DE1908531C - Riementrieb - Google Patents
RiementriebInfo
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- DE1908531C DE1908531C DE1908531C DE 1908531 C DE1908531 C DE 1908531C DE 1908531 C DE1908531 C DE 1908531C
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Description
30
Die Erfindung bezieht sich auf einen Riementrieb mit von Radialkräften möglichst entlasteter Riemenscheibe
der getriebenen Welle einer Hochleistungseinheit, wobei zwei Antriebseinheiten mit Riemen-
scheiben diametral zu einer Ebene durch die Achse der getriebenen Scheibe angeordnet und zusätzliche
Einrichtungen zur Verringerung der Radialkräfte vorgesehen sind.
Bei solchen bekannten Riementrieben (USA.-Patentschrift 3 256 993) wird eine Verringerung der
auf das Lager der Riemenscheibe der getriebenen Welle wirkenden Radialkräfte dadurch erreicht, daß
diese Lagerungen der getriebenen Welle in FederpaUctcn
aufgehängt sind. Damit kann beim Auftreten einer Radialkraft, wie sie h<*:ipielsweise durch ein
Nachlassen der Riemenspannung eines Riemens des Riemensatzes entsteht, die Lagerung der getriebenen
Welle ausweichen, wodurch die Einwirkung hoher Radialkräfte auf die Lagerung der getriebenen Welle
weitgehend vermieden wird. Mit dem Ausweichen der in den Federpaketen gehaltenen Lagerung ist allerdings
stets eine gewisse Winkclverlagcrung der getriebenen Welle des Riementriebes verbunden.
Weiterhin ist es schon bekannt (deutsche Auslegeschrift 1 067 244), bei hochtourig laufenden Laborzenlrifugcn
neben der federnden Lagerung der getriebenen Welle eine Antriebseinheit in einem Lenker
zur Verringerung der auf die Lagerung der angetriebenen Welle wirkenden Radialkrüftc schwenkbar
aufzuhängen. Auch bei einem derartigen Riementrieb treten Winkelvcrlagerungcn der getriebenen Welle
auf.
Die der Erfindung zugrunde liegende Aufgabe besteht nun darin, einen solchen Riementrieb derart
weiterzubilden, duü die Radialkräile im Lager an der getriebenen Scheibe trotz einer starren Lagerung
ihr getriebenen Welle weitgehend vermindert weiden.
Diese Aufgabe wird dadurch gelöst, daß die beiden
Antriebseinheiten auf einem Schlitten befestigt sind, der in einer zu der die Achsen der Antnebsemheiten
aufweisenden Ebene parallelen Ebene frei beweglich ist und der Achsenabstand der beiden Antriebseinheiten
in dieser Ebene zwecks Erzeugung der Riemenspannung automatisch einstellbar ist.
Es ist bereits bekannt, rum Erzeugen der Riemenspannung bei Riementrieben eine Antriebseinheit auf
einem Schlitten zu befestigen, der einer automatischen Nachstellung unterliegt.
Durch die Erfindung wird ein Riementrieb geschaffen, der auch bei mit extrem hohen Drehzahlen
laufenden Hochleistungseinheiten ohne jede Winke!- verschiebung der angetriebenen Welle auch bei starkem
Nachlassen der Riemenspannung eines Riemens das Entstehen von Radialkräften in der Lagerung der
getriebenen Welle praktisch vollständig verhindert. Infolgedessen kommen Riementriebe der erfindungsgemäßen
Art auch :-n Dauerbetrieb mit extrem kleinen
Lagergrößen für die getriebenen Wellen aus.
In vorteilhafter Weiterbildung der Erfindung ist es
zweckmäßig, daß der Mittelpunkt der getriebenen Weile unterhalb der Ebene der Antriebseinheiten
liegt. Auf diese Weise ist es möglich, auch die durch das Gewicht der getriebenen Welle hervorgerufenen
Radialkräfte auf die Wellenlagerung weitgehend zu reduzieren.
Weiterhin ist es zweckmäßig, daß ein Riemen der eine». Antriebseinheit auf der getriebenen Scheibe
zwischen zwei Riemen der anderen Antriebseinheit läuft. Damit wird auch ein die Wellenlagerung der
getriebenen Welle belastendes Kippmoment vermieden.
An Hand der Figuren und dei Beschreibung ist Im
folgenden ein Ausführungsbeispiel der Erfindung näher erläutert.
F i g. 1 zeigt eine Draufsicht auf einen erfindungsgemäßen Riementrieb;
F i g. 2 zeigt eine Vorderansicht des in F i g. I dargestellten Riementriebes, teilweise im Schnitt (Ebene
2-2 in Fig. 1), und
F i g. 3 zeigt eine Seitenansicht des in F i g. 1 dargestellten Riementriebes, teilweise im Schnitt (Ebene
3-3 in Fig. 1).
Fig. 1 und 2 zeigen einen die treibenden und getriebenen
Elemente des Riementriebes aufnehmenden Rahmen 17. Eine angetriebene Hochleistungseinheit20,
wie z. B. ein Gebläse, ist ortsfest auf dem Rahmen 17 befestigt. Am freien Ende einer getriebenen
Welle 21 der Einheit 20 befindet sich eine Riemenscheibe 1.
Ein Schlitten 11 ist auf dem Rahmen 17 angeordnet. In dieser Ausführungsform besitzt er 4 Rollen 15
und 16, die auf den auf dem Rahmen 17 befestigten
Schienen 18 uni 19 geführt sind, so daß sich der Schlitten 11 frei auf dem Rahmen 17 hin- und herfahren
läßt.
Eine erste Antriebseinheit 7, z. B. ein Elektromotor, ist auf dem Schlitten Il mittels einer G-undplatte
9 unverschiebbar befestigt.
Gemäß Fig. I besitzt diese Antriebseinheit7 eine
Riemenscheibe!, die auf Welle 7α der Antriebseinheit?
befestigt ist. Ein Paar Riemen 4 und 5 führen von der Riemenscheibe! zur getriebenen Riemenscheibe
I tier Hochleistungseinheit 20.
Line /■.weite Antriebseinheit 8, mit Riemenscheibe 3
/ H. ein fli.'ktromotor, ist auf dem Rahmen Il vcr-
schiebbar gelagert. Diese Verschiebbarkeit wird durch einen Support 10 hergestellt, der die zweite Antriebseinheit
8 trägt und in seitlichen Führungen 14 des Schlittens 11 geführt ist. An der Unterseite des
Supports 10 · ist ein mit einer Gewindebohrung 13 α versehener Flansch J3 angeordnet, in dessen Gewindebohrung
eine mit einem Gewinde 12 α versehene Einstellstange 12 eingreift. Durch eine Bohrung
11 b in einer Anschlagplatte 11 α des Schlittens
11 erstreckt sich das dem Gewinde 12 a der Einstellstange
12 entgegengesetzte Ende. Die Einstellstange
12 weist an diesem Ende einen Sechskantkopf mit einer Unterlegscheibe oder einer Auflagefläche auf.
Zwischen der Unterlegscheibe und der Anschlagplatte Il α ist eine Spiralfeder 22 angeordnet. Die
Verstellung des Supports 10 kann ;omit durch Drehen der Einstellstange 12 erfolgen, mittels eines
Schlüssels od. dgl.
Wie aus Fig. 1 zu ersehen ist ist die Riemenscheibe
3 der Antriebseinheit 8 fest auf der Welle 8 α befestigt. Ein Riemen 6 führt von der Riemenscheibe
3 der Antriebseinheit 8 zu der Riemenscheibe 1 der angetriebenen Einheit 20.
Gemäß F i g. 1 weist die angetriebene Riemenscheibe 1 einen geringeren Durchmesser als die antreibenden
Riemenscheiben 2 und 3 auf. Sowohl die antreibenden Riemenscheiben 2 und 3 als auch die
angetriebene Riemenscheibe 1 liegen mit ihren Symmetrieachsen im vorliegenden Ausführungsbeispiel
in einer Ebene (E).
Zwei schmalere Riemen 4 und 5 führen über die Riemenscheiben 1 und 2, und ein einzelner, etwas
breiteier Riemen 6 läuft über die Riemenscheibe 1 und die Riemenscheibe 3. Der breitere Riemen 6 läuft
dabei zwischen den schmalen Riemen 4 und S.
Beim Studium der obigen Figurenbeschreibung
wird klar, daß die auf dem starren Rahmen 17 starr befestigte Hochleistungseinheit 20 von Antriebseinheiten
7 und 8 angetrieben wird, die auf einem auf dem Rahmen 17 verfahrbaren Schlitten 11 befestigt
sind und deren Riemenschüben 2 und 3 auf einander gegenüberliegenden Seiten der Riemenscheibe 1 der
Hochleistungseinheit 20 angeordnet sind. Somit wird die Riemenscheibe! der Hochleistungseinheit20 von
einander gegenüberliegenden Seiten symmetrisch mit Riemen umschlungen. Auf die Lagerung der die
Riemenscheibe 1 tragenden Welle 2t wirken daher praktisch keinerlei Radialkräfte.
Im vorliegenden Ausfühningsbeispiel liegen die Achsen der drei Riemenscheiben 1, 2 und 3 in einer
gemeinsamen Ebene (E). Zum Ausgleich der durch das Gewicht der Riemenscheibe 1, der Welle 21 und
der Hochleistungseinheit 20 erzeugten Radialkräfie ίο kann es auch zweckmäßig sein, die Symmetrieachse
der Welle 21 geringfügig unter die Ebene (E) abzusenken.
Auf Grund der erfindungsgemäßen Anordnung des Riementriebes können die Lagerungen für die Welle
21 enorm klein dimensioniert werden. Auch entfallen Kühlungs- und Schmierprobleme für diese Lagerungen
völlig. Jedes Nachlassen der Riemenspai.nung eines Riemens, das im lormalfalle eine Änderung
der auf die Lagerung der WdIe 21 ausgeübten Radial-Kräfte
zur Folge hätte, ist beim erfindungsgemäßen Riementrieb vollkommen unbedeutend. Durch den
auf den Schienen 18 und 19 verfahrbaren Schlitten Il werden derartige Spannungsänderungen in den
Riemen selbsttätig sofort ausgeglichen. Um die Zugrichtung der antreibenden Riemenscheiben 2 und 3
stets konstant zu halten, ist die Schlittenführung derart aufgebaut, daß die Symmetrieachsen der Riemenscheiben
2 und 3 auch bei einem Verschieben des Schlittens 11 stets in der Ebene (E) liegen.
Durch die Anordnung der Einstellstange 12 mit Spiralfeder 22 ist außerdem gewährleistet, daß auch
bei einer geringfügigen Längung der Riemen praktisch stets die gleiche Riemenspannung in den Riemen
wirkt.
Auf Grund der Tatsache, daß di; beiden schmalen Riemen 4 und 5 der Riemenscheibe 2 an einander
gegenüberliegenden Seiten des breiten Riemens 6 der Riemenscheibe 3 laufen, wird außerdem ein die Lagerung
der Welle 21 belastendes Moment auf Grund
4Q eines bei einer Anordnung vo;: nur insgesamt zwei
Riemen auftretenden Kräftepaares vermieden.
Für die Unteransprüche wird nur Schutz im Zusammenhang mit dem Hauptanspruch
begehrt.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (3)
1. Riementrieb mit von Radialkräften möglichst entlasteter Riemenscheibe der getriebenen
Welle einer Hochleistungseinheit, wobei zwei Antriebseinheiten mit Riemenscheiben diametral
zu einer Ebene durch die Achse der getriebenen Scheibe angeordnet und zusätzliche Einrichtungen
zur Verringerung der Radialkräfte vorgesehen xo sind, dadurch gekennzeichnet, daß die
beiden -Antriebseinheiten (7, 8) auf einem Schlitten (11) befestigt sind, der in einer zu der
die Achsen der Antriebseinheiten aufweisenden Ebene parallelen Ebene (E) frei beweglich ist und
der Achsenabstand der beiden Antriebseinheiten (7, 8) in diesel Ebene (E) zwecks Erzeugung der
Riemenspannung automatisch einstellbar ist.
2. Riementrieb nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Mittelpunkt der getriebenen
Welle (21) unterhalb der Ebene (E) der Antriebseinheiten (7, 8) liegt.
3. Riementrieb nach Anspruch I, dadurch gekennzeichnet, daß ein Riemen (6) der einen Antriebseinheit
(8) auf der getriebenen Scheibe (1) zwischen zwei Riemen (4, 5) der anderen Antriebseinheit
(V. läuft.
Family
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