DE186705C - - Google Patents

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DE186705C
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    • GPHYSICS
    • G01MEASURING; TESTING
    • G01PMEASURING LINEAR OR ANGULAR SPEED, ACCELERATION, DECELERATION, OR SHOCK; INDICATING PRESENCE, ABSENCE, OR DIRECTION, OF MOVEMENT
    • G01P1/00Details of instruments
    • G01P1/12Recording devices
    • G01P1/122Speed recorders

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  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Perforating, Stamping-Out Or Severing By Means Other Than Cutting (AREA)

Description

KAISERLICHES
!Ä PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
■■■- M 186705 KLASSE 42 o. GRUPPE
JAMES FRANCIS HERBERT COLLET in DULWICH, Engl.
Vorrichtung zum Aufzeichnen der Bewegungsrichtung und Geschwindigkeit von Lokomotiven, Fahrzeugen oder Maschinen mittels eines Lochers.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 1. April 1905 ab.
A'Orrichtungen, um die Geschwindigkeit von Fahrzeugen und Maschinen durch einen Locher zu registrieren, der quer zur Gangrichtung eines Papierstreifens bewegt wird, sind an sich nicht mehr neu. Die vorliegende Erfindung besteht nun darin, daß derartige Lochvorrichtungen an Geschwindigkeitsmessern mit Registrierung des Vorwärts- und Rückwärtsganges angebracht werden,
ίο wobei die Bewegungsrichtung des betreffenden Fahrzeuges daran erkannt werden kann, ob die Lochkurven nach links oder rechts geneigt sind.
In den Zeichnungen ist eine Ausführungsform der Erfindung dargestellt, und zwar in Fig. ι in der Vorderansicht, in Fig. 2 in der Aufsicht und in Fig. 3 in der Endansicht. Fig. 4 zeigt im senkrechten Schnitt die Papiertragvorrichtung und Antriebsscheibe, während Fig. 5 eine Hinteransicht der Rolle ist, auf welcher die Aufzeichnungen gesammelt werden. Fig. 6 stellt in vergrößertem Maßstabe die Kurvenscheibe zum Antrieb der Markiernadel dar und Fig. 7 einen Teil einer die Bewegungen einer Lokomotive angebenden Aufzeichnung.
Bei gemäß der Erfindung eingerichteten Vorrichtungen wird eine gewöhnliche Uhr A benuzt, bei welcher statt der Zeiger eine Scheibe α angebracht ist, deren Umfang mit einer Reihe von Stiften a1 versehen ist, welche in die am Rande eines Papierstreifens JB angebrachten Löcher b eingreifen. Dieser Papierstreifen ist vorteilhaft mit einer Reihe querverlaufender Bögen versehen, welche gleiche Zeitzwischenräume darstellen. Sobald die Scheibe α sich dreht, wird der Papierstreifen B, welcher zum Teil auf der Stiftscheibe α und zum Teil auf einer Führung bl ruht, von einer Rolle C am Rahmen der Vorrichtung ab und auf einer auf einem Schwingarm rf1 gelagerten Rolle D aufgewickelt. Die Führung b1 dient zur Unterstützung des Papierstreifens bei seinem Übergang von der Zuführungs- zur Sammelrolle. Die Rolle D sitzt auf einem an dem Arm d1 befestigten Zapfen d, während der Arm d1 seinerseits drehbar an dem Rahmen der Vorrichtung gelagert ist. Eine Feder d'2 hält die Rolle D in reibender Berührung mit dem Rand <22 der Scheibe a. Letztere dreht die Rolle D durch die eben erwähnte reibende Berührung. Ein Arm d8 ist an dem Rahmen oberhalb der Rolle D derart drehbar gelagert, daß sein freies Ende auf der Rolle ruht und eine Rückbewegung verhindert. Ein federnder Hebel E ist auf einem am Rahmen der Vorrichtung angebrachten Träger e drehbar gelagert und an seinem freien Ende mit einer Lochnadel e1 zum Anbringen der Auf-
zeichnung· auf dem Papier B versehen. Die Lochnadel wird quer zur Bewegungsrichtung des Papiers geführt.
Zum Antrieb des Hebels E in wagerechter Ebene wird eine Kurvenscheibe e2 benutzt, welche sich gegen einen am Hebel E angeordneten Arm e12 legt und den Hebel E in der weiter unten beschriebenen Weise hin und her bewegt. Zum Antrieb der Kurvenscheibe e2 dient ein Räderwerk e3, ei, e5. Die Spindel e10 des Triebes e5 wird durch ein Schneckenrad e9 und eine Schnecke e8 angetrieben. Die Welle e7 des Schneckenrades wird von irgend einem arbeitenden Teil der Maschine angetrieben, deren Bewegungen aufgezeichnet werden sollen.
Zum Bewegen des Hebels E in senkrechter Ebene dient ein auf dem vorderen Ende der Spindel e 10 befestigter Hebedaumen e11, weleher sich absatzweise gegen den federnden Hebel E legt, ihn hebt und dann plötzlich freigibt, so daß der vom freien Ende dieses nachgiebigen Hebels E getragene Locher e1 auf den Papierstreifen B aufschlägt und darin ein Loch oder einen Eindruck hervorbringt und dann augenblicklich sich durch die Federkraft des Hebels E davon entfernt. Diese Lochungen oder Eindrücke liefern die gewünschte Aufzeichnung der Bewegung.
Infolge der quergerichteten Wirkungsweise des Hebels, trifft der Locher den Papierstreifen nicht zweimal an derselben Stelle. In der Führung b1 ist ein Schlitz b'2 angebracht, welcher gestattet, daß der Locher durch das Papier hindurchlagen kann.
Die Kurvenscheibe e2, welche den Hebel E in wagerechter Ebene hin und her bewegt, steht mit dem Arm e12 jenseits des Hebeldrehpunktes in Eingriff und ist so gestaltet, daß der Hebel während des Aufzeichnens der Maschinenbewegungen allmählich in der einen Richtung bewegt und dann unter dem Einfluß der Feder e14 veranlaßt wird, sich schnell in den Zwischenraum zwischen zwei aufeinanderfolgenden Lochungen zurückzubewegen. Infolge eines derartigen Antriebs des Hebels E liegen die Löcher oder Eindrücke in mehr oder weniger parallelen Linienreihen, statt in einer Zickzacklinie, wie dies der Fall sein würde, wenn der Hebel sich mit gleichförmiger Geschwindigkeit quer über das Papier hin und her bewegen würde.
Die in Fig. 6 in Einzelansicht dargestellte Kurvenscheibe e2 besitzt einen verhältnismäßig plötzlichen Übergang vom größten zum kleinsten Radius und wird durch die Maschine langsam gedreht. Bei dieser Drehung steht die Scheibe mit dem Arm e12 (Fig. 2) in Berührung und bringt eine allmähliche Querbewegung des Lochdornes vom einen Rande des Papierstreifens zum anderen hervor. Aus dem in Fig. 7 dargestellten Registrierstreifen ist ersichtlich, daß sich vom Punkt /2 bis zum Punkt f3 die Kurvenscheibe in der einen Richtung gedreht haben muß, und daß an dieser Stelle eine Umkehr der Drehungsrichtung der Scheibe erfolgt ist. Bei Beginn der Lochkurven zwischen f2 und f3 befand sich der mit dem lochdorntragenden Hebel E verbundene Arm e12 ungefahr dem geradlinigen Übergang am Umfang der Kurvenscheibe gegenüber. Bei fortschreitender Bewegung wurde" der Hebel E weiter nach dem unteren Rande des Registrierstreifens bewegt und bei Erreichung des unteren Randes dadurch schnell nach oben geschwungen, daß beim Abgleiten des Armes e12 an der Übergangsstelle des Kurvenscheibenumfanges die Feder eu zur Wirkung gelangte.
Der Hebedaumen e11 ist vorteilhaft mit Schwingklinken ela versehen, um das plötzliche Freigeben des federnden Hebels E in jeder Drehungsrichtung zu erleichtern.
Die Stiftscheibe a, welche den Papierstreifen bewegt, kann, wie der Minutenzeiger einer Uhr, frei drehbar auf ihrer Spindel angebracht werden , so daß sie auch unabhängig von der Spindel bewegt werden kann, sobald das Papier auf die entsprechende Tageszeit eingestellt werden soll. Im übrigen ist die Scheibe α beim Bewegen des Papierstreifens in wirksamer Verbindung mit der Spindel durch Reibung oder eine einstellbare Klammer.
Das Diagramm ist folgendermaßen auszulegen: In dem in Fig. 7 dargestellten Diagramm bedeuten die großen Ziffern Stunden und die kleinen Minuten. Angenommen, die Entfernung zwischen zwei Querlinien stelle den Weg des Papiers während einer halben Minute und die.Entfernung zwischen zwei benachbarten Lochungen eine vorher bestimmte, durch die Lokomotive durchlaufene Strecke (beispielsweise 50 m) dar, dann ist ersichtlich, daß die Maschine sich kurz vor 10 Uhr in Bewegung setzte und sich ungefähr 400 m , von f bis fl, vorwärtsbewegte und dann sofort sich dieselbe Strecke, von / bis f2, zurückbewegte. Dann kehrte sie no wieder um und bewegte sich ungefähr 1600 m, von /2 bis /3, vorwärts und dann ungefähr 600 m zurück, wobei sie allmählich ihre Geschwindigkeit verringerte, bis sie bei f* anhielt. Nachdem dort die Lokomotive ungefähr 3 Minuten gewartet hatte, bewegte sie sich von fs zunächst langsam und dann allmählich schneller bis fß und von dort mit einer Geschwindigkeit von ungefhhr 96 km in der Stunde bis/"7, worauf sich die Geschwindigkeit
schnell bis auf 25 km in der Stunde verringerte.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Vorrichtung zum Aufzeichnen der Bewegungsrichtung und Geschwindigkeit von Lokomotiven, Fahrzeugen oder Maschinen mittels eines Lochers, welcher quer zur Gangrichtung eines Papierstreifens bewegt wird, dadurch gekennzeichnet, daß der Vorwärts- oder Rückwärtsgang des Fahrzeuges durch nach links oder rechts aufsteigende Lochkurven auf einem Papierstreifen mit gleichbleibender Bewegungsrichtung angegeben wird.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
DENDAT186705D Active DE186705C (de)

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