DE182136C - - Google Patents

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DE182136C
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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F16ENGINEERING ELEMENTS AND UNITS; GENERAL MEASURES FOR PRODUCING AND MAINTAINING EFFECTIVE FUNCTIONING OF MACHINES OR INSTALLATIONS; THERMAL INSULATION IN GENERAL
    • F16DCOUPLINGS FOR TRANSMITTING ROTATION; CLUTCHES; BRAKES
    • F16D65/00Parts or details
    • F16D65/14Actuating mechanisms for brakes; Means for initiating operation at a predetermined position
    • F16D65/28Actuating mechanisms for brakes; Means for initiating operation at a predetermined position arranged apart from the brake

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Braking Arrangements (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- M 182136 KLASSE 47c. GRUPPE
PIERRE LOUIS MARIE GODEAU in PARIS. Selbsttätig und zunehmend wirkende Bremse. Patentiert im Deutschen Reiche vom 28. März 1906 ab.
Für diese Anmeldung ist bei der Prüfung gemäß dem Unionsvertrage vom
20. März 1883
14. Dezember 1900 auf Grund der Anmeldung in Frankreich vom 11. April 1905 anerkannt.
die Priorität
Vorliegende Erfindung hat eine selbsttätig und zunehmend wirkende Bremseinrichtung zum Gegenstand, die sich auf jeden zu bremsenden Teil anwenden läßt und von dem Lenker nur eine geringe Kraftäußerung verlangt. Diese beschränkt sich auf das Zusammendrücken einer leichten Feder, während die erforderliche Bremskraft der lebendigen Kraft des zu bremsenden Teiles entnommen wird. Hierdurch kann, wenn nötig, eine außerordentlich energische Kraftentwicklung erzielt werden.
Das Ergebnis wird nach der vorliegenden Erfindung mit Hilfe einer Luftpumpe erzielt, die im gegebenen Augenblick von dem zu bremsenden Teil in Tätigkeit gesetzt wird. Die durch diese Pumpe susammengedrückte Luft wirkt einer Feder entgegen auf einen Kolben, dessen Stange alsdann Bremsklötze gegen die Naben oder die Felgen der zu bremsenden Räder drückt. Der Druck auf den Kolben wird von einem elastischen Ventil geregelt, auf das eine zur Einrückvorrichtung führende Vorrichtung derart wirkt, daß der Führer es in der Hand hat, die Bremsung auf ein bestimmtes Maß zu beschränken, oder aber sie mit größter Kraft arbeiten zu lassen.
In der Zeichnung ist die Erfindung an
einem Beispiel erläutert.
Fig. ι ist die untere Ansicht eines mit der Bremsvorrichtung versehenen Wagens,
Fig. 2 ein Längsschnitt des Bremskolbens, der Druckpumpe und ihrer Bewegungsvorrichtung.
Die Einrichtnng ist in ihrer Anwendung auf einen zweirädrigen Wagen dargestellt. Sie besteht im wesentlichen aus einer Luftpumpe ι, die im gewünschten Augenblick durch eines der Räder 2 mit Hilfe eines Riemens oder einer Kette 3 und einer einrückbaren Kupplung 4 in Tätigkeit gesetzt wird. Die von der Pumpe 1 zusammengedrückte Luft wirkt auf den Kolben eines Zylinders 5, und dieser Kolben zieht unter Vermittlung einer Querstange 6 die auf den Radnaben angebrachten Bremsen 7 und 8 an. Die Kupplung 4 wird durch einen Fußtritt 9 und eine Schnurführung 10 ein- und ausgerückt, die auch gleichzeitig die Bremsregulierung 11 beeinflußt.
Die Nabe 7 trägt ein Zahnrad 12, das mit Hilfe der Kette 3 ein lose auf der Welle 14 sitzendes Trieb 13 dreht (Fig. 1). Diesem gegenüber sitzt eine gekehlte Scheibe 15, die auf einem vierkantigen Teil der Welle 14 verschiebbar ist und von einer Feder 19 gegen das Trieb 13 gedrängt wird. Die gegeneinander gerichteten Flächen des Triebes 13 und der Scheibe 15 sind mit Vorsprüngen 16 und 17 versehen, welche, wenn die von der Gabel 18 unbeeinflußte Scheibe von der Feder längs der Welle verschoben wird, ineinander
greifen. Wenn in diesem Augenblick das Rad 2 sich dreht, so wird die Welle 14 mitgedreht und von ihr mit Hilfe der Kurbel 20 und der Stange 21 der Kolben 22 der Luftpumpe 1 bewegt. Die von letzteren zusammengedrückte Luft geht durch das Ventil 23 hindurch und wirkt auf den Kolben 24 der Feder 25 entgegen. Die Stange 26 des Kolbens 24 verschiebt die Querstange 6, die mit Hilfe der Züge 27 (Fig. 1) die Bremse anzieht.
Die Kupplung wird von dem Pedal 9 und einem Seil 35 ein- und ausgerückt. An diesem Seil ist die Regelungseinrichtung angebracht. Um den Luftdruck im Zylinder 5 und damit die Bremsung auf das gewünschte Maß zu beschränken, ist in dem Zylinder 5 eine Öffnung 36 angebracht, der gegenüber sich ein Ventilkegel 37 befindet. Dieser sitzt auf der Blattfeder 38. Wenn die auf der Stange 40 sitzende Nase 39 unter dem Einfluß der Feder 41 gegen den Ventilkegel drückt, so legt sich dieser mehr oder weniger fest gegen die Öffnung 36. Die Bewegung der Nase 39 wird durch das Pedal 9 reguliert. Wird dieses niedergedrückt, so rückt sich die Pumpe ι ein und drückt die Luft im Zylinder 5 zusammen, während die Nase 39 eine gewisse Strecke auf der Blattfeder 38 vorrückt, wodurch der Ventilkegel mehr oder weniger stark gegen die Öffnung 36 gedrückt wird. In einem gewissen Augenblick ist der Luftdruck so stark geworden, daß dadurch das Ventil gehoben wird, so daß hierdurch im Zylinder ein Druck hergestellt wird, der dem gewünschten Grad der Bremsung entspricht.
Wird die Nase 39 so weit vorgerückt, daß sie über den Ventilkegel zu liegen kommt, so steigt der Druck im Zylinder 5 beständig bis zum Stillstehen des Wagens. Hört der Druck auf das Pedal ganz auf, so geht die Nase 39 zurück, die Luft kann alsdann aus dem Zylinder entweichen, der Kolben 24 geht in seine Ruhelage zurück und lockert die Bremse.
Anstatt die Bremsen auf die Radnaben wirken zu lassen, kann man sie auch auf die Felgen oder auch auf Naben und Felgen gemeinsam wirken lassen und sie gemeinsam durch die Kolbenstangen 26 bewegen.

Claims (2)

Patent-An Sprüche:
1. Selbsttätig und zunehmend wirkende Bremse, bei der die zum Bremsen erforderliche Kraft mit Hilfe einer Luftpumpe dem zu bremsenden Gegenstand entnommen wird, gekennzeichnet durch ein an dem Bremszylinder angebrachtes Ventil, dessen veränderliche Belastung den hinter dem Kolben wirkenden Druckwert bestimmt, wobei der Bremskolben mit einer dessen Wirkung entgegenwirkenden Feder versehen sein kann.
2. Bremse nach Anspruch i,- dadurch gekennzeichnet, daß ein Teil (Nase 39) der Einrückvorrichtung der Luftpumpe nach dem Einrücken unter Einwirkung einer Feder sich gegen das Regulierventil legt und die Belastung des Ventils auf diese Weise bis zu dem gewünschten Grade dem Luftdruck entgegen vergrößert, so daß der Luftdruck auf den jeweils gewünschten Bremsdruck eingestellt werden kann.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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