DE185292C - - Google Patents

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DE185292C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09HPREPARATION OF GLUE OR GELATINE
    • C09H3/00Isolation of glue or gelatine from raw materials, e.g. by extracting, by heating

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Commercial Cooking Devices (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- Ja 185292 KLASSE 22«. GRUPPE
OTTO SCHNEIDER in MÜNCHEN-GERN.
förmigem Leimgut.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 4. November 1905 ab.
Die bisherigen Vorrichtungen zur Gewinnung von Leim und Gelatine aus Knochen, Leimleder und anderen leimgebenden Substanzen, bei welchen erhitztes Wasser auf die leimgebenden Substanzen, zur Einwirkung gebracht wird, besitzen den Übelstand, daß die leimgebenden Substanzen bei der Entleimung mit der klebrigen Leimbrühe gemischt, sich zusammenballen und zusammenbacken, wodurch eine vollständige Entleimung der leimgebenden Substanzen vereitelt wird. Zwar hat man versucht, diesem Nachteil in der Weise entgegenzutreten, daß man die Einwirkung des erhitzten Wassers auf die Leimbrühe in mit Dampf oder Wasser geheizten Gefäßen vornahm, in welchen die Leimbrühe durch ein Rührwerk in steter Bewegung gehalten wurde. Durch derartige Vorrichtungen konnte jedoch das vorhin gekennzeichnete Zusammenballen und Zusammenbacken der leimgebenden Substanzen nicht vollständig vermieden werden, weil sich ein Teil der Leimbrühe stets der Einwirkung des Rührwerkes entzog. Auch die Verwendung von zylindrischen Behältern, die sich um eine horizontale, zur Zylinderachse rechtwinklige Achse drehen, hat zu einem befriedigenden Ergebnis nicht geführt, weil in solchen Trommeln das Zusammenballen des Leimgutes eher begünstigt als verhindert wird.
Der eingangs gekennzeichnete Übelstand wird nun durch die vorliegende Vorrichtung dadurch vermieden, daß in ihr den Rohmaterialien eine horizontale, spiralförmige Bewegung erteilt wird, wobei die Wasserteilchen mit den leimgebenden Substanzen in vertikalen Ebenen Wirbel ausführen, durch welche das Material gezwungen wird, dauernd an der Heizfläche vorbeizustreichen. Dadurch wird nicht allein ein sehr schnelles Entleimen der leimgebenden, feinst zerkleinerten Substanzen bis zur äußersten Grenze, ermöglicht, sondern auch der Bedarf an Kraft und Dampf auf ein verhältnismäßig geringes Maß beschränkt.
Die Vorrichtung ist in den Fig. I bis 3 der beiliegenden Zeichnung in Seitenansicht bezw. Querschnitt und Draufsicht zur Darstellung gebracht und besteht in ihren Hauptteilen aus zylindrischen Röhren, auf der Zeichnung mit c1, c2 bezeichnet, welche in horizontaler Lage befestigt und mit einer unten angebrachten Heizvorrichtung il, i2 versehen sind. Letztere kann in Form eines Dampfmantels oder als direkte Heizung eingerichtet sein. Der Dampfmantel oder Heizmantel kann auch das ganze Rohr umgeben.
Die zylindrischen Rohre sind an den Enden mit Bogenstücken d\ d2 versehen, in welchen sich oben und unten Mannlöcher e1, e2 befinden. Diese dienen zur Füllung oder Entleerung des Apparates. An beiden Bogenstücken oder auch nur an einem derselben befinden sich die Vorgelege f1,/2 mit den Zahnrädern gl, g2, welche je eine Welle h1, /?2 treiben. An diesen Wellen befindet sich je ein schiffsschraubenähnliches Flügelrad k1, k2. Durch die in bestimmter Geschwindigkeit sich
drehenden Flügelräder wird mit erhitztem oder überhitztem Wasser ein horizontaler, in sich wirbelnder Kreisstrom erzeugt, welcher die genannten, feinst zerteilten Rohmaterialien in stetem wirbelnden Kreislauf an den Heizflächen dauernd vorübertreibt, so daß jedes Teilchen von dem erhitzten oder überhitzten Wasser umspült, durchdrungen und ausgewaschen wird.
Durch stetiges Vorübertreiben des Gemisches an den Heizvorrichtungen wird die denkbar beste Wärmeausnutzung erzielt. Kleidet man die Röhren mit gegen Säur« widerstandsfähigem Material (Holz, Aluminium, Blei usw.) aus, so kann man auch die Mazeration und das Waschen in dem gleichen Apparat vornehmen.
Zur besseren Extraktion des Leimes und der Gelatine kann der beschriebene Kreislauf unter Druck oder unter Luftleere bewirkt werden. Ein weiterer sehr bedeutender Vorzug der den Gegenstand der vorliegenden Erfindung bildenden Vorrichtung ist die leichte Vergrößerung derselben durch Einfügen von ein oder mehreren zylindrischen Röhren an die Rohre c1, c2.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Vorrichtung zur Gewinnung von Leim und Gelatine aus mehl- oder grießförmigem Leimgut, bestehend aus zwei beheizten, horizontal nebeneinander gelagerten zylindrischen, an ihren Enden mit entsprechenden Bogenstücken zu einer ringförmigen Leitung verbundenen Röhren, in welchen mittels in den Röhren angeordneter schiffsschraubenförmiger Flügelräder den Rohmaterialien eine horizontale, spiralförmige Kreisbewegung erteilt wird, zum Zweck, das Leimgut mit dem Wasser in möglichst innige Berührung zu bringen, und das Gemisch dauernd an den Heizflächen vorbeizuführen.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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