DE1525269B1 - Stock- bzw. holmartiges,straff ausspannbares Geraet - Google Patents

Stock- bzw. holmartiges,straff ausspannbares Geraet

Info

Publication number
DE1525269B1
DE1525269B1 DE19651525269D DE1525269DA DE1525269B1 DE 1525269 B1 DE1525269 B1 DE 1525269B1 DE 19651525269 D DE19651525269 D DE 19651525269D DE 1525269D A DE1525269D A DE 1525269DA DE 1525269 B1 DE1525269 B1 DE 1525269B1
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
tension element
tension
pressure
pressure element
tensioned
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DE19651525269D
Other languages
English (en)
Inventor
Schuster Ing Wilhelm
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
SCHUSTER ING WILHELM
Original Assignee
SCHUSTER ING WILHELM
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Priority to AT440264A priority Critical patent/AT255843B/de
Application filed by SCHUSTER ING WILHELM filed Critical SCHUSTER ING WILHELM
Publication of DE1525269B1 publication Critical patent/DE1525269B1/de
Pending legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F16ENGINEERING ELEMENTS AND UNITS; GENERAL MEASURES FOR PRODUCING AND MAINTAINING EFFECTIVE FUNCTIONING OF MACHINES OR INSTALLATIONS; THERMAL INSULATION IN GENERAL
    • F16CSHAFTS; FLEXIBLE SHAFTS; ELEMENTS OR CRANKSHAFT MECHANISMS; ROTARY BODIES OTHER THAN GEARING ELEMENTS; BEARINGS
    • F16C1/00Flexible shafts; Mechanical means for transmitting movement in a flexible sheathing
    • F16C1/10Means for transmitting linear movement in a flexible sheathing, e.g. "Bowden-mechanisms"

Description

  • Die Erfindung betrifft ein stock- bzw. holmartiges, straff ausspannbares Gerät, bestehend aus mindestens einem Endanschläge aufweisenden, biegsamen Zugelement und zwischen diesen Endanschlägen das Zugelement umgebenden, z. B. aus aneinandergereihten im Ringen oder einer Schraubenfeder bestehenden Druckelement, die im ungespannten Zustand des Gerätes dessen Biegung zulassen, und einer Spannvorrichtung, die eine Verspannung des Zugelementes gegenüber dem Druckelement und dadurch die Einnahme einer durch die Anlageflächen der Teile des Druckelementes vorbestimmten starren Form bewirkt.
  • Ein bekanntes zusammenrollbares und straff ausspannbares Trag-, Stütz- oder Zugelement besteht aus einem unelastischen, jedoch flexiblen Schlauch, der einzelne Distanzelemente oder eine Spi#ralfeder umschließt und eine unelastische Spannvorrichtung trägt, die in gespanntem Zustand die Distanzelemente oder die Spiralfeder gegen Endanschläge preßt, so daß das Element einen tragfähigen Stab bildet. Vorgesehene Verstellschrauben haben lediglich die Funktion, den Druck auf die Distanzelemente (Schraubenfeder) zu erhöhen oder zu verringern. Irgendwelche voneinander in der Form abweichende Zwischenstellungen des Gerätes werden dabei nicht erreicht und sind auch nicht beabsichtigt.
  • Ein anderes bekanntes, zusammenrollbares und straff ausspannbares Trag-, Stütz- oder Zugelement besteht aus einer Anzahl ringförmiger Distanzelemente, die so aufeinanderliegen, daß sie im gespannten Zustand des Zugelementes ein Rohr bilden. Die Distanzelemente sind mit im Kreise angeordneten Durchbohrungen ausgestattet, durch die parallel zur Achse des gebildeten Rohres flexible Drähte ohne Eigenelastizität oder vorbestimmte Krümmung verlaufen. Das eine Ende dieser Drähte ist an einem Endanschlag und das andere Ende an der Spannvorrichtung des Zugelementes befestigt.
  • Ferner ist ein Kleiderbügel aus einem biegsamen Träger mit auf ihm aufgereihten, sich aneinander abstützenden Druckgliedern bekannt, die durch eine Kniehebelspannvorrichtung zu einem tragfähigen Stab verspannt werden können. Auch hier gibt es keine vorbestimmte Ausgangsform im entspannten Zustand.
  • Diesem Stand der Technik gegenüber hat sich die Erfindung die Aufgabe gestellt, ein zusammenrollbares und straff ausspannbares Gerät der ingangs genannten Art derart auszubilden, daß es nach dem Lösen aus der gespannten Lage selbsttätig eine vorbestimmte gekrümmte oder eingerollte Ausgangsform einnimmt.
  • Die Lösung dieser Aufgabe besteht erfindungsgemäß darin, daß das Gerät durch eine genügende Formsteifigkeit des biegsamen Zugelementes und/ oder des Druckelementes im entspannten Zustand eine von seiner im gespannten Zustand vorhandenen Form abweichende, vorbestimmte Ausgangsforin aufweist.
  • Bei einer bevorzugten Ausführungsforin der Erfindung besteht das Zugelement aus einem elastischen Draht, Band oder Seil aus Federstahl oder einem Kunststoff. Dieses Zugelement kann bei entspanntem Gerät infolge seiner Eigenelastizität je nach dem beabsichtigten Zweck sich stets entweder in die Strecklage strecken oder selbsttätig eine Krümmung oder eine Rollstellung annehmen. Besteht nach einem Vorschlag der Erfindung das Zugelement aus einem eckigen, das Druckelement z. B. exzentrisch durchsetzenden Profilband, wird dieses gegen eine Relativverdrehung seiner Glieder gesichert.
  • Nach einem weiteren Vorschlag der Erfindung besteht das Zugelement in bekannter Weise aus zwei oder mehr Zugdrähten und durchsetzt das Druckelement exzentrisch. Auch dadurch wird eine Sicherung gegen Verdrehung erreicht.
  • Zweckmäßig sind dabei einige oder sämtliche Zugdrähte nach der gleichen Richtung gekrümmt.
  • In weiterer Ausgestaltung der Erfindung weist das Gerät mehrere sich strahlenförmig verzweigende, gemeinsam über einen Verteilerkopf mit Gelenkrollen ausspannbare Arme auf, die sich im entspannten Zustand selbsttätig zur gemeinsamen Achse hin anlegen oder einrollen.
  • Nach einem weiteren Vorschlag der Erfindung weisen mindestens einige der das Druckelement bildenden Ringe in an sich bekannter Weise Anlageflächen auf, die zu der senkrecht zur Zugrichtung liegenden Ebene geneigt sind.
  • Um Zwischenstellungen des Gerätes zwischen der Ausgangsform und der im gespannten Zustand vorhandenen Form zu ermöglichen, ist nach einem weiteren Vorschlag der Erfindung die auf das Zugelement einwirkende Verspannkraft regulierbar.
  • Diese spannbaren und mit Abzweigungen versehenen Geräte können zu den verschiedensten Zwecken unter anderem zur Betätigung von Werkzeugen, Sport-, Bau-, ärztlichen und sonstigen Geräten verwendet werden, die z. B. in strahlen- oder gasgefährdeten Räumen angeordnet sind und durch Steuerarme von der Raumaußenseite her betätigt werden sollen.
  • F i g. 1 und 2 stellen ein erfindungsgemäß ausgebildetes stabförmiges Gerät in seinem prinzipiellen Aufbau in Teilstücken ohne Spannschloß in zwei verschiedenen Ausführungformen dar; F i g. 3 und 4 bzw. 5 und 6 bzw. 7 und 9 oder 9 und 10 stellen einzelne Ausführungsformen der Druckglieder eines Gerätes im Axialschnitt oder Seitenansicht und in Ansicht auf die Stoßfläche dar, F i g. 11 eine Ausführungsform einer Sonde bzw. eines ärztlichen Hilfsgerätes in Teilstücken mit Spannschloß in verschiedenen Spannstellungen, F i g. 12 Teilstücke eines stabförmigen Gerätes in entspanntem Zustand des Zugelementes und des Spannschlosses in Ansicht mit verschiedenen, strichpunktiert angedeuteten Spannstellungen, F i g. 13 eine in das stabförmige Gerät zwischen einem Gerätvorderteil und einem Gerätresttell eingeschaltete Spannvorrichtung, F i g. 14 ein stabförmiges Gerät mit hydraulisch betätigbarem Spannschloß in teilweisem Schnitt, F i g. 15 ein Spannschloß für größere Spannkräfte mit Sperre und F i g. 16 ein stabförmiges Gerät mit anschließender Verzweigung in mehrere ausladende Arme in teilweisem Schnitt.
  • Das prinzipielle, in F i g. 1 dargestellte Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes zeigt ein aus einem elastischen Draht, einem elastischen Band oder einem formsteifen, aber elastischen Bowdenkabel aus Stahl oder Kunststoff gebildetes Zugelement 1, das mindestens an seinem einen Ende einen Endanschlag 2 besitzt, der starr mit dem Zugelement verbunden ist. Der Endanschlag 2 kann aber auch an einem hohlen Bolzen 2a mit Außengewinde stirnseitig abgestützt werden, der durch Drehen eine Längenverstellung gegenüber einer Gewindehülse 2 b ergibt, mittels welcher der jeweilige Spanndruck der Spannvorrichtung auf die Druckglieder 4 regelbar ist. Dieses Zugelement 1 hat eine Vorspannung, die sich bei entspanntem Gerät durch eine Krümmung bestimmter Art zu erkennen gibt. So z. B. kann das Zugelement nur an seinem Endstück gekrümmt sein. Es kann aber auch in seiner ganzen Länge eine Krümmung aufweisen, die entweder nach einer einheitlichen Kurve oder in Form von Wellen, Schraubenlinien oder spiralig verläuft. Diese verschiedenen Krümmungsarten nimmt das Zugelement 1 infolge seiner elastischen Vorspannung stets von selbst ein, so daß die gekrümmte Form des Zugelementes stets seine Ursprungsform bzw. seine Ausgangslage darstellt. Auf diesem Zugelement 1 ist eine Anzahl von Druckgliedern 4 aufgereiht, von denen jedes mindestens einen in bezug auf seine Stoßfläche zentrischen oder exzentrischen Durchtrittskanal 5 besitzt, durch welchen das Zugelement 1 hindurchtritt.
  • Die Druckglieder 4 sind im allgemeinen dem Profil des Geräts angepaßt, das sie dicht aneinandergeschlossen bilden sollen. So z. B. hat das in den F i g. 3 und 4 abgebildete Druckglied im Längsschnitt und in Ansicht auf seine Stoßfläche ein hohles Längsprofil und ein kreisrundes Querschnittsprofil. Die Druckglieder 4 stützen sich mit ringförmigen Stoßflächen 6, 7 in Umfangsnähe aneinander ab, umgreifen das Zugelement 1 aber mit einem im Verhältnis zur Bauteillänge bedeutend, z. B. auf ein Fünftel gekürzten Durchtrittskanal 5, der vor die hintere ringförmige Stoßfläche 7 des Druckgliedes 4 über seine ganze Länge vorgezogen ist und dadurch in den Hohlraum 8 des anschließenden Druckgliedes hineinragt. Dieses den Durchtrittskanal 5 aufweisende vorgezogene Teilstück 9 des Druckgliedes hat eine konische Stirnfläche und lenkt dadurch das anstoßende Druckglied aus jeder seiner bei entspanntem Gerät eingenommenen Relativlagen zwangläufig gegen die hintere ringförmige Sitzfläche 7. Das Druckglied 4 kann aber auch gemäß den F i g. 5 und 6 aus einem Scheibenkörper mit planen Stoßflächen 6 und einem zentrischen oder exzentrischen Durchtrittskanal 5 bestehen. Druckglieder 4, die als viereckige Hohlkörper ausgebildet sind, zeigen die F i g. 7 und 8 in Seiten-und Frontansicht, wobei die Druckglieder vier im Viereck versetzte Durchtrittskanäle 5 mit Zentrierfortsätzen 5 a besitzen, die das Druckglied zentrieren. Die Stoßflächen dieser Druckglieder sind vollkommen plan. Schließlich sind gleichartige Druckglieder 4 in Ringforin mit einem Kranz von Durchtrittskanälen 5 in den F i g. 9 und 10 veranschaulicht. Bei den Druckgliedem, 4 gemäß den F i g. 7 und 8 bzw. 9 und 10 steht es dem Hersteller frei, entweder einen Teil der Durchtrittskanäle auf je einem Zugelement aufzureihen oder alle Durchtrittskanäle mit Zugelementen zu besetzen. Maßgebend für die anzuwendende Anzahl Zugelemente ist die jeweils beabsichtigte Art und Größe der Belastung, der das gespannte Gerät ausgesetzt werden soll.
  • Es gibt aber noch ein weiteres Ausführungsbeispiel für ein Druckelement, und zwar eine Schraubenfeder 4 a gemäß F i g. 2, deren Schraubengänge eine etwas größere Ganghöhe haben, als die Profilbreite des Federdrahtes beträgt. Diese als Druckelement wirkende Schraubenfeder 4 a eröffnet verschiedene Möglichkeiten. Wird der Schraubenfeder 4 a eine Vorspannung in dem Sinne erteilt, daß sie im entspannten Zustand des Zugelementes selbsttätig eine gekrümmte Form annimmt, dann kann als Zugelement 1 wie bisher ein schmiegsames unelastisches Drahtseil, eine Gliederkette od. dgl. verwendet werden. In diesem Falle übernimmt die Schraubenfeder 4 a die Aufgabe, das Gerät im entspannten Zustand in die jeweils erwünschte Ausgangsform zu bringen, die gewellt, einfach gekrümmt oder spiralförmig geformt sein kann. Im letzteren Fall kann eine nach einer archimedischen Spirale längsgeforinte Schraubenfeder sich bei entspanntem Zugelement vollkommen selbsttätig in die Verpackungsform krümmen.
  • Nach der Schilderung der Ausführungsbeispiele der verschiedenen Zugelemente und der anwendbaren Varianten der Druckglieder werden nachstehend an Hand der F i g. 11 bis 16 einige Geräte beschrieben.
  • Die F i g. 11 zeigt eine Sonde oder ein ärztliches Hilfsgerät, dessen Zugelement 1 aus einem elastischen, aber zugfesten Draht, z. B. einem elastischen Bowdenzugkabel od. dgl., besteht, das mit seinem Ende am Gelenkglied 11 eines von Hand aus zu betätigenden Spannschlosses befestigt ist und am freien Ende einen Endanchlag trägt, der als Träger für eine Sondenspitze od. dgl. ausgebildet ist. Das Endstück dieses elastischen, aber formsteifen Zugelementes 1 ist, wie aus der Zeichnung ersichtlich, gekrümmt, wogegen der übrige Teil des Zugelementes gerade gestreckt ist und in einer langen Führung 13 eines langen Lagerstückes 12 des Spannschlosses geführt ist. Dieses Lagerstück 12 dient der auf dem Zugelement 1 mit axialem Spiel sitzenden Reihe von Druckgliedem 4 als Endanschlag 3 und dem Zugelement 1 als Führung und Stütze zu seiner Geradeaushaltung im entspannten Zustand des Instrumentes. Das Druckelement kann z. B. aus den in den F i g. 3 und 4 sowie 5 und 6 dargestellten Druckgliedern gebildet werden, die im vollen Spannzustand des Spannschlosses dicht unter axialem Druck aneinanderliegen und einen starren, knickfesten Stab ergeben. Bei völlig offenem Spannschloß (s. F ig. 11) haben die Druckglieder ein so großes axiales Spiel, daß sich das Zugelement entsprechend der ihm gegebenen Längsform, in diesem Beispiel nur im Bereich des Stabendes, krümmen kann, im übrigen langen Teilstück jedoch infolge seiner Formsteiffieit und langen Führung im Lagerstück des Spannschlosses gerade bleibt.
  • Das Spannschloß hat einen am Lagerstück 12 um den Achszapfen 14 schwenkbar gelagerten Spannhebel 16, der durch den Gelenkzapfen 17 mit einem Spannlenker 18 verbunden' ist, welcher an dem mit dem einen Ende des Zugelementes 1 verbundenen Gelenkstück 11 druckschlüssig angreift. Das Lagerstück 12 hat eine Ausnehmung 19, in die der Gelenkzapfen 17 des Spannlenkers 18 bei voller Spannlage eingreift, in welcher er seine Totpunktlage um ein geringes Maß überschritten hat. Die F i g. 11 zeigt den Spannhebel 16 mit strichpunktierten Linien in der vollen Spannstellun& bei welcher auch die Druckglieder 4 durch die Zugbeanspruchung des Zugelementes 1 fest aneinandergepreßt worden, welche dadurch das gekrümmte Stabende gerade ausrichten. Wird jedoch der Spannhebel 16 nur teilweise gespannt, wie dies die mit gestrichelten Linien veranschaulichte Lage des Spannhebels 16 zeigt, dann wird nur der Krümmungsbogen des Zugelementes bzw. der Instrumentenspitze flacher, aber eine gewisse Spannung im ganzen Instrument durch das gleichzeitig als Handhabe dienende Spannschloß gefühlsmäßig aufrechterhalten und geregelt. Bei diesem Instrument geht es vor allem darum, als Ausgangsbasis einen entspannten und daher elastisch nachgiebigen, mit dem auch als Handhabe dienenden Spannschloß in gestreckter Lage haltbaren stabförmigen Körper zur Verfügung zu haben, der z. B. zum Auffinden von Gegenständen in einem keine oder nur eine geringe Einsicht gewährenden Medium eine gewisse Elastizität und eine gekrümmte Spitze aufweisen soll, damit der gesuchte Gegenstand entweder aufgefädelt oder in einer geeigneten Art, z. B. mittels einer magnetischen Spitze, erfaßt werden kann. Nach dem Erfassen des Gegenstandes kann der stabförmige Körper mittels des Spannschlosses 16, 18 allmählich gestrafft werden und auf diese Weise der gesuchte Gegenstand auf geradem Wege aus dem Medium herausgeführt werden. Es ist aber ebensogut auch umgekehrt möglich, den stabförmigen Körper im gestrafften Zustand in einen Kanal oder in eine Bohrung einzuführen, nach Durchdringen des Kanals zur Bildung einer Krümmung an der Spitze zwecks Aufsuchens eines Anschlußendes etwas zu entspannen und schließlich nach dem Erfassen des Anschlußstückes wieder zu straffen, wodurch das aufgefundene und mit seinem Kanal bzw. seiner Bohrung erfaßte Anschlußstück zum übrigen Kanalteil ausgerichtet und beide Kanalstücke zusammengeschlossen werden können.
  • Das in F i g. 11 dargestellte Instrument kann aber auch in der aus der F i g. 2 ersichtlichen Weise mit einem aus einer Schraubenfeder 4 a gebildeten Druckelement ausgestattet werden, das mit seinem einen Ende im Lagerstück 12 des Spannschlosses festsitzt und an seinem anderen freien, mit dem entsprechenden Werkzeug versehenen Ende eine Krümmung, z. B. in der Art eines Kreisbogens, aufweist. Diese Schraubenfeder 4 a führt das aus einem Draht, einem Bowdenkabel oder einem biegsamen, aber zugfesten Seit gebildete Zugelement in jedem ihrer Schraubengänge zentrisch und gibt ihm auch die relative axiale Bewegungsfreiheit, die es zum Spannen und Entspannen benötigt. Das Zugelement ist auch in diesem Fall vorn beim Werkzeug mit dem Endanschlag fest verbunden und mit dem anderen Ende am Gefenkglied des Spannschlosses befestigt, so daß es unter Zugspannung die Schraubengänge der Schraubenfeder 4 a dicht aneinanderschließt bzw. preßt und dadurch in eine gerade gestreckte Form eines Stabes bringt. Ein.solches Instrument könnte z. B. in Räumen verwendet werden, die zum Schutze gegen lebensgefährliche Strahlung von Personen nicht betreten werden dürfen, in denen jedoch Werkzeuge zur Ausführung von Arbeitsoperationen gesteuert werden sollen. Durch die Verbindung der Werkzeuge mit diesen Lenkinstrumenten kann die Werkzeugbetätigung mittels des Spannschlosses und einer entsprechend gelenkigen Lagerung des Spannschloß-Lagerstückes in der den Raum umschließenden Wandung von der Raumaußenseite her durchgeführt werden.
  • Wenn beim Ausführungsbeispiel gemäß F i g. 11 oder 2 der Grundgedanke vorherrscht, dem Zugelement oder der Schraubenfeder eine bestimmte Krümmung zu verleihen, die es bzw. sie in der Ausgangsstellung infolge ihrer elastischen Eigenspannung annimmt und von der aus die Spitze bzw. das Werkzeug allein schon durch das Spannen oder Entspannen des Spannschlosses im Raum lenkbar bzw. bewegbar ist, so liegt dem in F i g. 12 veranschaulichten Ausführungsbeispiel die Aufgabe zugrunde, dem Zugelement eine schraubengangförmig oder spiralige Ausgangsform zu geben, in die es sich bei völlig entspannter Spannvorrichtung 16 stets zurückverwandelt und dadurch leichter in der Verpackung versorgen läßt. In der F i g. 12 ist das mit den Druckgliedern 4 besetzte Zugelement 1 ebenso wie die Spannvorrichtung in entspannter Lage mit ausgezogenen Linien dargestellt. Es ist ersichtlich, daß der Spannhebel vom Handgriff der Spannvorrichtung im rechten Winkel absteht und die Bauteile vom Zugelement in Schraubengangform geordnet werden. In diesem Zustand oder in einem noch mehr entspannten Zustand kann das Gerät, das als Stock oder Angelrute oder Tragarm ausgebildet sein kann, leicht verpackt werden. Der zweiarmige Spannhebel 16 benutzt das äußere Ende des hohlen Handgriffes 20 als Auflager, so daß er in die mit gestrichelten Linien dargestellte Spannlage unmittelbar an die Griffwandung angeschwenkt werden kann, wobei das Gelenk 14 über die Totpunktebene geschwenkt wird. Der kurze Hebelarm 16 ist nämlich über ein Gelenkglied 11 mit dem Ende des Zugelements starr und zugfest verbunden, das aus einem Draht od. dgl. besteht. Die Druckglieder 4 schließen über den verstellbaren Endanschlag 3 an das Griffstück 20 stirnseitig an und stützen sich an diesem ab, wenn das Zugelement 1 mittels des Spannhebels 16 zugbelastet wird. Im gespannten Zustand des Zugelementes löst sich die schraubengangförmige Windung auf, und das Instrument wird gerade gestreckt, so daß es einen geraden knickfesten Stab bildet, der mit gestrichelten Linien dargestellt ist.
  • Es ist nun zu beachten, daß die Druckglieder 4 auch einen exzentrischen Durchtrittskanal 5, z. B. gemäß F i g. 5, 6, 7 und 8, aufweisen können, der den Vorteil ergibt, daß das Einrollen des z. B. bandartigen oder mehrfachen Zugelementes 1 durch den kurzen Radialstand des Durchtrittskanals erleichtert, die Biegungsfestigkeit des Instruments durch den großen Radialabstand des Durchtrittskanals vom Bauteilaußenrand jedoch erhöht wird.
  • Je nach der Art der Verpackung kann das Zugelement auch nach der Form einer Spirale geformt bzw. vorgespannt sein, so daß sich das Gerät ab. dem Augenblick der Entspannung des Zugelementes 1 sofort aus der Strecklage in die Spiralform rollt.
  • Werden die Druckglieder 4 mit im Winkel zur senkrechten Stoßebene liegenden Stoßflächen versehen und außerdem durch Feder und Nut oder mehrere Zugelemente miteinander gegen relative Verdrehung gesichert, dann kann erreicht werden, daß die dicht aneinandergeschlossenen Druckglieder im starren Zustand des Geräts eine Krümmung nach einer vorbestimmten Richtung und Form ergeben. Wenn nun zusätzlich zu dieser Maßnahme z. B. ein bandförmiges und daher gegenüber den Druckgliedern relativ nicht verdrehbares Zugelement durch Verspannung nach einer Richtung gekrümmt ist, die jener Krümmung entgegengesetzt ist, die durch die Stoßflächen der Druckteile bei gespanntem Gerät erreichbar ist, dann kann der Verstellbereich eines an dem äußeren Ende des stabförmigen Geräts befestigten Werkzeuges von der einen Krümmung des Zugelementes bis zur Krümmung des gespannten Geräts in einem weit größeren Spielraum durch die Regelung und Variierung der Zugspannung der Spannvorrichtung verändert werden, als dies bei den vorherbeschriebenen Geräten der Fall ist.
  • Gemäß dem in F i g. 13 dargestellten Ausführun gsbeispiel ist die Spannvorrichtung 40, 41 in der Mitte der Gerätlänge zwischen den Druckgliedem 4 eingeschaltet. Die Spannvorrichtung besteht in diesem Falle aus zwei teleskopartig ineinander verschraubbaren Hülsenteilen 40, 41, von denen jeder einen Ansatz 42, 43 für den Angriff eines Schlüssels 45, 46 besitzt. Durch Zusammenschrauben der beiden Hülsenteile 40, 41 werden die Druckglieder 4 druckentlastet und das Zugelement 1 entspannt. Durch Auseinanderschrauben der beiden Hülsenteile werden die Druckglieder 4 axial unter Druck gesetzt und das Zugelement 1 dadurch gespannt, daß die Druckglieder 4 g gen die an den Zugelementenden befestigten Endge anschläge 2, 3 gedruckt werden.
  • Die F i g. 15 zeigt ein mit einer hydraulisch oder pneumatisch zu betätigenden Spannvorrichtung 27 und mit Spreizgliedem 28 an der Stockspitze, die sich unter der Zugspannung des Zugelementes selbsttätig in die Sperrlage stellen.
  • Für größere Spannkräfte kann auch eine Spannvorrichtung mit Zahnstange 29 und Klinkengesperre 30 gemäß F i g. 15 Anwendung finden. In diesem Falle ist die Zahnstange 29 als Endanschlag 3 auf dem Zugelement 1 axial beweglich aufgereiht und übt auf die Spannglieder 4 den Spanndruck in Richtung gegen die Stockspitze aus.
  • Schließlich wird in F i cr. 16 eine Ausführungsform zum Teil veranschaulicht, bei der eine Verzweigung eines stockartigen Körpers in mehrere strahlen- bzw. fächerförinig ausgerichtete Arme vorgesehen ist, wie dies z. B. bei Schirmen der Fall ist. Vom stockartigen Körper 31 sind nur einige das obere Teilstück des Körpers bildende Spannglieder 4 zusammen mit dem aus ihnen vorragenden Zugelement 1 dargestellt. Das letzte Spannglied 4 des stockförmigen Körpers 31 schließt an einem hohlen Verteilerkopf 32 druckschlüssig an, der so viele Umlenkrollen 33 oder Umlenkhebel, wie Arme vorgesehen sind, aufweist. Über jede der Umlenkrollen 33 ist ein Zugelement 34 eines Armes 35, 36, 37, 38 zu einer Spannmuffe 39 geführt, die alle Zugelemente der Arme 35 bis 38 mit dem einzigen Zugelement des stockartigen Körpers 31 zugfest verbindet. Die abzweigenden, Zugelernente 34 greifen durch radiale Löcher des Verteilerkopfes 32 hindurch und tragen je eine Reihe Spannglieder 4, die sich einerseits am Verteilerkopf 32, andererseits am jeweiligen Endanschlag 2 des Zugelementes 34 abstützen und im entspannten Zustand wie der stockartige Körper 31 unter Eigenspannung zusammenrollbar sind. Wird jedoch die am nicht dargestellten Ende des stockartigen Körpers 31 angeordnete Spannvorrichtung in die Spannstellung gebracht, dann wird das von ihr ausgeübte Zugmoment über das Zugelement 1 der Spannglieder 4 des Stockes 31 auch auf die eingerollten Zugelemente 34 der Arme 35 bis 38 (Yleichmäßig und gleichzeitig übertragen und dadurch die Spannglieder 4 aller Spanngliedreihen so aneinandergepreßt, daß ein stern- bzw. fächerartiges Gestell mit mehreren Radialarmen ersteht, dessen Arme biegungsfest sind. Z-Es ist aber auch ohne weiteres möglich, sämtliche Zugelemente der Radialarme direkt durch die Spannglieder bis zur Spannvorrichtung zu führen. In diesem Falle können die Zugelemente einzeln, mit je einer Zugvorrichtung oder gemeinsam mit einer einzigen Spanneinrichtung gespannt werden.
  • C

Claims (2)

  1. Patentansprüche: 1. Stock- bzw. holmartiges, straff ausspannbares Gerät, bestehend aus mindestens einem Endanschläge aufweisenden, biegsamen Zugelement und zwischen diesen Endanschlägen das Zugelement umgebenden-, z. B. aus aneinandergereihten Ringen oder einer Schraubenfeder bestehenden Druckelement, die im ungespannten Zustand des Gerätes dessen Biegung zulassen, und einer Spannvorrichtung, die eine Verspannung des Zugelementes geg nüber dem Druckelement ge und dadurch die Einnahme einer durch die Anlageflächen der Teile des Druckelementes vorbestimmten starren Form bewirkt, d a d u r c h g e -k e n n z e i c h n e t, daß das Gerät durch eine genügende Formsteifigkeit des biegsamen Zugelementes (1) und/oder des Druckelementes (4, 4 a) im entspannten Zustand eine von seiner im gespannten Zustand vorhandenen Form abweichende, vorbestimmte Ausgangsform aufweist.
  2. 2. Gerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Zugelement (1) aus einem elastischen Draht, Band oder Seil aus Federstahl oder einem Kunststoff besteht. 3. Gerät nach Anspruch 1, dadurch crekennzeichnet, daß das Zugelement (1) aus einem eckigen Profilband besteht und das Druckelernent (4) z. B. exzentrisch durchsetzt und gegen Verdrehung gesichert ist. 4. Gerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Zugelement (1) in bekannter Weise aus zwei oder mehr Zugdrähten besteht und das Druckelement (4) exzentrisch durchsetzt und gegen Verdrehung gesichert ist. 5. Gerät nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß einige oder sämtliche Zugdrähte (1) nach der gleichen Richtung gekrümmt sind.. 6. Gerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß es mehrere, sich strahlenförmig verzweigende, gemeinsam über einen Verteilerkopf (32) mit Gelenkrollen (33) ausspannbare Arme (35, 36, 37, 38) aufweist, die sich im entspannten Zustand selbsttätig zur gemeinsamen Achse (31) hin anlegen oder einrollen. 7. GerätnachAnspruchl,dadurchgekennzeichnet, daß in an sich bekannter Weise mindestens einige der das Druckelement bildenden Ringe (4) Anlageflächen aufweisen, die zu der senkrecht zur Zugrichtung liegenden Ebene geneigt sind. 8. Gerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zwecks Erreichung von zwischen der Ausgangsform und der im gespannten Zu-C C stand vorhandenen Form liegenden Zwischenstellungen des Gerätes die auf das Zugelement einwirkende Verspannkraft regulierbar ist.
DE19651525269D 1964-05-20 1965-05-17 Stock- bzw. holmartiges,straff ausspannbares Geraet Pending DE1525269B1 (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
AT440264A AT255843B (de) 1964-05-20 1964-05-20 Stock- bzw. holmartiger, als Gerät, Instrument, Knochennagel oder Werkzeug ausgebildeter Körper

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE1525269B1 true DE1525269B1 (de) 1970-03-26

Family

ID=3563522

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DE19651525269D Pending DE1525269B1 (de) 1964-05-20 1965-05-17 Stock- bzw. holmartiges,straff ausspannbares Geraet

Country Status (3)

Country Link
AT (1) AT255843B (de)
DE (1) DE1525269B1 (de)
GB (1) GB1110414A (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE2602265A1 (de) * 1975-01-24 1976-07-29 Giuseppe Sacheli Waelzkoerperkaefig fuer laengsfuehrungen

Families Citing this family (4)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
GB2119334A (en) * 1982-04-13 1983-11-16 Gordon C Shaw Towing devices
DE3500964A1 (de) * 1985-01-14 1986-08-28 Werner 5464 Asbach Hagen Zusammenrollbare abschleppstange
GB2255811B (en) * 1991-05-14 1994-11-30 John Victor Terry Hinge joint
GB9726957D0 (en) * 1997-12-19 1998-02-18 Schmitz Hans J Ladder

Citations (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE924775C (de) * 1951-02-10 1955-03-07 Valentin Krause Kleiderbuegel
AT182269B (de) * 1952-02-23 1955-06-10 Valentin Krause Zusammenrollbares und straff ausspannbares Trag-, Stütz- oder Zugelement

Patent Citations (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE924775C (de) * 1951-02-10 1955-03-07 Valentin Krause Kleiderbuegel
AT182269B (de) * 1952-02-23 1955-06-10 Valentin Krause Zusammenrollbares und straff ausspannbares Trag-, Stütz- oder Zugelement

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE2602265A1 (de) * 1975-01-24 1976-07-29 Giuseppe Sacheli Waelzkoerperkaefig fuer laengsfuehrungen

Also Published As

Publication number Publication date
AT255843B (de) 1967-07-25
GB1110414A (en) 1968-04-18

Similar Documents

Publication Publication Date Title
EP0260671B1 (de) Schläger für Ballspiele, insbesondere Tennisspiele, sowie Bespannvorrichtung hierzu
DE1109485B (de) Verstellbare Vorrichtung zum Halten von Klemmbacken von Drehbankspannfuttern waehrend ihrer Abrichtung
DE102017121641A1 (de) Riemenspanner für Längsförderer
DE4136313C2 (de) Äußere axiale Fixiervorrichtung
DE3219520C2 (de)
DE1525269B1 (de) Stock- bzw. holmartiges,straff ausspannbares Geraet
DE640486C (de) Selbsttaetiges Bremsscharnier fuer Tueren, Fenster o. dgl.
DE2323297A1 (de) Schlaeger
DE1525269C (de)
DE2834260A1 (de) Laengenverstellbarer skistock
WO2004001163A1 (de) Verbindungs- und umlenkelement für zugbänder bei einem pneumatischen bauelement
EP2803533B1 (de) Vorrichtung zum Anordnen einer einen Längskanal aufweisenden Leiste an einer Unterlage
EP2236178A1 (de) Wechselgriff für rohrförmige Betätigungsstangen
AT216077B (de) Einrichtung zur Befestigung von Bedienungsorganen, insbesondere Drehgriffen, an der Betätigungswelle von elektrischen Schaltern od. dgl.
DE542391C (de) Vorrichtung zum Anbringen von Skiern an den Stiefeln
DE1017098B (de) Stabfoermiges Geraet, z.B. Trag-, Stuetz- oder Zugelement oder Werkzeug
EP0725196A1 (de) Teleskopartig verlängerbare Stütze
DE2506395C3 (de) Vorrichtung zum Spannen und Entspannen von Bündelspanngliedern für Spannbeton
DE2167066C2 (de) Nachspannendes Bohrfutter
DE1144874B (de) Haspel, vorzugsweise fuer synthetische Faeden
DE2046067C (de) Vorspannbare Schraubverbindung
AT214883B (de)
DE2545735A1 (de) Spannkopf fuer zupfinstrumente
DE2050436A1 (de) Rohrbandschelle
DE8317713U1 (de) Stiel für einen Eisstock