DE1906201B2 - Elektrische Belichtungsanzeigevorrichtung - Google Patents
Elektrische BelichtungsanzeigevorrichtungInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine elektrische Belichtungsanzeigevorrichtung
der im Oberbegriff des Patentanspruchs I angegebenen Art.
Herkömmliche Nachführzeiger-Belichtungsmesser,
welche z.B. an einer Kamera angebracht sind, herkömmliche gesonderte Belichtungsmesser weisen
einen hochempfindlichen Strommesser auf. welcher bei auf ihn ausgeübten mechanischen Stößen infolge seiner
Hochempfindlichkeit leicht beschädigt wird. Wenn ein
zu fotografierendes Objekt so dunkel ist. daß es einen Lichtwert der Größenordnung 3 besitzt, so ist es
schwierig, den Zeiger des Strommessers im Sucher oder auf einer mit einer Skaleneintcilung versehenen
Platte zu sehen, so daß die Bclichtungsablesung stark von der richtigen Belichtung abweichen kann.
Zur Vermeidung dieser Nachteile ist als Belichtungsanzeigevorrichtung bereits ein instrumentloscr Fotometer mit in einem Brückenzweig angeordnetem lichtelektrischem Wandler vorgeschlagen worden (DT-PS
447 296), bei welchem die Ausgangsspannung der Brücke das Aufleuchten von drei Signallampen steuert.
Für diesen Zweck liegt die Brückenspannung an der Basis von zwei parallelgeschalteten komplementären
Transistoren, deren Basis und Emitter parallel geschaltet sind und die wechselweise jeweils einen weiteren
Transistor bzw. Gleichstromverstärker ansteuern. Eine
der drei in Serie an einer Spannungsquelle hegenden
Signallampen, die die Sollspannung bzw. die opt.male
Belichtung anzeigt, weist einen größeren Widerstand als die Kaltwiderstände der beiden anderen Lampen
auf. die im Ustkreis je eines der weiteren Transistoren bzw Gleichstromverstärker liegen und jeweils Unter-
,o bzw'. Überspannung, d. h. Unter- b/w. Uberbel.chtung
anzeigen. Je nachdem, in welcher Richtung 4ie Brücke
verstimmt ist. Hießt ein Kollektorstrom durch den einen oder anderen dei<
beiden komplementären Transistoren und es leuchtet die eine oder andere der beiden
,s anderen Signallampen auf. Bei Abgleich der Brücke,
d. h. bei optimaler Belichtung, leuchtet nur die die Sollspannung anzeigende Lampe auf.
Bei einer Belichtungsanzeigevornchtung in einer Kamera kommt es auf Grund der fortschreitenden Mima-
turisierung im Kamerabau darauf an .irsR diese möglichst
wenig Raum beansprucht. Für eine Miniatunsierun·*
ist aber der Fotometer nach dem älteren Vor schlag wegen der erforderlichen Anzahl von drei Lampen
nicht mehr geeignet.
Ferner ist in der DT-PS I 572 705 ein elektrischer Belichtungsmesser für eine fotografische Kamera mit
zwei Leuchtanzeigeelementen vorgeschlagen. Hierbei ist ein Differenzverstärker vorgesehen, dessen b.\de
Ausgänge unmittelbar an die beiden Leuchtan/.eigeele-
mente angeschaltet sind, so daß sich bereits geringfügige
Abweichungen im Abgleich der Brückenschaltung
auswirken. . .
Aufgabe der Erfindung ist es daher, eine elektrische
Belichtungsanzeigevorrichtung gemäß dem Oberbe-
griff des Anspruchs 1 zu schaffen, bei welcher mit weniger
als drei Lampen eine nicht weniger genaue Belichtungsanzeige
erreicht wird, indem bei optimaler Belichtung die Lampen gemeinsam leuchten und bei Unterb/w.
ÜberbelHitung die eine b/w. die andere leuchtet.
Diese Aufgabe ist bei einer elektrischen Belichtungsanzeigevorrichtung gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs
I durch die Merkmale im kennzeichnenden Teil dieses Anspruchs I gelöst.
Die Verwendung einer Differcnzvcrstärkerschaluing
an Stelle von zwei parallelgeschalteten komplementären Transistoren und die Verwendung von zwei an die
Ausgänge dieser Verstärkerschaltung angeschlossenen Gleichstromverstärker!!, die im Lastkreis jeweils nur
eine Signallampe haben, ermöglicht es, mit nur zwei an oder >o Stelle von drei Signallampen, wie bei dem älteren Vorschlag,
auszukommen. Da bei Unter- bzw. Überbelichtung die eine oder die andere Signallampe und bei optimaler
Belichtung beide Signallampen gleichzeitig leuchten, wird stets eine eindeutige Belichtungsanzeige
erzielt.
Bei einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung sind bei der Belichtungsanzeigevorrichtung, deren beide
Signallampen in unterschiedlichen Farben leuchten, bei optimaler Belichtung die Farben der beiden Signal-
lampen durch eine Überlagerungseinrichtung so einander überlagert, daß die hierdurch erzeugte Farbe von
den Farben der beiden Signallampen verschieden ist. Dadurch kann der Anzeigebereich der Lampen im Sucher einer Kamera besonders klein gehalten werden,
und die Unterscheidung von Unter-, Über- und optimaler Belichtung ist weiter erleichtert.
Nachfolgend wird die Erfindung an Hand einer bevorzugten Ausführungsform unter Bezugnahme auf die
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F i g. 1 eine Schaltung einer Ausführungsform der
Erfindung,
F i g. 2 den Verlauf der Ausgangsspannungen an den Ausgängen des Differenzverstärkers in Abhängigkeit
von der durch den lichtelektrischen Wandler beeinflußten Eingangsspannung des Differenzverstärkers und
Fig.3 eine Ausführungsform des Anzeigeteils der
Belichtungsanzeigevorrichtung nach der Erfindung.
Wie aus F i g. 1 ersichtlich, ist ein veränderlicher Widerstand R\ mit einem Mechanismus zum Einstellen
der Belichtungszeit und einer Filmempfindliehkeiiseinstellscheibe einer Kamera gekuppelt. Der veränderliche Widerstand ist mit einem lichtelektrischen Wandler
in Form einer CdS-Fotozelle in Reihe geschaltet, welehe bei einer einäugigen Spiegelreflexkamera rückwärts von einem Dove-Prisma angeordnet sein kann,
so daß die Belichtungsmessung durch das Objektiv erfolgt. Ein weiterer veränderlicher Widerstand R2 ist
mit einem ßiendeneinstellmechanismus der Kamera ge- kuppelt und elektrisch in Reihe mit einem Festwiderstand
/4 geschaltet, so daß eine Brücke mit vier Zweigen geschaffen ist, welche den fotoelektrischen Wandler
CdS, die veränderlichen Widerstände R\ und Rl
sowie den Festwiderstand /4 aufweist. Transistoren Π und 72, insbesondere npn-Transistoren, sind jeweils an
Kollektorwiderstände rl und rl und an einen gemeinsamen Emitterwiderstand r3 angeschlossen, wodurch
ein Differenzverstärker gebildet wird. Die Basiselektrode de Transistors ist an einen Eingang A /wischen y
dem fotoelektrischen Wandler CdS und dem veränderlichen Widerstand /?1 über Dioden Dl und Dl angeschlossen.
Die Basiselektrode des Transistors 72 ist an einen Eingang D zwischen dem Schleifkontakt des veränderlichen
Widerstands Rl und dem Festwiderstand /4 angeschlossen. Wie aus F i g. 1 ersichtlich, sind die
Dioden DI und Dl parallel geschaltet, so daß. selbst
wenn das Potential am Eingang A. d. h. die Eingangsspannung, außerordentlich stark zunimmt oder abnimmt,
der normale Betrieb des Differenzverstärkers durch Ausnützung des Sperrstroms durch die Dioden
Dl und Dl aufrechterhalten werden kann.
Am Ausgang B des Transistors 7Ί ist über einen
Festwiderstand r5 ein Gleichstromverstärker mit Transistoren
75 und 76. insbesondere npn-Transistoren. an as
geschlossen. An den Gleichstromverstärker ist als Last eine Signaiiampc 12 angeschlossen. Ein weiterer
Gleichstromverstärker mit Transistoren 73 und 74. insbesondere npn-Transistorcn, ist über einen Widerstand
/6 an den Ausgang Cues Transistors 72 angeschlossen.
Ferner sind in der Schaltung g:cmäß 1-" i g. I eine Batterie
Bat un'l ein Stromvcrsorgungsschalter .VlV vorgesehen.
In F i g. 2 sind die Kurven für die Beziehungen der Potentiale an dew Eingängen A. D und den Ausgängen
ß. C dargestellt. Die Potentiale an den Ausgängen ß und Csind über der Ordinate aufgetragen, während das
Potential am Einging Λ über der Abszisse aufgetragen
ist. Die ausgezogene Kurve gibt das Potential am Ausgang B wieder, während die gestrichelte Linie das Po- <>o
lential am Ausgang C wiedergibt. Die strichpunktierte Linie gibt das Potential an, bei welchem beide Signal
lampen Ll und L2 aufleuchten. Wie aus F i g. 2 ersieht
lieh, steigt das Potential am Ausgang S sehr rasch an,
während das Potential am Ausgang C rasch abfällt. &5
wenn das Potential am Eingang A sich dem Potential am Eingang D nähen.
änderlichen Widerstünde R\ und Ri auf entsprechende
Werte die BrQckenscisaUung aus den veränderlichen
Widerstünden R\ und Ri, dem Festwiderstand /4 und dem lichtelektrisehen Wandler CdS abgeglichen ist,
sind die Potentiale an den Ausgängen B und C infolge
der Schalikreiskomponenten höher als das Potential, bei welchem beide Signallampen LX und L2 schon
leuchten. Dartiber hinaus ist die Brücke so ausgelegt, daß wenn die Brücke nur geringfügig unabgeglichen ist,
die Signallampen Ll und L2 weiter leuchten. Dieser Zustand ist in F i g. 2 in dem schraffierten Dreieck 5
angegeben.
Wenn sich die auf den lichtelektrisehen Wandler CdS einwirkende Lichtintensität ändert, z. B. abnimmt, so
daß der Widerstand des Wandlers herabgesetzt wird, kommt die Brückenschaltung in einen unabgeglichenen
Zustand, so daß der in die Basiselektrode fließende Strom des Transistors 71 und sein Kollektorstrom beide zunehmen. Demzufolge wird das Potential an der
Kollektorelektrode, d. h. das Potential an der Verbindungsstelle B herabgesetzt, so dall die Signallampe L2
erlischt. Da andererseits der durch den Emitterwiderstand r3 fließende Strom zunimmt, wird die an dem
Transistor 72 anlegende Vorspieglung kleiner, so daß
der Basisstrom kleiner wird, weshalb Jurch seinen Kollektor kein Strom fließt. Demzufolge nimmt das Kollektorpotential,
d. h. das Potential am Ausgang C. zu. Aus d'.esem Grund bleiben beide Transistoren 73 und
74 leitend, so daß die Signallampe Ll weiterleuchtet. Wenn andererseits die auf den lichtelekirischen Wandler
CdS einwirkende Lichtintensität so herabgesetzt wird, daß der Widerstand des Wandlers zunimmt, so
stellt sich ein unabgeglichener Zustand der Brückenschaltung ein, welcher umgekehrt zu dem im vorbesehriebenen
Fall ist. Somit nimmt der Basisstrom des Transistors 72 zu. und sein Kollektorpotential, d. h. das
Potential am Ausgang C, nimmt ab. wodurch die Signallampe LI erlischt und das Kollektorpotential des
Transistors 71, d.h. das Potential am Ausgang B. zunimmt.
Demzufolge bleiben die Transistoren 75 und 75 leitend, so daß die Signallampe Ll weiterU-uchtct. Somit
kann, wenn eine der beiden Signallampen LI oder L2 leuchtet, die optimale Belichtung erreicht werden,
indem die Widerstandswer'.e der veränderlichen
Widerstände Rl und Rl so eingestellt vcrden, daß beide
Signallampen LI und L2 leuchten.
Bei der vorliegenden Ausführungsform leuchten die Signallampen LI und L2 in verschiedenen Farben auf.
und eine von ihnen wird zur Anzeige der Überlichtung und die Anzeige der Unterbelichtung verwendet. Deshalb
wird, wenn eine optimale Belichtung erreicht ist und beide Signallampen, wie oben beschrieben, leuchten,
eine Leuchtfarbe erzielt, welche verschieden von üoricnigcn der Signallampen LI und L2 ist. Die vorliegende
Erfindung ist jedoch hierauf nicht beschränkt. Vielmehr kann irgendeine andere Markier- oder Farbmethodc
verwendet werden, um die optimale Belichtung durch beide Lampen anzuzeigen. Die Lampen
können beispielsweise mit Pfeilen markiert sein.
In '.' i g. i ist eine Ausführungsform zur Anzeige der
optimalen Belichtung durch die Lampen angezeigt. Eine Überlagerungseinrichtung in Form eines halbdurchlässigen Spiegels 1 und Lampen 2 und 3 sind in
der aus F i g. 3 ersichtlichen Weise angeordnet. Wenn der halbdurchlässige Spiegel 1 von einem Punkt P her
betrachtet wird, ist entweder eine leuchtende oder es sind beide leuchtenden Lampen 2 oder/und 3 sichtbar.
Wenn beide Lampen leuchten, werden die Leuchtbilder
beider Lampen durch den halbdurchlässigen Spiegel I überlagert, so daß besonders bei dieser Ausführungsforrn
verschiedene Typen von Lampen verwendet werden sollten, welche in verschiedenen Farben aufleuchten.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (2)
1. Elektrische Belichtungsanzeigevorrichtung mit einem lichtelektrischen Wandler, der in einem
Zweig einer Brückenschaltung angeordnet ist, deren Ausgangsspannung das Aufleuchten von Signallampen steuert, die einen Hinweis für den Abgleich
oder die Richtung eines notwendigen Abgleichs der Brückenschaltung geben und die im Lastkreis von je
einem Gleichstromverstärker liegen, welche von zwei Transistoren angesteuert werden, die an den
Ausgang der Brückenschahung angeschlossen sind, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden
Transistoren (7Ί, 72) in einer Differenzverstärkerschaltung mit zwei Eingängen (A. D) liegen, von denen der eine (A) an eine Verbindungsstelle zwischen
dem lichtelektrischen Wandler (CdS) und einem veränderlichen Widerstand (Al) und der andere (D)
zwischen eimern weiteren veränderlichen Widerstund
(R2) urd einem Festwiderstand (/4) angeschlossen
ist, liaß die symmetrischen Ausgänge (B. C) des Differenzverstärkers mit den Eingängen des
Gleichstromverstärker (73, 74 bzw. 75, 7B) verbunden sind und daß /v>ei Signallampen (Ll bzw.
L2) vorgesehen sind, die durch den leitenden und nichtleitenden Zustand der Gleichstromverstärker
so gesteuert sind, daß sie bei optimaler Belichtung gemeinsam leuchten und daß bei Unter- bzw. Überbelichtung
die eine bzw. die andere leuchtet.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1. bei welcher die
beiden Signallampen in unterschiedlichen Farben leuchten, dadurch gekernzeich-.et. daß bei optimaler
Beleuchtung die Farben der beiden Signallampen (Li. L2) durch eine ÜberiL^erungseinrichtung
(1) so einander überlagert sind, daß die hierdurch erzeugte Farbe von den Farben der beiden Signallampen
verschieden ist.
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