DE189906C - - Google Patents
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- DE189906C DE189906C DENDAT189906D DE189906DC DE189906C DE 189906 C DE189906 C DE 189906C DE NDAT189906 D DENDAT189906 D DE NDAT189906D DE 189906D C DE189906D C DE 189906DC DE 189906 C DE189906 C DE 189906C
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Classifications
-
- H—ELECTRICITY
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- H05B—ELECTRIC HEATING; ELECTRIC LIGHT SOURCES NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; CIRCUIT ARRANGEMENTS FOR ELECTRIC LIGHT SOURCES, IN GENERAL
- H05B31/00—Electric arc lamps
- H05B31/0081—Controlling of arc lamps
Landscapes
- Circuit Arrangement For Electric Light Sources In General (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- Jig 189906 KLASSE
21/. GRUPPE
JAMES FRANCK in BERLIN.
Nachfolgend beschriebene Erfindung bezieht sich auf die Anwendung von Widerständen
mit hohem Temperaturkoeffizienten, insbesondere Eisen, wie sie als Vorschaltwiderstände
zum Schütze der Glühkörper von Nernstlampen und auch insbesondere bei
der Eisenbahnbeleuchtung zum Schütze von Glühlampen gegen zu hohe Spannungen angewendet
worden sind. Bekanntlich werden
ίο derartige selbstveränderliche Widerstände aus
sehr dünnen Eisenspiralen von im allgemeinen nur etwa 0,02 bis 0,1 mm Durchmesser hergestellt,
die in Glasbüchsen von entsprechender Größe eingeschlossen und von einer Wasserstoffatmosphäre von geeignetem Druck
umgeben sind. Diese Widerstände besitzen eine hohe Empfindlichkeit, d. h. sie ermöglichen
eine schnelle Selbstveränderung des Widerstandes bei auftretenden selbst geringsten
Stromänderungen, z. B. infolge von Spannungsschwankungen, wie dies zur Erreichung
des gedachten Zweckes erforderlich ist.
Da es außerdem bereits bekannt ist, gewohnliche Eisendraht- an Stelle von Nickelindraht-Vorschaltwiderständen
im Bogenlampenkreise zu verwenden, also Eisenwiderstände, die zwar ihren Eigenwiderstand in gewissen
Grenzen verändern, aber keine so geringe Wärmekapazität haben wie die beschriebenen
sehr empfindlichen neueren Vorschaltwider-
, ■ stände, liegt es nun an und für sich nahe, auch diese empfindlicheren Widerstände als
Bogenlampenvorschaltwiderstände zu verwenden, um selbsttätig eine Konstanterhaltung
der Stromstärke infolge der Veränderungen des Widerstandes dieser kleinen Eisenrheostaten,
d. h. also eine Unabhängigkeit der Bogenlampen von etwaigen Spannungsschwankungen des Netzes zu erreichen, je-
doch ist ohne weiteres ihre Anwendung nicht ausführbar. :
Man kann zwar durch Parallelschaltung einer Reihe gleicher oder ungleicher Nernstlampenwiderstände
die gewünschte Stromstärke ohne Schwierigkeit einstellen, indem man z. B. für einen Bogenlampenstromkreis
von 8 Amp. acht Stück parallel geschaltete Widerstände für je 1 Amp. anwendet, oder
vier Stück für je 2 Amp., oder 20 Stück für je 0,4 Amp. usf.
An den Enden dieser parallel geschalteten Widerstände" würde z. B. bei mittlerer Spannung
eitie Differenz von z. B. 30 Volt abgetötet werden, bei höchster Netzspannung
50 Volt, bei niedrigster Netzspannung 10 Volt, sie sind also geeignet, etwa für Spannungsschwankungen zwischen 200 und 240 Volt in
einem 220 Voltnetz.
Würde man nun aber vier Bogenlampen zu je 47V2 Volt Spannung in Reihe mit einem
derartigen aus, parallel geschalteten Eisen- · ■-widerständen
hergestellten Vorschaltwiderstand hintereinander schalten, so würden an den
Bogenlampen bei normaler Spannung von 220 Volt, im ganzen 190 Volt, im Vorschaltwiderstand
30 Volt absorbiert werden; Für -/; normale Verhältnisse könnte man innerhalb
der üblichen Spannungsschwankungen wohl genügende Resultate erzielen.
Bei den in Bogenlampenstromkreisen aber unvermeidlichen großen Spannungsschwankungen
würde eine Zerstörung dieser zarten Eisenwiderstände ohne weiteres bei einer derartigen
Anordnung herbeigeführt werden. Denn schon allein im Moment des Anzündens, wenn also die Kohlenspitzen noch ein-
ίο ander berühren, würde ein weit über das zulässige
Maß von 50 Volt hinausgehender Spannungsbetrag an dem Eisenwiderstand auftreten, da ja noch keine Lichtbogen gebildet
sind und der scheinbare Widerstand derselben fehlt.
Die Eisenwiderstände, die bei 50 Volt bereits Hellrötglut angenommen haben, verbrennen
hier schon bei einer geringen Steigerung, bei etwa 60 Volt, da sie zur übermäßigen
Glut gebracht werden, die weit oberhalb ihres Regelgebietes liegt.
Ebenso würde während des Betriebes beim Zusammenfallen der Kohlen einer Bogenlampe
die Stromstärke von z. B. normal 8 Amp. unter Umständen so gesteigert werden
, daß die sehr empfindlichen Vorschaltwiderstände ebenfalls einen übergroßen Strom
erhalten und zerstört werden. Dies tritt z. B. bei den oben erwähnten Widerständen
bei 1,25 Amp. pro Widerstand ein, d. h. also bei 10 Amp. Stromstärke in dem Kreise mit
acht parallelen. Widerständen, wobei dieser übergroßen Stromstärke in den Widerständen
auch die dem Strom von 1,25 Amp. entsprechende Spannungssteigerung an jedem
der parallel geschalteten Widerstände entspricht, also etwa über 60 Volt, wie vorher
erläutert.
Es ist also hauptsächlich bei der Anwendung der erwähnten Eisenwiderstände in
Bogenlampenstromkreisen auf die Eigenheiten des Bogenlichtbetriebes Bedacht zu nehmen,
da ohne entsprechende Schutzeinrichtungen die Widerstände sofort zerstört werden würden.
Dies kann nun nicht einfach in der Weise geschehen, daß man etwa je zwei oder mehr
derartige Eisenwiderstände hintereinander schaltet, um gleichsam ein größeres Regelgebiet
und eine größere Aufnahmefähigkeit der Widerstände zu erlangen.
Schaltet man nämlich nach dem früheren Beispiel je zwei Widerstände für je 1 Amp.
hintereinander und diese Paare zu je acht parallel, so würde im normalen Betriebe
jeder dieser Widerstände 30 Volt, also die beiden hintereinander geschalteten Parallelreihen
60 Volt aufnehmen, bei niedrigster Spannung entsprechend etwa 20 Volt, bei höchster etwa 100 Volt.
Abgesehen davon, daß bei einem Stromkreis von vier Lampen bei 220 Volt eine
normale Abtötung von 60 Volt wohl nicht mehr in allen Fällen angängig ist, da ja nur
40 Volt pro Lampe bestenfalls dann übrig bleiben, so würden auch für die vorher angeführten
, im Bogenlichtstromkreise unvermeidlichen Fälle größerer Stromschwankungen beim Anzünden, beim Zusammenfallen von
Kohlen usw. auch diese an sich sehr unökonomischen Einrichtungen nicht einmal ihren
Zweck erfüllen können, denn man muß hierbei noch größere Spannungsschwankungen aufnehmen können.
Dagegen erreicht man diesen Zweck wesent-Hch vollkommener durch eine Abstufung der
hintereinander geschalteten Widerstände derart, daß nur eine Gruppe der parallel geschalteten
Widerstände im normalen Betriebe normal beansprucht wird, z. B. mit 30 Volt mittlerer Spannungsabsorption, wie vorher
erläutert, die dazu bestimmt ist, die Schwankungen der Netzspannung und sonstigen
innerhalb etwa 20 Volt liegenden Veränderungen des ganzen Widerstandes des Bogen- 8g
lichtkreises durch Veränderung des Eigenwiderstandes infolge ihres veränderten Glühgrades
aufzunehmen.
Hinter diese Parallelreihe von Widerständen ist aber eine für einen etwas größeren go
Gesamtstrom bemessene zweite Reihe von Widerständen geschaltet, die z. B. aus acht
Stück für normal 1 Amp. und einem parallel geschalteten Widerstände für 1J2 Amp.
bestehen, zusammen also 8 '/2 Amp. normal
hindurchlassen.
Diese Widerstände werden bei dem normalen Betriebsstrom von 8 Amp. noch nicht
in Glut geraten, da sie noch, nicht ihren Normalstrom erhalten, sie befinden sich also
noch unterhalb des sogenannten »Reguliergebiets« und absorbieren jeder etwa 5 bis
10 Volt.
Im ganzen vernichtet also diese Gruppe von acht Widerständen für je 1 Amp. und
den dahinter geschalteten neun Stück (acht Widerständen für je 1 nebst einem Widerstände
für Y2 Amp.), von insgesamt also 17 Widerständen bei normaler Spannung
etwa 30 Volt -f etwa 5 Volt = 35 Volt.
Tritt nun eine außergewöhnliche Änderung im Lampenstromkreise auf, wie sie beim Anzünden
, beim häufigen Nachregulieren, beim Zusammenfallen der Kohlen in einer oder
mehreren Lampen möglich ist, so wird die ng im normalen Glühgrade befindliche Widerstandsreihe
(acht Stück) zunächst bis zur hellen Rotglut sich steigern, gleichzeitig aber wird auch die dahinter geschaltete Reihe,
die 8V2 Amp. aufnehmen kann, nunmehr in
Glut geraten, und so wird die gesamte auftretende Überspannung zum kleineren Teil
■ nur von den normal regulierenden Widerständen, zum größeren Teil aber von den
dahinter geschalteten, für einen größeren Strom bemessenen Widerständen aufgenommen.
Man hat gleichsam an dieser zweiten Reihe von Widerständen eine Reserve zwecks Aufnahme
größerer Schwankungen der Spannung bezw. Stromstärke und »polstert« gleichsam die erste für die laufende Regulierung
bestimmte Widerstandsreihe durch die dahinter geschaltete stärker dimensionierte Reihe und
schützt so die Widerstände vor der Zerstörung bei den Schwankungen im Bogenlichtkreise.
Außerdem ist aber auch für die Justierung der Spannung häufig noch eine Einrichtung
erforderlich, die einfach in die Einschaltung eines wenn auch nur für wenige VoIt^
Spannungsvernichtung bestim mtenfesten, aber justierbaren Widerstandes der üblichen Form
besteht, um mangels einer Reguliermöglichkeit an den Eisenwiderständen mit Hilfe
dieser Rheostaten die gewünschte Lampenspannung einzustellen.
In dieser Weise ist durch die Kombination ■ entsprechend abgestufter hintereinander geschalteter
selbstregelnder Eisen widerstände und erforderlichenfalls unter Benutzung eines Regulierwiderstandes
aus konstantem Material der Zweck erreicht, in Bogenlampenstromkreisen die durch das Netz wie auch durch
die Lampen herbeigeführten Spannungs- und Stromschwankungen ohne Gefahr für die
Eisenwiderstände und ohne Beeinträchtigung ihrer Empfindlichkeit anzuwenden, wobei
durch die Eigenschaften dieser selbstregelnden Eisenwiderstände eine nahezu selbsttätige
Konstanterhaltung des Stromes im Kreise und eine erhöhte Empfindlichkeit des Reguliermechanismus
von Bogenlampen erlangt wird.
Claims (2)
1. Selbstregelnder Vorschaltwiderstand für Bogenlampen aus einem Stoff von
hohem positiven Temperaturkoeffizienten
(z. B. Eisen) in Form von sehr dünnen, zweckmäßig in eine mit Wasserstoff gefüllte
Glasbüchse eingeschlossenen Drahtspiralen bestehend, zu dem Zwecke, den
Strom konstant zu erhalten, dadurch gekennzeichnet, daß dieser mit der Belastung
veränderliche Widerstand aus hintereinander geschalteten, in ihrer Stromaufnahmefähigkeit
abgestuften Gruppen von Einzelwiderständen gebildet wird, so daß selbst bei großen Spannungsänderungen
im Lichtbogenstromkreis der im normalen Betriebe hochempfindliche Widerstand vor
Überlastung und Zerstörung bewahrt bleibt.
2. Selbstregelnder Vorschaltwiderstand für Bogenlampen nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß zur Einstellung der Lampenspannung und der für empfindliche Selbstregelung erforderlichen Belastung
der veränderlichen Widerstände vor diese in den Stromkreis noch' ein konstanter einstellbarer Widerstand geschaltet wird.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE189906C true DE189906C (de) |
Family
ID=453413
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT189906D Active DE189906C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE189906C (de) |
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