DE1812939B2 - Ausstiegsrutsche für Flugzeuge - Google Patents
Ausstiegsrutsche für FlugzeugeInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Ausstiegsrutsche für Flugzeuge gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
Die Anforderungen beim Aussteigenlassen von Fluggästen in Notfällen werden immer bedeutungsvoller,
wenn die Größe des Flugzeugs und die Zahl der Fluggäste zunehmen. Notlagen beim Starten und
Landen erfordern oft ein schnelles Aussteigen der Fluggäste aus dem Flugzeug, um drohenden Verletzungen
durch Feuer und Explosion zuvorzukommen.
Eine bekannte Notausstiegsrutsche besteht aus einem langen Streifen aus Segeltuch, der die Gleitfläche bildet,
und aus zwei aufblasbaren Seitenschläuchen, die an dem Streifen befestigt sind, um dadurch eine trogförmige
Rutschbahn zu bilden. Der Segeituchstreifen und die Seitenschläuche werden von einer Stützkonstruktion
getragen, die zwei aufblasbare Längsträger aufweist, welche parallel im Abstand zueinander von einem
oberen und von einem unteren Distanzschlauch gehalten werden. Der Segeltuchstreifen sitzt an den
Längsträgern und an den oberen und unteren Distanzschläuchen, so daß der Streifen straff gehalten
wird, um eine seitlich flache und sehr feste Gleitfläche zu bilden, wenn die Notrutsche aufgeblasen wird.
Jeder Seitenschlauch ist auf einem der Träger befestigt und steht mit ihm durch eine Anzahl Löcher in
Verbindung, über die Luft eingeblasen werden kann. Am oberen Rutschenende ist das Ende eines Tuches mit dem
Segeltuchstreifen an dem Distanzschlauch verbunden. Das andere Ende des Tuches kann an einer Stange oder
an einer sonstigen Befestigung angebracht werden, die lösbar an dem Boden sitzt. Ferner sind zwei Seile an
ihren unteren Enden an den Trägern befestigt, während sie an ihren oberen Enden Schlaufen für eine
Befestigung über der Eingangstür aufweisen. Bei einer Notlandung können sich die aussteigenden Fluggäste
insbesondere durch diese Seile behindert fühlen, so daß dies zur Unsicherheit der Fluggäste beitragen kann
(US-PS 31 02 623).
Aufgabe der Erfindung ist es, eine in ihrem Aufbau stabile Ausstiegsrutsche für Flugzeuge zu schaffen, die
in kurzer Zeit durch eine einzige Druckquelle aufblasbar ist. Gemäß der Erfindung ist diese Aufgabe bei einer
Ausstiegsrutsche für Flugzeuge nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1 durch die Merkmale im kennzeichnenden
Teil dieses Anspruchs 1 gelöst. Eine vorteilhafte Weiterbildung ist in dem Unteranspruch angegeben.
Die aufblasbare Ausstiegsrutsche gemäß der Erfindung ist in Leichtbauweise ausgeführt, kann in einem
Flugzeug gedrungen verstaut und im Notfall an einem Flügelausstieg schnell aufgeblasen werden. Die Ausstiegsrutsche
nach der Erfindung hat einen stabilen Aufbau, über den die Fluggäste in einer Notlage das
Flugzeug sicher und mit Vertrauen verlassen können.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wiedergegeben. In der Abbildung weist die
lu aufblasbare Ausstiegsrutsche 10 im wesentlichen eine
aufblasbare Rampe 12 und zwei aufblasbare Seitenteile 14 und 16 auf. In der bevorzugten Ausführungsform
wird die aufblasbare Rampe 12 in der etwa plattförmigen Ausgestaltung durch eine Anzahl paralleler
ii Innenspanten 18 gehalten, die sich zwischen zwei
großen Seitenwänden der aufblasbaren Rampe 12 erstrecken. Die Rampe 12 und die Innenspanten 18 sind
vorzugsweise· aus einem mit Neopren beschichteten, viereckig gewebten Stoff hergestellt. Die Anzahl der
Innenspanten 18 wird von der gewünschten Größe und
Form der Rampe 12 bestimmt. Die Verwendung einer größeren Zahl dichter aneinanderliegender Innenspanten
18 verringert das Maß der Unregelmäßigkeiten an der Oberseite 20 der Rampe 12 Die im allgemeinen
flache, plattförmige Ausgestaltung der Rampe 12 kann auch dadurch erhalten werden, daß eine Anzahl
einzelner, pufblasbarer Schläuche mit geringem Durchmesser in einer einzigen Ebene miteinander verbunden
wird. Bei dieser Bauweise mit Schläuchen müßte jedoch
jo jeder einzelne Schlauch über miteinander verbundene
Einlasse aufgeblasen werden. Deshalb wird die Spantenbauweise der Rampe 12 gemäß der Abbildung
bevorzugt, weil die Spanten 18 das Aufblasen der ganzen Ausstiegsrutsche erleichtern.
Die Oberseite 20 der Rampe 12 ist vorteilhafterweise mit einem rutschsicheren Kautschuk beschichtet, um das
Aufsetzen der Füße der Fluggäste zu sichern. Die Länge des linken Seitenrandes 22 der Rampe 12 in der
Abbildung, welche die der Flugzeugspitze nächstgelegene Seite der Rampe ist, ist kürzer als die Länge des
rechten Seitenrandes 24. Die Gesamtlänge der Rampe 12 nimmt allmählich von der kürzeren Seitenlänge 22 bis
zur größeren Seitenlänge 24 in der Abbildung so zu, daß bei völlig aufgeblasener Rampe das äußere Ende der
Ausstiegsrutsche den Flügelbereich mit einem allmählich zunehmenden Zwischenraum von der Ausstiegstür
her berührt. Das vorher festgelegte Maßverhältnis von Flügelneigung zur Gesamtlänge der Rampe 12 verbürgt,
daß in einer Notlage, in der alle Räder des Fahrwerks
so unbeschädigt sind, die Ausstiegsrutsche 10 im wesentlichen
waagrecht gegenüber der Achse des Flugzeugs liegt, während die Rutsche im allgemeinen in der
Richtung quer zur Flugzeugachse abfällt. In dieser Lage können die aussteigenden Fluggäste eine einzige
Schräge statt zweier verschiedener Schrägen hinabgehen.
Vorteilhaft läuft das vordere Ende der Rampe 12 schmal zu, um den Abwärtsschritt von der Rutsche zum
Flügel zu verkleinern. Diese geringere Stärke des Endteils wird durch sich verjüngende Enden der
Spanten 18 bewirkt.
Das senkrechte Seitenteil 14 wird von drei aufblasbaren Schläuchen 26 gebildet, die in der in der Abbildung
gezeigten Weise an der linken Seite 22 der Rampe 12 zusammengesetzt sind. Die Schläuche 26 sind durch
Klebstoff miteinander so verbunden, daß sie beim Aufblasen eine starre, senkrechte Stütze für die
Ausstiegsrutsche 10 abgeben. Diese aufblasbaren
Schläuche sind vorzugsweise aus einem neoprenbeschichteten Nylongewebe ähnlich dem für die Rampe 12
verwendeten Material hergestellt
In ähnlicher Weise wird das senkrechte Seitenteil 16
an der rechten Seite 14 der Rampe von drei aufblasbaren Schläuchen 28 gebildet, die durch Klebstoff in der in der Abbildung gezeigten Weise
miteinander verbunden sind.
Die aufblasbare Rampe 12 kann am Fuß der Ausstiegstür auf vielfache Art und Weise befestigt
werden. Bei der gezeigten Konstruktion hat die aufblasbare Rampe 12 eine äußere Klappe 30, die über
den Boden der Aussiiegstür vorsteht und in einem überlappenden Endteil endet, durch den eine Befestigungsstange 32 in der in der Abbildung gezeigten Weise
gehen kann. Die Befestigungsstange 32 erstreckt sich über die Breite der Klappe 30 und die Türöffnung
hinweg. Die Enden der Befestigungsstange 24 werden in dem Rumpf festgehalten und stützen damit das Türende
der Rutsche 10 ab. Die gesamte aufblasbare Ausstiegsrutsche 10 wird von einer einzigen Druckquelle, wie
einer (nicht dargestellten) Druckflasche, aufgeblasen. Hierzu muß die aufblasbare Ausstiegsrutsche 10 ein
Leitungssystem haben, das an die Rampe 12 und die Seitenteile 14 und 16 angeschlossen ist. Die Verwendung von Innenspanten 18 geringerer Länge als die
Gesamtlänge der Rampe 12 bietet ein Mittel, um Luft in die ganze Rampe 12 einzulassen. Die Seitenteile 14 und
16 können von derselben Druckquelle aufgeblasen
werden, indem Zwischeneinlässe zwischen der Rampe
und den Schläuchen 26 und 28 vorgesehen werden.
Üblicherweise wird die aufblasbare Rutsche 10 entleert verstaut Die Verwendung biegsamer kau-ί tschukbeschichteter Werkstoffe erlaubt, die Rutsche 10
entleert in einen verhältnismäßig kleinen Packen zusammenzufalten, der entweder im Boden der
Türöffnung oder an der Innenkante dir Tür selbst
verstaut werden kann. Da der Ausstieg über dem Flügel
ίο in der Regel ein Notausstieg ist, ist es möglich, die
Befestigungsstange 32 jederzeit an Ort und Stelle zu haben.
In einem Notfall wird der Flügelausstieg geöffnet und die aufblasbare Ausstiegsrutsche 10 aus dem Aufbewah
rungsfach herausgenommen und dann aus der Tür auf
den «Hügel fallen gelassen, wobei die Außenklappe 30 und die Stange 32 bereits befestigt sind. Gleichzeitig
wird die Druckquelle betätigt, um die Rutsche 10 in die in der Abbildung gezeigte Form zu bringen.
In völlig aufgeblasenem Zustand bietet die Ausstiegsrutsche 10 eine stabile Rampe mit allmählich abnehmender Neigung, die sich von dem Boden der Ausstiegstür
zum Flügel des Flugzeugs erstreckt Die Fluggäste können durch die Tür über die rutschfeste Oberseite 20
der Rampe 12 auf den Flügelbereich gelangen. Die Fluggäste können die stabilen Seitenteile 14 und 16
benutzen, um sich darauf zu stützen, wenn sie die Rutsche 10 hinuntergehen.
Claims (2)
1. Ausstiegsrutsche für ein Flugzeug mit einer flachen, aufblasbaren Rampe mit einem den
Notausstieg erfassenden Ende und mit aufblasbaren Seitenteilen, dadurch gekennzeichnet,
daß die Rampe (12) mehrere in Rutschenlängsrichtung verlaufende, mit Abstand nebeneinander
angeordnete Innenspanten (18) aufweist, die jeweils die Oberseite (20) mit der Unterseite der Rampe
verbinden, und deren Länge jeweils geringer als die gesamte Länge der Rampe ist.
2. Ausstiegsrutsche nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Seitenteile (14, 16) der
Ausstiegsrutsche (10) aus übereinanderliegenden Schläuchen (26,28) bestehen, wobei Druckmitteleinlaßöffnungzn
zwischen der Rampe (12) und den Schläuchen vorgesehen sind.
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