DE190055C - - Google Patents

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DE190055C
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Classifications

    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F41WEAPONS
    • F41GWEAPON SIGHTS; AIMING
    • F41G3/00Aiming or laying means
    • F41G3/26Teaching or practice apparatus for gun-aiming or gun-laying

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Radar, Positioning & Navigation (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Aiming, Guidance, Guns With A Light Source, Armor, Camouflage, And Targets (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 72/. GRUPPE
PAUL SIEFELDT und RUDOLF MEISZNER in ST. PETERSBURG.
Die Zielübungen beginnen mit festliegendem Gewehr und bewegbarem Ziel. Man brachte daher bisher das Ziel an einer Scheibe in der Weise bewegbar an, daß es in einem Rahmen oder durch Rollen geführt hoch und tief und seitlich eingestellt werden kann. Das Einstellen erfolgte meist vom Stand des Zielenden aus durch eine Schnur.
Nach vorliegender Erfindung wird die allseitige Bewegbarkeit des Ziels dadurch erreicht, daß es durch zwei hintereinander liegende Schieber mit kreuzweise zueinander verlaufenden Schlitzen getragen wird. Diese Schieber werden an einem Rahmen geradlinig so geführt, daß der eine die senkrechte und der andere die wagerechte Verschiebung des Zieles bewirkt. Die Bewegung der Schieber erfolgt durch Handhebel, deren Spitzen über einer Skala zur Erkennbarmachung des jeweiligen Zielstandes gleiten.
Die Zeichnung veranschaulicht eine Ausführung des Erfindungsgegenstandes.
Fig. ι ist eine Ansicht der Vorrichtung,
Fig. 2 ein Schnitt nach Linie a-a der Fig. 1. Fig. 3 zeigt die Vorrichtung aufgeklappt, und
Fig. 4 ist ein Schnitt nach Linie b-b der Fig. 3 in größerem Maßstabe,
Fig. 5 eine Ansicht des Schiebers 12,
Fig. 6 eine Ansicht des Schiebers 13.
Die Zielübungsvorrichtung besteht aus einer Platte ι mit Aufhängeeisen 2. An der Platte 1 ist eine Platte 3 mit Gelenken 4 aufklappbar angebracht. Die Stellung der Platte 3 in der Gebrauchslage wird durch eine Feder 5 gesichert. An der Plätte 3 sitzt eine Klammer 6, die ein Blatt 7 zum Kennzeichnen der Stellung der Scheibe hält. In der Platte 3 ist eine Öffnung 8, die durch die Scheibe 9 verdeckt wird. Auf der Rückseite (Fig. 3) der Platte 3 ist ein Rahmen 10 mit Zapfen 11 angebracht, auf welchem die übereinander angeordneten Schieber 12 und 13 gleiten. Die Scheibe 9 wird von einem Stift 14 gehalten, der in einer Hülse 15 geführt wird. Durch die Hülse 15 und die Scheibe 16 werden die Schieber 12 und 13 zusammengehalten. Eine Feder 17 auf dem Stift 14 ermöglicht ein Zurückdrücken sowohl der Scheibe 9 als des Stiftes 14, so daß durch dessen Spitze 18 auf dem Blatte 7 die Stellung der Scheibe 9 angemerkt werden kann. Der Schieber 12 wie auch der Schieber 13 sind je mit einem Schlitz 19 und 20 versehen, um eine Verschiebung auf den Zapfen 11 zu ermöglichen, wobei natürlich von dem einen oder anderen Schieber der Stift 14 und damit die Scheibe 9 mitbewegt wird.
An den Schiebern 12 und 13 ist ferner je ein Stellhebel 21 und 22 angelenkt, deren Drehpunkte an der Platte 3 festliegen.
Auf der Außenseite der Platte 3 ist eine Teilung für jeden Stellhebel vorgesehen, wo-
durch die Stellung der Scheibe, da die Stellhebelenden darüber hingleiten, abgelesen werden kann.
Soll die Scheibe 9 beispielsweise in der wagerechten Richtung 23 bewegt werden, so wird der Hebel 21 in Richtung 24 bewegt, wobei sich der Schieber 12 mit der Scheibe 9 in der Richtung 23 bewegt; ebenso wird mittels des Hebels 22 der Schieber 13 mit der Scheibe 9 in der einen oder anderen Richtung senkrecht bewegt.
Der Hebel 21 kann auch wagerecht wie der Hebel 22 angeordnet sein, so daß beide Hebelenden an der dann beide Teilungen tragenden Längskante 25 der Platte 3 liegen, um ein besseres Ablesen zu ermöglichen.
Die Handhabung der Scheibe ist folgende: Der Lehrer zielt mit dem festliegenden Gewehr nach der Scheibe und stellt das Zentrum der Scheibe 9 bei gestrichenem Korn ein. Der Lehrer vermerkt nun sein Zielergebnis entweder durch Zurückdrücken der Scheibe, wobei die Stellung durch den Stift 14 auf der hinteren Scheibe vermerkt wird oder durch Anmerken der Lage der Stellhebel auf den Teilungen. Ist dies erfolgt, so stellt sich der Lehrer neben die Scheibe, verschiebt sie und läßt nun den Anfänger zielen. Der Zielende meldet, wenn nach seiner Meinung die Ziellinie das Zentrum der Scheibe 9 trifft, und nun sieht der Lehrer aus der Abweichung der Stellung der Scheibe gegenüber seiner Einstellung das Ergebnis der Zielübung des Anfängers und ist in der Lage, von der Scheibe aus dem Zielenden zu sagen, wie er abgekommen ist.

Claims (3)

Patent-An Sprüche:
1. Zielübungsvorrichtung mit allseitig bewegbarem Ziel, dadurch gekennzeichnet, daß das allseitig bewegbare Ziel (9) mit einem Zapfen (14) in kreuzweise zueinander verlaufende Schlitze von zwei hintereinander liegenden Schiebern (12, 13) eingreift, die, unabhängig voneinander, an einem Rahmen (10) geradlinig so geführt werden, daß der eine die senkrechte, der andere die wagerechte Verschiebung des Zieles (9) bewirkt, wobei die Schlitze der beiden Schieber wechselweise zur Führung des Zapfens (14) dienen.
2. Zielübungsvorrichtung nach Anspruch I, dadurch gekennzeichnet, daß an der Scheibe (3) Teilungen angebracht sind, die ein unmittelbares Erkennen der Seiten- und Höhenstellung des Zieles (9) gestatten.
3. Zielübungsvorrichtung nach Anspruch ι und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die zur Führung des Zieles (9) dienenden Schieber (12 und 13) mit Stellhebeln versehen sind, deren Enden zum Zwecke des Ablesens der Stellung des Zieles über je eine Teilung gleiten.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
DENDAT190055D Active DE190055C (de)

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