DE183648C - - Google Patents

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DE183648C
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thiohalides
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antimony
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08KUse of inorganic or non-macromolecular organic substances as compounding ingredients
    • C08K3/00Use of inorganic substances as compounding ingredients
    • C08K3/30Sulfur-, selenium- or tellurium-containing compounds
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B29WORKING OF PLASTICS; WORKING OF SUBSTANCES IN A PLASTIC STATE IN GENERAL
    • B29CSHAPING OR JOINING OF PLASTICS; SHAPING OF MATERIAL IN A PLASTIC STATE, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; AFTER-TREATMENT OF THE SHAPED PRODUCTS, e.g. REPAIRING
    • B29C73/00Repairing of articles made from plastics or substances in a plastic state, e.g. of articles shaped or produced by using techniques covered by this subclass or subclass B29D
    • B29C73/16Auto-repairing or self-sealing arrangements or agents
    • B29C73/163Sealing compositions or agents, e.g. combined with propellant agents
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08KUse of inorganic or non-macromolecular organic substances as compounding ingredients
    • C08K3/00Use of inorganic substances as compounding ingredients
    • C08K3/32Phosphorus-containing compounds

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Description

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KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
■-■Λ! 183648 KLASSE 39 δ. GRUPPE
G. A. LE ROY in ROUEN, Frankr.
an Fahrradreifen u.dgl.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 22. Oktober 1904 ab.
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf
ein Vulkanisierverfahren, das insbesondere beim Ausbessern der Luftschläuche und der
' Laufdecken von Fahrrädern, Kraftwagen usw.
zur Anwendung kommt, und das bei einer mäßigen Hitze nicht nur das Ausbessern der etwaigen Schäden durch einen Gummikitt oder eine Gummilösung, sondern auch gleichzeitig deren Vulkanisieren gestattet. Insbesondere
ίο ist dieses Verfahren von Bedeutung, wenn die Reifen u. dgl. unterwegs ohne weitere Hilfsmittel ausgebessert werden sollen.
Zur Ausführung des Verfahrens dient ein Kitt oder eine Lösung, die aus einem Gemisch von Thiohalogeniden des Phosphors, des Arsens und des Antimons mit einer Kaut-. schuklösung bestehen, und denen unter Umständen, noch Thiohalogenverbindungen der Metalle oder aromatische Nitroverbindungen oder beide zugesetzt werden können.
Ein ähnliches Verfahren, das sich zu demselben Zwecke verwenden läßt, ist nun bereits aus der französischen Patentschrift 331559 bekannt geworden. Doch unterscheidet es sich von dem vorliegenden — abgesehen davon, daß es sich nur auf ein Zusammenkleben der Einlagen von Hufeisen, von Treibriemen usw. bezieht —: vor allem dadurch, daß zwei getrennte Vorgänge erforderlich werden, indem erst eine Kautschukschicht auf den auszubessernden oder zusammenzuleimenden Gegenstand aufgebracht wird, und diese dann erst mit einem der bekannten'· Schwefelträger,-z. B.
Chlorschwefel, vulkanisiert wird, etwa indem man sie in einen derartigen Schwefelträger eintaucht oder damit umgibt. Das vorliegende Verfahren, bei dem sofort das fertige Gemisch verwendet wird, besitzt also die bei weitem größere Einfachheit, was insbesondere für die Ausbesserung von Laufdecken u. dgl. unterwegs von Bedeutung ist.
Das Gemisch von Kautschuklösung und Vulkanisiermittel kann auf verschiedene beliebige Weise hergestellt werden, und besitzt je nach dem Maße und der Geschwindigkeit, mit der vulkanisiert werden soll, eine wechselnde Zusammensetzung.
Als besonders geeignet hat sich .ein Kitt bewährt, der aus 20 bis 60 Teilen Thiojodid oder Thiobromid des Phosphors, Arsens oder Antimons und 100 Teilen Kautschuk besteht, die in 1000 Teilen eines beliebigen Lösungsmittels, z. B. Kohlenwasserstoffe, Schwefelkohlenstoff, gelöst sind. Freies Halogen soll nicht in der Lösung vorhanden sein, eher ein Überschuß an Schwefel.
Die Geschwindigkeit und die Intensität des Vulkanisierens läßt sich übrigens durch geeignete Zusätze ändern, so daß man je nach der besonderen Art der Verwendung eine besondere Zusammensetzung wählen kann. So verlangsamt ein Zusatz von Thiohalogeniden der Metalle, z. B. Bleithiojodid, -chlorid oder -bromid oder die entsprechenden Verbindungen des Zinns die Wirksamkeit; der Thiohalogenide der erstgenannten Metalloide, wobei die Um-
Setzungen anscheinend auch etwas anders verlaufen.
Für viele Zwecke ist es aber erforderlich, die Umsetzungsgeschwindigkeit und die Wirksamkeit des Gemisches zu erhöhen. Dazu eignet sich besonders vorteilahft ein Zusatz von aromatischen Nitrokörpern, z. B. Nitrophenol, Nitrotoluol, Nitronaphtol usw., da hierdurch sowohl die Geschwindigkeit des
ίο Vulkanisieren als auch die Festigkeit des neu vulkanisierten Stückes wesentlich erhöht werden. So ist z. B. ein Zusatz von 25 Teilen Trinitrophenol (Pikrinsäure) auf 100 Teile Thiohalogenverbindung zweckmäßig.
Die Ausführung des Verfahrens ist recht einfach. Die verletzte Stelle, etwa einer Laufdecke, wird mit der Lösung oder dem Kitte bestrichen, und nachdem das Lösungsmittel verdunstet ist, wird sie in einem Gefäße mit heißer Kochsalzlösung oder mit warmer Asche erwärmt, wodurch das Vulkanisieren beendet wird.

Claims (2)

Patent-Ansprüche:
1. Vulkanisierverfahren, insbesondere zum Ausbessern von Verletzungen an Fahrradreifen u. dgl., gekennzeichnet durch die Anwendung von Thiohalogeniden des Phosphors, Arsens und Antimons als Vulkanisiermittel, zum Zwecke, Kautschuklösungen und Vulkanisiermittel in Mischung anwenden und die Vulkanisierung bei verhältnismäßig niedriger Temperatur ausführen zu können.
2. Ausführungsform ■ des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß den Thiohalogeniden des Phosphors, Arsens und Antimons noch Thiohalogenide der Metalle oder aromatische Nitrokörper oder beide zugesetzt werden.
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