DE187697C - - Google Patents

Info

Publication number
DE187697C
DE187697C DENDAT187697D DE187697DA DE187697C DE 187697 C DE187697 C DE 187697C DE NDAT187697 D DENDAT187697 D DE NDAT187697D DE 187697D A DE187697D A DE 187697DA DE 187697 C DE187697 C DE 187697C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
mercury
solutions
hexamethylenetetramine
solution
water
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Active
Application number
DENDAT187697D
Other languages
English (en)
Publication of DE187697C publication Critical patent/DE187697C/de
Active legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07DHETEROCYCLIC COMPOUNDS
    • C07D487/00Heterocyclic compounds containing nitrogen atoms as the only ring hetero atoms in the condensed system, not provided for by groups C07D451/00 - C07D477/00
    • C07D487/12Heterocyclic compounds containing nitrogen atoms as the only ring hetero atoms in the condensed system, not provided for by groups C07D451/00 - C07D477/00 in which the condensed system contains three hetero rings
    • C07D487/18Bridged systems
    • AHUMAN NECESSITIES
    • A01AGRICULTURE; FORESTRY; ANIMAL HUSBANDRY; HUNTING; TRAPPING; FISHING
    • A01NPRESERVATION OF BODIES OF HUMANS OR ANIMALS OR PLANTS OR PARTS THEREOF; BIOCIDES, e.g. AS DISINFECTANTS, AS PESTICIDES OR AS HERBICIDES; PEST REPELLANTS OR ATTRACTANTS; PLANT GROWTH REGULATORS
    • A01N59/00Biocides, pest repellants or attractants, or plant growth regulators containing elements or inorganic compounds
    • A01N59/16Heavy metals; Compounds thereof
    • A01N59/18Mercury

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Agronomy & Crop Science (AREA)
  • Inorganic Chemistry (AREA)
  • Pest Control & Pesticides (AREA)
  • Plant Pathology (AREA)
  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Dentistry (AREA)
  • General Health & Medical Sciences (AREA)
  • Wood Science & Technology (AREA)
  • Zoology (AREA)
  • Environmental Sciences (AREA)
  • Pharmaceuticals Containing Other Organic And Inorganic Compounds (AREA)
  • Agricultural Chemicals And Associated Chemicals (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- M 187697 KLASSE 30«. GRUPPE
Dr. ALBERT BUSCH in BRAUNSCHWEIG.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 27. November 1906 ab.
Hexametbylentetramin-Quecksilbersalze entstehen bekanntlich, wenn man eine wäßrige Lösung von Hexamethylentetramin mit einer Quecksilbersalzlösung vereinigt, und zwar ist die Zusammensetzung dieser Doppelsalze verschieden, je nach Wahl des Lösungsmittels, in dem das Quecksilbersalz auf Hexamethylentetramin einwirkt. So entsteht aus Quecksilberchlorid (Hg Cl2) und Hexamethylentetramin in wäßriger Lösung ein Doppelsalz von der Zusammensetzung C6 H12 N4 · 2 Hg Cl2 ; das Doppelsalz, in alkoholischer Lösung aus den gleichen Komponenten erzeugt, besitzt die Zusammensetzung C6 H12N4' Hg Cl2 (vergl.
Grützner, Archiv f. Pharmacie, Band 236, S. 370 bis 381). Quecksilberoxydnitrat gibt in schwach saurer wäßriger Lösung mit Hexamethylentetramin einen Niederschlag von der Zusammensetzung
(C6 H12 NJ4 (Hg NO8O H), + 10H2O
(vergl. Moschatos u. Tollens, Liebigs Annalen, Band 272, S. 276).
Alle diese Niederschläge sind in Wasser schwer löslich, ebenso in den gebräuchlichen organischen Lösungsmitteln. Beim Kochen mit Wasser erleiden sie Zersetzungen, ebenso bei Einwirkung von verdünnten Säuren oder Alkalien.
Es wurde nun gefunden, daß die schwer löslichen Hexamethylentetramin - Quecksilberdoppelsalze leicht und ohne Zersetzung in eine wasserlösliche Form übergeführt werden können, wenn man sie mit Lösungen von Chloriden oder Bromiden der Alkalien oder alkalischen Erden digeriert, oder, was auf das Gleiche hinausläuft, wenn man sie trocken mit diesen Halogensalzen mischt und die Mischung in Wasser auflöst. Schon ziemlich verdünnte Lösungen dieser Halogensalze vermögen die Hexamethylentetramin -Quecksilberdoppelsalze zu lösen und in Lösung zu halten. Solche Lösungen werden durch Eiweißlösungen nicht gefällt und wirken auf die Schleimhäute nicht so ätzend, wie z. B. reine Sublimatlösung gleicher Konzentration. Ferner ist das Quecksilberchlorid in den neuen Lösungen in nicht so veränderlicher Form wie in der Sublimatlösung. Unter dem Einflüsse von Luft und Licht, besonders in Gegenwart organischer Stoffe wandelt sich das Quecksilberchlorid (Sublimat) bekanntlich leicht in Quecksilberchlorür (Calomel) um. Aus diesem Grunde kann man Sublimatwatte, Sublimatgaze und andere Verbandstoffe nur eine gewisse Zeit aufbewahren, da andernfalls aus dem Sublimat leicht Calomel gebildet wird, der antiseptische Eigenschaften, wenigstens im trockenen Zustande, nicht besitzt. In den neuen Lösungen, z. B. einer Auflösung von Hexamethylentetramindiquecksilberchlorid C6 H12 N4 · 2 Hg Cl2 in verdünnter Kochsalzlösung ist das Quecksilberchlorid in weit beständigerer Form enthalten, so daß eine Reduktion zu Quecksilberchlorür (Calomel) nicht zu befürchten ist. Die neuen Lösungen sind daher besonders für antiseptische Zwecke geeignet.
Die Herstellungsweise der neuen Lösungen ist sehr einfach: . '
Beispiel I.
1,26 g Hexamethylentetramindiquecksilber- chlorid C6 H12Ni'2 Hg CL2 werden in 100 ecm einer 5 prozentigen Kochsalzlösung bei .40 bis 500 digeriert, bis Lösung eingetreten ist';· dann wird die Lösung auf 1 1 aufgefüllt.
Beispiel II.
1,26 g Hexamethylentetratnindiquecksilberchlorid werden mit 5 g Kochsalz gut vermischt und das farblose Pulver mit 50 bis 100 ecm warmen Wassers übergössen. Wenn Lösung erfolgt ist, verdünnt man auf 1 1.
Die Konzentration der Lösungen kann in weiten Grenzen schwanken, ohne daß ihr Charakter wesentlich verändert wird. Die nach Beispiel I und II hergestellten Lösungen entsprechen einer Sublimatlösung· von 1 Promille. Bei längerem Kochen und Eindampfen zur Trockne erleiden die Lösungen Zersetzungen unter Freiwerden von Formaldehyd. An Stelle von Hexamethylentetramin-, diquecksilberchlorid können auch andere, z. B. ■ die eingangs erwähnten Hexamethylentetramin-Quecksilberdoppelsalze, statt Chlornatrium ferner auch Chlorammonium, Chlorkalium, Chlorcalcium, Chlormagnesium usw., desgleichen auch die entsprechenden Bromide verwendet werden.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Verfahren zur -Herstellung von haltbaren wäßrigen Quecksilbersalzlösungen, die durch Eiweißlösungen nicht gefällt werden, darin bestehend, daß man die bekannten, in Wasser schwer löslichen Hexamethylentetramin - Quecksilberdoppelsalze in verdünnten Lösungen von Chloriden oder Bromiden der Alkalien oder alkalischen Erden zur. Auflösung bringt, oder daß man die Hexamethylentetramin-Quecksilberdoppelsalze mit den Chloriden oder Bromiden der Alkalien oder alkalischen Erden trocken mischt und die Mischung· in Wasser auflöst.
DENDAT187697D Active DE187697C (de)

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE187697C true DE187697C (de)

Family

ID=451369

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DENDAT187697D Active DE187697C (de)

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE187697C (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE187697C (de)
DE593427C (de) Verfahren zur Herstellung reinen Papierstoffes aus bedrucktem Altpapier
DE862341C (de) Verfahren zur Herstellung von waessrigen Loesungen von Derivaten des p-Aminobenzolsulfonamids
AT100456B (de) Verfahren zur Darstellung von aromatischen Wismutverbindungen.
DE423378C (de) Verfahren zur Darstellung von Derivaten kernmercurierter Phenole
AT140866B (de) Wasserlösliches Saatgutbeizmittel und Verfahren zu seiner Herstellung.
DE431369C (de) Herstellung von Farbstofftinten
DE461603C (de) Verfahreh zur Herstellung von lichtempfindlichen Schichten mittels Diazoverbindungen
DE526392C (de) Verfahren zur Herstellung von Metallkomplexverbindungen
DE87785C (de)
DE266237C (de)
AT135356B (de) Verfahren zur Herstellung einer Mercurochloriddoppelverbindung des Podophyllins.
DE362106C (de) Verfahren zur Herstellung von naturfarbigen Aufsichtsbildern
DE178763C (de)
DE736296C (de) Verfahren zur Darstellung niedrig konzentrierter Loesungen von gefaerbten Jodverbindungen des Polyvinylalkohols
DE881858C (de) Verfahren zur Herstellung von Loesungen des Sulfathioharnstoffs
DE88121C (de)
DE558567C (de) Verfahren zur Herstellung von loeslichen Abkoemmlingen organischer Antimonverbindungen
DE1222037B (de) Verfahren zur Herstellung von waessrigen Loesungen von Gemischen von N, N-Dimethylol-alkylcarbamaten, N-Monomethylol-alkylcarbamaten und freiem Formaldehyd
DE630705C (de) Verfahren zur Darstellung haltbarer injizierbarer Loesungen N-mono-C, C-disubstituierter Barbitursaeuren
DE543380C (de) Verfahren zur Herstellung von Desinfektionsmitteln
AT138149B (de) Verfahren zur Herstellung von Desinfektionsmitteln.
DE402514C (de) Verfahren zur Herstellung kolloidalloeslicher Stoffe
DE350575C (de) Verfahren zur Herstellung von basischem Magnesiumhypochlorit
DE513205C (de) Verfahren zur Herstellung von Derivaten der Aminoarylantimonverbindungen