DE190093C - - Google Patents

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DE190093C
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pressure
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bell
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separated
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DE1905190093D
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Classifications

    • GPHYSICS
    • G01MEASURING; TESTING
    • G01LMEASURING FORCE, STRESS, TORQUE, WORK, MECHANICAL POWER, MECHANICAL EFFICIENCY, OR FLUID PRESSURE
    • G01L7/00Measuring the steady or quasi-steady pressure of a fluid or a fluent solid material by mechanical or fluid pressure-sensitive elements
    • G01L7/18Measuring the steady or quasi-steady pressure of a fluid or a fluent solid material by mechanical or fluid pressure-sensitive elements using liquid as the pressure-sensitive medium, e.g. liquid-column gauges
    • G01L7/22Measuring the steady or quasi-steady pressure of a fluid or a fluent solid material by mechanical or fluid pressure-sensitive elements using liquid as the pressure-sensitive medium, e.g. liquid-column gauges involving floats, e.g. floating bells

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  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Measuring Fluid Pressure (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- JV! 190093 -KLASSE 42k. GRUPPE
ISAC von GELDERN in DÜSSELDORF.
zweier beliebigen Gase oder Dämpfe.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 25. August 1905 ab.
Bei den bekannten Flüssigkeitsmanometern, bei denen ein in einer Tragflüssigkeit befindlicher Schwimmkörper den Druck nach außen überträgt, ist der Gasdruck, der auf die Außenflächen des Tauchkörpers wirkt, gleich dem Druck im Aufstellungsraum des Apparates, also meist gleich dem Luftdruck der Atmosphäre, da zur Übertragung der Bewegung des Schwimmers nach außen eine offene Verbindung zwisehen dem den Tauchkörper umgebenden Raum und dem Außenraum vorhanden sein muß. Infolgedessen ■ ermöglichen die bekannten Apparate lediglich das Messen des Ober- oder Unterdruckes gegenüber dem atmosphärischen Luftdruck.
Dieser Nachteil wird durch das den Gegenstand vorliegender Erfindung bildende Flüssigkeitsmanometer zunächst dadurch beseitigt, daß hier die als Sperrmittel dienende Flüssigkeit in drei oder mehr Niveauflächen getrennt ist, welche sich unter der Einwirkung erstens des Luftdruckes außerhalb des Apparates, zweitens und drittens der Gasdrucke, deren Differenz zu messen ist, in drei Niveauhöhen einstellen. Hierdurch wird ermöglicht, die Differenz der beiden Gasdrucke unabhängig vom Luftdruck zu verfolgen, indem die Bewegung des Schwimmers nach außen zum Zeigerwerk oder zur Registriertrommel durch die unter Atmosphärendruck stehende Flüssigkeit übertragen werden kann. Eine Änderung des Luftdruckes hat dabei nur geringen, praktisch zu vernachlässigenden Einfluß auf den Schwimmer, da die Angriffsflächen für die wechselnde Sperrflüssigkeitshöhe lediglich aus den Kanten der dünnwandigen Druckglocke bestehen.
Ferner unterscheidet sich das neue Flüssigkeitsmanometer von bekannten Einrichtungen dieser Art noch dadurch, daß hier das Flüssigkeitsbad nicht gleichzeitig als Trag- und Sperrflüssigkeit Benutzung findet, sondern aus zwei voneinander getrennten Teilen besteht, von denen der eine lediglich als Trag- und Druckfortpflanzungsflüssigkeit dient, während der andere, die Aufgabe eines Sperrmittels erfüllt. Durch diese Abtrennung der Tragflüssigkeit von der Sperrflüssigkeit wird erreicht, daß der in erstere tauchende Schwimmer dem wechselnden Einfluß der Druckdifferenz der letzteren entzogen ist.
Bei der Ausführung des Erfindungsgegenstandes wird der Schwimmer selbst zweckmäßig in eine in die Sperrflüssigkeit tauchende Druckglocke eingebaut, so daß der eine auf die wagerechte ringförmige innere Deckelfläche der Druckglocke unmittelbar wirkende Gasdruck durch die Tragflüssigkeit auch auf die äußere Bodenfläche des Schwimmers übertragen wird,
f2. Auflage, ausgegeben am 3. April ign.J
während der andere Gasdruck auf die gleiche Fläche im entgegengesetzten Sinn unmittelbar einwirkt.
In der beiliegenden Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes in Fig. τ teils in Ansicht, teils im Schnitt zur Darstellung gebracht, während
Fig. 2 das Differentialmanometer in Ansicht zeigt.
ίο Das zylindrische Gefäß α ist durch ein am Boden befestigtes Rohr b in zwei Kammern geteilt, eine innere zylindrische I und eine äußere ringförmige II, welche beide bis zu einer bestimmten Höhe mit einer Sperrflüssigkeit, ζ. Β. Glyzerin, gefüllt werden. Die zylindrische Druckglocke c, in welche der Schwimmer d eingebaut ist, ist so in das Gefäß eingesetzt, daß sich der Schwimmer in der Flüssigkeit der Kammer I befindet, während die dünnwandige Druckglocke c selbst in die Flüssigkeit der Kammer II eintaucht und hierdurch zwei voneinander getrennte Druckräume herstellt, den einen A innen in der Druckglocke, den anderen B außen über der Druckglocke und um dieselbe herum. A und B stehen durch Stutzen e und f und anschließende Rohre mit den Stellen der Gas-, Luft- oder Dampfleitung in Verbindung, deren Druckdifferenz gemessen werden soll, und zwar wird nach A der größere und nach B der kleinere Druck zugeleitet.
Beide Räume müssen luftdicht abgeschlossen sein, was beim Raum A ohne weiteres der Fall ist, da derselbe von Flüssigkeit und der Glockenwandung begrenzt ist. Die Abdichtung des Raumes B gegen die Atmosphäre geschieht durch hydraulischen Verschluß. Zu diesem Zweck ist an dem Deckel g ein Rohr h eingesetzt, welches in den mit Glyzerin gefüllten Raum III eintaucht und hierdurch luftdichten Abschluß bewirkt. Um diesen auch bei der Übertragung der Bewegung der Druckglocke nach außen zu wahren, sind an dem Deckel g zwei Rohre i angebracht, die in die Flüssigkeit der Kammer II eintauchen und durch welche die an der Glocke befestigten Stangen k hindurchtreten. Die Stangen k sind außen durch einen Ring η verbunden, an dem nach oben eine Schreibstange 0, zur Registriertrommel f führend, befestigt ist, während die Stange q nach unten Verbindung zwischen dem Ring η und dem Skalagehäuse r herstellt (Fig. ?).
Die Wirkungsweise des vorbeschriebenen Differentialmanometers ist folgende:
Die Abmessungen des Schwimmers d sind so gewählt, daß er die Druckglocke c mit allen daran befestigten Teilen trägt, also das Gewicht aller bewegten Teile ausgleicht. Wenn in A und B gleiche Drucke sind, befindet sich die Druckglocke c in tiefster Stellung. Tritt im Raum B eine Druckverminderung gegenüber A ein, so wird die Glocke nach oben gedrückt und diese Bewegung durch die Stangen k und den Ring η einmal mittels der Schreibstange 0 fortlaufend auf der durch Uhrwerk bewegten Registriertrommel p aufgeschrieben und ferner mittels der Stange q und einer Zahnstange oder eines Zahnsegmentes, wie die Fig. 2 zeigt, auf die Skala übertragen und dort in jedem Augenblick angezeigt.
Da, wie bereits erwähnt, das Flüssigkeitsbad durch das Rohr b in zwei Teile getrennt wird, von denen derjenige der Kammer I als Trag- und Fortpflanzungsflüssigkeit dient, während derjenige der Kammer II die Aufgabe des Sperrmittels erfüllt, so wird die Einwirkung der infolge des Druckunterschiedes innerhalb der Wandung von c sinkenden Sperrflüssigkeit auf den Schwimmer ausgeschaltet.
Da der Raum B durch den hydraulischen Verschluß des Deckels g gegen den Atmosphärendruck dicht abgeschlossen ist und die Rohre i, durch welche die Stangen h hindurchtreten, in die Sperrflüssigkeit eintauchen, stellt letztere sich in drei verschiedenen Niveauhöhen α, β und γ ein. Beim Steigen des Atmosphärendruckes werden also die Flüssigkeitsspiegel γ sinken, während α und β entsprechend steigen. Der um die Erhebung von α und β erhöhte Bodendruck kann jedoch nicht auf die ganze Grundfläche des Schwimmers wirken, sondern lediglich auf die kreisförmige Kante der äußerst dünnen Wandungen der Druckglocke c. Diese Einwirkung ist jedoch so gering, daß sie praktisch vernachlässigt werden kann.
Die Bewegung des Schwimmers ist daher ein von anderen Einflüssen unabhängiger richtiger Maßstab des Differentialdruckes zwischen den Räumen A und B.

Claims (3)

Patent-Ansprüche:
1. Hydrostatisches Differentialmanometer mit in eine Tragflüssigkeit eintauchendem Schwimmkörper zum Messen von Druckdifferenzen zweier beliebigen Gase oder Dämpfe, dadurch gekennzeichnet, daß die als Sperrmittel dienende Flüssigkeit durch die äußere Wand der Druckglocke (c) und durch am Deckel (g) eingesetzte Rohre (i) in drei oder mehr Niveauflächen (α, β, γ) no getrennt ist, welche sich unter der Einwirkung erstens des Luftdruckes außerhalb des Apparates, zweitens und drittens der Gasdrucke, deren Differenz zu messen ist, in drei Niveauhöhen einstellen.
2. Ausführungsform nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Flüssigkeitsbad durch ein im Behälter (a) einge-
setztes Rohr (b) in zwei Teile getrennt ist, von denen der eine (I) lediglich als Trag- und Druckfortpflanzungsflüssigkeit dient, während der andere (II) die Aufgabe des Sperrmittels erfüllt.
3. Ausführungsform nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß der das Ganze tragende Schwimmer (d) innerhalb der Druckglocke (c) eingebaut ist, so daß er in die Tragflüssigkeit taucht, während die Glocke nur mit der Sperrflüssigkeit in Berührung kommt.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
DE1905190093D 1905-08-24 1905-08-24 Expired - Lifetime DE190093C (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
AT34125D AT34125B (de) 1905-08-24 1907-10-15 Hydrostatisches Differential-Manometer zum Messen von Druckdifferenzen zweier beliebiger Gase oder Dämpfe.

Publications (1)

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DE1905190093D Expired - Lifetime DE190093C (de) 1905-08-24 1905-08-24

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