DE190884C - - Google Patents

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DE190884C
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    • HELECTRICITY
    • H04ELECTRIC COMMUNICATION TECHNIQUE
    • H04QSELECTING
    • H04Q5/00Selecting arrangements wherein two or more subscriber stations are connected by the same line to the exchange

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Computer Networks & Wireless Communication (AREA)
  • Interface Circuits In Exchanges (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- M 190884 KLASSE 21 a. GRUPPE
Zusatz zum Patente 170507 vom 27. April 1905.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 21. September 1906 ab. Längste Dauer: 26. April 1920.
Das Patent 170507 betrifft eine Schaltungsanordnung für ein selbsttätiges Nebenstellenunischaltesystem , bei welcher u. a. eine zum Vollzug der jeweilig erforderlichen Umschaliungen dienende Schaltbatterie Bs, die während der Gesprächspausen vom Amte aus unter Ladung gehalten wird, auf die Dauer der Gespräche selbsttätig von der Sprechleitung abgeschaltet und nach Beendigung derselben jedesmal wieder an dieselbe angeschlossen wird. Die Abschaltung der Schaltbatterie Bs erfolgt dabei, sobald das Amt auf Grund des Anrufes in bekannter Weise in Gesprächsstellung übergeht, in der Weise, daß der normale Ladestrom durch Einführung des Schlußzeichen-Elektromagneten in die Strombahn so weit ermäßigt wird, daß das Relais R1 seinen Anker freigibt und hier-, durch den Kontakt 5, über welchen die mit der Schaltbatterie B s verbundene Leitung L1 im Ruhezustand des Systems geerdet ist, unterbricht.
Gegenstand vorliegender Erfindung ist nun eine Schaltungsanordnung, bei welcher
i. die selbsttätige Abschaltung der Schaltbatterie B$ durch die an der Teilnehmersprechstelle beim Anruf vorzunehmende Handhabung allein, mithin ohne Zutun des Amtes zu Stande kommt,
2. die Fortleitung des Ladestromes für die Mikrophonzellen der einzelnen ■ Nebenstellen von der Schaltbatterie B$ über besonders bemessene Ballastwiderstände BW1, BW2 . . . und zufolge Vorhandenseins hoher Widerstände in den Linienwickelungen der Anruf relais A_\-v Αχ2 ... im wesentlichen über die b Äste der Anschlußschleifen erfolgt,
3. der wahlweise Anschluß der einzelnen Nebenstellen an die gemeinsame Amtsanschlußleitung L1 seitens des Amtes durch Erregung des Trennrelais TjV1, T^2 . . . über die Kontakte i, 2 ... eines Schaltwerkes SW vollzogen wird und
4. die Rückmeldung des Freiwerdens der gemeinsamen Amtsanschlußleitung bei den Nebenstellen nach Umlegen eines Vormerkschalters V, H seitens des Teilnehmers selbsttätig durch ein akustisches Signal erfolgt.
Die in der Figur gegebene Schaltungsanordnung stellt den Ruhezustand des Systems dar, wonach der von der Zentralbatterie £>/, über die Windungen des Amtsanrufrelais RA fließende Ladestrom zur Schaltbatterie Bs des Nebenstellenumschalters gelangt und über die Erde zur Zentralbatterie zurückkehrt.
i. Stromlauf: -\- Pol der Amtsbatterie Bi_, Amtsanruf relais RA, Ruhekontakte 1, 2 des Amtstrennrelais TR, beide Äste a, b der gemeinsamen Amtsanschlußleitung L1, Abzweigpunkte 3, 4, Drosselspulen Dr. I und II, Umwindungen I, II eines Einstellrelais ER, Schaltbatterierelais R1, Arbeitskontakt 5 an R1, Abzweigpunkt 6, + Pol der Schaltbatterie Bs, Erde, — Pol der Amtsbatterie Bl-
{2. Auflage, ausgegeben am 6. April igii.)
90884
Die Schaltbatterie wird von der Zentralbatterie Bi geladen; die Schaltbatterie Bs gibt ihrerseits im Ruhezustande des Systems Dauerstrom an die Nebenstellen N ab und hält so die Mikrophonstromquellen der Teilnehmersprechstellen unter Ladung.
2. Stromlauf: + Pol der Schaltbatterie Bs, Abzweigpunkt io, Ruhekontakt ii an R1, Abzweigpunkte 12, 13, Ballastwiderstand BW1, Abzweigpunkt 14, Linienwicklung U1 von AN1 und Kurzschlußstück K, Ruhekontakte 15 und 16 am Trennrelais Τχν Äste a, b der Teilnehmeranschlußleitung LiV1, Kontakt 17, beide Umwindungen c, d des Teilnehmerläutewerkes WjY1, Mikrophonzelle Mz, Kontakt 18 am Hörerhaken H, Abzweigpunkt ig, Kontakt 20 am Vormerkhebel VH, Umwindungen des Vormerkweckers VW, Erde, — Pol der Schaltbatterie Bs-
Sobald nun einer der an den selbsttätigen Nebenstellenumschalter angeschlossenen Teilnehmer N, beispielsweise JV1, sich mit der Zentrale in Gesprächsverbindung setzen will, drückt er zunächst den Vormerkhebel VH einen Augenblick nach abwärts, wodurch Kontakt 20 unterbrochen wird; hierdurch wird der Ladestrom für die Mikrophonzelle über den Selbstunterbrecher Kontakt 21, die Umwindungen von VW nach Erde umgeleitet und bringt so in bekannter Weise den Vormerkwecker VW zum Ertönen; dies gibt dem Teilnehmer das Freisein der gemeinsamen Amtsanschlußleitung bekannt; er nimmt deshalb den Hörer vom Haken und drückt einen Augenblick den Schlüssel M an seiner Sprechstelle nieder.
Hierdurch wird Kontakt 17 vorübergehend geöffnet, Kontakt 22 vorübergehend geschlossen und endlich Kontakt 18 auf die Dauer des Gespräches unterbrochen. Die Folge davon ist, daß durch Unterbrechung des b Astes der Teilnehmerleitung und direkte Erdung des α Astes derselben der Ladestrom verstärkt und über den α Ast der Sprechleitung umgeleitet das Anrufrelais ^jY1 zum Ansprechen bringt.
3. Stromlauf: -}- Pol der Schaltbatterie Bs, Abzweigpunkt 10, Kontakt 11, Abzweigpunkte 12 und 13, Ballastwiderstand BW1, Abzweigpunkt 14, Umwindung CZ1 des Anrufrelais ANI, Ruhekontakt 15 am Trennrelais T^1, α Ast der Teilnehmeranschluß-' leitung, Kontakt 22, Erde, — Pol der Schaltbatterie.
Das Anruf relais A^1 schließt seine Arbeitskontakte 23 und 24 und schließt hierdurch folgenden Strom:
4. Stromlauf: a) + Pol der Schaltbatterie Bs, Abzweigpunkt 25, Kontakt 26 an einem Abstellrelais AbstR, Abzweigpunkte 27 und 28, Umwindung Un des Anruf relais A \v Kontakt 23, Abzweigpunkte 29, 30, Umwindung des Relais I der Ruf übertragung RU1, Erde, — Pol der Schaltbatterie.
ß) -f Pol der Schaltbatterie B3, Abzweig-. punkt 25, Kontakt 26 am Abstellrelais A bsiR, Abzweigpunkte 27 und 31, Trennrelais T χι, Kontakt 24 des Anrufrelais Ay1, Abzweigpunkte 29, 30, Umwindung des Relais T der Rufübertragung R Ü, Erde, — Pol der Schaltbatterie Bs-
Das Anrufrelais ANI, dessen beide Wickelungen U1 und U11 sich in ihren Wirkungen unterstützen, bleibt unter dem magnetischen Einfluß der Wickelung Un in Arbeitsstellung, das Trennrelais Τχ zieht seine beiden Anker an und schließt die Teilnehmeranschlußleitung L-V1 direkt an die verlängerte Amtsanschlußleitung L2 über die Arbeitskontakte 32 und 33 an-
Durch die Erregung des Relais I der Rufübertragung wird Kontakt 34 an diesem geschlossen und hierdurch folgender Stromlauf veranlaßt:
5. Stromlauf: -f Pol der Schaltbatterie Bs, Abzweigpunkt 35, Kondensator C3, Kontakt 34, Umwindungen des Relais II der Rufübertragung RÜ, Erde, —Pol der Schaltbatterie Sj1.
Unter dem Einfluß des den Kondensator vorübergehend durchfließenden Ladestromes go zieht das Relais II der Rufübertragung seinen Anker an, denselben kurze Zeit, etwa ι Sekunde, in Arbeitsstellung haltend. Hierdurch wird die Wickelung des Schaltbatterierelais R1 vorübergehend über Kontakt 36 kurzgeschlossen und der Anker desselben zum Abfallen gebracht.
6. Stromlauf: -f- Pol der Amtsbatterie Bi, Amtsanrufrelais RA, Kontakte 1 und 2 des Amtstrennrelais TR, beide Äste a, b der gemeinsamen Amtsanschlußleitung L1, Abzweigpunkte 3 und 4, Umwindungen I, II der Drosselspulen Dr, Umwindungen I, II des Einstellrelais ER, Abzweigpunkt 37, Kontakt
36 an II von RÜ, Abzweigpunkt 38, Kontakt 5, Abzweigpunkt 6, + Pol der Schaltbatterie Bs, — Pol der Schaltbatterie, Erde, —"Pol der Amtsbatterie Bi.
Durch Abfallen des Ankers des Relais R1 wird Stromlauf 6 bei Kontakt 5 unterbrochen und damit die Schaltbatterie Bs von der Leitung abgeschaltet.
Inzwischen hat der Teilnehmer N1 den Schlüssel M an seiner Sprechstelle freigegeben, so daß nunmehr die Amtsanschlußleitung L1 stromlos ist und das Anrufrelais RA im Amte gleichfalls seinen Anker abfallen läßt; die Anruflampe A1 kommt daher zum Aufleuchten, weil das Anrufrelais über Kontakt 40 den Lampenstromkreis schließt. *
Das Abfallen des Ankers von dem Schaltbatterierelais .R1 hat weiter noch die Unter-
brechung des Ladestromes für die übrigen ' Nebenstellen durch öffnung des Kontakts ii, die Kurzschließung eines Kondensators C4 über einen Kontakt 50 und endlich die Vorbereitung des Lokalstromes über einen Kontakt 51 zur Fortschaltung eines Schaltwerkes SW im Gefolge.
•Auf Grund des bei der Zentrale aufgetretenen Glühlampensignales geht die Beamtin in bekannter Weise in Abfragestellung über und verbindet den Teilnehmer nach Entgegennahme der gewünschten Rufnummer mit der verlangten Teilnehmerleitung.
Das Gespräch kann nun in der üblichen Weise zwischen dem Teilnehmer N1 und dem an die Anschlußleitung L1 seitens der Zentrale angeschlossenen zweiten Teilnehmer stattfinden. Nach Beendigung des Gespräches hängt der Teilnehmer N1 seinen Hörer wieder an den Haken und erregt hierdurch das Schlußzeichenrelais Rz im Amte mit Hilfe des von der Schlußzeichenbatterie Sz ausgehenden Stromes, da während des Gespräches der Stöpsel ASt sich in der Abfrageklinke KA befindet und unter dem Einfluß des von der Prüfbatterie PB ausgehenden Stromes das Trennrelais TR im Amte die Ruhekontakte 1 und 2 offen und die Arbeitskontakte 55 und 56 geschlossen hält.
7. Stromlauf: -f Pol von PB, Stöpselleitung c von ASt, Klinkenhülse h von KA, Trennrelais TR, Erde, —Pol von PB.
Das Trennrelais TR zieht seine beiden Anker an.
8. Stromlauf: -\- Pol der Schlußzeichenbatterie Sz, Schlußrelais Rz, Abzweigpunkt 57, Kontakte 58, 59 am Sprechhebel SH, Stöpselleitungen a, b, Klinkenfedern a, b, Kontakte 55, 56, Äste α und b der Amtsanschlußleitung L1, Umwindungen I und II des Relais R2, Äste a, b der gemeinsamen Anschlußleitung L2, Abzweigpunkte 60, 61, Kontakte 32, 33 des Trennrelais Tx1, Äste a, b der Teilnehmerleitung Ln1, Umwindungen c, d des Teilnehmerläutewerkes W^1, Abzweigpunkt 62, Mikrophonzelle Mz, Kontakt 18, Abzweigpunkt 19, Kontakt 20, Umwindungen des Vormerk weckers VW, Erde, — Pol der Schlußzeichenbatterie Sz- Die Umwindungen des Relais R2 sind durch Kondensatoren C1, C2, welche wegen der Sprechströme vorgesehen sind, überbrückt.
Das Relais Rz spricht an und die Schlußlampe Sl leuchtet auf. Die Beamtin zieht hierauf die Stöpsel ASt und VSt aus den Klinken und stellt hierdurch den Anschluß der Ladebatterie Bi mit dem Aurufrelais RA an die Leitung L1 wieder her, folgenden Stromlauf veranlassend:
9. Stromlauf: -f- Pol der Ladebatterie B/, Anruf relais RA, Kontakte 1 und 2 am Trennrelais TR (TR hat seine Anker wieder freigegeben, weil Stromlauf 7 durch Ziehen des Stöpsels ASt unterbrochen wurde), Äste a, b der Amtsanschlußleitung L1, Umwindungen I, II des Relais R2, Äste a, b der Leitung L2, Abzweigpunkte 60, 61, Kontakte 32 und 33 des Trennrelais TjV1, Äste a, b der Teilnehmerleitung LiV1, Umwindungen c, d des Teilnehmerläutewerkes Wx1, Abzweigpunkt 62, Mikrophonzelle Mz, Kontakt 18, Abzweigpunkt 19, Kontakt 20, Umwindungen des Vormerkweckers VW, Erde, —Pol der Ladebatterie BL.
Unter dem Einfluß der Ladespannung von BL zieht das Relais R2 des selbsttätigen Nebenstellenumschalters seinen Anker an, Kontakt 8 schließend; damit wird die Schaltbatterie Bs nebst dem Schaltbatterierelais R1 wieder an die Amtsanschlußleitung L1 angeschlossen und dem Ladestrom folgender Weg gebahnt:
10. Stromlauf: +Pol von Bi, RA, Kontakt i, 2 von TR, Äste a, b von L1, Abzweigpunkte 3, 4, Drosselspulen Dr. I und Dr. II, Umwindungen I und II von ER, Relais R1, Abzweigpunkt 38, Kontakt 8 von R2, Schaltbatterie Bs, Erde, —Pol von Bi.
Das Relais R1 zieht nunmehr seinen Anker wieder an und veranlaßt hierdurch folgende Lokalvorgänge:
11. Stromlauf: + Pol von Bs, Abzweigpunkt 65, Abstellrelais Ab st R, Kondensator C4, Kontakt 66 an R1, Erde, —Pol von Bs-
Unter dem Einfluß des Ladestromes im Kondensator C4 wird das Abstellrelais Ab st R vorübergehend erregt und damit Kontakt 26 sowie die Stromläufe 4 a und 4,8 auf kurze Zeit geöffnet. Das Anrufrelais A^1 sowie das Trennrelais TjV1, endlich das Relais I der Ruf übertragung geben ihre Anker frei, die Kontakte 32, 33, 23 und 24 unterbrechend; durch die öffnung der Kontakte 23 und 24 wird die Ruhelage der beiden Relais A N1 und TiY1, welche sie auf Grund der öffnung des Kontaktes 26 am Abstellrelais AbstR eingenommen haben, eine dauernde, obwohl Kontakt 26 nur einen Bruchteil einer Sekunde, nämlich während der Ladeperiode des Kondensators C4, geöffnet ist, weil die Kontakte 23 und 24 im gleichen Stromkreise sich befinden wie Kontakt 26. Der Übergang des Trennrelais T1V1 in Ruhelage hat zur Folge, daß Stromlauf 9 unterbrochen wird und demnach Relais R2 seinen Anker freigibt.
Endlich tritt auch der Ladestrom in den einzelnen Nebenstellenanschlußleitungen L χι, Lya, LjY//; usw. wieder auf, weil Kontakt 11 an R1 wieder geschlossen wird (siehe Stromlauf 2).
Damit ist der Normalzustand des Systems wieder hergestellt. Anders als eben be-
schrieben gestalten sich die Vorgänge im selbsttätigen Nebenstellenumschalter, wenn es sich um den Aufruf einer Nebenstelle seitens der Zentrale handelt. Sobald nämlich ein Teilnehmer der Fernsprechanlage eine Nebenstelle, beispielsweise N11 zu sprechen wünscht, führt die Beamtin in der Zentrale den Stöpsel ASt in die Klinke KA der betreffenden Teilnehmergruppe ein, die Ladebatterie Bl
ίο in bekannter Weise gegen die Schlußzeichenbatterie Sz nebst Relais Rz vertauschend.
Nachdem infolge der hierdurch bewirkten Ermäßigung des Stromes in der Amtsanschlußleitung L1 (der Widerstand des Relais Rz betrage ein Vielfaches des Widerstandes der übrigen Strombahn) das Relais R1 seinen Anker freigegeben hat, werden im Augenblick der Einführung des Stöpsels ASt in die Klinke Ka die bei Stromlauf 6 geschilderten Umschaltungen vollzogen.
Die Beamtin drückt nun einen Schlüssel SH in die Avbeitslage, so daß dessen Kontakte 58 und 59 geöffnet, dagegen die Kontakte 69 und 70 geschlossen werden; durch zweimaliges Schließen des Kontaktes 71 einer Einstelltaste ET werden sodann zwei Stromstöße in die Doppelleitung L1 a/b entsandt und über die Umwindungen I und II des Einstellrelais ER geleitet.
12. Stromlauf: -J- Pol der Einstellbatterie EB, Kontakt 71 an ET, Kontakt 69 an SH, b Ast der Stöpselleitung, Feder b der Klinke Ka, Kontakt 55 an TR, α Ast von L1, Abzweigpunkt 3, Drosselspule Dr.t, Umwindungen I und II von ER, Drosselspule Dr.u, Abzweigpunkt 4, δ Ast von L1, Kontakt 56 an TR, Feder α an Ka, λ Ast der Stöpselleitung, Kontakt 70 an SH, —Pol der Einstellbatterie EB.
Die den beiden Stromstößen entsprechenden Kontaktgebungen am Einstellrelais ER haben die Fortschaltung zweier Kontaktfedern flt f2 eines Schaltwerkes Sl^F um zwei Schaltschritte zur Folge.
13. Stromlauf: +Pol der Schaltbatterie Bs, Abzweigpunkt 6, Kontakt 51 bei R1, Einstellmagnet EM, Kontakt 72 bei ER, Kontakt 73 bei R2, —Pol der Schaltbatterie Bs.
Der Einstellmagnet EM zieht seinen Anker zweimal an und dementsprechend bewirkt die Klinke K ein Fortschalten des Zahnrades Z um zwei Schritte.
Durch die Einstellung der Kontaktfedern fx und f2 wird das Trennrelais T^v2 unter Strom gesetzt und die Rückstellung des Schaltwerkes SW in den Normalzustand vorbereitet.
14. Stromlauf: +Pol der Schaltbatterie Bs, Abzweigpunkt 25, Kontakt 26 am Abstellrelais AbstR, Abzweigpunkte 27, 75, 76, 77, Umwindungen des Trennrelais T^2, Abzweigpunkt 78, Kontakt 2 am Schaltwerk SW, Kontaktfeder f2, Erde, —Pol der Schaltbatterie Bs-
Das Trennrelais Tn2 schließt, seine beiden Anker anziehend, die Kontakte 79 und 80 und schaltet damit die Sprechstelle des Teilnehmers N2 an die gemeinsame Amtsanschlußleitung L2 an.
Der Teilnehmer N2 kann nun mit dem in der Zentrale an die Leitung L1 angeschlossenen Teilnehmer in das Gespräch in bekannter Weise eintreten.
Nach Beendigung desselben hängen die Teilnehmer ihre Hörer an die Haken, damit das Schlußzeichensignal Se bei der Zentrale in bekannter Weise hervorrufend.
Die Beamtin hebt hierauf die Verbindung durch Ziehen der beiden Stöpsel A St und VSt aus den Klinken auf.
15. Stromlauf: + Pol der Ladebatterie Bi, RA, Kontakte 1 und 2 bei TR, Äste a, b von L1, Umwindungen I und II von R2, Äste a, b der Amtsanschlußleitung L2, Abzweigpunkte 82, 83, Kontakte 79, 80 bei 7V2, Äste a, b der Teilnehmeranschlußleitung, Umwindungen c und d des Weckers W^2, Mikrophonzelle Mz, Kontakt 83, Abzweigpunkt 84, Vormerkhebel VH, Kontakt 85, Umwindungen des Vormerkweckers VW, Erde, — Pol der Ladebatterie Bi_.
Unter dem Einfluß dieses Stromlaufes zieht das Relais R2 seinen Anker an, Kontakt 8 schließend; es entsteht hierdurch Stromlauf 10.
Das Relais R1 zieht unter dem Einflüsse des normalen Ladestromes seinen Anker an und veranlaßt damit die Rückstellung des Schaltwerkes in den Normalzustand, sowie den Wiedereintritt der Ladung der Mikrophonzellen bei den einzelnen Gruppenstellen.
16. Stromlauf: + Pol der Schaltbatterie Bs, Abzweigpunkt 10, Kontakt 11, Abzweigpunkt 12, Rückstellmagnet RM, Schleifring r, Schleiffeder fx, Erde, — Pol der Schaltbatterie.
Der Rückstellmagnet zieht seinen Anker an j und hebt damit den Sperrkegel s sowie die Fortschaltklinke k aus dem Eingriff, so daß die das Zahnrad Z mit den Schleiffedern fx und f2 tragende Welle unter der Rücktriebkraft einer geeigneten Feder sich wieder in die Normallage zurückdrehen kann.
Durch die Unterbrechung des Kontaktes 2 am Schaltwerk SW wird Ty2 stromlos und demnach die Teilnehmeranschlußleitung N2 von L2 abgeschaltet.

Claims (4)

  1. Patent-Ansprüche:
    i. Schaltungsanordnung für ein selbsttätiges Nebenstellenumschaltesystem nach Patent 170507, dadurch gekennzeichnet, daß durch die beim Niederdrücken des
    Schlüssels (M) auf einer Nebenstelle (N) in an sich bekannter Weise stattfindende Erregung ihrer auf der Umschaltestelle befindlichen Anruf- und Trennrelais (AN und TN) das Schaltbatterierelais (R1), welches im Ruhezustande des Systems den Ladestromkreis für die Schaltbatterie (Bs) über einen Kontakt (5) geschlossen hält, von einem Relais (II) der Ruf Übertragung
    to (RU)- dadurch stromlos gemacht und. zum Fallenlassen eines Ankers veranlaßt wird, daß letzteres Relais (RUH) durch ein zweites Relais (I) der Rufübertragung (RÜ) vorübergehend unter Strom gesetzt wird, welch letzteres (RUl) sich in der über den Ruhekontakt eines Abstellrelais (AbstR) geführten und für alle Trennrelais (TN) sowie die Haltewicklungen (U IL1 der Anrufrelais (AN) gemeinsamen Speiseleitung (31, 75) befindet, während beim Einhängen des Hörers und der damit verbundenen Erdung der Teilnehmerleitung (L1 α b), das in bekannter Weise unter Strom gelangende Schlußrelais (R 2) den vom Schaltbatterierelais (R 1) geöffneten Kontakt (5) überbrückt, so daß der Anker dieses Releis (R1) wieder in die Arbeitsstellung gelangt, wodurch ein das Abstellrelais (A bsi R) vorübergehend erregender Stromkreis geschlossen, die Speiseleitung (31, 75) für die Haltewicklung der Anruf- und Trennrelais unterbrochen und die Rückkehr der Anker dieser beiden in die Ruhelage erzielt wird.
  2. 2. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zur Vermeidung eines unbeabsichtigten Ansprechens der Anrufrelais (AN) der Umschaltestelle das Verhältnis der Widerstände der einen Anrufrelaiswicklung (U I) und der Umwindungen (c d) der an der auf der Nebenstelle (N) zwischen beiden Leitungsästen (L N α b) eingeschalteten Anrufwecker (WN) ein solches ist, daß bei auftretenden Erdschlüssen in den Teilnehmerleitungen der durch besonders bemessene Vorschaltwiderstände (BW) in seiner Intensität begrenzte Strom eine wirksame Erregung der Anrufrelais auch im ungünstigsten Falle noch nicht hervorbringen kann.
  3. 3. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß zur selbsttätigen Rückmeldung des Freiwerdens der gemeinsamen Amtsanschlußleitung (L1) ein Vormerkwecker (VW) an die Teilnehmerleitung (LN) und Erde angelegt wird, welcher den Wiedereintritt der Ladespannung in die Leitung (LN) durch ein bis zum Umlegen eines Schalters (VH Vormerkhebel,) andauerndes Glockensignal bekannt gibt und hierdurch den Teilnehmer zur rechten Zeit an den Apparat ruft.
  4. 4. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zum Zwecke des Anrufes einer Nebenstelle (N) durch das Amt die Trennrelais (TN) der Umschaltestelle über Schleifkontakte (1, 2, 3, 4 usw.) eines vom Amte aus in bekannter Weise zu bewegenden Schaltwerkes (SW) erregt werden und auf diese Weise beim Verkehr in beiderlei Richtung die Verbindung zwischen Teilnehmerleitung (LN) und Amtsanschlußleitung (L1) ausschließlich über die Arbeitskontakte der Trennrelais zu Stande kommt.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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