DE185368C - Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung runder quernahtloser hohler Ringe aus einem falchen Blechring - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung runder quernahtloser hohler Ringe aus einem falchen BlechringInfo
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- B21D53/16—Making other particular articles rings, e.g. barrel hoops
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
Die Herstellung von hohlen, aus einem Stück Messing- bezw. Eisenblech gearbeiteten
Gardinen- und dergl. Ringen ist bisher um deswillen mit vielen Arbeitshandlungen verknüpft,
weil, wenn zur Herstellung der Ringe Messingblech verwendet wird, ein Nacharbeiten
der beim Pressen und Biegen des Arbeitsstückes in den zu seiner Herstellung dienenden
Werkzeugen sich werfenden und reißenden Ränder nötig wird, während bei Verwendung
von Eisenblech die Fertigstellung der Ringe bekanntlich nur dann möglich ist, wenn
. zwischen den einzelnen Arbeitshandlungen des Pressens und Biegens ein mehrmaliges Aus-
.15 glühen des Eisenbleches ,vorgenommen wird.
Diese Übelstände in der Herstellung quernahtloser Gardinen- und dergl. Ringe lassen
sich gemäß vorliegendem Verfahren beseitigen und auf diese Weise plattierte Eisenbleche
verarbeiten, wenn man dafür Sorge trägt, daß die Zieh- und Biegvorrichtungen während
des Ziehens und Biegens durch Festhalten der Randteile ein Werfen derselben unmöglich
machen und wenn man ferner vor der völligen Rundbiegung der Ringränder durch einen zwischen dieselben tretenden, ringförmigen
Steg der Matrize einem Übereinanderbiegen der Ränder' vorbeugt.
Um dieses Festhalten der Ränder des Arbeitsstückes zu erreichen, ohne einerseits das
Material desselben zu stark auf Dehnung zu beanspruchen und andererseits die zum Ziehen
erforderliche Kraft unnötig zu vergrößern,
■ erscheint es angezeigt, die Einklemmung der Ränder zwar so fest auszuführen, daß ein
- Werfen der Ränder nicht eintreten kann, gleichwohl aber dennoch eine gewisse, von
dem Patrizendruck zu überwindende Nachgiebigkeit während des Streckens bezw. Biegens
zuzulassen.
Durch vorliegende Erfindung wird dies dadurch, erreicht, daß die Patrize aus mehreren,
unter Einwirkung von Federn zwar zu einem Ganzen vereinigten, konzentrisch ineinander
geführten Kappen besteht, diese aber während des Arbeitsvorganges eine gewisse Relativbewegung
zueinander bezw. zu der das Pressen bewirkenden Bewegung der Patrize vollführen.
In den Fig. 1 bis 5 der beiliegenden Zeichnung ist eine beispielsweise Ausführungsform
der Vorrichtung zur Darstellung gebracht.
Das den Außendurchmesser des fertigen Ringes um ein Gewisses überschreitende, in
der Mitte in bekannter Weise mit einem runden Ausschnitt versehene Arbeitsstück a
wird in die, einen zentralen- und stufenförmig gestalteten, erhöhten Kern b aufweisende
Matrize c gebracht, wobei die Kernhöhe so zu bemessen ist, daß es, auf diesem
aufliegend, mit dem Rande der oberen Ausnehmung d der Matrize und deren Oberfläche
bündig abschließen kann. Die Patrize besteht aus einem kappenförmig gestalteten, am
unteren Rande entsprechend dem Halbmesser des herzustellenden Ringes" abgerundeten
Preßkörper e, der einesteils ziemlich dicht und konzentrisch von einer relativ zu ihm
verschiebbaren Kappe i umfaßt wird und andererseits in seiner Höhlung einen weiteren
kappenförmigen Körper k besitzt, der mittels eines in eine Ausbohrung e1 des Patrizenkörpers
eingreifenden Bolzenansatzes k1 verschiebbar in letzterem geführt is.t. Beide
Kappen i, k stehen unter Einwirkung von Federn, von denen die eine g das Bestreben
hat, den oberen Rand der Kappe stets fest gegen die Schultern der Patrize anzudrücken,
während die Feder h bestrebt ist, eine nach
ίο innen bezw. oben gerichtete Verschiebung der
Kappe k zu verhüten. Die Dimensionen und Federkräfte dieser Teile sind hierbei so gewählt,
daß die unteren Ränder der drei Kappen k, i, e bei der durch Fig. ι veranschaulichten
Ruhelage sämtlich in gleicher Ebene liegen.
Wird die Patrize nun abwärts bewegt, so kommen ihre Teile aus der Stellung nach
,·.■ Fig. ι in diejenige nach Fig. 2, bei welcher
der Patrizenrand die Halbrundung des Arbeitsstückes α herbeiführt, wobei dessen
Ränder durch Andruck der Teile i, k gegen die Flächen d, b der Matrize fest gegen letztere
angepreßt werden, so daß sie nicht imstände sind, sich werfen oder krümmen zu
können.
Von dem auf diese Weise hergestellten vorgepreßten in Fig. 2 a dargestellten Arbeitsstück
werden nun zunächst in einer weiter nichts Besonderes bietenden Arbeitshandlung bis zur Linie x-x die oberen Randteile abgeschnitten,
so daß ein genau U-förmig gebogener Ring verbleibt.
Dieser wird nun in umgekehrter Lage in eine in Fig. 3 veranschaulichte Matrize gebracht,
welche eine sich dem Querschnitt des herzustellenden Ringes mehr und mehr anpassende
Ausnehmung m besitzt, die jedoch oben so weit und so abgeschrägt ist, daß sie
die Schenkel des U-förmigen Zwischenstückes sicher umfaßt. In der Matrize wird das Arbeitsstück
α jetzt durch den Niedergang einer weiteren, mit feineren, wenig und spitz hervortretenden
Kneif ringen n1 versehenen, im übrigen rinnenförmige Ausnehmung besitzenden
Patrize η unter Zusammendrückung der beiden Schenkelenden auf den in Fig. 3a.ersichtlichen,
ovalen Querschnitt zusammengepreßt. ~
Nunmehr kommt das Arbeitsstück α in eine aus Fig. 4 ersichtliche Matrize 0, die unten in
ihrer, zur Aufnahme der unteren Ringhälfte dienenden Rinne ρ einen ringförmigen, spitz
zulaufenden Steg q aufweist, welcher den Zweck hat, zwischen die offene Nahtstelle
des Arbeitsstückes nach Fig. 3a zu treten und ein Obereinandergreifen der beiden Ränder
des Arbeitsstückes zu verhüten, wenn die mit einer der oberen Ringhälfte entsprechenden
Ausnehmung r versehene Patrize s, deren Kern t sich behufs genauer Pressung des
Ringes α in eine Ausnehmung u der Matrize 0 legt, niedergeht.
Der auf solche Weise nahezu fertiggestellte Ring wird endlich behufs stampfen Zusammenschlusses
der beiden Ränder in eine der bekannten, nach Fig. 5 aus je einer Matrize ν und Patrize n>
mit genau halbkreisförmiger Rinne bestehenden Fertigpreßvorrichtungen gebracht, in welcher der Ring durch
die seinem Profil sich genau anpassenden Auskehlungen x,y seine endgültige Form erhält.
Claims (2)
1. Verfahren zur Herstellung runder, quernahtloser hohler Ringe aus einem
flachen Blechring ohne Anwendung von Ausglüharbeiten, dadurch gekennzeichnet, daß der Außen- und der Innenrand des
Arbeitsstückes während des Vorpressens zu einer im Querschnitt U-förmigen Rinne so festgehalten werden, daß sie
nicht in der Lage sind, sich nach oben oder unten zu werfen oder zu krümmen, worauf die Ränder abgeschnitten und die
Schenkel des .so vorbereiteten Arbeitsstückes in umgekehrter Lage bis nahe
zur vollen Rundung zusammengebogen werden, wobei jedoch ein Übereinandertreten der Ränder durch einen trennenden
Steg vermieden wird.
2. Vorrichtung zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch 1, gekennzeichnet
durch eine das Vorpressen des Arbeitsstückes (a) zur U - förmigen Rinne bewirkende
Patrize, welche aus drei konzentrisch ineinander geführten Kappen ft, e, k) besteht, von denen nur die mittlere
(e) zum Biegen der Rinne dient, während die beiden anderen (i und k) unter
der Wirkung von Federn (g, h) beim Niedergang der Patrize den Außen- und
den Innenrand, des Arbeitsstückes auf entsprechende Auflageflächen (d, b) der Matrize
(c) herabdrücken und dort bis zur Fertigstellung der Rinne festhalten, so daß
ein Werfen oder Krümmen vermieden wird.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen,
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE185368T | 1906-09-06 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE185368C true DE185368C (de) | 1907-06-03 |
Family
ID=89452662
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1906185368D Expired DE185368C (de) | 1906-09-06 | 1906-09-06 | Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung runder quernahtloser hohler Ringe aus einem falchen Blechring |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE185368C (de) |
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1010804B (de) * | 1953-06-17 | 1957-06-19 | Wmf Wuerttemberg Metallwaren | Verfahren zum Aufloeten eines U-foermigen, rostfreien Ringes auf den Rand von emaillierten oder inoxydierten Metallgefaessen mit schraeger Seitenwandung |
| DE19737024A1 (de) * | 1997-08-26 | 1999-03-11 | Uwe Timmerbeil | Ziehverfahren und Ziehwerkzeug für einen Hohlring eines Knotenpunktes eines Beleuchtungssystems |
| EP3825030A1 (de) * | 2019-11-19 | 2021-05-26 | ContiTech MGW GmbH | Verfahren zur herstellung von stützringen und verwendung desselben |
-
1906
- 1906-09-06 DE DE1906185368D patent/DE185368C/de not_active Expired
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1010804B (de) * | 1953-06-17 | 1957-06-19 | Wmf Wuerttemberg Metallwaren | Verfahren zum Aufloeten eines U-foermigen, rostfreien Ringes auf den Rand von emaillierten oder inoxydierten Metallgefaessen mit schraeger Seitenwandung |
| DE19737024A1 (de) * | 1997-08-26 | 1999-03-11 | Uwe Timmerbeil | Ziehverfahren und Ziehwerkzeug für einen Hohlring eines Knotenpunktes eines Beleuchtungssystems |
| EP3825030A1 (de) * | 2019-11-19 | 2021-05-26 | ContiTech MGW GmbH | Verfahren zur herstellung von stützringen und verwendung desselben |
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