DE187366C - - Google Patents

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DE187366C
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gas
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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B01PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
    • B01DSEPARATION
    • B01D47/00Separating dispersed particles from gases, air or vapours by liquid as separating agent
    • B01D47/16Apparatus having rotary means, other than rotatable nozzles, for atomising the cleaning liquid

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Filtering Of Dispersed Particles In Gases (AREA)

Description

S'tgentum, bet
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KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- JVl 187366 -KLASSE 12 e. GRUPPE
Zusatz zum Patente 174176 vom 2. Februar 1904.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 26. Januar 1906 ab. Längste Dauer: 1. Februar 1919.
Der Gegenstand vorliegender Erfindung ist eine weitere Ausbildung der unter 174176 geschützten Vorrichtung zur Reinigung von Hochofengasen u. dgl. Bei dieser Vorrichtung wird das Gas in eine Vorkammer eingeführt, an welche sich ein feststehendes konisches Gehäuse anschließt, in dem eine Trommel rotiert. Das Wasser wird durch einen Zerstreuungskörper dem Gas entgegengeführt.
Sämtliches Gas wird mit dem Wasserschleier durch den ringförmigen Querschnitt zwischen Gehäuse und Trommel weggedrückt.
Diese Erfindung läßt eine Ausbildung in der Weise zu, daß die Gase entweder einer einfachen oder doppelten Reinigung unterworfen werden.
Bei den meisten Hüttenwerken nämlich liegen die Verhältnisse so, daß ein Teil des Hochofengases als Brenngas für die Kesselanlagen benutzt wird und der andere Teil als Gas für Explosionsmaschinen Verwendung findet.
Der erstere Teil wird nur roh gereinigt; ein Staubgehalt von 0,5 g pro Kubikmeter ist meist genügend.
Bei dem Gase für die Maschinen wird jedoch ein sehr hoher Reinheitsgrad verlangt, meistens' 0,03 g Staub pro Kubikmeter Gas.
Sind die beiden Mengen nun ungefähr gleich groß, so wird meistens ein besonderer Reiniger für Brenngas und ein solcher für Maschinengas angeordnet.
In sehr vielen Fällen aber wird der weitaus größte Teil der Gesamtgasmenge als Brenn · gas, also nur roh gereinigt, benutzt und nur ein ganz kleiner Teil als Maschinengas verwandt, beispielsweise 30 000 cbm als Brenngas und etwa 3000 bis 4000 cbm stündlich als Maschinengas.
Die ganze Gasmenge auf den Reinheitsgrad des Maschinengases zu bringen, würde viel zu hohe Betriebsunkosten verursachen, andererseits ist aber das nur als Brenngas vorgereinigte Gas als Kraftgas wieder völlig ungeeignet.
Es wird in solchen Fällen dann meist der kleinere Teil, der als Maschinengas verwendet werden soll, durch Filtration fertig gereinigt, was aber starke Verschmutzung der Filter und somit häufigen Wechsel der Filtermasse und hohe Reinigungskosten verursacht.
Deshalb wird auch oft ein besonderer Apparat für das Maschinengas aufgestellt. Dadurch werden aber die Anschaffungskosten bedeutend vergrößert, umsomehr, als der Preis für den Apparat nicht proportional seiner stündlichen Leistung abnimmt. Dazu kommt der besondere Antriebsmotor, die bedeutend größeren Gebäude, besondere Wartung, Ölverbrauch usw.
Der Gegenstand der Erfindung bezweckt nun, den Reiniger gemäß Patent 174176 so auszubilden, daß in demselben Apparat Gas für Brennzwecke und solches mit hohem Reinheitsgrad als Maschinengas gereinigt wird,
um somit eine zweite Reinigungsanlage oder die umständliche Filtration eines Teiles des Gases entbehrlich zu machen.
In der Zeichnung wird der Erfindungsgegenstand in den Fig. ι und 2 veranschaulicht.
Fig. ι ist ein Längsschnitt, Fig. 2 ein Horizontalschnitt.
Die Wirkungsweise ist folgende:
Das Gas tritt, wie bei dem Gegenstande des Hauptpatents bei A ein, wobei es durch den Zerstreuungskörper g mit Wasser vermischt wird.
Das Gas wird mit dem Wasserschleier zusammen in bekannter Weise nach dem Austritt zu gefördert.
Wird nun beispielsweise die weitaus größte Gasmenge als Brenngas und nur ein kleinerer Teil als fein gereinigtes Gas gebraucht, so wird das ganze Quantum in bekannter Weise den Apparat passieren. Die Rohreinigung der ganzen Gasmenge wird dann mit wenig Wasser und sehr geringem Kraftbedarf erzielt.
Das Gas, welches fein gereinigt werden soll, wird aus dem Druckstutzen durch ein Umführungsrohr s zurück in den Apparat geleitet. Auf die Nabe der rotierenden Trommel r ist eine Scheibe t aufgeschliffen, welche Anschlüsse k, k1 für das Umführungsrohr für Gas sowie für das Einspritzwasser in das Trommelinnere enthält.
In der großen (äußeren) rotierenden Trommel ist eine zweite, kleinere und feststehende Trommel r1 untergebracht, welche eine Konizität von der Form hat, daß der Querschnitt, gebildet durch den Zwischenraum zwischen innerer und äußerer Trommel, von der vorderen nach der hinteren Seite der Trommel gleiche Größe behält.
Die treibenden Elemente für die Feinreinigung im Trommelinnern sind Flügel, welche auf der Innenseite der rotierenden Trommel befestigt sind.
Die äußere rotierende Trommel trägt also auf der Außenseite die Treibflügel für die Vorreinigung und auf der Innenseite ebensolche kleinere Treibflügel für die Fertigreinigung eines Teiles des Gases.
Die innere feststehende Trommel hat den Zweck, dem Gas- und Wassergemisch eine genaue Führung zu geben, damit dasselbe unter Druck, genau wie im äußeren Konus, fortgeschafft wird und nicht regellos durcheinander gewirbelt wird, zurückfällt und schließlich den ganzen Apparat füllt.
An der hinteren geschlossenen Stirnwand 0 der inneren Trommel ist eine verlängerte Nabe angebracht, welche in den hinteren Deckel ein Stück hineinreicht und mittels Stellschraube am Drehen gehindert wird.
Die große Trommel erhält ebenfalls einen hinteren geschlossenen Boden mit Nabe, welch letztere eine Rotgußbüchse erhält und auf der festgestellten Nabe der kleinen Trommel sich dreht.
Das hintere Stirnende der äußeren Trommel gleitet ebenso wie das vordere an einer feststehenden Scheibe q vorbei, welche oben einen Anschluß für den Gasabzug h, unten einen solchen für den Wasserabzug h1 enthält. Die hintere Stirnwand der rotierenden äußeren Trommel hat am äußeren Umfange Löcher e für den Austritt von Gas und Wasser aus dem Raum zwischen innerer und äußerer Trommel.
Das austretende fein gereinigte Gas sowie das Wasser gelangen in einen Raum p. Da in diesem Raum treibende Flügel oder andere Elemente nicht mehr vorhanden sind, so wircl das Wasser sich unten sammeln und dann in der aus der Zeichnung ersichtlichen Weise nach außen abgeleitet durch das Rohr h1.
Das Gas wird an der oberen Seite der Kammer durch das Rohr h abgeführt.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Eine Ausbildung der durch Patent 174176 Kl. 12 e geschützten Gasreinigungsvorrichtung, dadurch gekennzeichnet, daß die rotierende Trommel auch im Inneren Mischflügel trägt, welche sich in einem zweiten Reinigungsraum, der durch die rotierende und feststehende Trommel gebildet wird, befindet, wobei beide Reinigungsräume durch ein Umlaufrohr verbunden sind, zu dem Zwecke, die Reinigung in dem ersten Reinigungsraum für Rohreinigung (Verbrennungsgase), die Reinigung durch beide Räume für Gase für Explosionsmotoren zu benutzen.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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