DE1908603C - Spannvorrichtung fur den Hals von Saiteninstrumenten, wie Gitarren oder Lauten - Google Patents

Spannvorrichtung fur den Hals von Saiteninstrumenten, wie Gitarren oder Lauten

Info

Publication number
DE1908603C
DE1908603C DE19691908603 DE1908603A DE1908603C DE 1908603 C DE1908603 C DE 1908603C DE 19691908603 DE19691908603 DE 19691908603 DE 1908603 A DE1908603 A DE 1908603A DE 1908603 C DE1908603 C DE 1908603C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
neck
rod
pressure
clamping device
tension
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DE19691908603
Other languages
English (en)
Other versions
DE1908603A1 (de
Inventor
Hans 8521 Bubenreuth Nachtmann
Original Assignee
Fa Karl Hofner, Musik Instrumenten Fabrik, 8521 Bubenreuth
Filing date
Publication date
Application filed by Fa Karl Hofner, Musik Instrumenten Fabrik, 8521 Bubenreuth filed Critical Fa Karl Hofner, Musik Instrumenten Fabrik, 8521 Bubenreuth
Priority to DE19691908603 priority Critical patent/DE1908603C/de
Publication of DE1908603A1 publication Critical patent/DE1908603A1/de
Application granted granted Critical
Publication of DE1908603C publication Critical patent/DE1908603C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Description

Die Erfindung betrifft eine Spannvo'richtung für den Hals von Saiteninstrumenten, wie GiU.-rt.-.; oder Lauten, die auf den Hals eine der Verbiegung durch die Spannung der Saiten entgegenwirkende Kraft ausübt.
Es ist bereits eine derartige Spannvorrichtung bekannt, bei der im Hals des Instrumentes ein gegenüber den Seiten konkaver Zugstab in einem entsprechend gebogenen Kanal angeordnet ist, wobei der Zugstab in zwei fest im Hals angebrachten Widerlagern gehalten ist, denen gegenüber der Zugstab mittels einer an einem Widerlager angreifenden Schraubvorrichtung verspannbar ist (USA.-Patentschriflen 3 159 072 und 3 143 028). Ein wesentlicher Nachteil dieser bekannten Vorrichtung liegt darin, daß die Fertigung des Halses, der zusammen mit dem Zugstab eine feste Einheit bildet, aufwendig ist. Des weiteren muß der Hals nicht nur die von den Saiten auf den Hals ausgeübten Zugspannungen aufnehmen, sondern auch noch die vom Zugstab ausgeübten Längsspannungen. Dies erfordert aber wiederum eine sehr kräftige Ausbildung des Halses, die im übrigen auch bereits durch die konkave Anordnung des Zugstabes erzwungen wird. Dies hat aber wiederum zur Folge, daß dann, wenn im Holz ein sogenannter Drehwuchs ist, die hohen Zugspannungen im Hals zu einer Torsion, d. h. Verwindung, führen.
Weiterhin ist eine Spannvorrichtung für eine Gitarre bekannt, bei der in ortsfest im Hals angeordneten Widerlagern ein Druckstab gehalten ist, der unter Zuhilfenahme einer zusätzlichen Entlastungsvorrichtung gegenüber dem Hals unter Druckspannung gesetzt werden kann (USA.-Patentschrift 2 510 775) Diese Spannungen müssen vom Hals aufgenommen werden. Eine solche notwendige Entlastungsvorrichtung ist in ihrer Bedienung außerordentlich umständlich und zeitraubend; außerdem ist sie verhältnismäßig kostenaufwendig. Weiterhin muß der Druckstab aus Federstahl bestehen.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ar, Spannvorrichtung der eingangs beschriebenen Ar! /;: schaffen, die einerseits leicht aus handelsüblich^;; Elementen nach einfacher Bearbeitung derselben 1 ■■■. einer Baueinheit zusammengesetzt werden kann i;r.;! andererseits unter günstiger Matcrialausnutzung ;„■ ringen Raum einnimmt und ohne komplizierte be.:, beitungsvorgänge am Halskörper in diesen einsei/N· ist
Diese Aufg&in: wi'd erfindiingsgemäß dadurch ; löst, daß ein Druckstab und ein Zugstab annäher:W parallel zueinander zwischen zwei Druckstücken ar geordnet sind, wobei der Druckstab sich mit seme beiden Enden gegen die beiden Druckstücke abstütr. während der Zugstab mit einem Ende an eine.-,. Druckstück befestigt und mit dem anderen, n: einem Gewinde versehenen Ende in einer Böhm: des anderen Druckstüd:s ver chiebbar gelagert ur mittels einer sich gegen dieses Druckstück abstütze;· den Spannmutter verspannbar ist, daß der Drucksia und der Zugstab praktisch spielfrei, in Längsrichu:r_ aber lose vor. einer flachen H!:lse umgeben werde:.. und daß die aus L.uckstab, Zugstab, Druckstutzen i.ind Spannmutter bestehende Baueinheit hochkar, zum Griffbrett in ο mi Hals eingesetzt ist, wobei in Druckstab dem Griffbrett zugwandt ist.
Die erfindungsgemäße Vorrichtung bildet eine in sich geschlossene Baur;://ieit. Sie krümmt sich je nach dem, wie stark d^i Zugstab gespannt wird. Sie gibt nach außen keinerlei Längskräfte ab, sondern übt Iediglicn auf den Hals ein dem durch die Saitenspannung bewirkten Biegemoment entgegenwirkendes Biegernoment aus. Irgendwelche Längskräfte worden auf den Hals nicht ausgübt. Daher kann der Hals mit sehr geringem Querschnitt angefertigt werden. Außerdem erhält der Hals durch die Hülse zusätzlich noch eine hohe Verwindungssteifigkeit. Die den Druckstab und den Zugstab bildenden Stäbe können aus normalem Rund- oder Vierkanteisen oder starkem Rund- oder Vierkantdraht bestehen. Die ein Ausknicken des Druckstabes hindernde flache Hülse ist als Flachrohr ebenfalls leicht herstellbar.
Gemäß einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung sind beide Stäbe in dem einen Druckstück, vorzugsweise durch Verschraubung oder Verschweißung befestigt und ist die auf das andere Ende des Zugstabes aufgeschraubte Spannmutter ohne Entfernung oder Lockerung der Saiten zugänglich. Hierdurch ist vor allem eine einfache Nachstellung der
Spannung des Halses möglich. Dadurch, daß in vorteilhafter Weise die Spannmutter einen hohlen Innensechskant aufweist, kann die erfindungsgemäße Spannvorrichtung nach außen besonders unauffällig und leicht bedienbar gemacht werden.
Die Erfindung wird nachfolgend an Hand eines in der Zeichnung dargestellten Ausfiihrungsbeispiels erläutert. In der Zeichnung zeigt
F i g. I ein Längsschnitt eines Gitarrenhalses mit einer Spannvorrichtung,
F i g. 2 ein Längsschnitt des oberen Halsendes mit dem Wirbelkasten in etwas größerem Maßstab,
F i g. 3 ein Längsschnitt des unteren, an den Klangkörper anschließenden Halsendes im gleichen Maßstab wie F i g. 2,
F i g. 4 ein Querschnitt durch den Hals im Bereich der Spannmutter und
F i g. 5 ein Querschnitt durch den Hals ungefähr in dessen Mitte
Die in den Figuren teilweise dargestellte Gitarre besteht aus einem Klangkörper A. einem Hals B und einem Wirbelkasten C. In den Hais B ist eine im ganzen mit D bezeichnete Sf invorrichtung nach der Erfindung eingebaut. Diese bildet eine bauliche Einheit, bestehend aus einem mit einer Spannmutter 1 versehenen Zugstab 2 und einem Druckstab 3, dessen Enden mit Druckstücken 4 und 5 verbunden, hier beispielsweise in diese eingeschraubt sind. Der Zugstab 2 ist mit dem unteren Ende in ein weiteres mit dem unteren Druckstück 5 fest verbunden^ wahrend ihr oberes Ende geringesSpiel s S^uberdem oberen Druckstück 4 hat. Die Hülse 6 erfahrt also be. Betätigung der Spannvorrichtung keine Langsbeanspruchung Wie der Querschnitt Fig. 5 zeigt, umgibt das innere Profil der Hülse 6 praktisch ohne Zw1-schenraum die beiden Stäbe 2 und 3.
Der Zug, der über einen Sattel 10 geführten und durch Wirbel Π gespannten Saiten 12 sucht den ■3 HaIsB so zu krümmen, daß sein Griffbrett9 >n Längsrichtung konkav würde. Die Spannvorrichtung D übt auf den HalsB die entgegengesetzte Wirkung aus, indem sie in der Mitte einen gegen das Griffbrett 9 gerichteten Druck ausübt wahrend ihre Enden bzw. die Druckstücke 4 und 5 vom Gntfbrett9 abgekehrte Kräfte ausüben. Mittels der Spannmutter 1 ist der Saitenzug so weit kompensierbar daß die Spannvorrichtung D und der Gitarren hals B völlig gerade bleiben. Da der Saitenzug v«,r, Druckstab 3 der Spann Errichtung vollständig au.genommen wird, ist das Holz oder sonstige Mater,;, des Halses B von Längsspannungen entlastet Ue HaIsB kann daher dünner gemacht werden als .-.-bekannten Gitarren, was die Spielbarkeit des Instru ments wesentlich erleichtert. Beispielsweise kann c!..··■ Hals .B — senkrecht zum Griffbrett 9 gemessen mit nur 16 mm Höhe ausgeführt werden, so dab er : dieser Richtung weniger ais '-:* der üblichen Bäumten mißt. Er kann auch aus leicht formbarem Runctr.ff h^tphpn Fs wird durch die eingebaute Spanr.
-5
Druckstück 5 ebenfalls eingeschraubt, während sein 30 stoff bestehen. Es wird durch _
5 - - · · vollkommen versteift, wahrend
anderes Ende durch eine Bohrung des oberen Druckstücks 4 verschiebbar hindurchragt und außerhalb desselben die erwähnte Spannmutter 1 trägt. Der Druckstab 3 befindet sich auf der einem Griffbrett 9
vorrichtung D
eigenes Material weder Knick- noch Biegungsbeanspruchungen erfährt.
Die hochkam zum Griffbrett9 stehende Hülse (■.
zugekehrten Seite, der Zugstab 2 auf der davon abge- 35 verleiht dem Hals B auch eine beträchtliche Verwi y
wandten Seite. Die Spannmutter 1 ist am oberen Hals- dungssteifheit. Sie kann zur Verbindung des Hals,-
ende unbehindert durch die aufgespannten Saiten 12 mit dem Klanekörper A nrt herangezogen w.ra,,
zugänglich und hat zweckmäßig einen hohler. Innen-
sechskant7. Die beiden Stäbe 2 und 3 sind praktisch spielfrei, aber lose von der flachen Hülse 6 umgeben.
diese kann an beiden Enden frei zwischen den Druckstücken 4 und 5 liegen. In dem dargestellten
Ausführungsbeispiel ist sie jedoch am unteren Ende
""c— ■
mit dem Klangkörper.
indem sie von einer bei 8 angedeuteten Verbindung-lasche umfaßt wird.
Die hohle Spannmutter 1 ist mittels eines Seih1; kant-Steckschlüssels leicht bedienbar, der wegen s ines geringen Kopfdurchmessers bequem zwischen ti;. aufgespannten Saiten eingeführt werden kann.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen

Claims (4)

Patentansprüche:
1. Spannvorrichtung für den Hals von Saiteninstrumenten, wie Gitarren oder Lauten, die auf den Hals eine der Verbiegung durch die Spannung der Saiten entgegenwirkende Kraft ausübt, dadurch gekennzeichnet, daß ein Druckstab (3) und ein Zugstab (2) annähernd parallel zueinander zwischen zwei Druckstücken (4, 5) angeordnet sind, wobei der Druckstab sich mit seinen beiden Enden gegen die beiden Druckstücke abstützt, während der Zugstab mit einem Ende an einem Druckstück (5) befestigt und mit dem anderen, mit einem Gewinde versehenen Ende in einer Bohrung des anderen Druckstücks (4) verschiebbar gelagert und mittels einer sich gegen dieses Druckstück (4) abstützenden Spannmutter (1; verspannbar ist, daß der Druckstab und der Zugstab praktisch spielfrei, in Längsrich- ao tung aber lose von einer flachen Hülse (6) umgeben werden, und daß die aus Druckstab, Zugstab, Druckstücken und Spann mutter bestehende Baueinheit hochkant zum Griffbrett (9) in den Hals (B) eingesetzt ist, wobei der Druckstab dem Griffbrett zugewandt ist.
2. Spannvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß beide Stäbe (2, 3) in dem einen Druckstück (5) vorzugsweise durch Verschraubung oder Verschweißung befestigt sind und die auf das andere Ende des Zügslabes (2) aufgeschraubte Spanrimutter (1) ohne hnifernung oder Lockerung der Sauen (12) zugänglich ist.
3. Spannvorrichtung nach Anspruch 1 oder 2. dadurch gekennzeichnet, daß dii1 Spannrnuticr (1) einen hohlen Innenscchskant (7) aufweist
4. Spannvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dats die Hülse (6) etwas kurzer ist als der zwischen ^en Druckstutzen (4. 5) liec^nde Teil des Druckstabs 13).
DE19691908603 1969-02-21 Spannvorrichtung fur den Hals von Saiteninstrumenten, wie Gitarren oder Lauten Expired DE1908603C (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE19691908603 DE1908603C (de) 1969-02-21 Spannvorrichtung fur den Hals von Saiteninstrumenten, wie Gitarren oder Lauten

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE19691908603 DE1908603C (de) 1969-02-21 Spannvorrichtung fur den Hals von Saiteninstrumenten, wie Gitarren oder Lauten

Publications (2)

Publication Number Publication Date
DE1908603A1 DE1908603A1 (de) 1970-09-03
DE1908603C true DE1908603C (de) 1973-06-20

Family

ID=

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE3311277A1 (de) Elektrische gitarre
DE1908603C (de) Spannvorrichtung fur den Hals von Saiteninstrumenten, wie Gitarren oder Lauten
DE1908603B (de) Spannvorrichtung für den Hals von Saiteninstrumenten, wie Gitarren oder Lauten
DE2013941C3 (de) Hals für Saiteninstrumente, insbesondere Gitarren
DE2625103C3 (de) Massen- und Kraftmesser
DE1525269B1 (de) Stock- bzw. holmartiges,straff ausspannbares Geraet
CH511187A (de) Steigbügel
DE603854C (de) Skibindung
DE1815343B2 (de) Aufhaenger fuer rohre oder dergleichen
EP0337414A1 (de) Lager für Rohr-Verteilerbatterien
DE6906761U (de) Spannvorrichtung fuer den hals von saiteninstrumenten, beispielsweise gitarren oder lauten.
DE2162C (de) Draht-Streek- und Spann-Maschine
DE2006977C3 (de) Vorrichtung zum Befestigen und Spannen einer Saite
DE393373C (de) Saiteninstrument mit Mensurregler
DE1908603A1 (de) Spannvorrichtung fuer den Hals von Saiteninstrumenten,beispielsweise Gitarren oder Lauten
DE1962805A1 (de) Messgeraetstativ
DE533094C (de) Federpaket fuer Lenkstangen von Fahr- und Motorraedern
DE426221C (de) Netzballschlaeger
DE454131C (de) Schirm mit auf dem Stock verschiebbar angebrachtem Griff
AT153580B (de) Schallkörper von Streich- und Zupfinstrumenten.
DE1908936A1 (de) Vorrichtung zum Messen der Laengsdehnung eines Bolzens
DE2545735A1 (de) Spannkopf fuer zupfinstrumente
AT236718B (de) Einteilige Spannschelle
DE395244C (de) Tonregelungsvorrichtung fuer Streichinstrumente
DE99155C (de)