für die Schwefeldämpfe enthaltenden inerten Gase bei
den Vorrichtungen gemäß den Ansprüchen 3 bis S, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen den Zylindern und dem zum Ventilator
führenden Saugrohr (T) eine Vorlage (S) eingeschaltet ist, die aus einem
unten1 offenen Zylinder besteht, der mit seinem unteren Ende derart in einem Teller
(P) steht, daß der geschmolzene, sich in ihm sammelnde Schwefel einen Luftabschluß
bildet.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen,
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE192472C true DE192472C (de) |
Family
ID=455789
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT192472D Active DE192472C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE192472C (de) |
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE966803C (de) * | 1952-05-21 | 1957-09-12 | Metallgesellschaft Ag | Verfahren zur Gewinnung von Schwefel aus diesen in elementarer Form enthaltenden im wesentlichen koernigen oder stueckigen Mineralien |
| DE966832C (de) * | 1952-10-30 | 1957-09-12 | Heinz Leithaeuser Dr Ing | Verfahren zur Gewinnung von reinem Schwefel in Form eines trockenen Pulvers |
| DE966831C (de) * | 1952-12-20 | 1957-09-12 | F J Collin Ag Zur Verwertung V | Verfahren zur Gewinnung von Schwefel aus schwefelhaltigen Materialien |
-
0
- DE DENDAT192472D patent/DE192472C/de active Active
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE966803C (de) * | 1952-05-21 | 1957-09-12 | Metallgesellschaft Ag | Verfahren zur Gewinnung von Schwefel aus diesen in elementarer Form enthaltenden im wesentlichen koernigen oder stueckigen Mineralien |
| DE966832C (de) * | 1952-10-30 | 1957-09-12 | Heinz Leithaeuser Dr Ing | Verfahren zur Gewinnung von reinem Schwefel in Form eines trockenen Pulvers |
| DE966831C (de) * | 1952-12-20 | 1957-09-12 | F J Collin Ag Zur Verwertung V | Verfahren zur Gewinnung von Schwefel aus schwefelhaltigen Materialien |
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE2804057C2 (de) | Verfahren zur Beseitigung von beim Einschmelzen verschmutzten Leichtmetallschrotts freigesetzten Verunreinigungen | |
| DE1235528B (de) | Verfahren und Vorrichtung zum Vorwaermen, Eintragen und Schmelzen eines Gemenges in einem Glasschmelzofen | |
| DE2159219A1 (de) | Verfahren und Einrichtung zur Gewinnung von Metallen aus einem Sulfid-Konzentrat | |
| DE192472C (de) | ||
| EP0013692A1 (de) | Vorrichtung zum selektiven Abtrennen nicht ferromagnetischer Metalle aus einem Gemenge zerkleinerten metallischen Schrotts von nahezu einheitlicher Teilchengrösse | |
| DE618872C (de) | Drehrohrofen | |
| DE2637564A1 (de) | Verfahren und vorrichtung zum behandeln von fliessfaehigem gut | |
| DE2418718B (de) | Verfahren zum Erzeugen von metallischem Kupfer | |
| DE2855239C3 (de) | Vorrichtung zum selektiven Abtrennen nicht ferromagnetischer Metalle aus einem Gemenge zerkleinerten metallischen Schrotts von etwa einheitlicher Teilchengröße | |
| DE685783C (de) | Verfahren und Einrichtung zur Gewinnung von Schwefel | |
| DE20276C (de) | Verfahren und Apparate zur Herstellung von Aetzstrontium und Aetzbaryum aus den schwefelsauren Salzen | |
| DE802849C (de) | Verblaseofen zur Verfluechtigung von Metallen aus armen Erzen, Schlacken u. dgl. (Halbschachtofen) | |
| DE137159C (de) | ||
| DE1608705B1 (de) | Verfahren zur Segregation von Kupfer,Silber und Nickel aus oxydischen Erzen | |
| DE1608705C (de) | Verfahren zur Segregation von Kupfer, Silber und Nickel aus oxydischen Erzen | |
| DE640649C (de) | Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von fein verteiltem Zink | |
| DE631489C (de) | Verfahren zur Herstellung von wasserfreiem Magnesiumchlorid | |
| DE616247C (de) | Verfahren und Vorrichtung zum Eintragen des Gemenges in Glasschmelzoefen | |
| DE17521C (de) | Verfahren und Apparate zur Raffination von unreinem Zink | |
| DE817525C (de) | Verfahren und Vorrichtung zum Kuehlen von Duesen | |
| DE264526C (de) | ||
| DE628847C (de) | Verfahren und Vorrichtung zur Verarbeitung von Saeureschlamm auf Schwefeldioxyd und Koks | |
| DE532390C (de) | Verfahren und Vorrichtung zur Verkokung minderwertiger Brennstoffe | |
| AT157414B (de) | Verfahren und Einrichtung zur destruktiven Destillation von organischen oder anorganischen Stoffen. | |
| DE934584C (de) | Verfahren und Vorrichtung zur teilweisen Gewinnung des Schwefelinhaltes von Schwefelkies |