DE185477C - - Google Patents
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- DE185477C DE185477C DENDAT185477D DE185477DA DE185477C DE 185477 C DE185477 C DE 185477C DE NDAT185477 D DENDAT185477 D DE NDAT185477D DE 185477D A DE185477D A DE 185477DA DE 185477 C DE185477 C DE 185477C
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Classifications
-
- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F42—AMMUNITION; BLASTING
- F42C—AMMUNITION FUZES; ARMING OR SAFETY MEANS THEREFOR
- F42C15/00—Arming-means in fuzes; Safety means for preventing premature detonation of fuzes or charges
- F42C15/20—Arming-means in fuzes; Safety means for preventing premature detonation of fuzes or charges wherein a securing-pin or latch is removed to arm the fuze, e.g. removed from the firing-pin
- F42C15/22—Arming-means in fuzes; Safety means for preventing premature detonation of fuzes or charges wherein a securing-pin or latch is removed to arm the fuze, e.g. removed from the firing-pin using centrifugal force
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- General Engineering & Computer Science (AREA)
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
-JVI 185477-KLASSE 721 GRUPPE
Aufschlagzünder für Geschosse. Patentiert im Deutschen Reiche vom 5. Juli 1905 ab.
Die Erfindung betrifft Neuerungen an Aufschlagzündern für Geschosse und besteht darm,
daß eine durchlochte Bodenplatte so in den Zünderboden eingeschraubt ist, daß sie
einen Druck auf den Boden einer Metallschale ausübt, die ihrerseits eine Druckplatte
gegen einen vorspringenden Teil des Zündkörpers preßt; die Unterseite der Druckplatte
ist schalenartig ausgespart und zum Zwecke
ίο gasdichten Verschlusses ist eine Dichtungsscheibe
zwischen die Platte und deren Träger eingesetzt, dessen konischer Durchlaß durch
einen · konischen Stöpsel ausgefüllt wird. Letzterer steht unter der Druckwirkung der
Platte und ist auf seiner Unterseite zur Aufnahme des Schwanzes des Schlagstiftes ausgehöhlt
und so gestaltet, daß er eine Reihe von Kugeln in Berührung mit dem Stiftschwanze
hält.
ao Beim Schuß wird die Metallschale durch den Gasdruck im Geschützrohre plattgedrückt
und gestattet damit der Druckplatte und dem konischen Stöpsel sich nach oben hin zu bewegen
pnd damit dem Schlagstift einen freien Weg zu schaffen. Da aber der Gasdruck
auf die Druckplatte, die den konischen Stöpsel in seiner Lage hält, so lange wirkt, bis das
Geschoß das Geschützrohr verlassen hat, so ist bei dieser Zünder form eine vorzeitige Geschoßexplosion
ausgeschlossen. Es ist ersichtlich, daß die für gewöhnlich die Einzelteile in gehöriger Stellung haltende und durch
den Gasdruck in ihrer Form veränderliche Schale auch bei anderen Zünderformen als
der in der beiliegenden Zeichnung dargestellten Ausführungsform Verwendung finden kann.
In der Zeichnung ist Fig. 1 ein Längsschnitt durch den Zünder der Erfindung und
die Fig. 2 bis 7 veranschaulichen die einzelnen inneren Konstruktionsteile des Zünders, zum
Teil im Schnitt, zum Teil in Ansicht.
Der neue Zünder besteht im wesentlichen aus den folgenden Teilen: Dem in das Geschoß
in bekannter Weise einschraubbaren Zünderkörper 1, der einschraubbaren Bodenplatte
2, .dem konischen Stöpsel 3 mit anschraubbarem Napfboden 4, der Druckplatte 5,
der Abdichtungsscheibe 6, der Metallschale 7, dem Zündstift 8 mit der zentrifugal wirkenden,
aus zwei freien Hälften zusammengesetzten Scheibe 9, den zentrifugal wirkenden
Kugeln 10, der Platte oder Scheibe 11 zum
Abschließen der Kugelkammer mit Stellschraube 12 und der Frontkapsel 13 mit Zündpille
und einer Pulverkammer.
Die Platte 2 wird in den Zünderboden eingeschraubt und durch ein Schräubchen festgestellt;
sie ist mehrfach durchbohrt, so daß beim Schuß die Pulvergase hindurchgehen und auf die Schale 7 und die Druckplatte 5
einwirken können. Die Durchbohrungen werden auf beiden Seiten zweckmäßig durch
wasserdichte Scheiben abgedeckt.
Der konische Stöpsel 3 ist glattgeschliffen, so daß er gasdicht in seinem Sitze schließt.
Sein napfförmiger Ansatz 4 wird nach dem Einsetzen des Stöpsels in letzteren eingeschraubt und dient zum Fassen der Kugeln
10, derart, daß sie das obere Ende des Zündstifts umfassen, ohne daß dabei der napf-·
förmige Ansatz 4 mit dem Stifte in Berührung kommt. Der eingesetzte Stöpsel
wird durch die Druckplatte 5 und die aufliegende Schale 7 in seiner Stellung gehalten.·
Die Druckplatte 5 ist auf der Unterseite schwach ausgehöhlt, damit sie sich beim
Schuß nicht ausschließlich auf den Stöpsel, sondern mehr auf den Rand des Zünderkörpers
ι aufsetzt. Auf diese Weise wird vermieden, daß von den Pulvergasen ein zu
großer Druck auf den Kopf des Stöpsels ausgeübt wird und daß der Stöpsel sich festklemmt.
Die Abdichtung zwischen dem Stöpsel und der Platte 5 besteht aus einer dünnen Kupferscheibe 6. Die Schale 7 besteht
ebenfalls aus Kupfer und wird beim Niederschrauben des' Zünderbodens 2 fest gegen die Druckplatte 5 gedrückt, wodurch
die Platte und der konisch^ Stöpsel in ihrer Normalstellung gehalten werden. Auf der
Unterseite ist die Kugelkammer durch die eingeschraubte Scheibe 11 mit Feststellschräubchen
12 abgeschlossen; auf ihrer. Oberseite
ist die Scheibe 11 ein wenig ausgehöhlt, um beim Zusammensetzen des Zünders die Kugeln
■ leichter in die richtige Lage bringen zu können.
Der Zündstift 8 besitzt eine zylindrische Achse, an deren unterem Ende die Zündnadel'
sich befindet," während am oberen Ende eine Nut im Umfange vorgesehen ist, in der
die Kugeln 10 ruhen. Auf der Achse sitzen zwei Bunde von solchem Durchmesser, daß
sie die Wandung der Zünderkammer nicht berühren , und zwischen die beiden Bunde ist
die Scheibe 9 eingelegt. Letztere besteht aus zwei symmetrischen Teilen, die glatt an der
Achse anliegen und bei einer Drehbewegung des Zünders um seine Längsachse infolge
der Fliehkraft sich voneinander trennen, sich an die Wandung der Zünderkammer anlegen
und damit verhindern, daß der Zündstift während des Fluges des Geschosses vorkriecht,
während beim Auftreffen des Geschosses auf einen Widerstand sie vorwärts fliegen, wobei ihr Kraftmoment sich zu dem
des vorfliegenden Zündstiftes addiert.
Solange der konische Stöpsel die in Fig. 1 dargestellte Lage einnimmt, halten die Kugeln
10 das obere Ende des Zündstiftes fest, so daß der Stift sich nicht nach unten bezw.
vorn bewegen kann; wenn aber der Stöpsel mit seinem napfförmigen Ansatz 4 nach oben
ausweichen kann, so .wird der Zündstift 8 frei und kann beim Aufschlagen des Geschosses
vorfliegen; die in den -Kugeln 10 zur Wirkung gelangende Zentrifugalkraft veranlaßt
die Teile 3 und 4, sich ein Stück rückwärts zu bewegen.
Die Zündkapsel oder Pille nebst Pulverladung ist in dem Hohlraum des Verschlußstückes
13, das durch eine Feststellschraube gesichert wird, enthalten.
Der Zünder ist so konstruiert, daß keine äußere Kraft oder Einwirkung eine Zündung
herbeiführen .kann, da sein ganzer innerer Mechanismus fest gelagert ist, es sei denn,
daß der Druck der Pulvergase im Rohre auf den Zünder eingewirkt hat. Geschieht dieses,
so drücken die durch die öffnung der Platte 2 gehenden Druckgase die Schale 7 ein, schaffen
damit Raum zur Verschiebung der Teile 5
und 3 und bringen infolgedessen die den Zündstift festhaltenden Kugeln 10 in Freistellung.
Während des Geschoßfluges wird der Zündstift in bekannter Weise durch die Einsatzscheibe 9 an jeder Vorwärtsbewegung
gegen die Zündpille hin verhindert; bei Aufschlagen des Geschosses dagegen fährt die
Scheibe 9 mit dem Zündstift vor und die Zündung erfolgt.
Die Sicherung des Zündstiftes in seiner Lage durch Kugeln, die in eine Nut des
Zündstiftes eingreifen und durch einen konischen Stöpsel gehalten werden, der unten
mit einer Ausdrehung versehen ist, ist bekannt. Bei der bekannten Einrichtung wird
aber der Stöpsel in seinem Sitze durch eine Scheibe gehalten, die sich unter dem Drucke
der Pulvergase verschiebt, nachdem sie selbst und ihr Halter eine Formänderung erlitten
haben. Die Scheibe ist jedoch gegen vorzeitige Verschiebung nicht so gesichert, wie
es mit Hilfe der Schale 7 der Erfindung möglich ist. Übereinstimmung mit der bekannten Einrichtung ist auch insofern vorhanden,
als der Druck der Pulvergase im Rohr die Sicherung des Stöpsels in seiner
Lage übernimmt.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Aufschlagzünder für Geschosse, bei dem der Druck der Pulvergase im Geschützrohr eine Sicherung für die Sperrvorrichtung für den Zündstift durch Formänderung des sichernden Körpers beseitigt, dafür aber selbst die Sperrvorrichtung in ihrer Lage hält, solange das Geschoß noch im Rohre ist, dadurch gekennzeichnet, daß der die Sperrvorrichtung (3, 4, . 10) haltende Sicherungskörper aus einer Metallschale (7) besteht, die eine Platte (5) gegen den konischen Stöpsel (3) fest anpreßt und so stark gehalten ist, daß sie nur durch den Druck der Pulvergase plattgedrückt werden kann.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE185477C true DE185477C (de) |
Family
ID=449307
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT185477D Active DE185477C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE185477C (de) |
-
0
- DE DENDAT185477D patent/DE185477C/de active Active
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