DE1908345C - Elektrophotographisches Aufzeichnungsmaterial - Google Patents

Elektrophotographisches Aufzeichnungsmaterial

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DE1908345C
DE1908345C DE1908345C DE 1908345 C DE1908345 C DE 1908345C DE 1908345 C DE1908345 C DE 1908345C
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acid
diphenylaminophenyl
diphenylaminobenzoic
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English (en)
Inventor
Thomas Benjamin; Contois Lawrence Edward; Fox Charles Junius; Rochester N.Y. Brantly (V.St.A.)
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Eastman Kodak Co
Original Assignee
Eastman Kodak Co
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Description

Die Erfindung betrifft ein elektrophotographisches Aufzeichnungsmaterial, bestehend aus einem Schichtträger und mindestens einer photoleitfähigen Schicht oder einer selbsttragenden photoleitfähigen Schicht mit einem Triarylamin als Photoleiter, einem Pyry-Hum-, Thiapyrylium- oder Selenapyryliumsalz als Sensibilisierungsfarbstoff und gegebenenfalls einem Bindemittel.
Es ist bekannt (USA.-Patentschrift 3 180 730, deutsche Auslegeschrift 1 110 518), zur Herstellung ι ο elektrophotographischer Aufzeichnungsmaterialien als Photoleiter Triarylamine zu verwenden, die gegebenenfalls durch Reste wie Amino-, Acylamino-, Alkyl-, Alkoxy-, Nitro- oder Cyanreste ohne aktives Wasserstoffatom oder Halogenatome substituiert sein können.
Nachteilig daran ist, daß die Empfindlichkeit der damit hergestellten elektrophotographischen Aufzeichnungsmaterialien nicht besonders groß ist.
Aus der USA.-Patentschrift 2 766 233 sind ferner Triphenylaminfarbstoffe bekannt, die mindestens zwei Substituenten der Formel
-CH = C
aufweisen, worin R1 ein Acetyl-, Cyan- oder Carbalkoxyrest ist und R2 die Bedeutung eines Benzyl-, Carbalkoxy-, Acetyl-, Carbamid-, N-Alkylcarbamid-, N,N - Dialkylcarbamid-, N - Hydroxyalkylcarbamid-, Carbochloräthoxy-, Carbohydroxyäthoxy- oder Cyancarbäthoxyrestes hat.
Aufgabe der Erfindung ist es, ein elektrophotographisches Aufzeichnungsmaterial mit einem organischen Photoleiter anzugeben, das besonders empfindlich ist.
Der Gegenstand der Erfindung geht von einem elektrophotographischen Aufzeichnungsmaterial, bestehend aus einem Schichtträger und mindestens einer photoleitfähigen Schicht oder einer selbsttragenden photoleitfähigen Schicht mit einem Triarylamin als Photoleiter, einem Pyrylium-, Thiapyrylium- oder Selenapyryliumsalz als Sensibilisierungsfarbstoff und gegebenenfalls einem Bindemittel aus und ist dadurch gekennzeichnet, daß es einen Photoleiter der Formel
Bireflexverfahren und zeichnen sich durch große Empfindlichkeit aus. So führt beispielsweise die Verwendung der p-Diphenylaminobenzoesäure zu empfindlicheren Aufzeichnungsmaterialien als die Verwendung der p-Diäthylaminobenzoesäure oder der p-N-Methyl-N-phenylaminobenzoesäure.
Ist X in der angegebenen Formel ein Äthinylrest, so kann dieser substituiert sein, d. h. aus einem Hydroxyäthinyl-, Aryläthinyl- oder Alkyläthinylrest bestehen.
Besitzt X in der angegebenen Formel die Bedeutung eines Esterrestes, so läßt sich dieser durch die Formel
Il
— C —OR
wiedergeben, worin R die Bedeutung eines Alkyl- oder Arylrestes besitzt.
Besitzt X in der angegebenen Formel die Bedeutung eines Alkylenhydroxyrestes, so weist dieser vorzugsweise 1 bis 8 Kohlenstoffatome auf.
Besitzt X in der angegebenen Formel die Bedeutung eines Alkylencarboxyrestes, so weist dieser vorzugsweise 2 bis 8 Kohlenstoffatome auf.
Ist X in der angegebenen Formel ein Säurehalogenidrest, so weist dieser die Formel
Il — c —α
Besitzt X in der angegebenen Formel die Bedeutung eines Amidorestes, so läßt sich dieser durch die Formel
— C —N
Ar,
Ar2
N-Ar3-X
55
enthält, worin bedeuten Ar1 und Ar2 gegebenenfalls substituierte Phenylreste. Ar3 einen gegebenenfalls substituierten Phenylen- oder Naphthylcnrcst und X einen Carboxyl-, Hydroxyl-. Äthinyl-, Ester-. Alkylenhydroxy-. CarbonsäureanhydrideAlkylencarboxy-, Säurchalogcnid-, Amido-, Oxim-, Scmicarbazon- oder Arylcncarboxyrest.
Durch die Erfindung wird erreicht, daß iMcktrophotographische Aufzeichnungsmalcrialicn zur Verfügung stehen, die sich positiv und negativ aufladen f>5 lassen. Sie können bei Verwendung transparenter Schichtträger transparent sein und eignen sich dann zur Erzeugung von Bildern nach dem Reflex- oder wiedergeben, worin R die Bedeutung eines Wasserstoffatomes, eines Alkylrestes oder eines Arylrestes besitzt.
Ist X ein Oximrest, so weist dieser vorzugsweise 1 bis 8 Kohlenstoffatome auf. Der Oximrest weist die Formel
-C = NOH
auf, worin R die Bedeutung eines Wasserstoffatomes oder eines Alkylrestes mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen hat.
Besitzt X in der angegebenen Formel die Bedeutung
eines Arylencarboxyrestes. so weist dieser die Formel
auf, worin D und E Phenylreste oder Alkylrcslc mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen sind.
Ar1 und Ar2 können 1 lalogcnphcnyl-. Alkylphcnyl- oder Aminophenylreste sein.
IO
•5
20
Gemäß einer Ausgestaltung der Erfindung enthält das Aufzeichnungsmaterial als Photoleiter
p-Diphenylaminobenzoesäuremethylester,
N ,N - D ipheny !anthranilsäure,
3-p-Diphenylaminophenyl-1 -propanol,
4-Acetyltriphenylaininsemicarbazon,
2,6-Diphenyl-4-(p-diphenylaminophenyl)-
benzoesäureäthylester,
l-(p-Diphenylaminophenyl)-l-hydroxy-3-butin,
4-Hydroxymethyltriphenylamin,
l-(p-Diphenylaminophenyl)-äthanol,
4-H y droxy triphenylamin,
2- H y droxy triphenylamin,
4-Formyltriphenylaminoxim,
4-Acety;triphenylaminoxim,
l-(p-Diphenylaminophenyl>-hexanol,
l-(p-Diphenylaminophenyl)-dodecanol,
p-Diphenylaminobenzoesäureanhydrid,
p-Diphenylaminobenzoesäure-N^-diphenyl-
amid,
p-Diphenylaminobenzoesäure,
p-Diphenylaminobenzoylchlorid,
3-p-Diphenylaminophenylpropionsäure oder
4-Formyltriphenylaminsemicarbazon.
Durch diese Ausgestaltung wird erreicht, daß clektrophotographische Aufzeichnungsmaterialien zur Verfügung stehen, die sich durch eine besonders große Empfindlichkeit auszeichnen.
Im folgenden soll die Herstellung einiger Photoleiter näher beschrieben werden:
A. p-Diphenylaminobenzoesäuremethylester
Eine äthanolische Lösung von 31 g 4-Carboxytriphenylamin wurde mit alkoholischer Kaliumhydroxydlösung neutralisiert. Das Äthanol wurde abgedampft und der Rückstand in einer Lösung von 62 g Methyljodid in 50 ml Dimethylsulfoxyd gelöst. Nach 2 Stunden langem Rühren wurde das Reaktionsprodukt durch Eingießen der Reaktionsmischung in Wasser isoliert. Der Niederschlag wurde in Benzol aufgenommen, gewaschen, getrocknet und das Lösungsmittel verdampft. Die Ausbeute mit einem Schmelzpunkt von 88,5 bis 89,5° C betrug 3 g..
C20H17NO2:
Berechnet ... C 79,17, H 5,66, N 4,62;
gefunden .... C 78,9, H 5,2, N 4,6.
Filtrates und Kristallisation des Rückstandes aus Ligroin wurden 5,0 g 2,6-Diphenyl-4-(p-diphenylaminophenyl)-benzoesäureäthylester mit einem Schmelzpunkt von 64 bis 66° C erhalten.
C39H31NO2:
Berechnet ... C 85,83, H 5,74, N 2,57;
gefunden .... C 85,7, H 6,0, N 2,5.
C. l-(p-Diphenylaminophenyl)-l-hydroxy-3-butin
Zu 10,0 g Zinkstaub wurden 2,5 ml einer Lösung von 27,3 g 4-Formyltriphenylamin und 18,0 g 3-Brompropin in 100 ml trockenem Benzol und 100 ml trockenem Tetrahydrofuran gegeben. Die Reaktion wurde durch Zusatz von Jod in Gang gebracht, und nach Zugabe der gesamten Lösung wurde 2 Stunden lang unter Rückfluß erhitzt. Nach dem Abkühlen wurden 100 ml 10%ige Schwefelsäure zugesetzt. Die benzolische Schicht wurde dann abgetrennt, mehrmals mit Wasser gewaschen und über Magnesiumsulfat getrocknet. Das Benzol wurde abgedampft und der Rückstand in einer Kieselsäuresäule chromatographiert. Die Säule wurde mit Cyclohexan eluiert. Es wurde ein rotes Reaktionsprodukt erhalten. Die Ausbeute betrug nach Verdampfen des Lösungsmittels 18,0 g.
C22H19NO:
Berechnet .
gefunden ..
C 83,98, H 6,28, N 4,47;
C 84,0, H 6,0, N 4,6.
D. 4-Hydroxymethyltriphenylamin
Eine Lösung von 4-Formyltriphenylamin in Dioxan wurde bei 1000C in Gegenwart eines Raneynickel-Katalysators hydriert. Das Lösungsmittel wurde entfernt und der Rückstand aus Acetonitril umkristallisiert. Die Verbindung besaß einen Schmelzpunkt von 93 bis 94° C.
C19HnNO:
Berechnet
gefunden .
C 82,87, H 6,24, N 5,09;
C 82,8. H 6,1, N 5,2.
B. 2,6-Diphenyl-4-(p-diphenylaminophenyl)-benzoesäureäthylester
Eine Lösung von 10,0 g 2,6-Diphenyl-l,4-pyron und 10,0 g Triphenylamin in 50 ml Phosphoroxychlorid wurde 2 Stunden lang auf dem Dampfbad erhitzt und danach filtriert. Der Niederschlag wurde mit Äthyläther gewaschen und in Äthanol gelöst. Das Pyryliumkation wurde als Fluorborat ausgefällt, ablillricrt. mit Äthyläther gewaschen und getrocknet. Ls wurden insgesamt 18 g rohes Pyryliumsalz erhalten. Zu 11.0 g des rohen 2,6-Diphcnyl-4-p-diphenylaminophcnylpyryliumfluorboratcs wurden 2,6 g Acctessigsäurcäthylcsler, 4,48 g Kalium-l-butylat und 85 ml t-Butylalkohol zugegeben und die Lösung 3 Stunden lang auf Rückflußtemperutur erhitzt. Nach dem Abkühlen wurde die Lösung angesäuert und mit (is Benzol extrahiert. Die benzolischc Lösung wurde getrocknet und durch einc\Kolonnc mit neutralem Aluminiumoxyd geschickt. Dui.ii Eindampfen des
E. 1 -(p- Diphenylaminophenyl)-äthanol
56,0 g 4-Acetyltriphenylamin wurden in Äthanol unter einem Druck von 2,80 kg/cm2 in Gegenwart eines Raneynickei-Katalysators hydriert. Nach der Hydrierung wurde die äthanolische Lösung abfiltriert und eingedampft. Es hinterblieb ein hellgelbes Pulver. Durch Umkristallisation aus Methanol wurden 58,0 g Reaktionsprodukt mit einem Schmelzpunkt von 121°C erhalten.
C20H19NO:
Berechnet
eefunden
C 84,93, H 6,63, N 4.84;
C 84,5, H 6,8, N 5.1.
F. 4-Formyltriphenylaminoxim
2,0 g Kaliumacetal und 5,46 g 4-Formyltriphenylamin wurden in 150 ml Äthanol gelöst. Dann wurden 1.30 g 1 lydioxylaminhydroehlorid in 60%igern wäßrigem Äthanol zugegeben, worauf die Lösung über Nacht stehengelassen wurde. Das isolierte Rcaktionsprodukt wurde aus Äthanol umkristallisiert. Der
Schmelzpunkt des Reaktionsproduktes betrug 168 bis 169° C.
C19H16N2O:
Berechnet ... C 79,13, H 5,60, N 9,72; gefunden .... C 79,0, H 5,2, N 9,6.
G. 4-Acetyltriphenylaminoxim
Diese Verbindung wurde hergestellt aus 4-Acetyltriphenylamin in der für 4-Formyltriphenylaminoxim beschriebenen Weise. Das Reaktionsprodukt besaß einen Schmelzpunkt von 140 bis 14FC.
C20H18N2O:
Berechnet ... C 79,43, H 6,01, N 9,26;
gefunden C 79,2, H 6,1, N 9,2.
H. ]-(p-Diphenylaminophenyl)-hex">.nol
122,5 g Triphenylamin wurden in 1 1 Nitrobenzol gelöst und bei Raumtemperatur mit 70,0 g Hexanoylchlorid in Gegenwart von 67 g Zinkchlorid acyliert. Nach 4 Stunden wurde die Reaktionsmischung mit eiskalter, verdünnter Chlorwasserstoffsäure hydrolisiert. Die organische Schicht wurde abgetrennt, mit Wasser gewaschen, getrocknet und destilliert. Das Reaktionsprodukt, p-Hexanoyltriphenylamin, destillierte bei einem Druck von 0,2 mm Hg bei 200 bis 210 C über. Die Ausbeute betrug 88,0 g. Das p-Hexanoyltriphenylamin wurde in Äthanol gelöst und bei einem Druck von 4,20 kg/cm2 3 Stunden lang bei Raumtemperatur in Gegenwart eines Raneynickel-Katalysators hydriert. Nach dem Abdampfen des Lösungsmittels blieb ein dickes öl zurück.
C24H27NO: Berechnet ... C 83,42, H 7,89, N 4,05;
gefunden .... C 83,1, H 7,4, N 4,3.
I. p-Diphenylaminobenzoesäure-^N-diphenylamid
0,15 Mol p-Diphenylaminobenzoylchlorid wurden mit 0,15 Mol Diphenylamin in Toluol erhitzt und über Nacht stehengelassen. Die Lösung wurde dann filtriert und das ausgefallene Reaktionsprodukt mit Äthanol gewaschen.
<?? K. p-Diphenylaminobenzoylchlorid
Zu einer Lösung von 0,15 Mol p-Diphenylaminobenzoesäure in 80 ml trockenem Benzol wurden 0.15 Mol Oxalylchlorid gegeben und die Lösung 1 Stunde lang unter Rückfluß erhitzt. Das Benzol und rückständiges Oxalylchlorid wurden im Vakuum abgezogen und das Reaktionsprodukl aus trockenem Äthyläther umkristallisiert.
L. p-Diphenylaminobenzoesäureanhydrid
p-Diphenylaminobenzoesäure wurde mit Kaliumhydroxyd in das Kaliumsalz übergeführt und letzteres mit p-Diphcnylaminoben/.oylchlorid unter Bildung des .Anhydrides umgesetzt.
M. 4-1 lydroxylriphenylamin
Ai einer Lösung von K)Og p-Melhoxvtriphcnylamin in 500 ml Toluol wurden 48.3 g wasserfreies Aluininiumchlorid zugegeben. Die Temperatur der Lösung wurde während der Zugabe unter 55 ( ('s gehalten. Nach beendeter Zugabe wurde die Lösung mittels eines Dampfbades mehrere Stunden lang erhitzt und danach abgekühlt. Daraufhin wurde die Toluolschicht abdekantiert. Der zurückgebliebene Aluminiumkomplex wurde mit 18%iger wäßriger Chlorwasserstoffsäure hydrolysiert. Es schied sich ein dunkles öl ab, welches isoliert und teilweise in Acetonitril gelöst wurde. Das Acetonitril wurde dann abgedampft, wobei ein öl hinterblieb, das beim Stehenbleiben fest wurde. Das feste Reaktionsprodukt wurde aus Dichlormethan umkristallisiert. Die Ausbeute betrug 73,5 g mit einem Schmelzpunkt von 126 bis 128° C.
C18H15NO:
Berechnet
gefunden .
C 82,77, H 5,80, N 5,36;
C 82,6, H 5,5, N 5,2.
N. 2-Hydroxytriphenylamin
Diphenylamin und 2-Jodoanisol wurden in der von C. F. Wieland (Ber. 43, S. 699 bis 712 [1910]) beschriebenen Weise kondensiert. Das Reaktionsprodukt besaß einen Schmelzpunkt von 103 bis 105° C und bestand aus 2-Methoxytriphenylamin.
Die überführung von 2-Methoxytriphenylamin mit Alumini'jmchlorid in 2-Hydroxytriphetiylamin wurde wie unter M beschrieben durchgeführt. Das 2-Hydroxytriphenylamin besaß einen Schmelzpunkt von 106 bis 108C.
O. 4-Formyltriphenylaminsemicarbazon
Äquimolare Mengen von 4-Formyltriphenylaminsemicarbazidhydrochlorid und Natriuinacetat wurden bei Raumtemperatur in wäßrigäthanolischem Medium miteinander zur Reaktion gebracht. Das Reaktionsprodukt wurde isoliert und aus Alkohol umkristallisiert. Das Reaktionsprodukt besaß einen Schmelzpunkt von 185 bis 187° C.
Der Sensibilisierungsfarbstoff wird in Konzentrationen von 0,0001 bis 30 Gewichtsprozent, vorzugsweise von 0,005 bis 5,0 Gewichtsprozent, bezogen auf das Gewicht der photoleitfähigen Schicht, verwendet.
Als Bindemittel können Styrol-Butadien-Mischpolymerisate. Siliconharze, mit Styrol modifizierte Alkydharze, mit Silicon modifizierte Alkydharze, mit Sojaöl modifizierte Alkydharze, Polyvinylchlorid, Polyvinylidenchlorid, Vinylidenchlorid-Acrylnitril-Mischpolymerisate, Polyvinylacetat, Vinylacetat-Vinylchlorid - M ischpolymerisate Poly viny lacetale, z. 3. Polyvinylbutyral, Polyacrylsäure und Polymethacrylsäureester, z. B. Polymethacry'.säuremethylester, Polymethacrylate - η - butylester oder Polymethacrylsäureisobutylester, Polystyrol, nitriertes Polystyrol, Polymethylstyrol, Polyisobutylen, Polyester, z. B. Polycarbonate oder Terephthalsäure-Äthylenglykol - Bishydroxyäthoxyphenylpropan - Mischpolyester, Phenol-Formaldehyd-Harze, Ketonharze, Polyamide oder Polythiocarbonate verwendet werden.
Vorzugsweise werden als Bindemittel Polymerisate oder Mischpolymerisate aus einem kernsubslituierten V inylhalogenaryl. insbesondere Mischpolymerisate aus Vinylacetat und m-Brombenzocsäurevinylesler oder aus einem I'oly-(äthylena!k'iryloxyalky!enlerephthalat) verwendet.
Weitere geeignete Bindemittel zur Herstellung der phololeitlahigen Schichten sind Paraffin und Mineralwachse.
Zur Herstellung der photolcitfähigcn Schichten können als Lösungsmittel, z. H. Benzo!, Toluol, Aceton. 2-Butanon. chlorierte Kohlenwasserstoffe. /. B.
Beispiel 1
Eine Lösung aus
Tabelle I Photoleiter Empfindlichkeit bei 2,6-Bis-(4-äthoxy-
phenyl)-
positiver Aufladung 4-(4-n-amyloxy-
phenyl)-thia-
für Sensibilisierungsfarbstoff pyryüum-
2,4-Bis-{4-äthoxy- perchlorat
2,6-Diphenyl-4-(p-di- phenyl)-
6-(4-n-ajnyloxy-
phenylaminophenyl)- styrylj-pyrylium-
benzoesäureäthylester fluoborat 200
4-Hydroxymethyl-
triphenylamin 130
160
200
Mctliylcnchlorid oder Äthylenchlorid, Äther, ζ. B. Tetrahydrofuran oder Mischungen dieser Lösungsmittel, angewandt werden.
Als besonders vorteilhaft hat es sich erwiesen, wenn der Photoleitcr 10 bis 60 Gewichtsprozent der phololeitlahigen Schicht ausmacht.
Bei Verwendung eines Schichtträger beträgt die Schichtdicke O,O()25 bis 0,025 cm, vorzugsweise 0.005 bis 0,016 cm, gemessen vor der Trocknung der Schicht.
Das erfindungsgemäße Aufzeichnungsmaterial kann sowohl mit elektromagnetischen Strahlungen als auch mil Korpuskularstrahlungen belichtet werden.
Photoleiter
ίο 4-Hydroxytriphenyl-
amin
Triphenylamin
Empfindlichkeit bei
positiver Aufladung
für Sensibilisierungsfarbstoff
2,4- Bis-(4-äthoxy-
phenyl)-
6-(4-n-amyloxy-
styryl)-pyrylium-
fluoborat
200 123
2,6-Bis-(4-äthoxy-
phenyl)-
4-(4-n-amyloxy-
phenyl)-thia-
pyrylium-
perchlorat
120 103
20
0,5 g Photoleiter,
1,5 g eines Mischpolymerisats aus Vinylacetat und m-Brombenzoesäurevinylester,
0,02 g Sensibilisierungsfarbstoff in
11,7 ml Methylenchlorid
wurde mit der Hand 0,011 cm dick (feucht) auf eine Celluloseacetatfolie, die mit einer leitenden Schicht aus dem Natriumsalz eines Carboxyesterlactons beschichtet worden war, aufgetragen und bei einer Temperatur von 32° C aufbewahrt.
Die erhaltenen elektrophotographischen Aufzeichnungsmaterialien wurden dann mit Hilfe einer positiven oder negativen Corona-Entladungsquelle auf 500 bis 600 Volt aufgeladen und durch einen Stufengraukeil mittels einer 3000°-K-Wolframlichtquelle belichtet. Durch die Belichtung erfolgte eine Verminderung des Oberflächenpotentials der Aufzeichnungsmaterialien unter jeder Stufe des Graukeils vom ursprünglichen Potential V0 zu einem geringeren Potential V. Die Ergebnisse der Messungen wurden in ein Diagramm (Oberflächenpotential V gegen den Logarithmus der Belichtung) eingetragen. Die Empfindlichkeit errechnet sich durch Multiplizieren von 104 (willkürlich gewählte Zahl, um gängige Zahlen zu erhalten) mit dem reziproken Wert der Belichtung in Meter-Candle-Sekunden, die erforderlich ist, um das Potential von 500 bis 600 Volt auf 100 Volt zu vermindern.
A = ohne Sensibilisierungsfarbstoff,
C = 2,4,7-Trinitrofluorenon,
D = Kristallviolett,
E = Rhodamin B.
Die Tabelle 1 zeigt, daß bei Verwendung der erfindungsgemäßen Aufzeichnungsmaterialien ein beträchtlicher Anstieg der Empfindlichkeit gegenüber solchen Aufzeichnungsmaterialien erzielt wird, die als Photoleiter Triphenylamin enthalten.
Beispiel 2 Eine Lösung aus
1,0 g p-Diphenylaminobenzoesäure, 1,0 g eines Mischpolymerisates aus Vinylacetat und Meta-brombenzoesäurevinylester,
0,02 g 2,4-Bis-(4-äthoxyphenyl)-6-(4-n-amyl-
oxystyryl)-pyryliumfluoborat in 11,7 ml Methylenchlorid
wurde wie im Beispiel 1 verarbeitet.
Die Empfindlichkeit bei positiver Aufladung betrug 250. Wurde der organische Photoleiter durch Triphenylamin ersetzt, betrug die Empfindlichkeit 71.
Beispiel 3 Eine Lösung aus
0,15 g p-Diphenylaminobenzoesäure,
0,50 g eines Polyesters aus Terephthalsäure und einer Mischung von 1 Gewichtsteil Äthylenglykol und 9 Gewichtsteilen 2,2-ßis-[4-(/ttiydroxyäthoxy)-phenyij-propati,
0,002 g Sensibilisierungsfarbstoff in 5,0 ml Dichloromethan
wurde wie im Beispiel 1 verarbeitet. Tabelle II
Sensibilisierungsfarbstoff
Keiner
2,4,7-Trinitrofluorenon
Kristallviolett
Rhodamin B
Empfindlichkeit bei positiver Aufladung
5 0 8
Tabelle II zeigt, daß die Empfindlichkeiten sehr gering sind, wenn als Sensibilisierungsfarbstoffe nicht Pyrylium-, Thiapyrylium- oder Selenapyryliumfarbstoffe verwendet werden.
Beispiel4
Wie im Beispiel 1 wurden zwei AüfTeichnungsmaterialien hergestellt, die den aus Beispiel 6 der deutschen Auslegeschrift 1 110 518 bekannten Pho-
209637/351
tolejter 4-Acetamino-triphenylamin und als Sensibilisierungsfarbstoff 2.4 - Bis - (4 - äihoxyphenyl)-6-(4-n-amyloxystyryl)-pyryliumfiuoborat bzw. 2.6-Bis-(4-äthoxyphenyl)-4-(4-n-amyioxyphenyll-thiapyrv liumperchlorat enthielten. ;"
Gleichzeitig wurde zur Herstellung eines weiteren Aufzeichnungsmaterials das Beispiel 6 der deutschen Auslegeschrift 1 110 518 nachgearbeitet, wobei entsprechend den dortigen Angaben als Photoleiter 4-Acetamino-triphenylamin, als Bindemittel ein Polyesterharz, als Sensibilisator Säureviolett 6 BN (Schulz, »Farbstofftabellen«, 7. Auflage, 1. Band, 1931, Nr. 831) und als Lösungsmittel Glykolmononiethyläther verwendet wurden.
Alle drei Aufzeichnungsmaterialien wurden wie im Beispiel 1 angegeben auf ihre Empfindlichkeit getestet. Dabei zeigte sich, daß keines der Aufzeichnungsmaterialien auf ein Oberflächenpotential von 500 bis 600 Volt aufgeladen werden konnte. Das das 2,4 - Bis - (4 - äthoxyphenyl) - 6 - (4 - η - amyloxystyryl)-pyryliumfluoborat enthaltende Aufzeichnungsmaterial ließ sich nur auf 40 Volt und das das 2,6-Bis-(4-äthoxyphenyl)-4-(4-n-amyloxyphenyl)-thiapyryliumper- chlorat enthaltende Aufzeichnungsmaterial ließ sich nur auf 20 Volt aufladen, so daß bei diesen beiden Aufzeichnungsmaterialien der Empfindlichkeitswert bei 100 Volt nicht meßbar war. Das dritte Aufzeichnungsmaterial ließ sich auf 280VoIt aufladen und wies bei 100 Volt eine Empfindlichkeit von 110 auf.
Diese Ergebnisse zeigen, daß die erfindungsgemäßen Aufzeichnungsmaterialien den aus der deutschen Auslegeschrift 1 110 518 bekannten Aufzeichnungsmaterialien deutlich überlegen sind.

Claims (2)

Patentansprüche: 35
1. Elektrophotographisches Aufzeichnungsmaterial, bestehend aus einem Schichtträger und mindestens einer photoleitfähigen Schicht oder einer selbsttragenden photoleitfähigen Schicht mit einem Triarylamin als Photoleiter, einem Pyrylium-, Thiapyrylium- oder Selenapyryliumsalz als Sensibilisierungsfarbstoff und gegebenenfalls einem Bin-
dcmittel, dadurch g e k e η η ζ e daß es einen Photoleiter der Formel·
c h η e t,
Ar,
Ar7
N —Ar, X
enthält, worin bedeuten Ar1 und Ar2 gegebenenfalls substituierte Phenylreste, Ar3 einen gegebenenfalls substituierten Phenylen- oder Naphthylenrest und X einen Carboxyl-, Hydroxyl-, Äthinyl-, Ester-, Alkylenhydroxy-, Carbonsäureanhydrid-, Alkylencarboxy-, Säurehalogenid-, Amido-, Oxim-. Semicarha7on- oder Arylenearboxyrest.
2. Elektrophotographisches Aufzeichnungsmaterial nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet daß es als Photoleiter:
p-Diphenylaminobenzoesäuremethylester, N,N-Diphenylanthranilsäure, 4-Formyltriphenylaminsemicarbazon, 4-Acetyltriphenylaminsemicarbazor!.
2,6-Diphenyl-4-(p-diphenylaminophenyl)-
benzoesäureäthylester,
1 -(p-Diphenylaminophenyl)-1 -hydroxy-3-butin,
4-Hydroxymethyltriphenylamin, l-(p-Diphenylaminophenyl)-äthanol, 3-p-Diphenylaminophenylpropionsäure, 3-p-Diphenylaminophenyl-l-propanol, 4-Hydroxytriphenylamin,
2-Hydroxytriphenylamin,
4-Formyltriphenylaminoxim, 4- AcetylU iphenylaminoxim, l-(p-Diphenylaminophenyl)-hexanol, l-(p-Diphenylaminophenyl)-dodecanol. p-Diphenylaminobenzoesäureanhydrid, p-Diphenylaminobenzoesäure-
N,N-diphenylamid,
p-Diphenylaminobenzoesäure oder p-Diphenylaminobenzoylchlorid
enthält

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