DE191263C - - Google Patents

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DE191263C
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Germany
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air
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rooms
dock
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DE1905191263D
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Publication of DE191263C publication Critical patent/DE191263C/de
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Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B63SHIPS OR OTHER WATERBORNE VESSELS; RELATED EQUIPMENT
    • B63BSHIPS OR OTHER WATERBORNE VESSELS; EQUIPMENT FOR SHIPPING 
    • B63B1/00Hydrodynamic or hydrostatic features of hulls or of hydrofoils
    • B63B1/02Hydrodynamic or hydrostatic features of hulls or of hydrofoils deriving lift mainly from water displacement

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  • Physics & Mathematics (AREA)
  • Fluid Mechanics (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Combustion & Propulsion (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Ocean & Marine Engineering (AREA)
  • Underground Structures, Protecting, Testing And Restoring Foundations (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- ΛΠ91263 KLASSE 65 h. GRUPPE
ARTHUR OBERMÜLLER in STEGLITZ.
im Bodenponton.
Zusatz zum Patente 157980 vom 8. März 1904.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 15. Juni 1905 ab. Längste Dauer: 7. März 1919.
Die vorliegende Erfindung betrifft eine weitere Ausbildung des Verfahrens zur Bedienung von U-förmigen und Off-shore-Schwimmdocks nach Patent 157980. Bei diesem Patent bestand einer der leitenden Gedanken darin, bei dem Entleeren von Schwimmdocks mittels besonders zu erzeugender Druckluft, wie solches schon seit langer Zeit an sich bekannt ist, in der Weise zu verfahren, daß am Schlüsse, d. h. nach beendigtem Heben, nur in solchen Räumen Druckluft verbleibt, deren Decke etwa in Höhe des äußeren Niveaus liegt, und daß diese Räume so viel wie irgend möglich verkleinert werden. Um diese Aufgäbe zu lösen, sollten Docks benutzt werden, bei welchen im Bodenponton Räume R abgeteilt sind, in denen beim Senken Luft bleibt. Der Zweck der vorliegenden Erfindung ist es nun, diese abgetrennten Räume wesentlich zu vergrößern, so daß sich die Räume im Bodenponton, welche durch besonders zu erzeugende Druckluft entleert werden, noch kleiner gestalten als bei dem Patent 157980. Um dies zu erreichen, soll mit dem Verfahren nach Patent 157980, Docks mit Lufträumen im Bodenponton durch Einleiten von besonders zu erzeugender Druckluft zu entleeren, ein schon durch alte englische Patentschriften bekannt gewordenes Verfahren vereinigt werden, welches darin besteht, die abgeteilten Räume im Boden, in welchem sich im versenkten Zustande Luft befinden soll, so einzurichten, daß auch in sie beim Senken Wasser von unten eintreten kann, ohne daß der eingeschlossenen Luft ein Entweichen gestattet wird. Bei diesen bekannten Einrichtungen stehen die im Boden zum Komprimieren von Luft abgeteilten Räume noch mit anderen Räumen in den Seitenkasten oder außerhalb des Docks in Verbindung, so daß also auch in diesen die Luft komprimiert wird, um so das zu komprimierende Luftvolumen zu vergrößern und beim Heben des Docks mehr Arbeit zu gewinnen. Dies soll nun auch bei der vorliegenden Erfindung mit benutzt werden, da der zum Komprimieren von Luft im Bodenponton abgeteilte Raum um so größer und die daneben liegenden, durch besonders einzuleitende Druckluft zu entleerenden Räume um so kleiner gestaltet werden können, je größer das gesamte zu komprimierende Luftvolumen ist. Der angestrebte Zweck wird also noch besser erreicht, wenn die Kompression von Luft nicht nur im Boden geschieht, sondern zugleich noch in anderen Behältern auf dem Dock oder außerhalb desselben.
Der Vorteil der Kompression von Luft durch eindringendes Wasser liegt bekanntlich darin, daß durch die beim Senken in den ab-
geteilten Räumen komprimierte Luft das eingedrungene Wasser, welches zum Versenken mit erforderlich war, infolge der beim Heben des Docks erfolgenden Expansion selbsttätig, d. h. ohne Aufwand besonderer Arbeit wieder verdrängt wird. Der Vorteil der Verwendung von besonders zu erzeugender Druckluft zum Entleeren der übrigen Dockabteilungen aber besteht darin, daß die beim Verdrängen von Wasser durch Einleiten der Druckluft verrichtete Arbeit hiermit nicht abgeschlossen ist, daß vielmehr die eingepreßte Luft beim Steigen des Docks, d. h. — also bei abnehmender Druckhöhe des Wassers — expandiert und dabei noch ein erhebliches Mehr an Arbeit zu verrichten imstande ist. Wendet man nun die beiden Verfahren gleichzeitig an, so ergibt sich gerade durch diese Vereinigung als Plus der weitere und bei der vorliegenden Erfindung angestrebte Vorteil, daß die im Boden abgetrennten, zur Kompression der eingeschlossenen Luft bestimmten Räume erheblich größer gestaltet werden können als bei dem Verfahren nach Patent
157980. Die Folge hiervon ist natürlich, daß gegenüber dem Patent 157980 die anderen Abteilungen im Bodenponton, in welchen nach beendigtem Heben nichtausgenützte Druckluft verbleibt, ebenso beträchtlich verkleinert werden und daß somit an einzuleitender Druckluft gespart werden kann.
Ein Dock, auf welches das neue Verfahren angewendet werden soll, ist auf der beiliegenden Zeichnung in einer Ausführungsform dargestellt. Bei diesem Dock ist ebenso wie bei dem Patent 157980 im Boden ein Raum R abgeteilt, in dem im versenkten Zustande Luft vorhanden sein soll. Dieser Raum steht mit anderen Behältern R1 in Verbindung, die entweder außerhalb des Docks liegen oder, wie in der Zeichnung beispielsweise dargestellt, oben auf den Seitenkasten angeordnet sind. Sobald man beim Senken auch in den Raum R Wasser eindringen läßt, wird die Luft in bekannter Weise nicht nur in ihm, sondern auch in den Räumen R1 zusammengedrückt. Werden die Behälter R1 zylindrisch gestaltet, wie gezeichnet, so brauchen ihre Wandungen trotz des inneren Überdruckes nicht stärker gemacht zu werden als die Beplattungen der Seitenkasten oben sowieso sein müssen.
War in den Räumen R und R1 vor dem öffnen der Wassereinlaßöffnungen Luft vom einfachen Atmosphärendruck vorhanden, so ist ersichtlich, daß zunächst unter Zusammendrückung derselben so lange Wasser eintritt, bis die Spannung der Luft der Höhe einer Wassersäule entspricht, die gleich ist dem Niveauunterschied des Wassers in dem Räume R und außenbords. Wird hierauf durch Einlassen von Wasser in die anderen Dockabteilungen B und die Seitenkasten das Senken vorgenommen, so wird auch der in den Lufträumen R und R1 auf der eingeschlossenen Luft ruhende Wasserdruck immer größer, und die Folge ist, daß sie unter weiterem Nachströmen von Wasser immer mehr zusammengedrückt wird. Macht man nun den " Gesamtkubikinhalt der Räume R und JR1, in welchen auf diese Weise durch das eindringende Wasser Luft komprimiert wird, so groß, daß die im Räume R eingeschlossene Luft bei ganz versenktem Dock im zusammengedrückten Zustande dasselbe Volumen einnimmt wie die nicht zusammengedrückte Luft in den bei Patent 157980 angenommenen Luftkammern, so müssen sich bei gleicher Tauchung natürlich in beiden Fällen insofern auch genau gleiche Verhältnisse ergeben, als in den Seitenkasten bei dem einen Dock das Wasser ebenso hoch stehen muß wie bei dem anderen Dock. Der Unterschied in der Größe des im Boden abgeteilten Raumes R, um welchen derselbe nach der vorliegenden Erfindung größer ist als die bei Patent 157980 angenommenen Lufträume, muß dann, wie leicht zu übersehen, gleich der Wassermenge sein, die bis zum völligen Versenken in den Luftraum im Boden eindringt. Um dieses Volumen wird gegenüber dem Patent 157980 der Kubikinhalt der Räume B verkleinert, deren Entleerung mittels besonders zu erzeugender Druckluft geschieht. Hierin liegt, wie eingangs erwähnt, das Neue der vorliegenden Erfindung. Um das Versenken des unbelasteten, völlig leeren Docks bewirken zu können, wenn die zum Komprimieren von Luft durch einströmendes Wasser abgeteilten Räume eine gewisse Größe überschreiten und daher das Senken nicht ohne weiteres zulassen, kann man so verfahren, daß man bei dem vorhergehenden, im unbelasteten Zustande stattfindenden Heben ein bestimmtes Quantum Wasser in den vom Bodenponton durch eine dichte Decke abgetrennten Seitenkasten beläßt oder daß man Wasser besonders aufpumpt. Das Senken des unbelasteten Docks kann auch dadurch ermöglicht werden, daß man Wasser in dem Räume R unter Abschluß von den Räumen R1 mithebt.
Für das Wesen der Erfindung ist es natürlich nebensächlich, ob ein Dock wie das gezeichnete verwendet wird oder ein Dock nach Fig. 3 des Hauptpatentes, bei dem der Luftkompressionsraum R im Bodenponton durch einen horizontalen Boden abgeteilt ist.
Außer der Verkleinerung der Räume B wird aber gerade durch die die vorliegende Erfindung bildende Vereinigung an sich bekannter Verfahren noch ein anderer wesent-
licher Vorteil erreicht, welcher darin liegt, daß die Schotte zwischen den Räumen B, R und ebenso, falls der Raum R durch einen horizontalen Boden abgeteilt ist, dieser letztere, die bei dem Patent 157980 durch den Wasserdruck im gesenkten Zustande stark beansprucht sind, bei der Kompression der Luft im Räume R und der Einführung von Druckluft in die Räume B zwecks Hebens entlastet werden. Wie ersichtlich, werden natürlich auch sämtliche anderen Wandungen der Räume B und R gegen den äußeren Wasserdruck entlastet, während bei dem Patent 157980 Decke, Boden und Schotte des Raumes R sehr stark beansprucht werden. Um auch beim Senken die Entlastung sämtlicher Wandungen gegen den äußeren Wasserdruck zu erzielen, hat man nur nötig, die Luft aus den ganz mit Wasser zu füllenden Räumen nicht frei entweichen zu lassen, indem man sie beim Abströmen so drosselt, daß die eingeschlossene, noch' nicht verdrängte Luft dauernd eine genügende Spannung behält, um das Einfließen des Wassers eben noch mit hinreichender Geschwindigkeit zu gestatten. Nicht nur beim Heben des Docks, sondern auch beim Senken wird durch das vorliegende neue Verfahren eine völlige Entlastung sämtlicher Dockwandungen erzielt, was bis jetzt bei keinem von allen bekannten Verfahren erreicht wird.
Durch das Drosseln der aus denjenigen Räumen zu verdrängenden Luft, welche beim Senken ganz mit Wasser gefüllt und durch besonders zu erzeugende Druckluft wieder entleert werden, wird zugleich Druckluft gewonnen, welche man aufspeichern kann, um sie nachher zum Entleeren des Docks oder zu sonst irgendwelchen Zwecken wieder nutzbar zu machen.

Claims (2)

Patent-Ansprüche:
1. Verfahren zur Bedienung von U-förmigen und Off-shore-Schwimmdocks mit Lufträumen im Bodenponton nach Patent 157980, dadurch gekennzeichnet, daß mit dem Verfahren zur Entleerung der Dockräume durch besonders zu erzeugende Druckluft das Verfahren vereinigt wird, in die im Bodenponton vorgesehenen Lufträume (R), welche mit anderen Räumen (R1J oben auf dem Dock oder auch außerhalb desselben in Verbindung stehen, beim Senken von unten Wasser eintreten zu lassen, so daß in bekannter Weise die in den Räumen (R und R1J eingeschlossene Luft infolge des hydrostatischen Druckes des Wassers komprimiert wird und beim Steigen des Docks das eingedrungene Wasser selbsttätig wieder verdrängt.
2. Verfahren zur Bedienung von Schwimmdocks nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß beim Senken die aus den mit Wasser ganz zu füllenden Räumen abzulassende Luft bei dem Ausströmen so gedrosselt wird, daß die eingeschlossene, noch nicht verdrängte Luft dauernd eine gewisse Spannung behält, welche die Wassereinströmung noch mit genügender Geschwindigkeit gestattet und dem Druck des. auf den Wandungen der Räume (B) lastenden Wassers sowie dem im Räume (R) herrschenden Druck der Luft auf die Trennungswände zwischen den Räumen (B und R) entgegenwirkt.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
DE1905191263D 1905-06-14 1905-06-14 Expired - Lifetime DE191263C (de)

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Application Number Priority Date Filing Date Title
AT38644D AT38644B (de) 1905-06-14 1907-11-03 Verfahren zur Bedienung von U-förmigen und Off-shore-Schwimmdocks mit Lufträumen im Bodenponton.

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