DE1797086C3 - Verwendung eines photographischen hochk ontrastreiche n Aufzeichnungsmaterials für die kontinuierliche Herstellung von Strich- und Rasterbildern - Google Patents

Verwendung eines photographischen hochk ontrastreiche n Aufzeichnungsmaterials für die kontinuierliche Herstellung von Strich- und Rasterbildern

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DE1797086C3
DE1797086C3 DE19681797086 DE1797086A DE1797086C3 DE 1797086 C3 DE1797086 C3 DE 1797086C3 DE 19681797086 DE19681797086 DE 19681797086 DE 1797086 A DE1797086 A DE 1797086A DE 1797086 C3 DE1797086 C3 DE 1797086C3
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Description

30 Die bei einem kontinuierlichen Entwicklungsverfahren
(HOCHaCHjOiN — CHa — SO4Na mit einem gegebenen photographischen Film erreich
bare Bildqualität ist in der Regel schlechter als die
enthält. Bildqualität, die bei einer sorgfältigen manuellen
Tankentwicklung erhalten wird. Die Empfindlichkeit 35 hochkontrastreicher Filme gegenüber Entwicklerabbauprodukten und örtlichen Konzentrationsschwankungen an Entwicklerverbindung sind der Grund, daß
— bei der kontinuierlichen maschinellen Entwicklung
solcher Filme in den Halbtonbezirken in bestimmter 40 Richtung verlaufende Nachziehstreifen entstehen. Diese Nachziehstreifen treten insbesondere in stark entwickelten Bezirken (50 bis 90% Punkte) auf, die sich benachbart zu schwach entwickelten Bezirken
Auf graphischem Gebiet werden bekanntlich zur (Punktbezirke von 20% oder weniger) befinden. Die Herstellung von Strich- und Rasterbildern photo- 45 Nachziehstreifen bilden sich infolge einer stärkeren graphische Aufzeichnungsmaterialien mit extrem hoch- Entwicklung aus, die dadurch bedingt ist, daß der aus kontrastreichen Silberhalogenidemulsionsschichtenver- den Bezirken einer schwachen Entwicklung »eingewendet. Bei der Entwicklung derartiger photographi- schleppte« Entwickler eine höhere Konzentration an scher Aufzeichnungsmaterialien wachsen die Entwick- Entwicklerverbindung und geringere Mengen an Entlungsbezirke autokatalytisch mit sehr hoher Entwick- 50 wicklerabbauprodukten (hauptsächlich Bromidionen) lungsgeschwindigkeit, wodurch der für Rasterbilder enthält als der normalerweise in diesen Bezirken vorerforderliche, extrem hohe Kontrast erreicht wird. Zur hanifene Entwickler.
Reproduktion von Kontinuierlichtonvorlagen ist es Fernsr kommt es bei hochkontrastreichen Filmen
üblich, einen photographischen Halttonzwischen- je nach der Ausrichtung und Fortbewegungsrichtung raster, in der Regel ein Filmnegativ, herzustellen, bei 55 in der Entwicklungsvorrichtung zu einer Verzeichnung welchem die einzelnen Tönungsstufen durch verschie- und/oder Größenänderung der Punkte. Eine solche den große Punkte einheitlicher Dichte wiedergegeben Punktverzeichnung läßt Diskontinuitäten oder Plateaus werden. Die Form, Dichte und Gleichförmigkeit der in der H- und D-Kurve von hochkontrastreichen FiI-Halbtonpunkte stehen in enger Beziehung zur Qualität men erkennen, die in einer kontinuierlich arbeitenden des erhaltenen Bildes. 60 Tiansportentwicklungsvorrichtung entwickelt werden.
Die zur Entwicklung extrem hochkontrastreicher Aus der US-PS 30 58 826 ist es bekannt, auf litho-
photographischer Filme verwendeten Entwickler unter- graphische Aul'zeichnungsmaterialien, deren Silberscheiden sich in ihrer Zusammensetzung ganz erheb- halogenid aus Silberbromidchlorid besteht, ungewöhnlich von typischen Schv· arzweiß-Entwicklern. Zur Er- Hch dicke Gelatinedeckschichten aufzubringen, und zielung sehr hoher Kontraste und scharfer Raster- 65 zwar in Mengen zwischen 20 und 40 mg Gelatine pro punkte werden für derartige Filme in der Praxis Ent- dm2. Es wird dadurch eine Verbesserung der maxiwickler verwendet, die im wesentlichen aus Hydro- malen Dichte, des Kontraste« und der Empfindlichkeit chinon. einem Alkali, einem Alkalimetallbromid und erreicht. Jedoch findet sich in dieser Patentschrift kein
Hinweis darauf, daß dicke Deckschichten auf hoch- Geeignete Fonnaldehydbisulfit-Amin-Kondensati-
kontrastreichen photogiaphischen Aufzeichnungsma- onyprodukte sind ζ Β
terialien mit ganz spezieller Silberhalogenidzusammen-
seteung unter Anwendung ganz bestimmter Entwickler Natrium-2-hydroxyäthylaminomethansulfonat,
bei der kontiBUierlichen Herstellung von Stnch- und s Natrium-2-hydroxypropyIammomethansulfonat,
Rasterbildern darüber hinaus noch Vorteile bringen Natrium-l,l-dimethyl-2-hydroxyäthylamino-
könnten. methansulfonat,
Der Erfindung hegt die Aufgabe zugrunde, Mittel Natrium-l,l-bis(hydroxymethyl)äthylamino-
und Wege anzugeben, mit deren Hilfe unter Verwen- methansulfonat,
dung von automatischen Transportentwicklungsvor- io Natrium-tris(hydroxymethyl)methylamino-
richtungen Strich-und Rasterbilder unter Vermeidung methansulfonat
oder Verminderung von Nachziehstreifen und/oder Natrium-3-hydroxypropylaminomethansulfonat,
Punktverzeichnungen kontinuierlich herstellbar sind. Natrium-N,N-bis-r2-(l-hydroxy)propyl]-amino-
Der Erfindung üegt die Erkenntnis zugrunde, daß methansulfonat,
die angegebene Aufgabe dadurch lösbar ist, daß photo- 15 Natrium-N-isop'ropyl-N-(2-hydroxyäthyl)amino-
graphische Auf zeichnungsmatenalien genau definierten methansulf onai,
Typs mit Silberhalogeniden bestimmter Zusammen- Natrium-N-äthyl-N-(2-hydroxyäthyl)amino-
setzung und vergleichsweise dicken Deckschichten methansulfonat und
nach der Belichtung in Entwicklerlösungen genau defi- Natrium-N-methyl-N-(2-hydroxyäthyl)amino-
nierten Typs mit einem Gehalt an einer bestimmten ao methansulfonat.
Sulfitionen-liefernden Verbindung entwickelt werden.
Gegenstand der Erfindung ist die Verwendung eines Besonders geeignet ist Natrium-bis(2-hydroxyäthyl)-
photographischen hochkontrastreichen silberhaloge- aminomethansulfonat.
nidhaltigen Aufzeichnungsmaterials, dessen Silber- Die genannten Kondensationsprodukte können ent-
halogenid in der Emulsionsschicht zu mindestens as weder allein oder in Kombination miteinander ver-
85 Mol-% aus Silberchlorid besteht und das eine wendet werden. Vorzugsweise enthält 1 Liter Entwick-
Deckschicht aus einem wasserpermeablen Kolloid auf- lerlösung 0,25 bis 0,5 Mol Formsildehydbisulfit-Amin-
weist, das auf die Emulsionsschicht in einer Menge von Kondensationsprodukt.
17,75 bis 49,50 mg pro dm2 Trägerfläche aufgetragen Das jeweilige Formaldehydbisulfit-Amin-Kondenist, für die kontinuierliche Herstellung von Strich- 30 sationsprodukt kann der Entwicklerlösung entweder und Rasterbildern, bei der nach der Belichtung des als solches zugesetzt oder in situ gebildet werden. Ver-Aufzeichnungsmaterials in einer Entwicklerlösung fahren zur Herstellung solcher Verbindungen sind beientwickelt wird, die pro Liter 0,05 bis 0,5 Mol einer spielsweise in der US-PS 23 88 816 beschrieben. Wenn Hydrochinonverbindung und 0,1 bis 1,0 Mol eines im vorliegenden Falle von einem Carbonylbisulfit-Formaldehydbisulfit-Amin-Kondensationsproduktes 35 Amin-Kondeasationsprodukt die Rede ist, so ist darenthält, unter sowohl das als solches der Entwicklerlösung ein-Durch die Erfindung wird erreicht, daß die Bildung verleibte Kondensationsprodukt als auch das aus den von Nachziehstreifen und/oder eine Punktverzeich- einzelnen Bestandteilen der Entwicklerlösung in situ nung praktisch vollständig ausgeschaltet und wie zu gebildete Kondensationsprodukt zu verstehen,
erwarten war, der Kontrast sowie die Empfindlichkeit 40 Die «rfindungsgemäß verwendeten Aufzeichnungserhöht wird, wobei als weiterer Vorteil hinzukommt, materialien enthalten vorzugsweise Silberhalogeniddaß die erfindungsgemäß verwendeten Aufzeichnungs- emulsionsschichten, deren Silberhalogenid zu mindematerialien eine beträchtliche Inkubationsstabilität stens 90 Mol- % aus Silberchlorid und gegebenenfalls aufweisen. zum Rest aus Silberbromid besteht.
Erfindungsgemäß sind die bekannten, für diesen 45 Gegebenenfalls kann das m den Silberhalogenid-
Zweck üblicherweise verwendeten Hydiochinonver- emulsionsschichten enthaltene Silberhalogenid auch
bindungen anwendbar, z. B. noch geringe Mengen an Silberjodid, d. h. weniger als
5Mol-% Silberjodid, enthalten. Aufzeichnungsmate-
Chlorhydrochinon, Bromhydrochinon, rialien mit Silberhalogenidemulsionsschichten, deren
Isopropylhydrochinon, Methylhydrochinon, 50 Silberhalogenid ausschließlich cus Silberchlorid be-
2,3-Dichlorhydrochinon, 2,5-Dimethylhydro- steht, haben sich ebenfalls als vorteilhaft er-
chinon, wiesen.
2,3-Dibromhydrochinon, Mit Aufzeichnungsmalerialien, deren Bindemittel in
l.^Dihydroxy^-acetophenon^.S-dimethyl- den Silberhalogenidemulsionsschichten Polyvinyiver-
hydrochinon, 55 bindungen dispergiert enthalten, lassen sich insbesun-
2,5-Diäthylhydrochinori, ders hinsichtlich einer Vermeidung von Nachzieh-
2,5-Di-p-phenäthylhydrochinon, streifen und/oder Punktverzeichnungen besonders gute
2,5-Dibenzoylaminohydrochinon oder Ergebnisse erzielen.
2,5-Diacetaminohydrochinon, Wie bereits ausgeführt, enthalten die erfindungs-
60 gemäß verwendeten Aufzeichnungsmaterialien eine
sowie ferner die Ester derartiger Verbindungen, bei- relativ dicke Deckschicht aus einem wasserpermeablen spielsweise deren Formiate und Acetate, Besonders Kolloid. Obwohl sämtliche wasserpermeablen Bindegeeignet ist das Hydrochinon selbst. mittel, die sich auch als Bindemittel für die Emul-Die genannten Entwicklerverbindungen können ent- sionsschichten eignen, zur Herstellung der Deckweder für sich allein oder in Kombination miteinander 65 schicht geeignet sind, hat sich zur Herstellung der verwendet werden. Vorzugsweise beträgt die Konzen- Deckschicht Gelatine als besonders geeignet erwiesen, tration an Entwicklerverbindungen pro Liter Ent- Gegebenenfalls kann die Deckschicht jedoch auch, Wicklerlösung 0,1 bis 0,3 Mol. wie bereits im Zusammenhang mit den Emulsions-
schichten ausgeführt, dispergierte Polyvinylverbindungen enthalten.
Das Vorhandensein einer dicken Deckschicht in den erfindungsgemäß verwendeten Aufzeichnungsmaterialien stellt das wesentliche Merkmal der Erfindung dar. Eine solche Deckschicht unterscheidet sich von bekannten. Gelatine-Deckschichten zur Verhinderung eines Abriebs, die in der Regel in der Weise aufgetragen sind, daß, gemessen in trockenem Zustand, pro dm2 Trägerfläche nicht mehr als 10 mg Deckschicht entfallen (vgl. US-PS 30 58 826, Spalte 1, Zeilen 37 — 41), insbesondere dadurch, daß im vorliegenden Falle pro dm2 Trägerfläche, gemessen in trockenem Zustand, 17,75 bis 49,50 mg Deckschicht entfallen.
Die folgenden Beispiele sollen die Erfindung näher veranschaulichen.
Beispiel 1
Eine Gelatine-Silberhalogenidemulsion mit feinkörnigen Silberchloridbromidjodidkristallen, deren Halogenidanteil zu 90 Mol- % aus Silberchlorid, 9 Mol-% aus Silberbromid unid 1 Mol-% aus Silberjodid bestand, wurde mit Schwefel- und Goldverbindungen chemisch sensibilisieit und in der Weise auf einen aus Polyalkylenterephthalat bestehenden Schichtträger aufgetragen, daß pro dm* Trägerfiäche eine 50,57 mg Silber entsprechende Menge Silberhalogenid und 50,14 mg Gelatine entfielen. Das erhaltene Aufzeichnungsmaterial wurde in 3 Teile geteilt, worauf die einzelnen Proben auf der Emulsionsseite in der Weise mit einer Gelatinedeckschicht versehen warden, daß pro dm2 Trägerfläche etwa 8,88, 17,75 bzw. 26,63 mg Gelatine entfielen. Die eine Gelatinsdeckschicht aufweisenden Proben wurden mit A, B bzw. C bezeichnet.
Die so hergestellten Proben wurden mittels einer Wolfram-Lichtquelle durch einen Stufenkeil gegen einen purpurroten Kontaktraster belichtet. Hierauf wurden die belichteten Aufzeichnungsmaterialien innerhalb von 90 Sekunden in der in der US-PS 30 25 779 beschriebenen Entwicklungsvorrichtung mit einem Entwickler der folgenden Zusammensetzung entwickelt :
Natrium-bis(2-hydroxyäthyl)-
aminomethansulfonat·) 82,0 g
Natriumsulfit 30,0 g
Borsäure 7,5 g
Hydrochinon 22,5 g
Kaliumbromid 1,6 g
2,2'-Iminodiäthanol 39,0 g
Mit Wasser aufgefüllt auf 1 Liter
pH-Wert des Entwicklers 9,5
·) Zur Herstellung dieser Verbindung in situ können Natriumformaldehydbisulfit und 2,2'-lminodiäthanol verwendet werden.
Auf den behandelten Aufzeichnungsmaterialien waren Punktmuster sichtbar, Diese Punktmuster setzten sich aus sogenannten Dunkelbezirken oder Schattenpunkten sowie aus Bezirken hoher Lichter zusammen. Die Qualität der einzelnen Reproduktionen wurde durch Prüfen der Punktbezirke ermittelt, wobei eusen je nach ihrer Qualität Zahlen von 1 (extrem schlecht) bis 9 (ausgezeichnet) zugeordnet wurden.
In der folgenden Tabelle 1 bedeuten H, M bzw. S de Be-irke der hohen Lichter, der Mitteltöne bzw. der ? rhatten.
Tabelle 1
Probe Gelatine Relative Kon Punkt Bildung
deck Emp trast**) qualität von Nach
schicht findlich HMS zieh
5 in keit*) streifen
mg/dm1
Träger
fläche
A 8,88
B 17,75
C 26,63
100
324
100
1,22
7,50
9,80
8
9
9
7 stark
9 keine
9 keine
·) Gemessen bei einer Dichte von 0,3 über dem Schleier. **) Neigung der Geraden zwischen zwei Punkten, die 0,3 log E 1S von der D-log Ε-Kurve entfernt sind, wobei der untere der beiden Punkte eine Dichte von 0,1 über dem Schleier besitzt.
Die in der Tabelle enthaltenen Ergebnisse zeigen,
daß mit zunehmender Dicke der Gelatinedeckschicht
ao der Kontrast gesteigert, Nachziehstreifen vermieden,
die Punktqualität verbessert und die Empfindlichkeit
bei bestimmten Schichtdicken erhöht wird.
Beispiel 2
as Es wurden entsprechende Aufzeichnungsmaterialien wie die in Beispiel 1 mit A und C bezeichneten Proben hergestellt und in der in Beispiel 1 beschriebenen Weise belichtet und entwickelt, jedoch mit der Ausnahme, daß die Entwicklungsdauer im vorliegenden Falle 105 Sekunden betrug. Entsprechende Aufzeichnungsmaterialien wurden vor ihrer Untersuchung einer natürlichen Alterung unterworfen. Ferner wurden noch entsprechende Aufzeichnungsmaterialien bei einer Temperatur von 48,90C und einer relativen
Feuchtigkeit von 50% 1 Woche lang inkubiert.
Die bei der Untersuchung der einzelnen Proben erhaltenen Ergebnisse sind in der folgender. Tabelle 2 angegeben:
4o Tabelle 2 45 Relative Empfindlichkeit·) nach lwö-
Probe Gelatine frisch nach chentlichet
deckschicht 17tägiger Lagerung
in mg/dm1 Alterung bei 48,90C
Trägerfläche und einer
50 A 8,88 relativen
C 26,63 Feuchtigkeit
·) Siehe Tabelle 1. von 50%
41
100 55 115
115 115
Die in der Tabelle enthaltenen Ergebnisse zeigen, daß mit einer dicken Gelatinedeckschicht versehene Aufzeichnungsmaterialien des beschriebenen Typs inkubationsstabil sind.
fc Bcispicl3
Beispiel 1 wurde wiederholt, jedoch mit der Ausnahme, daß die Hälfte der Gelatine in der Deckschicht durch ein dispergiertes Methylacrylat-Sulfopropylacrylat-Mischpolymerisat ersetzt wurde. Es wurden entsprechende Ergebnisse wie in Beispiel 1 erhalten, was darauf hindeutet, daß die Gelatine der Deckschicht teilweise ohne nachteilige Wirkung durch synthetische Kolloide ersetzt werden kann.
Beispiel 4
Es wurden entsprechende Aufzeichnungsmaterialien, wie die in Beispiel 1 mit A und C bezeichneten Proben in der in Beispiel 1 beschriebenen Weise hergestellt, belichtet und entwickelt, jedoch mit der Ausnahme, daß die Entwicklung 13S Sekunden in einem Entwickler der folgenden Zusammensetzung durchgeführt wurde:
Natrium-zJ-hydroxyathylamino-
methansulfonat 322 g
Hydrochinon 90 g
Kaliumbromid 6,3 g
Mit Wasser aufgefüllt auf 1 Liter
pH-Wert des Entwicklers 10,0*)
·) Der pH-Wert des Entwicklers wurde durch Zusatz von Natriumcarbonat eingestellt.
Die bei der Untersuchung der entwickelten Proben erhaltenen Ergebnisse sind in der folgenden Tabelle 3 ζ sammengeste.lt:
Tabelle 3
Probe Gelatine- Kontrast*·) Kurvenform
deckschicht
in mg/dm'
Trägerfläche
A 8,88 3,3
C 26,63 6,1
·♦) Siehe Tabelle 1.
Beispiel 5
kristalle der Silberhalogenidemulsionsschicht zu nur 80 Mol- % aus Silberchlorid, zu 19 Mol- % aus Silberbromid und zu 1 Mol-% aus Silberjodid bestanden.
C) Es wurden entsprechende Aufzeichnungsmaterialien, wie unter A) beschrieben, hergestellt, jedoch mit der Ausnahme, daß die Silberchloridbromidjodidkristalle der Silberhalogenidemulsionsschicht zu nur 70 Mol-% aus Silberchlorid, zu 29 Mol-% aus Silberbromid und zu 1 Mol- % aus Silberjodid bestanden.
ίο D) Es wurden entsprechende Aufzeichnungsmaterialien, wie unter A) angegeben, hergestellt, jedoch mit der Ausnahme, daß die Silberchloridbromidjodidkristalle der Silberhalogenidemulsionsschicht zu nur 40 Mol-% aus Silberchlorid, zu 59 Mol-% aus Silberbromid und zu 1 Mol- % aus Silberjodid bestanden. Die in der beschriebenen Weise hergestellten Aufzeichnungsmaterialien wurden in der in Beispiel 1 beschriebenen Weise belichtet und entwickelt. Die Entwicklungsdauer betrug 105 Sekunden. Eine Unter-
ao suchung der entwickelten photographischen Materialien erbrachte folgende Ergebnisse:
Tabelle 4
a5 A«f:
β zeich-
nungs-
mate-
rial
schlecht
ziemlich gut
A) Eine Gelatine-Silberhalogenidemulsion mit feinkörnigen Silberchloridbromidjodidkristallen, die zu 90 Mol-% aus Silberchlorid, zu 9 Mol-% aus Silberbromid und zu 1 Mol-% aus Silterjodid bestanden, wurde in der in Beispiel 1 beschriebenen Weise chemisch sensibilisiert und hierauf auf einen aus PoIyäthylenterephthalat bestehenden Träger in der Weise aufgetragen, daß pro dm2 Trägerfläche eine 49,07 mg Silber entsprechende Menge Silberhalogenid und 48,64 mg Gelatine entfielen. Das erhaltene Aufzeichnungsmaterial wurde in zwei Teile geteilt, worauf der eine der beiden Teile eine Gelätinedeckschicht mit 8,93 mg Gelatine pro dm* Trägerfläche (Dicke üblicher Deckschichten) und der andere eine Gelatinedeckschicht mit 26,68 mg Gelatine pro dm* Trägerfläche (unüblich dicke Deckschicht) erhielt
B) Es wurden entsprechende Aufzeichnungsmaterialicn, wie unter A) beschrieben, hergestellt, jedoch mit der Ausnahme, daß die Silberchloridbromidjodid-Prozentuales
Molverhältnis
Cl/Br/J
Gelatine- Relative
deckschicht
in
mg/dm*
Trägerfläche
Empfindlich
keit·)
Kontrast* ♦)
Punktquali tät
A···) 90/9/1
90/9/1
80/19/1
80/19/1
70/29/1
70/29/1
40/59/1
40/59/1
8,93
26,68
8,93
26,68
8,93
26,68
8,93
26,68
100
209
36
91
32
80
16
28
2,67
10,7
3,45
5,8
4,8
4,9
3,10
2,58
9
8
8
4
7
2
1
1
·) Siehe Tabelle 1.
··) Siehe Tabelle 1.
**·) Die mit diesem Probematerial erhaltene Kurve besaO eine sehr schlechte Kurvenform.
Die aus der Tabelle 4 ersichtlichen Ergebnisse zeigen, daß nur mit hochkontrastreichen, photographischer Aufzeichnungsmaterialien, deren Silberhalogenidemul sionsschicht mit einer unüblich dicken Deckschich aus einem wasserpermeablen Kolloid überzogen is und deren Silberhalogenid in der Emulsionsschicht zi mindestens 85 Mol-% aus Silberchlorid besteht, eint beträchtliche Zunahme der relativen Empfindlichkeit des Kontrastes und der Punktqualität zu erreichen ist

Claims (3)

einer geringen Menge an Sulfitionen bestehen. Durch Patentaasprüche: den SulStionengehalt werden solche Entwicklerlösun gen zumindest teilweise kurzzeitig stabilisiert.
1. Verwendung eines photographischen hoch- Bei allen bekannten Entwicklern dieses Typs läßt kontrastreichen silberhalogenidhaltigen Aufzeich- 5 sich der erforderliche niedrige Sulfitionengehalt durch nungsmaterials, dessen Silberhalogenid in der Zugabe von Natriumformaldehydbisulfit, das als SuI-Emulsionsschicht zu mindestens 85 Mol-% aus fitionenpuffer wirkt, einstellen. Die einzelnen Bestand-Silberchlorid besteht und das eine Deckschicht aus teile solcher Entwicklerlösungen müssen jedoch geeinem wasserpermeablen Kolloid aufweist, das auf trennt gelagert werden, da das Natriumformaldehyddie Emulsionsschicht in einer Menge von 17,75 bis xo bisulfit bei hohen pH-Werten dissoziiert, wobei nicht 49,50 mg pro dm* Trägerfläche aufgetragen ist, für nur die gewünschte Menge an Sulfitionen, sondern die kontinuierliche Herstellung von Strich- und auch eine äquimolare Menge an Formaldehyd entRasterbildern, bei der nach der Belichtung des bunden wird. Nachteilig ist, daß der freigesetzte Form-Aufzeichnungsmaterials in einer Entwicklerlösung aldehyd mit dem Hydrochinon reagiert, wobei dessen entwickelt wird, die pro Liter 0,05 bis 0,5 Mol 15 Entwicklerfähigkeit zerstört wird.
einer Hydrochinonverbindung und 0,1 bis 1,0 Mol Zur Entwicklung derartiger Aufzeichnungsmate-
eines Formaldehydbisulfit-Amin-Kondensations- rialien sind auch kontinuierliche Entwicklungsverproduktes enthält. fahren verwendbar. Kontinuierliche Entwicklungsver-
2. Verwendung nach Anspruch 1, dadurch ge- fahren, bei welchen belichtete photographische Aufkennzeichnet, daß die Zusammensetzung des SiI- ao Zeichnungsmaterialien in kontinuierlich arbeitenden berhalogenids zu 90 Mol-% aus Chlorid, 9 Mol-% Transportentwicklungsvorrichtungen kontinuierlich aus Bromid und 1 Mol- % aus Jodid und die Deck- durch mindestens eine Entwicklungslösung geführt schicht aus Gelatine besteht. werden, sind beispielsweise aus den US-PS 30 25 779,
3. Verwendung nach Anspruch 1 und 2, dadurch 30 78 024,31 22 086,31 49 551,31 56173 und 32 24 356 gekennzeichnet, daß die Entwicklerlösung pro as bekannt.
Liter 0,1 bis 0,3 Mol Hydrochinon selbst und als Tie gegenwärtig in kontinuierlichen Transportent-
Formaldehydbisulfit-Amin- Kondensationsprodukt Wicklungsvorrichtungen zur Entwicklung hochkon-0,25 bis 0,5 Mol-% einer Verbindung folgender trastreicher Filme verwendeten Entwicklerlösungen Formel sind ebenfalls mit einer Reihe von Nachteilen behaftet.
DE19681797086 1967-08-18 1968-08-14 Verwendung eines photographischen hochk ontrastreiche n Aufzeichnungsmaterials für die kontinuierliche Herstellung von Strich- und Rasterbildern Expired DE1797086C3 (de)

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DE1797086A1 DE1797086A1 (de) 1970-11-05
DE1797086B2 DE1797086B2 (de) 1976-09-16
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