DE192079C - - Google Patents
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- DE192079C DE192079C DENDAT192079D DE192079DA DE192079C DE 192079 C DE192079 C DE 192079C DE NDAT192079 D DENDAT192079 D DE NDAT192079D DE 192079D A DE192079D A DE 192079DA DE 192079 C DE192079 C DE 192079C
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-
- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C09—DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
- C09D—COATING COMPOSITIONS, e.g. PAINTS, VARNISHES OR LACQUERS; FILLING PASTES; CHEMICAL PAINT OR INK REMOVERS; INKS; CORRECTING FLUIDS; WOODSTAINS; PASTES OR SOLIDS FOR COLOURING OR PRINTING; USE OF MATERIALS THEREFOR
- C09D13/00—Pencil-leads; Crayon compositions; Chalk compositions
Landscapes
- Chemical & Material Sciences (AREA)
- Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Materials Engineering (AREA)
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- Organic Chemistry (AREA)
- Coloring (AREA)
- Surface Treatment Of Glass (AREA)
- Paints Or Removers (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- JVl 192079 KLASSE 22g. GRUPPElO.
WALTER ARTHUR KER in NEW-YORK.
Die Herstellung dünner Schichten oder Blättchen aus Lösungen von Collodmmwolle
in Amylacetat durch Aufgießen solcher Lösungen auf glatte Unterlagen, wie Glas- oder
Metallplatten, und Verdunsten des Lösungsmittels ist ebenso bekannt wie die Herstellung
von Färb- und Bronzefolien aus einer geeigneten, die Farbe oder Bronze enthaltenden
Streichmasse, die auf Glasplatten dünn
ίο aufgestrichen und getrocknet wird.
Besonders die nach dem letzterwähnten Verfahren hergestellten Bronzefolien haben
aber den Nachteil, daß sie noch eine Stärke besitzen, die ihre Verwendung für den sogenannten
Blattmetalldruck schwierig, wenn nicht überhaupt unmöglich macht.
Ein weiterer Nachteil ist, daß derartig durch Aufgießen einer Streichmasse auf Glasplatten
hergestellte Metallfolien außer einer unebenen, durch die Unebenheiten auf dieser
Platte hervorgerufenen Oberfläche auch noch Durchbrechungen aufweisen, die sich durch
die gesamte Dicke des Metallblättchens hindurch erstrecken und nach erfolgtem Aufdruck
sichtbar werden, demzufolge dem Druck ein unschönes Aussehen verleihen.
Den erwähnten bekannten Verfahren gegenüber unterscheidet sich das vorliegende dadurch,
daß an Stelle der Glas- oder Metallplatten ein Flüssigkeitsspiegel als Unterlage
benutzt wird.
Das Verfahren wird in der Weise ausgeführt, daß eine in bekannter Weise durch
Auflösung von Collodiumwolle, z. B. in Fuselöl (Amylalkohol), gebildete und mit einem
' geeigneten Farbstoff (z. B. Bronze) versetzte Masse auf die Oberfläche einer Flüssigkeit
aufgegossen oder aufgeschüttet wird, die spezifisch schwerer als die verwendete Farbmischung
ist. Nach Verdunsten des Lösungsmittels kann man die.Färb- pdejr Metallfolie
von der Ö^S^cfiS^jd'erTTrGssigkeitabheben.
Die Folle~lst sehr glatt und viel dünner herzustellen
als nach dem bisher gebräuchlichen Verfahren. Dabei ist sie aber noch genügend widerstandsfähig.
Bei Ausführung des vorstehend gekennzeichneten Verfahrens werden in bekannter
Weise in einem flüchtigen Lösungsmittel gelöste Nitrocellulose und ein Farbstoff zusammengebracht
und die so gebildete Mischung oder Lösung auf die Oberfläche einer Flüssigkeit, die spezifisch schwerer ist, aufgegossen.
Durch Verdunstenlassen des Lösungsmittels wird. ein Blatt gebildet, das sehr dünn, glatt
und an ■ keiner Stelle durchbrochen ist. Als Bindemittel für die Farbe oder das Metallpulver
benutzt man beispielsweise eine Lösung von 100 g Collodiumwolle in etwa 4 1 Fuselöl
(Amylalkohol) und verwendet von dieser Lösung 4 Teile auf 1 Teil Bronze.
Nach kräftigem Durchrühren wird diese Mischung auf den Spiegel von in einem Gefäß
befindlichem Wasser aufgegossen und das Ganze ruhig stehen gelassen. Dabei
bildet sich unter Verdunsten des Lösungsmittels auf dem Wasserspiegel ein dünnes
Blättchen, welches man dann von der .Wasseroberfläche abhebt.
' Es wird zugegeben, daß es schon bekannt ist, sog. Interferenzfarben zeigende Häutchen
durch Aufgießen von Ölen oder Lacken auf
die Wasseroberfläche zu erzeugen ' und diese Häutchen nach Ablassen der Tragflüssigkeit
auf einer in das Wasser eintauchenden Unterlage aufzufangen. Von diesem Verfahren
ist das vorliegende wesentlich verschieden, denn hier wird die Bildung der Folie schon
auf der Tragflüssigkeit selbst durch Verdunstung des Lösungsmittels bewirkt. . Die
Erzielung eines derartigen Resultates ist aber
ίο bei dem bekannten Verfahren unmöglich, da
selbst für den Fall, daß dort ebenfalls eine Verdunstung des Lösungsmittels noch auf
der Tragflüssigkeit vorgesehen sein sollte, die Bildung eines als Farbfolie verwendbaren
Farbhäutchens ausgeschlossen ist, da die Häutchen in äußerst dünner Schicht auf die Wasseroberfläche
aufgetragen werden müssen, wenn
sie die Erscheinung der Interferenz zeigen sollen, und daher beim Eintrocknen niemals
eine zusammenhängende haltbare Folie er- 20 geben können.
Claims (1)
- . Patent-Anspruch:Verfahren zur Herstellung von Färb- oder Metallfolien aus der Lösung eines ■Farbstoffes in Collodium oder aus einer Mischung von Collodium und Farbstoff oder Metallpulver, ,dadurch gekennzeichnet, daß diese Lösung oder Mischung auf den Spiegel einer spezifisch schwereren ' Flüssigkeit aufgegossen oder aufgeschüttet und daß dort das verwendete Lösungsmittel verdunsten gelassen wird.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE192079C true DE192079C (de) |
Family
ID=455424
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT192079D Active DE192079C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE192079C (de) |
-
0
- DE DENDAT192079D patent/DE192079C/de active Active
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