DE1906233B2 - Anordnung zum loesbaren verbinden von wenigstens zwei plattenfoermigen bauteilen - Google Patents

Anordnung zum loesbaren verbinden von wenigstens zwei plattenfoermigen bauteilen

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DE1906233B2
DE1906233B2 DE19691906233 DE1906233A DE1906233B2 DE 1906233 B2 DE1906233 B2 DE 1906233B2 DE 19691906233 DE19691906233 DE 19691906233 DE 1906233 A DE1906233 A DE 1906233A DE 1906233 B2 DE1906233 B2 DE 1906233B2
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Benedikt Zürich Rohner (Schweiz)
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Spichtig & Co., Steinen (Schweiz)
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Description

Die Erfindung bezieht sich auf eine Anordnung zum lösbaren Verbinden von wenigstens zwei zusammenstoßenden plattenförmigen Bauteilen, insbesondere für Schubladengehause, mit Steckeinheiten, welche jeweils aus einer gegen die Stirnflächen der zu verbindenden Bauteile anstoßenden und deren Trennlinie übergreifenden Frontplatte und aus von der Frontplatte abstehenden, einstückig angeformten Lappen bestehen, wobei jedem Bauteil zur Verbindung eine Ausnehmung und ein in die Ausnehmung passendes und in ihr gehaltenes Einsteckteil zugeordnet sind.
Drucksachen und andere Papiere oder Kleingegenstände aller Art, z. B. Büroutensilien, werden vielfach in Ordnerkästen aufbewahrt, die horizontal und/oder senkrecht zusammengebau·. sind und eine oder mehrere Schubladen aufnehmen können. Solche stapelbaren Ordnerkästen weisen entweder Stifte auf, die in entsprechende Löcher benachbarter Gehäuse des Stapels eingreifen, oder sind durch Führungsteile oder auf andere Weise miteinander verbindbar. Aufgrund der Form und Montage ihrer Einzelteile lassen die aus den bekannten Ordnerkästen testehenden Systeme hinsichtlich ihrer Vielseitigkeit und insbesondere der Anpassung an die örtlichen Verhältnisse noch zu wünschen übrig.
Bei einer aus der GBPS I 138 (1898) bekannten Verbindungsanordnung der eingangs genannten Art sind die Einsteckteile die zu verbindenden Bauteile selbst, nämlich kreuzweise zusammenstoßende Regalplatten od. dgl., die in die Ausnehmungen einer kreuzförmigen, an den vier Schenkeln U-förmigen metallischen Steckeinheit passen. Zur Befestigung der Steckeinheit sind Schrauben erforderlich, die sowohl die Montage als auch die Demontage erschweren. Es wäre zwar möelich. bei entsprechender Materialwahl und Dimensionierung der Schenkel der Steckeinheit diese mit Klemmsitz auf die zu verbindenden Bauteile zu pressen; aber abgesehen davon, daß die über die Bauteile überstehenden Steckeinheiten im Falle von 5 Ordnerkästen deren Stapelbarkeit und gegebenenfalls auch das Einsetzen von Schubladen erschweren wurden, könnten die Steckeinheiten im bekannten Fall durch Klemmsitz nicht ein gegenseitiges Verschieben der Bauteile infolge äußerer Kräfte zuverlässig verhindern.
ίο Den gleichen Nachteil hat eine aus der DT-PS 7 10 889 bekannte Verbindungsanordnung, bei der zwei, drei oder vier Bauteile in Form von Glasplatten fluchtend oder kreuzweise mittels entsprechender Einfach- oder Mehrfachklemmen ohne Schrauben od. dgl. zusammengehalten werden sollen. Auch diese Klemmen übergreifen die zu verbindenden Bauteile und sind außerdem relativ aufwendig, weil die die Glasplat ten umschließenden Lappen jeweils auf einen von ihnen getrennten Verbindungssteg aufgesetzt werden müssen.
ίο der einen Teil der Steckeinheit bildet.
Aufgabe der Erfindung ist, eine Anordnung zum Verbinden von Bauteilen der eingangs genannten bekannten Art dahingehend zu verbessern, daß unter Einsatz der Verbindungsanordnung gebildete Verbindüngen einfacher montierbar und lösbar sind und die sich ergebende Verbindung trotzdem gut gesichert ist gegen die Gefahr unbeabsichtigten Lösens der Bauteile durch äußere Krafteinwirkung. Die Erfindung löst diese Aufgabe durch die kennzeichnenden Merkmale des
Anspruchs 1.
Da die zu verbindenden Bauteile durch die in ihre jeweiligen Taschen eingreifenden Lappen der Steckeinheit nach Art einer Klammer zusammengehalten werden, können sie sich auch bei erheblichen äußeren Kräften in der Ebene ihrer Stirnfläche nicht verschieben. Dadurch, daß die Lappen η eine rundum geschlossene Tasche eingreifen, ist r.uch der Formschluß fester und sicherer als es bei Übergreifen der Bauteile durch die Lappen möglich wäre. Da dank dieses festen Sitzes keine Schrauben, Stifte od. dgl. erforderlich sind, kann die Steckeinheit leicht montiert und auch relativ einfach entfernt werden, was den wesentlichen Vorteil hat, daß aus den Bauteilen bestehende Ordnerkästen, Möbel oder sonstige Gegenstände nicht nur mühelos montierbar, sondern ebenso einfach erweitert, abgewandelt oder anderweitig geänderten Bedürfnissen angepaßt werden können. Trotz Herstellung der Einzelteile in Form von wenigen Grundelemcnten in der Großserienfertigung besteht also die Möglichkeit einer vielseitigen individuellen Gestaltung der Gegenstände.
Eine besonders zweckmäßige Möglichkeit zum einfachen Lösen der Steckeinheit aus den Taschen der Bauteile bietet die Ausgestaltung der Erfindung gemäß Anspruch 2. Die Steckeinheit kann durch Hebelwirkung mittels eines in die gesonderte öffnung, die z. B. von der Seitenwand des Bauteiles in die Tasche reicht, eingeführten Schraubenziehers od. dgl., herausgedrückt werden.
Die Weiterbildung der Erfindung gemäß Anspruch 3 fördert den durch die Steckeinheit bewirkten gegenseitigen Halt der Bauteile zusätzlich dadurch, daß auch in der zur Stirnflächenebene senkrechten Richtung, also in Richtung der Lappen keine ungewollte Relativbewegung der Bauteile möglich ist.
Ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt. Es zeigt
F i g. 1 eine selbsttragende Anordnung zur Aufnahme von Einschüben,
Fig.2 in vcrgröBertem Maßstab, Grundplatte jnd Seitenteile der Anordnung,
Fig.3 in nochmals vergrößertem Maßstab, die erforderlichen Steckeinheiten.
Die in F i g. 1 dargestellte, vorzugsweise aus Kunststoff gebildete Anordnung zur Aufiahme von Einschüben, wird aus den aus Fig.2 und 3 ersichtlichen Bauteilen (Grundplatte 1, Seitenteile 2) und St?ckeinheiten 14 bis 19 gebildet Die Grundplatte 1 weist an ihrer Oberseäe Ausnehmungen 3, im Bereich ihrer Ecken stirnseitig geöffnete Taschen 9 und auf der Unterseite, im Bereich der Ausnehmungen 3, angeordnete Versteifungsrippen f 1 auf. Die Seitenteile 2 weisen mindestens eine als Nut 4 ausgebildete Führung für einen Einschub, z. B. Schublade 13, auf. An ihrer Längs-Schmalseite sind Nocken 5 und Aussparungen 6 und im Bereich ihrer Ecken stirnseitig geöffnete Taschen 9 vorhanden. Ferner sind Versteifungsrippen 1? im Bereich der Nocken 5 und Aussparungen 6 angeordnet. Die Seitenteile 2 stellen vorfabrizierte Laufleisien /ur Aufnahme von Einschüben, z. ß. Schubladen 13 oder Tablaren dar, und werden durch die erwähnten Nocken 5, die in die Ausnehmungen 3 der Grundplatte 1 eingreifen, im rechten Winkel /ur Grundplatte ! gehalten.
Mit ihren Längs-Schmalseiten senkrecht übei c;n,in- der angeordnete Seitenteile 2 werden durch die erwähnten, vorzugsweise zentralsymmetrisch angeordneten Nocken 5 und Aussparungen 6 umeinander verbunden, wodurch eir^ Verschiebung in horizontaler Richtung verunmöglicht wird. Dank der zentralsymme trischen Anordnung der Nocken 5 und 6 ist nur eine einzige Ausführungsform der Seitenteile 2'erforderlich. was bei der Herstellung von Artikeln aus Kunststoff, wo mit verhältnismäßig hohen Werkzeugkosten gerechnet werden muß und bei der Lagerhaltung wichtig ist. Die Nocken 5 und Aussparungen 6 sind so angeordnet, daß bei den vorzugsweise im Spritzverfahren hergestellten Seitenteilen 2 kein zusätzlicher Arbeitsgang notwendig wird.
Die für die in Fig. 1 dargestellte selbsttragende Konstruktion erforderliche Stabilität der Anordnung wird dadurch erreicht, daß die Grundplatten 1, die ah Bodenplatte, Zwischenboden oder als Deckplatte verwendet werden können, und Seitenteile 2 zusätzlich durch die Steckeinheiten 14 bis 19 formschlüssig verbunden werden.
Diese Steckeinheiten 14 bis 19 sind in F i g. 3 in vergrößertem Maßstab dargestellt und bestehen aus Frontteilen 7, an weichen, je nach Anzahl der zu verbindenden Bauteile, zwei bis sechs in die Taschen 9 der Bauteile eingreifende Lappen 8 rechtwinklig abstrebend angeordnet sind.
S Die Grundplatte 1 wird mit den rechtwinklig zu ihr angeordneten Seitenteilen 2 durch Winkelsteckeinheiten 14 verbunden. Zwei mit ihren Längs-Schmalseiten übereinander angeordnete Seitenteile 2 sind durch Steckeinheiten 15 verbunden. Sofern die Grundplatte 1
ίο als Zwischenboden verwendet wird, werden Steckein heiten 16 benötigt. Auf diese Weise lassen sich beliebig viele Einheiten übereinander anordnen.
Es besteht aber auch die Möglichkeit, Einheiten nebeneinander anzuordnen und miteinander zu verbin-
:5 den, in welchem Falle wie aus Fig. 1 hervorgeht — zwei, rückseitig aneinander anliegende, im rechten Winkel zu zwei Grundplatten 1 angeordneten Seitenteile 2 mit Steckeinheiten 17,18 und 19 verbunden werden. Die Steckeinheiten 17, 18 und 19 treten in diesem Falle an Stelle der Steckeinhc.cn 14, 15 und 16. Wie aus vorstehenden Ausführungen und der Anzahl Lappen 8 hervorgeht, sind die Steckeinheiten 14 und 15 zur Verbindung mit zwei Elementen, die Steckeinheit 16 zur Verbindung mit 3 Elementen, die Steckeinheiten 17 und 18 zur Verbindung mit vier Elementen und die Steckeinheit 19 zur Verbindung mit 6 Elementen bestimmt.
Sollte eine Anordnung aus irgendwelchen Gründen wieder in Einzelteile zerlegt werden müssen, geschieht dies z. B. unter Verwendung eines Schraubenziehers, der in die in den Bauteilen im Bereich der entsprechenden Tasche 9 vorhandene seitliche Öffnung IO gesteckt und um 90° gedreht wird, wodurch der zur Hälfte in die Öffnung 10 ragende Lappen 8 der Steckeinheit 14 bis 19 herausgedrückt wird. Die Steckeinheit kann dann leicht entfernt werden.
Die Anwendung der Erfindung ist nicht auf das dargestellte Ausführungsbeispiel beschränkt.
In einer Anordnung können z. B. verschieden breite Grundplatten 1 verwendet werden. Eine Ordnungseinheit kann aber auch in ein Möbel. / B. Büroschrank, eingebaut werden, in welchem Falle die Anordnung nicht selbsttragend sein muß. In diesem Falle könnte auf Grundplatten 1 ganz oder teilweise verzichtet werden.
Die Anordnung könnte auch hängend in ein Möbel eingebaut werden.
!"einer besteht die Möglichkeit, ganze Möbel nach dem beschriebenen System zu bauen.
Hierzu 3 Blatt Zeichnungen

Claims (3)

Patentansprüche:
1. Anordnung zum lösbaren Verbinden von wenigstens zwei zusammenstoßenden plattenförmigen Bauteilen, insbesondere für Schubladengehäuse, mit Steckeinheiten, welche jeweils aus einer gegen die Stirnfläche der zu verbindenden Bauteile anstoßenden und deren Trennlinie übergreifenden Frontplatte und aus von der Frontplatte abstehenden, einstückig angeformten Lappen bestehen, wobei jedem Bauteil zur Verbindung eine Ausnehmung und ein in die Ausnehmung passendes und in ihr gehaltenes Einsteckteil zugeordnet sind, dadurch gekennzeichnet, daß die Ausnehmung sich jeweils in dem Bauteil (1, 2) und das Einsteckteil als Lappen (8) an der Steckeinheit (14 bis 19) befindet, daß die Ausnehmung als nur stirnseitig offene Tasche (9) ausgebildet ist, und daß der Lappen (8) nur durch Formschluß in der Tasche (9) gehalten ist.
2. Anordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß mindestens eines der Bauteile (1, 2) eine öffnung (10) aufweist, die im verbundenen Zustand der Teile das Ende des eingesteckten Lappens (8) in der Tasche (9) freilegt.
3. Anordnung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Bauteile (1, 2) an ihren Stoßflächen ineinanderpassende Nocken (5) und Ausnehmungen (6) aufweisen.
DE19691906233 1968-03-29 1969-02-07 Anordnung zum lösbaren Verbinden von wenigstens zwei plattenförmigen Bauteilen Expired DE1906233C3 (de)

Applications Claiming Priority (2)

Application Number Priority Date Filing Date Title
CH476768A CH474235A (de) 1968-03-29 1968-03-29 Vorrichtung zur Aufnahme von Einschüben, insbesondere Schubladen
CH476768 1968-03-29

Publications (3)

Publication Number Publication Date
DE1906233A1 DE1906233A1 (de) 1970-07-30
DE1906233B2 true DE1906233B2 (de) 1976-11-18
DE1906233C3 DE1906233C3 (de) 1977-06-30

Family

ID=

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
WO1998029666A1 (en) * 1996-12-30 1998-07-09 Jukka Kalevi Pohjola Joint clip

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
WO1998029666A1 (en) * 1996-12-30 1998-07-09 Jukka Kalevi Pohjola Joint clip

Also Published As

Publication number Publication date
DE1906233A1 (de) 1970-07-30
NL150324B (nl) 1976-08-16
NO128746B (de) 1974-01-07
SE367681B (de) 1974-06-04
AT284374B (de) 1970-09-10
CH474235A (de) 1969-06-30
GB1268661A (en) 1972-03-29
NL6904698A (de) 1969-10-01
DK140184C (de) 1979-11-26
DE6810787U (de) 1969-04-17
BE730699A (de) 1969-09-01
DK140184B (da) 1979-07-02
FR2005001A1 (de) 1969-12-05

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Legal Events

Date Code Title Description
C3 Grant after two publication steps (3rd publication)
E77 Valid patent as to the heymanns-index 1977